Deutschland verlängert Grenzkontrollen zu Tirol erneut

Deutschland verlängert seine stationären Kontrollen an der Grenze zu Tirol und Tschechien bis zum 17. März. Das teilte der parlamentarische Staatssekretär Stephan Mayer (CSU) heute im Innenausschuss des Deutschen Bundestages nach Angaben von Teilnehmern einer nicht öffentlichen Sitzung mit.

Deutschland hatte Tirol, Tschechien und die Slowakei Mitte Februar zu „Virusvariantengebieten“ erklärt. Von dort sowie aus anderen Gebieten, in denen ansteckendere und ersten Studien zufolge häufiger schwere Verläufe verursachende Varianten des Coronavirus stark verbreitet sind, dürfen aktuell nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen.

Ausnahmen gibt es etwa für den Fernverkehr und Grenzgänger mit systemrelevanten Berufen. Sie müssen einen negativen Coronavirus-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Die Maßnahmen galten bis heute, eine Verlängerung war erwartet worden.

Die EU-Kommission übte an dem Schritt Deutschlands heftige Kritik und forderte Berlin vergangene Woche in einem Beschwerdebrief zu Lockerungen auf, weil mehrere Vorgaben unverhältnismäßig oder unbegründet seien. Die deutsche Regierung wies diese Kritik zurück.