Ausland

Konservativer Pinera führt bei Präsidentenwahl in Chile

Der Unternehmer Sebastian Pinera (68) hat bei der Auszählung der Stichwahl um das Präsidentenamt in Chile einen soliden Vorsprung erreicht. Der Kandidat der konservativen Oppositions-Koalition kam gestern nach Auszählung von 67 Prozent der Stimmen auf 54,4 Prozent der Stimmen, der Mitte-Links-Kandidat Alejandro Guillier (64) auf 45,6 Prozent.

Sollte sich der Trend verfestigen, tritt Pinera die Nachfolge der sozialistischen Staatschefin Michelle Bachelet (66) an. Pinera, der bereits 2011 bis 2014 das Amt innehatte, hatte die erste Wahlrunde am 19. November mit 37 Prozent der Stimmen gegen 23 Prozent für den Journalisten Guillier gewonnen.

Wahlberechtigt waren 14,3 Millionen Chilenen. Die Amtsübernahme des neuen Staatschefs in dem südamerikanischen Land ist für den 11. März 2018 vorgesehen.

Erdogan: Türkei wird Botschaft in Ostjerusalem eröffnen

Die türkische Regierung will die Botschaft des Landes nach Ostjerusalem verlegen. Dies hat Präsident Recep Tayyip Erdogan gestern bei einem Treffen seiner Regierungspartei AKP angekündigt, allerdings ohne einen Zeitpunkt zu nennen. Erdogan sagte, „der Tag sei nahe, an dem wir offiziell, so Gott will, unsere Botschaft dort eröffnen“.

Er reagiert damit auf die umstrittene Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und auch die US-Botschaft von Tel Aviv dorthin zu verlegen.

Israel beansprucht ganz Jerusalem als seine unteilbare Hauptstadt. Dieser Anspruch wird international nicht anerkannt. Die Palästinenser wollen in Ostjerusalem die Hauptstadt eines unabhängigen Staates ausrufen.

Erdogan will US-Entscheidung von UNO annulieren lassen

Erdogan hatte jüngst angekündigt, vor die Vereinten Nationen zu ziehen, um diese Entscheidung der USA „annullieren“ zu lassen. Ein von Erdogan einberufener Sondergipfel der Organisation für Islamische Kooperation (OIC) in Istanbul alle Länder dazu aufgerufen, Ostjerusalem als Hauptstadt eines Palästinenserstaates anzuerkennen.

Die Palästinenser sind nach der US-Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt nicht mehr zu Treffen mit US-Vermittlern bereit. Ein Berater des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas sagte der „Times of Israel“ der zeitlich nicht begrenzte Boykott betreffe auch den US-Gesandten Jason Greenblatt und den Schwiegersohn des US-Präsidenten Donald Trump, Jared Kushner.

Putin dankte Trump: Anschlag mit CIA-Hilfe verhindert

Russland hat einem Agenturbericht zufolge mit Hilfe des US-Geheimdienstes CIA einen Anschlag in St. Petersburg verhindert. Vom CIA zur Verfügung gestellte Informationen hätten es ermöglicht, die mutmaßlichen Attentäter festzunehmen, meldete die Nachrichtenagentur Interfax gestern. Präsident Wladimir Putin habe sich bei seinem US-Kollegen Donald Trump telefonisch bedankt.

Der Anschlag sollte auf die Kasaner Kathedrale im Zentrum von Russlands zweitgrößter Stadt verübt werden. Sollten die russischen Sicherheitsbehörden Kenntnisse über Attentatsplanungen in den USA gewinnen, würden sie diese im Gegenzug den USA zur Verfügung stellen, versicherte Putin dem US-Präsidenten.

Die Beziehungen zwischen den USA und Russland sind wegen des Ukraine-Konflikts und Vorwürfen, Moskau habe die US-Präsidentenwahl mit einer Desinformationskampagne und der Veröffentlichung vertraulicher Informationen zu beeinflussen versucht, äußerst gespannt.

