WIFO: Arbeitsmarkt für Frauen auch nach der Krise schwierig

Christine Mayrhuber, Expertin am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), hat davor gewarnt, dass bei den erwartbar hohen Arbeitslosenzahlen in den kommenden Jahren Frauen mit niedriger Qualifikation, Betreuungspflichten und Beeinträchtigung besonders unter Druck kommen. Das Geld, das bisher im Zuge der Pandemie für den Arbeitsmarkt eingesetzt wurde, habe seine Wirkung bei der Gleichstellung nicht erzielt, sagte sie heute im Ö1-Mittagsjournal.

So gebe es weiterhin eine Differenz zwischen der gesellschaftlichen Bedeutung der Jobs, die besonders von Frauen gemacht werden – Stichwort Gesundheitsberufe, Pflege und Lebensmittelhandel – und der Bezahlung. In den Bereichen Beherbergung, Gastronomie und sonstige Dienstleistungen könne man von einer Niedriglohnbranche sprechen, nicht nur wegen der hohen Teilzeittätigkeit.

Während bei Männern oftmals die Kurzarbeit angewandt worden sei, hätten Frauen ihren Job verloren – insbesondere in den vorhin genannten Bereichen. Um diese Frauen nach der Krise mit ihren Nachwirkungen „jobfit“ zu machen, brauche es einen „großen Wurf“ der Politik.