Ausland

EU-Vergeltungszölle auf US-Produkte in Kraft

Im Handelsstreit mit den USA sind heute die Gegenzölle der EU in Kraft getreten. Die Aufschläge auf Produkte wie Jeans, Bourbon-Whiskey und Motorräder traten um Mitternacht in Kraft, wie aus dem Amtsblatt der EU hervorgeht.

Reaktion auf US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Die EU-Zölle sind eine Reaktion auf die von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium aus der EU, die bereits seit dem 1. Juni erhoben werden. Die EU hatte ihre Gegenzölle vorsorglich schon vor Wochen bei der Welthandelsorganisation (WTO) angemeldet.

Die EU-Zusatzzölle sollen nun in einem ersten Schritt auf jährliche US-Importe im Gegenwert von 2,8 Milliarden Euro erhoben werden. „Wir wollten nicht in diese Lage kommen“, sagte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström noch gestern. Wegen der einseitigen Entscheidung der USA bleibe der EU aber keine andere Wahl. Wenn die USA ihre Zölle zurücknähmen, fielen auch die EU-Maßnahmen weg. Die EU hatte durch Gespräche auf allen Ebenen lange versucht, die US-Zölle zu verhindern.

„Partnerschaft mit Füßen getreten“

Der Handelsausschuss im EU-Parlament begrüßte die Gegenmaßnahmen der EU. „Wer über Jahrzehnte gewachsene Partnerschaften mit Füßen tritt, darf nicht mit unserem Verständnis rechnen“, sagte der Ausschussvorsitzende und deutsche Politiker Bernd Lange.

Für Konsumenten in Europa könnten die Zusatzzölle auf US-Produkte zu Preiserhöhungen führen. Neben US-amerikanischen Lebensmitteln, Kleidung und Motorrädern werden unter anderem auch amerikanische Stahlerzeugnisse, Schiffe und Boote betroffen sein. Der geplante Zusatzzoll auf all diese Produkte soll 25 Prozent betragen.

Trump hatte für den Fall europäischer Gegenzölle bereits mit Strafzöllen auch auf europäische Autos und Autoteile gedroht. Autozölle würden vor allem die deutschen Hersteller treffen.

Türkei: Opposition will 600.000 Wahlbeobachter einsetzen

Die Opposition will bei den Parlaments- und Präsidentenwahlen in der Türkei am Sonntag mehr als 600.000 Beobachter einsetzen. Ein Sprecher der größten Oppositionspartei CHP sagte der dpa, seine Partei schicke an jede der geschätzt 180.000 Wahlurnen je zwei Beobachter.

Neben diesen 360.000 Personen will die prokurdische Oppositionspartei HDP nach eigenen Angaben weitere 110.000 Beobachter einsetzen, die nationalkonservative Iyi-Partei 130.000. Auch andere kleinere Oppositionsparteien schicken Wahlbeobachter.

Auch parteiunabhängige Beobachter akkreditieren sich über die Parteien, weil sie sonst nicht zur Wahlbeobachtung zugelassen sind. Die NGO Oy ve Ötesi („Stimmen und mehr“) will bis zum Wahltag 40.000 Freiwillige ausbilden, die dann auf dem Ticket von Oppositionsparteien die Wahl beobachten.

Erstmals in Dachorganisation

In diesem Jahr organisiert sich die Opposition zum ersten Mal in der Dachorganisation „Plattform für faire Wahlen“. Mitglieder sind Oppositionsparteien, NGOs, Gewerkschaften und Medien. Ziel der Plattform ist, die Wahlbeobachtung über das Land verteilt zu organisieren und somit faire Wahlen zu gewährleisten.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und die Parlamentarische Versammlung des Europarates schicken eine kleinere Zahl internationaler Wahlbeobachter in die Türkei.

Süd- und Nordkorea sprechen über neue Familientreffen

Im Zuge ihrer Annäherung haben Süd- und Nordkorea Gespräche über neue Begegnungen zwischen Familien aufgenommen, die durch den Korea-Krieg (1950-53) auseinandergerissen worden waren. Unterhändler beider Seiten kamen dazu heute (Ortszeit) in einem Erholungsgebiet im Kumgang-Gebirge an der nordkoreanischen Ostküste zusammen, wie südkoreanische Sender berichteten.