Anhänger Saakaschwilis stürmen Kulturzentrum in Kiew

Hunderte Demonstranten haben gestern ein Kulturzentrum in der ukrainischen Hauptstadt Kiew zu stürmen versucht. Einige Demonstranten schleuderten Steine, Rauchbomben und Knallkörper gegen den ehemaligen Oktober-Palast der Kultur, in dem gerade das Glenn Miller Orchestra ein Konzert gab. Die Polizei setzte Feuerlöscher gegen die Demonstranten ein. Ein paar von ihnen drangen dennoch in das Gebäude ein, ohne aber das Konzert zu stören.

Demonstranten stürmen Gebäude

Reuters/Valentyn Ogirenko

Der frühere georgische Präsidenten Michail Saakaschwili hatte zuvor seine Anhänger zu der Aktion aufgerufen. „Ihr müsst ihnen zeigen, dass ihr mutig seid, aber auch sehr, sehr ruhig“, sagte er der Menge vor dem Gebäude. Er versprach, „bis zum Schluss an eurer Seite“ zu sein.

Protestbewegung gegen Poroschenko

Saakaschwili steht an der Spitze einer Protestbewegung gegen Präsident Petro Poroschenko und dessen Anhänger, denen er mangelndes Engagement im Kampf gegen Korruption vorwirft. Mit seinen Protesten will er vorgezogene Neuwahlen erzwingen.

Der ehemalige georgische Präsident, den Poroschenko noch selbst zum Gouverneur der ukrainischen Schwarzmeer-Region Odessa ernannt hatte, war in der vergangenen Woche kurzzeitig festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem inzwischen staatenlosen Politiker vor, mit finanzieller Hilfe aus Russland einen Putsch in der Ukraine geplant zu haben.

General spricht libyscher Regierung Legitimation ab

Libyens international anerkannte Regierung hat in den Augen des mächtigen Generals Chalifa Haftar ihre Legitimation verloren. Gestern sei das von der UNO vermittelte Friedensabkommen ausgelaufen, das vor genau zwei Jahren unterzeichnet worden war, erklärte Haftar in einer Fernsehansprache.

Damit verlören auch alle politischen Körper, die aus der Einigung hervorgegangen seien, automatisch ihre Legitimation, sagte Haftar weiter. Es gebe Anzeichen, dass Libyen nun in eine gefährliche Phase eintrete. Damit würden „die Türen für alle Möglichkeiten“ geöffnet. Die Libyer fühlten, dass ihre Geduld zu Ende gehe.

Regierung ohne Machtbasis

Vertreter libyscher Konfliktparteien hatten das Abkommen im Dezember 2015 im marokkanischen Badeort Skhirat unterzeichnet. Es sah unter anderem die Bildung der international anerkannten Einheitsregierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch vor. Allerdings konnte diese ihre Macht kaum über die Hauptstadt Tripolis hinaus ausbauen. Außerdem steht sie in Konkurrenz zu zwei weiteren Regierungen. Dennoch verhandelt die EU mit ihr die heikle Frage der Flüchtlingsrouten aus Libyen nach Europa.

Neue Kämpfe?

In Libyen tobt seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi 2011 ein Bürgerkrieg. Haftar gehört zu den mächtigsten Akteuren. Seine Truppen kontrollieren große Gebiete im Osten des ölreichen nordafrikanischen Landes.

In den vergangenen Tagen hatte es Spekulationen gegeben, Haftar könnte mit dem Ablauf der Zweijahresfrist eine neue militärische Operation beginnen, um seine Macht auszubauen. Im Juli hatten sich Haftar und Sarradsch auf baldige Wahlen verständigt.

Scharfe Kritik aus der Türkei an ÖVP-FPÖ-Koalition

Mit scharfen Worten hat die Regierung in Ankara die künftige Koalition von ÖVP und FPÖ wegen der in ihrem Programm enthaltenen Ablehnung eines EU-Beitritts der Türkei kritisiert. Auch dass die neue Bundesregierung in der EU dafür Verbündete finden wolle, wird ihr von Ankara angekreidet.

