Nordkorea will neue Hyperschallrakete getestet haben

Nordkorea hat nach eigenen Angaben weitere Fortschritte bei der Entwicklung weit reichender Hyperschallraketen zur Stärkung seiner nuklearen Abschreckung gemacht. Gestern habe das Land unter Anleitung von Machthaber Kim Jong Un erstmals eine ballistische Rakete mit mittlerer Reichweite des „neuen Typs Hwasongpho-16B“ getestet, berichteten heute Staatsmedien der stalinistischen Diktatur.

Die Rakete mit Feststoffantrieb sei mit einem neu entwickelten hyperschnellen Gleiter als Gefechtskopf ausgerüstet gewesen, der auch als Atomsprengkopf dienen könne, hieß es. Das weithin isolierte Land unterliegt wegen seines Atomwaffen- und Raketenprogramms internationalen Sanktionen.

Südkorea und Japan erfassten Raketentest

Kim beschrieb die Rakete als „eine weitere starke strategische, offensive Waffe“. Nordkorea habe mit dem erfolgreichen Test auch demonstriert, dass es im Prinzip alle „taktischen, einsatzfähigen und strategischen Raketen mit verschiedenen Reichweiten“ mit Festtreibstoff und Nuklearsprengköpfen ausrüsten könne.

Erklärtes Ziel des Landes sei es, den Feind weltweit treffen zu können. Nordkorea betrachtet die USA und Südkorea als seine Hauptfeinde.

Der jüngste Raketentest der selbst ernannten Atommacht war von Südkorea und Japan erfasst worden. Südkoreas Militär sprach von einer mutmaßlichen Mittelstreckenrakete. Sie sei etwa 600 Kilometer weit geflogen, bevor sie zwischen der Koreanischen Halbinsel und Japan ins Wasser gefallen sei. Beide Länder verurteilten den Test als klaren Verstoß gegen UNO-Beschlüsse, die Nordkorea die Erprobung ballistischer Raketen jeglicher Reichweite untersagen.