Air France-KLM rechnet mit starkem Sommergeschäft

Die Erholung der Ticketnachfrage nach der CoV-Krise hat der Fluggesellschaft Air France-KLM zum Jahresstart Schub verliehen. Konzernchef Ben Smith berichtete heute von sehr ermutigenden Buchungszahlen für den Sommer.

In der Hauptreisezeit des dritten Quartals will der Manager das Flugangebot auf etwa 95 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019 hochfahren – und dieses Niveau auch im Gesamtjahr erreichen.

Erst vor wenigen Tagen hatte Air France-KLM die letzten Hilfsgelder zurückgezahlt, mit denen Frankreich und die Niederlande den Konzern in der CoV-Krise vor dem Untergang bewahrt hatten. „Wir stehen jetzt auf unseren eigenen Füßen“, sagte Smith bei der Vorlage der Geschäftszahlen des ersten Quartals.

In den ersten drei Monaten des Jahres beförderten die Fluggesellschaften des Konzerns 19,65 Millionen Fluggäste und damit 35 Prozent mehr als im pandemiegeprägten Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 42 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Paris mitteilte.

Interesse an TAP-Einstieg bekundet

Der Verlust im Tagesgeschäft verringerte sich wegen stark gestiegener Ausgaben für Treibstoff und Gehälter jedoch nur um 15 Prozent auf 304 Millionen Euro. Unter dem Strich sank der Fehlbetrag deutlicher, und zwar um 38 Prozent auf 344 Millionen Euro.

Nach der Rückzahlung der Staatshilfen könnte Air France-KLM auch wieder andere Fluggesellschaften kaufen. Smith hat bereits Interesse an einem Einstieg bei der portugiesischen Staatsfluglinie TAP gezeigt. Die portugiesische Regierung sucht nach einem Partner aus der Branche. Auch die Lufthansa hat ein Auge auf TAP geworfen.