„Diese völlig unbegründete und kurzsichtige Klausel im Programm der neuen Regierung bestätigt leider Befürchtungen, dass deren politische Linie auf Diskriminierung und Ausgrenzung basiert“, heißt es in einer gestern veröffentlichten Stellungnahme des türkischen Außenministeriums, wie etwa die „Hürriyet Daily News“ und die französische Nachrichtenagentur AFP berichteten.

„Unfreundlich und unredlich“

Eine der vorrangigen Ziele der neuen rechten Regierung in Österreich sei es, gleichgesinnte Partner in der EU zu finden, um den EU-Beitrittsprozess der Türkei zu beenden, schrieb „Hürriyet“. Ankara habe das als „unfreundlich und unredlich“ kritisiert.

Das türkische Außenministerium erinnerte in seiner Stellungnahme an die Verpflichtungen der EU gegenüber der Türkei aufgrund bilateraler Abkommen. Sollte die österreichische Regierung Schritte unternehmen, um ihr Vorhaben bezüglich der Türkei umzusetzen, werde Ankara darauf eine „angemessene Antwort finden“. Österreich würde riskieren, die Freundschaft der Türkei zu verlieren.

Im Kurznachrichtendienst Twitter kritisierte der türkische Europaminister Ömer Celik den Aufstieg „islamophober, antisemitischer und fremdenfeindlicher“ Parteien. „Nun ist diese Bewegung in Österreich an der Macht.“

Inland

Opposition übt Kritik am Kultur- und Medienprogramm

Teils harsche Kritik am Kunst- und Kulturprogramm der künftigen ÖVP-FPÖ-Regierung ist am Tag nach der Präsentation von den Oppositionsparteien gekommen. Der bisherige Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) ortete viel Camouflage, während NEOS-Kultursprecher Sepp Schellhorn die Freiheit der Kunst gefährdet sah. Kritisch äußerten sich auch die Liste Pilz sowie die IG Autorinnen Autoren.

Drozda befürchtet Kürzungen und Auflösungen

„Das zentrale Manko ist aus meiner Sicht, dass keine Budgeterhöhung und keine Valorisierung vorgesehen sind“, so Drozda. „Das halte ich für die strukturell wichtigste Frage, die nicht angesprochen ist.“ Grundsätzlich sei er immer skeptisch, wenn der Begriff Evaluierung verwendet werde. „Das ist der camouflierende Begriff für hohe Beraterkosten und Kürzungen.“ Auch die angekündigte Neuaufstellung der Bundestheaterholding beurteilte er kritisch. „Das ist in der Regel nämlich der camouflierende Begriff für die Auflösung.“

Ähnlich gehe es ihm mit der „neuen Organisationsstruktur“ für die Medienbehörde KommAustria und deren Geschäftsapparat RTR. „Wenn es um die Unabhängigkeit der Medienbehörde geht, muss man sehr hellhörig werden.“ Sorgen macht sich Drozda um die „Wiener Zeitung“, nachdem die Pflichtveröffentlichungen dort gestrichen werden sollen.

Schellhorn vermisst Freiheit der Kunst

Für Schellhorn sind es in erster Linie „Überschriften“, die vor allem „Verwaltungseffizienz im Förderwesen“ betreffen. Das Kulturkapitel müsse man jedenfalls „kritisch hinterfragen, steht doch nichts Programmatisches drinnen“. Vor allem sei für ihn die Freiheit der Kunst zu wenig klar herausgearbeitet. Das Kapitel Medien ist für ihn wiederum abgekupfert. „Leider steht da kein Copyright von Niko Alm dabei, aber das ist eins zu eins das Papier der NEOS und Alm. Das ist Copy & Paste, sonst ist nicht viel dabei.“

„Wenig konkrete Aufzählungen der immer gleichen Reformvorhaben“, so lautete das Urteil von Wolfgang Zinggl (Liste Pilz) zum Kulturprogramm. „Das ist entsprechend schwammig formuliert und danach beliebig interpretierbar.“ Nicht nachvollziehbar war für Zinggl die Ankündigung, das Gießkannenprinzip in der Kulturförderung abzuschaffen, denn: „Das hat es nie gegeben in der Kulturpolitik.“ Besonders heftig kritisierte er, dass Aufgaben des Bundesdenkmalamts „in mittelbarer Bundesverwaltung“ vollzogen werden sollen.