Termin für Mitte August fixiert

Die Gespräche über neue Familientreffen und andere humanitäre Fragen sind Teil der Vereinbarungen, die Südkoreas Präsident Moon Jae In und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un bei ihrem Gipfeltreffen Ende April getroffen hatten. Einer gemeinsamen Erklärung der beiden zufolge sollen neue Familientreffen um den Befreiungstag am 15. August stattfinden. Zuletzt fanden solche kurzfristigen Familienwiedersehen im Oktober 2015 statt.

Treffen von nordkoreanischen und südkoreanischen Politiker

APA/AFP/South Korean Unification Ministry

Seoul hofft darüber hinaus, dass regelmäßige Treffen zwischen getrennten Familien ermöglicht werden. Wie der Sender KBS berichtete, wollte die südkoreanische Delegation bei den Gesprächen auch einen Briefwechsel zwischen den betroffenen Familien und Heimatbesuche vorschlagen.

Auf ihrem Gipfel hatten sich Moon und Kim auch auf Gespräche über militärische Entspannungsmaßnahmen und den Austausch im Sportbereich geeinigt. Kim hatte zudem zugesagt, zur Schaffung einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel mit Südkorea zusammenzuarbeiten. Hintergrund ist der Streit über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm. Auch bei einem Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche in Singapur bekräftigte Kim seine Bereitschaft zur Abrüstung.

Demokratieabbau greift auch in Europa um sich

Ein Drittel der Menschen weltweit lebt einer Studie zufolge in Staaten, in denen die Demokratie zuletzt Rückschläge erlitten hat. In 24 Staaten mit 2,6 Milliarden Einwohnern und Einwohnerinnen sei die Demokratie im vergangenen Jahr abgebaut worden, heißt es in einem gestern veröffentlichten Artikel der Zeitschrift „Democratization“. Besonders betroffen seien Länder in Europa und die USA.

Die Studie basiert auf einem von 3.000 Fachleuten aus aller Welt zusammengetragenen Datenbestand mit dem Titel „Varieties of Democracy“. Laut der Studie lebte im vergangenen Jahr noch etwas mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in demokratischen Staatsformen.

„Wahldemokratien“ in Osteuropa

Allerdings fielen unter anderem die EU-Mitgliedsstaaten Ungarn, Polen, Litauen und Slowakei aus der Kategorie der „liberalen Demokratien“. Sie wurden zu „Wahldemokratien“ heruntergestuft, in denen die Kontrolle der Regierung etwa durch die Gewaltenteilung und freie Medien erschwert werde.

Allein in Afrika finden sich der Studie zufolge noch Staaten, die sich während der vergangenen Jahre von autokratischen Herrschaftsformen hin zu demokratischen entwickelten. Unter den 17 Ländern, die sich seit 2008 stärker in Richtung demokratisches System entwickelt hätten, sei Tunesien das einzige, dass sich seit dem Sturz von Machthaber Zine El Abidine Ben Ali im Jahr 2011 von einer Autokratie zu einer liberalen Demokratie entwickelt habe.

Kneissl befürchtet neue Flüchtlingskrise

Trotz deutlicher Reduktion der Zuwandererzahlen befürchtet Außenministerin Karin Kneissl ein Wiederholen der Flüchtlingskrise 2015. Die „Faktenlage“ wie die Arbeitsmarktsituation im Nahen Osten und Nordafrika, die Demografie und gesunkene Rohstoffpreise „muss uns bitte vor Augen führen, 2015 war nicht so ein kleines Strohfeuer“, sagte Kneissl gestern Abend in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“.

„Arbeitsmöglichkeiten müssen andere werden“

Im Nahen Osten und Nordafrika „drängen 60 Millionen Menschen mit einer Ausbildung auf den Arbeitsmarkt“, erklärte die von der FPÖ nominierte parteifreie Außenministerin. Die meisten fänden keinen adäquaten Job. Der niedrige Ölpreis andererseits bewirke Entlassungen von zugewanderten Arbeitskräften zum Beispiel im Bausektor in den Golfstaaten oder in Libyen.

