Brasilien will Ölförderung in Stammesgebieten erlauben

Die brasilianische Regierung will einem Medienbericht zufolge die Erdöl- und Erdgasförderung sowie den Bau von Staudämmen in den Gebieten der Indigenen legalisieren. Das gehe aus dem Entwurf für ein entsprechendes Gesetzesvorhaben hervor, berichtete die brasilianische Zeitung „O Globo“ am Wochenende.

Die betroffenen Gemeinden würden zu den Projekten befragt, hätten jedoch kein Widerspruchsrecht, hieß es. Sie würden allerdings finanzielle Entschädigungen erhalten. Außerdem dürften die Indigenen „wirtschaftlichen Aktivitäten“ auf ihrem Land nachgehen, etwa der Land- und Viehwirtschaft und dem Tourismus.

Die Erschließung geschützter Gebiete der Ureinwohner war ein zentrales Wahlkampfversprechen des nunmehrigen brasilianischen Präsidenten, Jair Bolsonaro. Der rechte Politiker wehrt sich seit Langem gegen den Schutz der Gebiete, den er als Bedrohung der Souveränität des Landes ansieht.