Gerhard Ruiss von der IG Autorinnen Autoren vermisste allen voran einen „Hinweis auf die Notwendigkeit der besseren sozialen Absicherung von Kunst- und Kulturschaffenden“, der sich nirgends im Programm finde. Jedenfalls problematisch beurteilte Ruiss die angekündigten „Einsparungen im System“, die auch den Kunst- und Kulturbereich treffen könnten.

Keine Privatisierungspläne in Regierungsprogramm

ÖVP und FPÖ hegen keine Privatisierungspläne - oder aber sie werden nicht dezidiert genannt. Jedenfalls kommt die Staatsholding Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen (ÖBIB) in dem am Samstag veröffentlichten Programm nicht vor.

Die ÖBIB, wird namentlich nicht erwähnt, obwohl von ihr die milliardenschweren Staatsanteile an OMV (31,5 Prozent), Casinos Austria (33,24 Prozent), Telekom Austria (28,42 Prozent) und Post (52,85 Prozent) gehalten werden. Beim Punkt „Öffentliche Unternehmen“ heißt es lediglich, dass „strategische Leitlinien hinsichtlich grundlegender Beteiligungsfragen“ festgelegt werden sollen, dazu gehört laut Programm unter anderem eine „Kosten-Nutzen-Analyse“ inklusive einer „eingehenden Prüfung der budgetären Auswirkungen“ - ob daraus die Abstoßung von Beteiligungen abgeleitet werden kann, ist offen.

Kolportierter „Österreich-Fonds“

Noch im Finale der Regierungsverhandlungen vergangene Woche hatte es in Medienberichten geheißen, dass die ÖBIB wieder in eine Aktiengesellschaft mit Vorstand und Aufsichtsrat umgewandelt werden soll.

Ventiliert wurde auch ein „Österreich-Fonds“, gespeist aus den Dividenden, für Zukäufe und zum Mitziehen bei Kapitalerhöhungen. Auch ob die ÖBIB-Beteiligungen wie kolportiert vom Finanz- zum Wirtschaftsministerium, das derzeit auch für Verbund, BIG und ARE zuständig ist, wandern, steht nicht im Programm.

World Jewish Congress „erschüttert“ über FPÖ in Regierung

Der Jüdische Weltkongress (World Jewish Congress, WJC), der jüdische Gemeinden in 100 Staaten vertritt, hat Sebastian Kurz (ÖVP) zum Amt des Bundeskanzlers gratuliert und zugleich „starke Besorgnis“ über Kurz’ Entscheidung, eine Koalition mit der FPÖ zu bilden, geäußert. Man sei „erschüttert“ über die Regierungsbeteiligung der FPÖ.

„Es ist stark beunruhigend, dass trotz zahlreicher echter Bedenken, die über die FPÖ bekannt sind und ausgesprochen wurden, sie nun eine Position mit ernsthaftem Einfluss innehaben wird, sodass die österreichische Regierung einen echten Schub noch weiter nach rechts bekommt“, erklärte WJC-Präsident Ronald Lauder in einer Aussendung. Kurz habe eine positive Haltung gegenüber Israel und den Juden gezeigt, er hoffe nun, dass die Politik der künftigen Bundesregierung „weiterhin einer demokratischen Linie folgt, und sich nicht in gefährlichem Populismus auflöst“.