Die EU müsse die Außengrenzen schützen, Regierungen für Sicherheit sorgen, sagte Kneissl weiter. Gleichzeitig müsse aber in den Herkunfts- und Transitländern darauf geschaut werden, „dass die Arbeitsmöglichkeiten andere werden. Dazu gehört seitens der Europäischen Union eine Verantwortung, die bis in die Handelspolitik geht.“

Schulz sieht Entspannung

Der ehemalige EU-Parlamentspräsident und frühere SPD-Vorsitzende, Martin Schulz, dagegen sprach in der Diskussionssendung davon, dass sich die Situation entspannt habe. Die Zahl der Menschen, die nach Europa wollen, sei um 90 Prozent zurückgegangen. Schulz betonte, dass zur Situation 2015 auch eine „Entsolidarisierung“ beigetragen habe, Italien und Griechenland seien „allein gelassen worden“.

Kein Land allein könne das Problem lösen, sagte der hessische Ministerpräsident, Vertraute der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und stellvertretende CDU-Chef, Volker Bouffier. Es bedürfe europäischer Lösungen. Bouffier erklärte, dass trotz des Ultimatums der CSU für eine Lösung der Migrationsfrage bis zum EU-Gipfel kommende Woche keine „europäische Lösung in zehn Tagen“ angestrebt werde. „Das kriegen wir auch nicht hin.“

„Vertrauenskrise in der Bevölkerung“

Die Frage, um die es gehe, sei, ob mit Staaten wie Italien, Griechenland und Bulgarien, die besonders betroffen seien, Rückübernahmeabkommen abgeschlossen werden könnten. Bouffier kritisierte die CSU-Forderung nach Rückweisung von bereits registrierten Migranten an der Grenze. Denn dann würden EU-Länder „einfach durchwinken“, statt zu registrieren.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt dagegen sagte, dass bisher selbst jene Einwanderer, die ein Einreiseverbot nach Deutschland hatten, wieder einreisen durften und Verfahren bekommen hätten. „Das versteht überhaupt niemand mehr draußen in der Öffentlichkeit.“ Dobrindt sprach von einer „Vertrauenskrise in der Bevölkerung“. „Wir wollen das mit der Kanzlerin gemeinsam lösen“, antwortete er auf die Frage, ob die CSU noch Vertrauen in Merkel habe.

„Wir gehen mit dieser Problematik um“

Kneissl betonte, dass Österreich mit Zurückweisungen an der deutsch-österreichischen Grenze bereits konfrontiert sei. „Wir gehen mit dieser Problematik um.“ Es seien auch Rückführungen gemäß der Dublin-Verordnung mit den Nachbarländern, vor allem mit Slowenien im Gange. „Was passieren könnte, wäre ein Dominoeffekt. Also dass dann ein Weiterreichen dieser registrierten Migranten da wäre“, erläuterte Kneissl. „Der Dominoeffekt wird dazu führen müssen, dass wir uns alle darüber einig werden, wie sichern wir die EU-Außengrenzen“, so Kneissl.

Inland

Proteste gegen Kürzungen bei Erwachsenenbildung

Mit einem „Unterricht im Freien“ protestieren Beschäftigte in der Erwachsenenbildung gestern in Wien gegen Einsparungen in ihrem Bereich. Gleichzeitig wolle man mit der von der Gewerkschaft unterstützten Aktion den „Mehrwert unserer Arbeit für die Gesellschaft zeigen“, so Nerijus Soukup, Betriebsratsvorsitzender der Organisation Mentor.

Kürzungen in vielen Bereichen

Konkrete Kürzungen habe es zuletzt bereits bei Aktivierungsprogrammen für Arbeitslose gegeben, aber auch bei überbetrieblichen Ausbildungen, Berufsausbildungsmaßnahmen, Jugendcolleges, Deutschkursen oder Projekten für Frauen und Menschen mit Behinderung. „Einsparungen sind sicher sinnvoll bei vielen Dingen“, betonte Soukup. Derzeit spüre man Kürzungen „quer durch die Bank“ - von Kursen des AMS, bei der Basisbildung und der überbetrieblichen Ausbildung.

So seien etwa bereits laufende Projekte gestreckt worden. „Wenn ich eine Schulung von zehn auf 15 Wochen verlängere und dabei die Anwesenheit der Teilnehmer pro Tag reduziere, brauche ich weniger Personal“, so Soukup. Das wirke sich natürlich auf die Arbeitsplätze der rund 10.000 bis 12.000 in der Branche tätigen Personen aus.

