Unis dürfen nun überlaufene Masterstudien beschränken

Künftig sollen auch überlaufene Masterstudien an den Universitäten beschränkt werden dürfen. Diese Möglichkeit sieht die Regierungsvorlage einer Novelle des Universitätsgesetzes vor, wie heute bekanntwurde.

Eine ähnliche Regelung gibt es bereits für Bachelor- und Diplomstudien. Ebenfalls eine Höchstgrenze dürfen die Unis für die Zahl der Zulassungsanträge pro Semester und Person festlegen – allerdings müssen weiter Anträge für mindestens fünf Studien erlaubt sein.

Ob ein Masterstudium überlaufen ist, wird in der Leistungsvereinbarung zwischen Uni und Bund festgelegt. In diesen Studien ist dann das Rektorat (nach Stellungnahmemöglichkeit durch den Senat) berechtigt, „die Anzahl der Studienplätze für Studienanfängerinnen und -anfänger nach Maßgabe der Leistungsvereinbarung festzulegen“.

Die Auswahl der Studierenden kann dann entweder durch ein Aufnahmeverfahren vor der Zulassung erfolgen oder erst im ersten Semester nach Zulassung.

Nachweis liegt bei Unis

Ob ein Studium tatsächlich überlaufen ist, muss die Uni nachweisen – etwa anhand infrastrukturbezogener Kapazitäten, Personalkapazitäten, der Betreuungsrelationen bzw. der bisherigen Anfänger- und Absolventenzahlen.

Ausgenommen von der Beschränkungsmöglichkeit sind jene Masterstudien, die als Voraussetzung für die Ausübung eines reglementierten Berufes zu absolvieren sind – also etwa das Lehramts- und das Pharmaziestudium.

Ebenfalls eingebaut ist eine Art „Auffang-Master“: Die jeweilige Uni muss nämlich sicherstellen, dass ein Bachelorsbsolvent jedenfalls ohne weitere Voraussetzungen (also auch ohne Aufnahmeverfahren) zur Zulassung zu mindestens einem fachlich infrage kommenden Masterstudium an der jeweiligen Universität berechtigt ist.

Beschränkungsmöglichkeit präzisiert

Auch im ursprünglichen Begutachtungsentwurf zur Novelle war eine Beschränkungsmöglichkeit vorgesehen. Diese wurde aber in der Begutachtung als zu unklar kritisiert – in der nunmehrigen Regierungsvorlage wurde das nun geändert und ähnlich den Beschränkungsmöglichkeiten beim Bachelor- und Diplomstudium gestaltet.

Neu dazugekommen ist außerdem eine von den Unis geforderte Beschränkung der Zulassungsanträge pro Person und Semester. Zuletzt gab es Studienwerber, die gleichzeitig für bis zu 30 Studien zugelassen werden wollten, was zu entsprechendem Verwaltungsaufwand an den Unis führte.

Nun sollen die Rektorate eine Höchstgrenze festlegen dürfen – allerdings müssen pro Person und Semester Anträge zu mindestens fünf Studien möglich sein.