Ausland

Angeblich Verzögerung bei Anklage gegen Boston-Attentäter

Im Verfahren gegen den Terrorverdächtigen von Boston benötigt die US-Staatsanwaltschaft nach Medienberichten mehr Zeit für die formelle Anklageerhebung. Die gesetzlich festgelegte Frist von maximal 30 Tagen nach der Verhaftung könne bei Dschochar Zarnajew nicht eingehalten werden, berichtete der TV-Sender Fox News heute.

Die Behörde habe keine detaillierten Gründe für ihre Bitte um Aufschub genannt - sie soll aber vor allem mit der geringen Vernehmungsfähigkeit des Beschuldigten zusammenhängen, hieß es in dem Bericht. Der 19-Jährige liegt seit seiner Verhaftung am 19. April im Krankenhaus. Die ersten Tage war er nach Medienberichten wegen eines Suizidversuches in einem sehr kritischen Gesundheitszustand und nicht ansprechbar.

Ihm wird vorgeworfen, mit seinem älteren Bruder Tamerlan einen Terroranschlag beim Marathon in Boston verübt zu haben. Drei Menschen starben, mehr als 260 wurden verletzt. Auch die Tötung eines Polizisten einige Tage nach der Tat wird den Brüdern zur Last gelegt. Tamerlan kam bei der gemeinsamen Flucht ums Leben, Stunden später wurde Dschochar verhaftet.

Nordkorea feuerte Raketen ins Japanische Meer

Nordkoreas Militär hat nach südkoreanischen Angaben heute drei Raketen von seiner Ostküste ins Meer abgeschossen. Es habe sich vermutlich um drei Lenkraketen von kurzer Reichweite gehandelt, die ins Japanische Meer (Ostmeer) gefallen seien, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit.

Welche Absicht hinter den Abschüssen stecke, sei unklar. Die Starts könnten Teil von Militärübungen oder einzelne Tests gewesen sein, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Regierungsbeamte.

Es könnten Antischiffsraketen oder auch Boden-Boden-Raketen mit einer Reichweite von etwa 120 Kilometern gewesen sein. Das Militär im kommunistischen Nordkorea testet regelmäßig Raketen mit kurzer Reichweite. Die Situation werde genau beobachtet, sagte eine Sprecherin des Präsidialamts in Seoul.

Extremisten töten im Irak zehn Menschen

Die Lage im Irak bleibt angespannt. Extremisten töteten heute zehn Menschen. Bei einem Gefecht zwischen der Polizei und Kämpfern eines sunnitischen Stammes in der westlichen Anbar-Provinz wurden zudem zwei Kämpfer getötet.

Die Agentur Burathanews meldete, in Bagdads Al-Raschid-Viertel seien ein Offizier und drei seiner Familienangehörigen getötet worden. Bei einem Angriff auf den Verwaltungsdirektor des Viertels kam dessen Fahrer ums Leben. In der südlichen Stadt Basra wurde laut lokalen Medien ein Prediger erschossen.

Sumeria TV berichtete, während einer Attacke auf eine Straßensperre in der Nähe der westlichen Stadt Falludscha seien ein Polizist und zwei Zivilisten gestorben. In Mossul töteten Extremisten einen Soldaten. Fünf Polizisten wurden in der Nähe von Ramadi entführt.

UNO-Appell an Politiker

Parlamentspräsident Osama al-Nudschaifi forderte die Regierung auf, Schwachstellen im Sicherheitsapparat zu identifizieren. Der Leiter der UNO-Mission im Irak, Martin Kobler, nahm die Politiker der schiitischen und sunnitischen Parteien ins Gebet. Er sagte: „Es ist die Verantwortung aller Führungspersönlichkeiten, das Blutvergießen in diesem Land zu beenden und die Bürger zu schützen.“

Zehn Hisbollah-Kämpfer bei Gefecht in Syrien getötet

Syrische Rebellen sollen in der Provinz Homs zehn Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Miliz getötet haben. Angehörige der lokalen Revolutionsgruppen teilten heute mit, weitere acht Kämpfer seien bei dem Gefecht in der Nähe der Ortschaft al-Kusair verletzt worden. Die Miliz der schiitischen Partei unterstützt das syrische Regime von Präsident Baschar al-Assad.

Angst vor Massaker

Unterdessen wuchs die Sorge der Opposition um die Menschen in Halfaja und Akrab in der Provinz Hama. Die Regierungstruppen hätten nach dem Beschuss der vergangenen neun Tage jetzt die beiden Ortschaften umzingelt und alle Telefonverbindungen gekappt.