Protest auch gegen Zwölfstundentag

Gleichzeitig verbinde man den Protest auch mit jenem gegen den Zwölfstundentag. „Das ist bei uns ein Riesenhohn. Wir kämpfen seit Jahren für eine Arbeitszeitverkürzung - nach sechs Stunden Training am Tag ist es aus. Die Aufnahme- wie Abgabefähigkeit nimmt dann drastisch ab. Man kann vielleicht eine Woche lang täglich acht, neun Stunden machen, wenn man für einen erkrankten Kollegen einspringt - aber sicher nicht mehr.“

Arbeitszeitgesetz: NR-Sondersitzung findet Ende Juni statt

Auf Verlangen der SPÖ findet Ende Juni eine Sondersitzung des Nationalrats zum ÖVP-FPÖ-Arbeitszeitpaket statt. „12-Stunden-Tag und 60-Stunden-Woche im Auftrag der ÖVP-Großspender - So nicht, Herr Bundeskanzler“ lautet das Thema der Sitzung, an der Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) teilnehmen wird. Empört ist die SPÖ allerdings über den Zeitpunkt der Debatte.

Mehr dazu in „Freiwilligkeit“ soll in das Gesetz

BUWOG-Prozess: Entschieden haben laut Grasser andere

Der BUWOG-Prozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/parteilos) und andere ist gestern mit der Befragung des Erstangeklagten weitergegangen. Bei der Durchsicht diverser Unterlagen zur Privatisierung der Bundeswohnungen (BUWOG) kam Richterin Marion Hohenecker zur entscheidenden Phase der Vergabe. Grasser betonte mehrmals, dass er die Entscheidungen anderen überlassen habe.

Mehr dazu in Am Rande mit Privatisierung beschäftigt

Wirtschaft

„Brexit“ ohne Abkommen: Airbus droht mit Verlagerungen

Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus will im Fall eines harten „Brexit“ ohne Abkommen zwischen London und Brüssel seine Investitionen in Großbritannien überdenken. „Einfach ausgedrückt gefährdet ein Szenario ohne Deal direkt die Zukunft von Airbus im Vereinigten Königkreich“, sagte Airbus-Chef Tom Enders in der Nacht auf heute.

„Schwere Störung“ der Produktion befürchtet

Falls das Land im März 2019 ohne Deal aus der EU aussteige und damit im kommenden Jahr Binnenmarkt und Zollunion sofort und ohne Übergangsphase verlasse, würde das laut Airbus zu einer „schweren Störung und Unterbrechung“ der Produktion führen. „Dieses Szenario würde Airbus dazu zwingen, seine Investitionen im Vereinigten Königreich und seinen langfristigen Fußabdruck im Land zu überdenken“, teilte das Unternehmen mit.

Airbus beschäftigt nach eigenen Angaben 14.000 Mitarbeiter an 25 Standorten in Großbritannien, in seiner britischen Zulieferkette unterstütze es 110.000 Jobs. In den britischen Werken Filton und Broughton werden alle Flügel der Airbus-Verkehrsflugzeuge entworfen und hergestellt.

Lenzing plant mit Partner in Brasilien Zellstoffwerk

Der börsennotierte oberösterreichische Faserspezialist Lenzing plant gemeinsam mit der brasilianischen Duratex ein Faserzellstoffwerk in Brasilien. Die Investitionskosten werden sich auf rund eine Mrd. Dollar (860 Mio. Euro) belaufen, teilte Lenzing gestern am späten Abend mit. Lenzing werde mit 51 Prozent die Mehrheit am geplanten Joint Venture halten, Duratex 49 Prozent.

Weltweit größtes „Single-Line-Faserzellstoffwerk“

Mit einer Kapazität von 450.000 Tonnen sei das weltweit größte „Single-Line-Faserzellstoffwerk“ geplant. Um es mit Rohstoff zu versorgen, haben sich die beiden Unternehmen einen 43.000 Hektar großen Nutzwald gesichert, der vom Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert sei.

Nun fingen die technischen Pläne und die Einholung von Genehmigungen an, heißt es in der Aussendung von Lenzing. Vom Ausgang dieser Schritte hänge die endgültige Investitionsentscheidung ab. Als Standort ist Minas Gerais in der Nähe von Sao Paolo vorgesehen.

