Mord mit Augentropfen im Trinkwasser: 25 Jahre Haft

Im US-Bundesstaat South Carolina ist eine Frau zu 25 Jahren Haft verurteilt worden, weil sie ihren Ehemann mit Augentropfen vergiftete. Die 53-Jährige habe ihrem Mann das Mittel an drei Tagen im Juli 2018 ins Trinkwasser gegeben und ihn so getötet, berichtete der Lokalsender WBTV gestern (Ortszeit). Vor Gericht bekannte sie sich der vorsätzlichen Tötung schuldig. Sie gab an, vom 64-Jährigen misshandelt worden zu sein.

Die Behörden gingen nach dem Tod des Mannes in der Stadt Clover zunächst von einer natürlichen Todesursache aus. Bei einer Autopsie wurden jedoch auffällig hohe Werte von Tetrahydrozolin gefunden – einem Wirkstoff, der in Augentropfen verwendet wird. Daraufhin wurden Ermittlungen eingeleitet.

Filme als Inspirationsquelle

Die frühere Krankenschwester erklärte, die Idee zu der Tat sei ihr durch Filme gekommen. „Ich war aufgebracht wegen der Misshandlungen und wollte einfach nur, dass er mich in Ruhe lässt“, sagte sie vor Gericht, wie auf einem Video von WBTV zu sehen ist. „Ich hätte nie gedacht, dass es ihn umbringen würde.“ Sie sei davon ausgegangen, dass die geschmacks-, farb- und geruchslosen Tropfen Durchfall verursachen würden.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft brachte sie ihren Mann dagegen aus Geldgier um. Sie soll demnach sein Handy in einen See geworfen haben, damit er keine Hilfe rufen konnte, und soll im Anschluss sein Testament verbrannt haben. Wie der Lokalsender WSOC-TV unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtete, hatte die 53-Jährige ihrem Ehemann schon 2016 mit einer Armbrust in den Hinterkopf geschossen. Damals gingen die Behörden von einem Unfall aus.