„Wir warnen vor einem bevorstehenden Massaker“, erklärte die Nationale Syrische Koalition. Frauen und Kinder aus Halfaja versuchten in ihrer Verzweiflung, mit Fischerbooten über den Fluss Orontes zu fliehen. Die Koalition ist ein Zusammenschluss von Oppositionsgruppen mit Sitz in Istanbul.

Homoehe in Frankreich offiziell in Kraft getreten

Die Homoehe ist heute in Frankreich offiziell in Kraft getreten. Das umstrittene Gesetz, das homosexuellen Paaren nicht nur das Recht zur Ehe, sondern auch das Recht zur Adoption von Kindern gibt, wurde am Samstag in der Früh von Präsident Francois Hollande unterzeichnet und im offiziellen Gesetzesblatt veröffentlicht.

Am Vortag hatte der Verfassungsrat eine Beschwerde der konservativen Opposition gegen das Gesetz abgewiesen und damit den Weg endgültig freigemacht, dass es in Kraft tritt.

Der Streit über die „Ehe für alle“ hatte die französische Gesellschaft in den vergangenen Monaten gespalten. Die konservative Opposition und die katholische Kirche liefen Sturm gegen das Vorhaben, bei Großdemonstrationen gingen Zehntausende Menschen gegen die Reform auf die Straße. Für den 26. Mai ist eine neue Großdemonstration geplant.

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Inland

Fiedler zu Politikereinkommen: „Scheintransparenz“

„Das ist nicht Transparenz, das ist Scheintransparenz.“ Mit diesen kräftigen Worten kritisiert Korruptionsbekämpfer Franz Fiedler den jüngsten Gesetzesentwurf über die Meldepflicht von Politikereinkommen. Denn nach wie vor darf niemand überprüfen, ob die Politiker ihr Einkommen dem Parlament auch korrekt bekanntgeben. Und es gibt auch keine Strafen, falls die Angaben nicht ordnungsgemäß gemacht wurden.

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Anschober will Allianz für Pestizidverbot

Oberösterreichs grüner Umweltlandesrat Rudi Anschober plant einen Zusammenschluss aller Bundesländer, um die Regierung zu einem Verbot aller Pestizide zu drängen. Das teilte Anschober am Samstag in einer Presseaussendung mit.

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Fußfessel für Ex-Landtagsabgeordneten Gumpinger

Der ehemalige oberösterreichische Landtagsabgeordnete der ÖVP, Otto Gumpinger, darf den Rest seiner Haftstrafe mit einer elektronischen Fußfessel verbüßen. Gumpinger wurde im Vorjahr wegen Schlepperei zu einer Haftstrafe von 16 Monaten verurteilt.

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Wirtschaft

Hackerangriffe auf US-Banken gefährlicher als gedacht

Die wiederholten Hackerangriffe auf Websites großer US-Banken waren nach Angaben von US-Sicherheitsbehörden schwerwiegender als bisher bekannt. „Große und wichtige Teile der Infrastruktur bei den Banken und in der Telekommunikation wurden in einem gefährlichen Ausmaß belastet“, sagte Mike Rogers, Vorsitzender des parlamentarischen Geheimdienstausschusses, auf einer Reuters-Sicherheitskonferenz in Washington.

US-Banken wie JPMorgan, Bank of America und Citigroup sowie die Notenbank Fed waren in den vergangenen Monaten wiederholt im Visier von Hackern. Dabei wurden teilweise nahezu zeitgleich Seiten von mehr als einem Dutzend Geldhäusern mit Daten überflutet und stürzten daraufhin ab. US-Politiker machen dafür den Iran verantwortlich, der ihren Angaben zufolge damit seine zunehmende Stärke im virtuellen Raum unter Beweis stellt.

Hackertechniken immer ausgefeilter

Der Iran hatte eine Beteiligung an den Attacken zurückgewiesen. Die US-Banken haben sich zu den Auswirkungen bisher zurückhaltend geäußert. Bei den Attacken griffen Tausende Computer zeitgleich auf eine Website zu. Die Anschlüsse wurden überlastet und konnten ihrem eigentlichen Zweck nicht mehr erfüllen. Bei den Angriffen wurde aber nichts zerstört, auch keine Daten.

Die US-Behörden sorgen sich aber, weil die Angreifer den Angaben zufolge mit einer immer ausgefeilteren Technik vorgingen. Zudem wird nicht ausgeschlossen, dass sie Lehren aus ihren Attacken ziehen, indem sie verfolgen, mit welchen Sicherheitsmaßnahmen die Banken reagieren.