Duratex ist ein seit 1951 in Brasilien börsennotiertes Unternehmen. Es ist der achtgrößte Hersteller von Holzpaneelen weltweit und wird den Wald, aber auch eine Geldspritze in das Joint Venture einbringen.

Sport

Fußball-WM: Frankreich löst Achtelfinal-Ticket

Frankreich hat sich gestern bei der Fußball-WM in Russland mit einem 1:0-Arbeitssieg gegen Peru in der Gruppe C vorzeitig das Ticket für das Achtelfinale gesichert. „Les Bleus“ ließen abgesehen von einer guten Phase in der ersten Halbzeit gegen die beherzt kämpfenden Südamerikaner viel Glanz vermissen. Den Unterschied machte Jungstar Kylian Mbappe, dem mit seinem Treffer eine besondere Ehre zuteil wurde.

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Fußball-WM: Schmeichel rettet Dänemark Remis

Dänemark und Australien haben sich gestern bei der Fußball-WM in Russland in ihrem jeweils zweiten Spiel der Gruppe C mit einem 1:1 getrennt. Das Remis machte beide Teams nicht gänzlich glücklich. Vor allem die „Socceroos“ trauerten einem möglichen Sieg nach. Christian Eriksen brachte die Dänen früh in Führung, Mile Jedinak glich nach einem umstrittenen Handselfmeter noch vor der Pause aus. In der zweiten Hälfte stand bei den Dänen dann vor allem Torhüter Kasper Schmeichel im Mittelpunkt.

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Bundesliga: Austria setzt zum Neustart an

Die Wiener Austria ist gestern ins Training für die am 27. Juli beginnende Bundesliga-Saison eingestiegen. Nach dem enttäuschenden siebenten Platz zuletzt will man in der neuen Generali Arena am Verteilerkreis nun einen erfolgreichen Neustart unternehmen.

„Es geht nicht um die Vergangenheit, sondern um die Zukunft“, sagte Trainer Thomas Letsch und gab damit die Richtung vor.

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Formel 1: Frankreich gibt nach zehn Jahren Comeback

Das zweite Drittel der Formel-1-Saison wird am Sonntag (16.10 Uhr, live in ORF eins) in Le Castellet eingeläutet. Auf dem Circuit Paul Ricard gibt der Grand Prix von Frankreich ein Comeback nach einer zehnjährigen Durststrecke.

Das bisher letzte Rennen in Frankreich war 2008 in Magny-Cours ausgetragen worden, das letzte in Le Castellet sogar 1990. Der GP ist auch der Auftakt zum Sommer-Triple, folgen doch im Abstand von jeweils nur einer Woche die Rennen in Österreich und Großbritannien.

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Chronik

Festnahme nach Mord an US-Rapper XXXTentacion

Nach dem Mord an dem US-Rapper XXXTentacion hat die Polizei einen Verdächtigen gefasst. Nach Polizeiangaben von gestern wurde der Mann am Mittwochabend in Pompano Beach in Florida in seinem Auto gestoppt und festgenommen. Er stehe unter Mordverdacht. Nach weiteren Verdächtigen in dem Fall werde gefahndet.

Die Polizei geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die tödlichen Schüsse auf XXXTentacion im Zuge eines Raubüberfalls fielen. Die Tasche des Rappers sei aus seinem Auto gestohlen worden. Der jetzt festgenommene 22-jährige Verdächtige sei in der Vergangenheit bereits mehrfach festgenommen worden und habe sich nach einer Verurteilung wegen Autodiebstahls auf Bewährung befunden.

Vor Motorradgeschäft erschossen

Der 20-jährige XXXTentacion war am Montag vor einem Motorradgeschäft in Florida erschossen worden. Der Rapper war einer der Stars der jungen Hip-Hop-Szene in den USA. Berühmt wurde XXXTentacion mit Veröffentlichungen auf der Plattform SoundCloud.

In seinen düster anmutenden Songs wie „Look at Me!“ erzählte er immer wieder von seiner kriminellen Vergangenheit und berichtet von Depressionen und Suizidgedanken. Wegen Gewalt gegen eine Ex-Freundin sollte er sich demnächst vor Gericht verantworten.

Künstlerisch lief es für den 20-Jährigen zuletzt blendend: Sein zweites Studioalbum mit dem Titel "?" kam im März heraus und kletterte in den Hip-Hop-Charts in den USA nach ganz oben - ohne jede traditionelle Werbekampagne.