Obwohl die FPÖ eine Rechtsaußen-Partei sei und freiheitliche Politiker in der Vergangenheit „eine fremdenfeindliche und antisemitische Gesinnung zum Ausdruck gebracht“ hätten, sei sie mit den wichtigen Ressorts Inneres, Verteidigung und Äußeres betraut worden, gab Lauder, der 1986/87 zu Beginn der Ära von Kurt Waldheim als Bundespräsident US-Botschafter in Wien war, und später das unter der Bezeichnung „Goldene Adele“ bekannte Klimt-Gemälde nach dessen spektakulärer Restitution durch die Republik für seine Neue Galerie in New York erwarb, zu bedenken.

Sport

Ski alpin: Hirscher mit Traumlauf zu Rekord

ÖSV-Superstar Marcel Hirscher hat ein weiteres Erfolgskapitel seiner Rekordkarriere aufgeschlagen. Der Salzburger gewann gestern den Riesentorlauf von Alta Badia und damit als erster Fahrer fünfmal in Serie in einer Disziplin am selben Ort. Mit zweifacher Laufbestzeit legte der 28-Jährige sprichwörtlich wieder Welten zwischen sich und seine Kontrahenten. Der Norweger Henrik Kristoffersen musste sich als Zweiter um schon beinahe zwei Sekunden geschlagen geben.

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Ski alpin: Veith zurück auf der Siegerstraße

Nach langer Leidenszeit hat Anna Veith gestern wieder einen Weltcup-Sieg feiern dürfen. Die 28-jährige Salzburgerin triumphierte beim zweiten Super-G in Val d’Isere und kehrte damit nach 1.001 Tagen wieder auf die Siegerstraße zurück. Ihr Comeback krönte Veith mit einer vor allem im Mittelteil perfekten Fahrt, mit der sie der Konkurrenz die entscheidenden Zehntelsekunden abnahm. „Das ist mein schönster Sieg“, sagte Veith mit Tränen in den Augen.

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Skispringen: Kraft landet auf dem Podest

Richard Freitag hat gestern das zweite Weltcup-Springen von Engelberg gewonnen. Der deutsche Weltcup-Führende zeigte zwei starke Sprünge und siegte locker vor der Konkurrenz. Beim letzten Bewerb vor der Vierschanzentournee landete jedoch auch wieder Stefan Kraft auf dem Podest.

Der Weltcup-Titelverteidiger deutete mit zwei soliden Durchgängen einen Aufwärtstrend an. Seine Teamkollegen aus dem ÖSV-Adlerhorst haben jedoch noch einiges nachzuholen, wollen sie bei den kommenden Springen ein Wort mitreden.

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Chronik

Flughafenchaos in Atlanta nach Stromausfall

Nur eine Woche vor Weihnachten hat ein totaler Stromausfall den Internationalen Flughafen Hartsfield-Jackson in der US-Stadt Atlanta lahmgelegt - den verkehrsreichsten Airport der Welt. Das wiederum löste am Sonntag ein Chaos im Flugverkehr aus. Alle Flüge zu dem Airport wurden ausgesetzt, sämtliche Abflüge mussten gestrichen werden. Gepäckbänder standen still, automatische Türen öffneten sich nicht, tausende Passagiere in allen Terminals saßen gestern ab dem frühen Abend im Dunkeln, wie US-Medien berichteten. Nichts ging mehr - das auch noch fünf Stunden nach dem Stromausfall gestern Mittag (Ortszeit).

Die Ursache blieb zunächst unklar. Die Flughafenverwaltung twitterte, dass sie Berichte, nach denen Bauarbeiter ein Kabel durchgetrennt hätten, nicht bestätigen könne. Augenzeugen sprachen von Rauch und einem Geruch von brennendem Gummi in einem Terminal, der nach Medienberichten evakuiert wurde.

Sechs Tote bei Unfall in Birmingham

Sechs Menschen sind bei einem Unfall an einer Tunneleinfahrt in der britischen Stadt Birmingham ums Leben gekommen. Mehrere Personen wurden außerdem verletzt, ein Mann lebensgefährlich, teilte der Rettungsdienst gestern mit. An dem Unfall in der Nacht waren insgesamt sechs Fahrzeuge beteiligt. Polizisten beschrieben die Lage als „erschütternd“.

