Niederländische Nerzfarmer erhalten nach Keulung Staatshilfe

Nach einer umstrittenen Massentötung von Nerzen in den Niederlanden hat die EU-Kommission Staatshilfen für die betroffenen Unternehmen in Höhe von rund 31 Millionen Euro genehmigt. Die Regelung erlaube es, von der Pandemie betroffene Betriebe zu unterstützen, teilte die Brüsseler Behörde heute mit. Nach dem Ausbruch des Coronavirus bei Nerzen war beschlossen worden, alle Pelztiere auf den betroffenen Farmen in den Niederlanden zu töten.

Tierschützerinnen und Tierschützer hatten versucht, das mit einer einstweiligen Verfügung zu verhindern. Die Niederlande – einst einer der größten Nerzfellproduzenten in Europa – hatten zuvor schon die Einstellung der Pelztierzucht beschlossen. Die letzten Nerzfarmen sollten 2024 schließen. Wegen der Gefahr der Verbreitung des Coronavirus durch die Tiere wurde das Verbot auf Jänner 2021 vorverlegt. Inzwischen sind sämtliche Nerzfarmen leer. In den Niederlanden gab es vergangenes Jahr noch rund 150 Pelztierfarmen.