Toter und Verletzte nach Explosion in Wohnung in Utrecht

Nach einer Explosion in einer Wohnung in Utrecht ist nach Polizeiangaben eine Leiche entdeckt worden. Darüber hinaus seien mehrere Personen verletzt worden, teilte die niederländische Polizei in der Nacht auf heute über Twitter mit. Unter den Verletzten sei ein Polizist. Auf Videos ist zu sehen, dass der Polizist aus einem Fenster klettert und sich dann fallen lässt.

Über die Ursache der Explosion ist noch nichts bekannt. Unklar ist auch noch, warum der Polizist die Wohnung betreten hatte. Der Vorfall in der Stadt rund 35 Kilometer südlich von Amsterdam ereignete sich am späten Donnerstagabend. Mehrere Wohnungen in dem Gebäude wurden schwer beschädigt.

Kilometerhohe Aschesäule über Vulkan im Süden Japans

Nach mehreren Wochen der Ruhe ist der Vulkan Shinmoe im Süden Japans wieder ausgebrochen. Eine 2,6 Kilometer hohe Aschesäule stieg heute Früh (Ortszeit) von dem Berg auf der Insel Kyushu auf, wie die japanische Wetterbehörde mitteilte. Sie warnte zugleich vor Gesteinsbrocken und einem Strom aus Asche, Gas und Lava in der Umgebung des gut 1.400 Meter hohen Shinmoe.

Berichte über Verletzte oder Schäden gab es zunächst nicht. Die Behörden beließen den Alarm auf der dritthöchsten von fünf Warnstufen.

Anfang März explodiert

Der Vulkan war Anfang März erstmals seit sieben Jahren heftig explodiert und kommt seitdem nicht nur Ruhe. Das Inselreich Japan liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde, in der es immer wieder zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen kommt. Allein Japan zählt rund 110 aktive Vulkane. Etwa 50 davon werden rund um die Uhr überwacht, darunter auch der Shinmoe.

Kultur

Donauinselfest wartet mit Wanda auf

In Wien beginnt heute das 35. Donauinselfest. Bei freiem Eintritt erwarten die Besucher und Besucherinnen rund 600 Stunden Programm. Als Highlights sind unter anderen Konstantin Wecker, Voodoo Jürgens, die Shout Out Louds aus Schweden, die US-Band Portugal. The Man sowie - als Headliner morgen zum Auftakt - die österreichischen Chartstürmer Wanda angekündigt.

Ludwigs Premiere

Wettertechnisch steht Abkühlung bevor. Die Temperaturen werden zum Festauftakt deutlich sinken, wobei jedoch die Regenwahrscheinlichkeit laut aktuellen Prognosen eher gering bleibt. Für den Veranstalter, die Wiener SPÖ, wird erstmals der neue Parteivorsitzende, Bürgermeister Michael Ludwig, das Fest besuchen. Er unternimmt morgen Nachmittag einen Rundgang über die Insel.

Musikalisch bieten nicht zuletzt die ORF-Radiosender Ö3, Radio Wien, FM4 und Ö1 ein buntes und prominentes Programm:

Ö3 hat in seinem Line-up neben Wanda, Ina Regen, Ofenbach und Pizzera&Jaus aufzubieten.

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FM4 bietet bei seinem Line-up unter anderen Haiyti, Antilopen Gang, Voodoo Jürgens & Haberern und Portugal.the Man.

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Kabarett und Weltmusik bietet auch heuer wieder die Ö1-Bühne – unter anderen mit Martina Schwarzmann, Lukas Resetarits, Ankathie Koi, Ernst Molden und die Jewish Monkeys – mehr dazu in oe1.ORF.at.

Radio Wien bietet Stars wie Lisa Stansfield, Virginia Ernst, Konstantin Wecker und Gert Steinbäcker auf.

Mehr dazu in wien.ORF.at

„Roseanne“ bekommt Ableger - ohne Roseanne

„Roseanne“ ohne Roseanne: Nach einem rassistischen Tweet ihrer Hauptdarstellerin geht die beliebte Comedyserie ohne Roseanne Barr und unter anderem Namen weiter.

Der US-Sender ABC bestätigte gestern (Ortszeit), dass er an einer Ablegerserie arbeite. Arbeitstitel: "Die Connors". Die zehn Folgen sollen noch in diesem Jahr in den USA ausgestrahlt werden.  