Die Polizei rief Zeugen auf, sich zu melden. „Es ist viel zu früh, um über die Ursache des Unfalls zu spekulieren“, sagte ein Ermittler. Nach ersten Erkenntnissen waren ein Taxi und zwei weitere Fahrzeuge direkt in den Unfall verwickelt. Drei andere Autos krachten hinein, als sie ausweichen wollten.

Kritik an Schaulustigen

Das Taxi kippte bei dem Unfall auf die Seite, der Fahrer und zwei Fahrgäste starben. Aus einem zweiten direkt an dem Unfall beteiligten Auto wurden drei Menschen auf die Straße geschleudert, auch sie konnten nicht mehr gerettet werden. In einem weiteren schwer beschädigten Fahrzeug kamen ein Mann und eine Frau leicht verletzt davon. Auch 40 Feuerwehrleute waren nach dem Unfall an Ort und Stelle.

Anrainer bezeichneten die Straße als gefährlich. Oft werde dort zu schnell gefahren. Die Polizei kritisierte, dass Schaulustige Bilder vom Unfallort in Sozialen Medien verbreiteten. Das sei insbesondere für die Angehörigen der Todesopfer unerträglich.

Fünffachjackpot bei Lotto „6 aus 45“

Wieder hat bei der aktuellen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ kein Spielteilnehmer die richtige Zahlenkombination getippt. Damit gibt es in der nächsten Runde einen Fünffachjackpot - im Topf liegen jetzt rund acht Millionen Euro.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

11 27 28 31 36 37 / Zusatzzahl 33

Die Gewinnzahlen der LottoPlus-Ziehung lauten:

5 21 26 31 41 42

Die aktuelle Joker-Zahl lautet:

2 0 2 2 1 6

Alle Angaben ohne Gewähr

Ein Toter und etliche Verletzte bei Unfällen

Ein 50-jähriger Innviertler ist gestern bei einem Autounfall auf der Rieder Straße (B141) tödlich verunglückt. Er prallte in Tumeltham aus noch ungeklärter Ursache mit voller Geschwindigkeit gegen einen Brückenpfeiler, so die Polizei.

Mehr dazu inooe.ORF.at

Schülerinnen auf Gehsteig erfasst

Drei 13-jährige Schülerinnen wurden in Weng im Innkreis (Bezirk Braunau am Inn) bei einem Verkehrsunfall auf einem Gehsteig von einem Auto angefahren und niedergestoßen. Die Mädchen wurden leicht verletzt, so die Polizei.

Mehr dazu inooe.ORF.at http://ooe.orf.at/news/stories/2884460/)

Auf Schneefahrbahn in Gegenverkehr geprallt

Ebenfalls in Oberösterreich verlor in Lengau (Bezirk Braunau) hat ein alkoholisierter Deutscher auf der Schneefahrbahn die Kontrolle über seinen Wagen. Er prallte in den Gegenverkehr, wobei die Beifahrerin im entgegenkommenden Pkw verletzt wurde.

Mehr dazu inooe.ORF.at http://ooe.orf.at/news/stories/2884444/)

Zwei Alkolenker-Unfälle in Salzburg

Auf der Westautobahn bei Wals (Salzburg) kollidierten zwei Klein-Lkws. Ein betrunkener Deutscher rammte laut Polizei einen anderen Wagen, dessen Lenker wurde bei dem Unfall verletzt.

Mehr dazu insalzburg.ORF.at http://salzburg.orf.at/news/stories/2884474/)

Ein 27-jähriger Oberösterreicher verursachte in der Stadt Salzburg mit 2,34 Promille einen Autounfall. Er rammte den Wagen eines 28-jährigen Bosniers. Dieser wurde verletzt.

Mehr dazu insalzburg.ORF.at http://salzburg.orf.at/news/stories/2884470/)

Ein 15-jähriger Fußgänger wurde Samstagabend in Graz von einem Auto angefahren und dabei schwer verletzt. Der Autolenker dürfte den Burschen übersehen haben, der auf einem Schutzweg ging.

Mehr dazu insteiermark.ORF.at http://steiermark.orf.at/news/stories/2884417/)

Von Straße abgekommen: Auto überschlug sich

In Lochau (Vorarlberg) kam ein Auto von der Straße ab und stürzte über eine Böschung ab. Das Fahrzeug überschlug sich und kam auf dem Dach liegend zum Stillstand. Laut Feuerwehr wurde eine Person verletzt. 

Mehr dazu invorarlberg.ORF.at http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2884448/)

Zahlreiche Tote nach Tropensturm auf Philippinen

Durch den Tropensturm „Kai-Tak“ sind auf den Philippinen mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Der Sturm löste Muren und Überschwemmungen aus, wie die Behörden gestern mitteilten.

Schäden nach einem Sturm

APA/AFP/Alren Beronio

Etwa 30 Menschen wurden nach einem Erdrutsch in der Stadt Naval im Osten des Inselstaats noch vermisst. „Ein großer Erdblock ist von einem benachbarten Berg abgerutscht und mit riesigen Steinen, Bäumen und Wasser niedergegangen“, berichtete ein örtlicher Polizeisprecher. Bei Murenabgängen starb auch ein zwei Jahre altes Kind, wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte. 40.000 Menschen mussten wegen des Sturms ihre Häuser verlassen und sich in Sicherheit bringen.

Religion

IT

EU-Richtlinie zur Facebook-Überwachung startet im Jänner

Bereits im Jänner wird die EU-Kommission einen Richtlinienentwurf zur „Sicherung elektronischer Beweismittel in der Cloud“ („E-Evidence“) vorlegen. Gemeint sind damit Überwachungsschnittstellen für Strafverfolger bei Facebook und anderen Sozialen Netzwerken nach dem Muster der Telekoms, die gesetzlich dazu verpflichtet sind.

Wie aus Brüsseler Diplomatenkreisen zu hören war, hat die österreichische Delegation die kommende Richtlinie zur Priorität gemacht. Im Rat herrscht weitgehende Einigkeit über die geplante Maßnahme. Frankreich forderte ambitionierte Fortschritte beim grenzüberschreitenden Zugang zu „E-Evidence“ zwischen den Mitgliedsstaaten. Großbritannien sprach sich dafür aus, die Internetfirmen weiter unter Druck zu setzen.

Mehr in fm4.ORf.at

Science

Gesundheit

Kultur

„Star Wars“ mit zweitbestem Kinostart aller Zeiten

Der neue „Star Wars“-Film lässt in den USA die Kinokassen klingen: Am Startwochenende hat die achte Folge des Weltraumspektakels rund 220 Mio. Dollar (187 Mio. Euro) eingespielt und legte damit den zweitbesten Kinostart aller Zeiten hin, wie der Branchendienst Exhibitor Relations gestern mitteilte.

Übertroffen wurde der Start von „Star Wars: Der letzte Jedi“ nur von der letzten Star-Wars-Folge „Das Erwachen der Macht“, die beim Start 2015 noch mehr Geld einspielte - 248 Mio. Dollar am ersten Wochenende und 937 Mio. Dollar insgesamt.

Weitere Triologie angekündigt

Der Premiere des neuen Streifens war eine monatelange intensive Werbekampagne vorangegangen. Seit der ersten Episode haben die „Star Wars“-Filme in vierzig Jahren mehr als 7,5 Mrd. Dollar (6,5 Mrd. Euro) eingespielt. Im November kündigte der Disney-Konzern, der die Weltraumsaga mittlerweile produziert, eine weitere „Star Wars“-Trilogie an.

Auch im Fernsehen sind dem Star Wars-Imperium keine Grenzen gesetzt. Disney plant zurzeit einen eigenen Streaming-Dienst, der „tausende Stunden“ Film- und Fernsehmaterial rund um die erfolgreichste Unterhaltungsreihe aller Zeiten bieten soll.