„Wird mit Serie nichts mehr zu tun haben“

„Roseanne Barr wird finanziell und kreativ nichts mit der neuen Serie zu tun haben", stellte der Sender klar. Zum Inhalt erklärte ABC, dass die Familie Connor nach einem unvorhergesehenen Ereignis die täglichen Probleme des Lebens meistern müsse, "wie sie es zuvor noch nie erlebt hat“. Die anderen Schauspieler wie John Goodman und Sara Gilbert seien wieder an Bord.

Die beliebte US-Show "Roseanne" um die Arbeiterfamilie Connor wurde zwischen 1988 und 1997 ausgestrahlt und in diesem März neu aufgelegt. Trotz der guten Einschaltquoten wurde sie nach nur wenigen Folgen abgesetzt, weil Barr zuvor auf Twitter eine afroamerikanische Politikerin rassistisch beleidigt hatte.

Die Bücher für den Strand

Statt eines kunterbunten Sammelsuriums wie bisher hat sich die Redaktion von ORF.at für die sommerlichen Buchempfehlungen neue Regeln auferlegt: nur jeweils zehn Bücher in den Kategorien Romane, Sachbücher und Krimis, 20 bei den Kinderbüchern. Eine strenge Auswahl, die unter anderem dazu geführt hat, dass erstmals mehr Bücher von Autorinnen als von Autoren empfohlen werden. Die Entdeckungsreise durch die Neuerscheinungen lohnt sich.

Mehr dazu in Nur die Besten kommen durch

Medien

Disney bereit zu Verkauf weiterer Fox-Teile

Im Bieterwettstreit um das Film- und Fernsehgeschäft von 21st Century Fox ist Walt Disney bereit, weitere Teile des Medienkonzerns abzuspalten. Der Unterhaltungsriese sprach gestern in einem Schreiben an die Regierungsbehörden von Fox-Geschäftsteilen, die einen Gewinn von bis zu einer Milliarde Dollar abwerfen.

Darunter könnten auch regionale Sportsender sein. Bisher hatte Disney eine halb so hohe Summe genannt. Der Konzern hatte am Mittwoch 71,3 Milliarden Dollar (61,42 Mrd. Euro) für die Fox-Geschäftsteile geboten und damit den Kabelkonzern Comcast ausgestochen.

US-Publizist Charles Krauthammer ist tot

Der US-Publizist Charles Krauthammer ist im Alter von 68 Jahren gestorben. Das bestätigte sein Sohn Daniel in der Nacht auf heute US-Medien. Als Todesursache benannte er Krebs. Krauthammer war einer der profiliertesten und einflussreichsten konservativen Publizistinnen und Publizisten der USA. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, auch mit dem Pulitzer-Preis.

Krauthammer veröffentlichte in einer Vielzahl von Medien und war auch im Fernsehen sehr präsent. Krauthammer warb für eine streng neokonservative Außenpolitik der USA und rechtfertigte auch die Invasion des Irak durch die USA im Jahr 2003. Er hatte sich unter Verweis auf seine tödliche Krankheit am 8. Juni in einer vielbeachteten Notiz von der Öffentlichkeit verabschiedet.

Gesundheit

Science

Leute

Tim Mälzer bei Dreharbeiten für TV-Show leicht verletzt

TV-Koch Tim Mälzer hat sich am Set einer Sendung verletzt. "Bei den Dreharbeiten zu einer neuen Show gab es einen kleinen Unfall mit professionell beaufsichtigter Pyrotechnik", sagte ein Sprecher des Senders der "Bild"-Zeitung (Freitag-Ausgabe). 

Dem Bericht zufolge soll Mälzer bei den Dreharbeiten zu einer neuen Folge "Joko gegen Klaas - Das Duell um die Welt" in Prag am Gesicht verletzt worden sein.

Der Hamburger Koch sollte ein zubereitetes Gericht durch einen Pyrotechnik-Parcours tragen und auf einem Tisch servieren. Trotz Schutzvorkehrungen sei Feuer in Mälzers Gesicht gelangt. "Er wurde sofort ärztlich gut versorgt und befindet sich auf dem Wege der Besserung", sagte der Sprecher des TV-Senders ProSieben dem Blatt.