Slowenien will Ratingagentur Moody’s verklagen

Slowenien will die Ratingagentur Moody’s verklagen, weil sie Anfang Mai während der Ausgabe slowenischer Staatsbonds in den USA die Bonität des angeschlagenen Euro-Landes auf „Ramschniveau“ gesenkt hatte. „Wir denken über Rechtsmittel gegen Moody’s nach, und ich persönlich neige dazu“, sagte die slowenische Regierungschefin Alenka Bratusek der Zeitung „Vecer“ in Maribor (Samstag-Ausgabe).

„Die haben sich ungerechtfertigt in die Ausgabe slowenischer Staatsbonds eingemischt, und so etwas sollte keine Ratingagentur dürfen“, begründete sie ihren Standpunkt. Das wirtschaftlich angeschlagene Slowenien hatte Anfang Mai Dollaranleihen im Wert von umgerechnet 2,7 Milliarden Euro aufgelegt.

Das Finanzministerium stoppte das Angebot vorübergehend, nachdem Moody’s die Bonität Sloweniens am 1. Mai um zwei Stufen auf „Ramschniveau“ (Note „Ba1“) gesenkt hatte. Ihre Regierung sei vor der Ausgabe der Dollar-Staatsbonds mit Moody’s in Kontakt gewesen, und es habe keinerlei Hinweise auf eine Änderung des Ratings gegeben, so Bratusek weiter. Am Ende konnte Slowenien doch die geplante Geldsumme einsammeln und hatte für zehnjährige Titel sechs Prozent Rendite zahlen müssen.

Fitch senkt Kreditwürdigkeit herab

Am Freitagabend hatte Konkurrent Fitch bekanntgegeben, die Kreditwürdigkeit Sloweniens wegen eines schlechteren wirtschaftlichen Ausblicks um eine Stufe zu senken. Bei Fitch liegt die aktuelle Bewertung damit noch drei Noten über dem „Ramschniveau“.

Erneut Suizide bei Foxconn in China

Nach mindestens 13 Suiziden im Jahr 2010 haben sich in den vergangenen Wochen drei weitere Mitarbeiter der Elektronikfirma Foxconn in China in den Tod gestürzt. Zwei junge Männer und eine 23-jährige Frau hätten sich seit dem 24. April in einer Foxconn-Fabrik in der zentral gelegenen Stadt Zhengzhou das Leben genommen, teilte die US-Menschenrechtsgruppe China Labor Watch heute mit.

Der jüngste Vorfall habe sich am Dienstag ereignet. Die Gründe für die Todessprünge seien unklar, so China Labor Watch.

Das taiwanesische Unternehmen Foxconn, das unter anderen Apple, Nokia und Sony beliefert, steht seit 2010 unter Beobachtung. Die damalige Selbstmordserie führten Aktivisten auf harte Arbeitsbedingungen zurück. Seitdem wurden die Löhne in China um fast 70 Prozent angehoben. Foxconn ist der Weltmarktführer bei Computerkomponenten und beschäftigt in China bis zu 1,1 Millionen Menschen.

Dayli will Zahlungsaufschub von Lieferanten

Der Schlecker-Nachfolger Dayli soll Finanzierungsprobleme haben und deshalb seine Lieferanten um einen Zahlungsaufschub ersucht haben. Auch die Modernisierung der Filialen verlaufe langsamer als angekündigt, berichteten die „Oberösterreichischen Nachrichten“ (Samstag-Ausgabe).

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Sport

Bundesliga: Salzburg setzt auf Angriffswirbel

Das Westderby zwischen Salzburg und Innsbruck war zuletzt immer ein Fall für die „Bullen“. Auch heute Abend in der 34. Runde der tipp3-Bundesliga will der regierende Meister seine Minichance auf die Titelverteidigung nutzen und im Fernduell mit der Austria drei Punkte gegen das Ligaschlusslicht aus Tirol, das im Abstiegskampf ebenfalls dringend Zähler braucht, einfahren. „Ein gutes Spiel mit schönen Toren“, wünscht sich Salzburg-Coach Roger Schmidt. Dafür soll es wieder einen Angriffswirbel des gefährlichsten Sturmduos der Liga geben.

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Eishockey-WM: Schweiz jagt historische Medaille

Mit den Halbfinal-Spielen Schweden - Finnland (15.00 Uhr, live in ORF Sport + und im Livestream) und Schweiz - USA geht die WM 2013 in Schweden und Finnland heute in die entscheidende Phase. Vor allem die Schweiz überraschte auch im Viertelfinale alle Experten und jagt jetzt historisches Edelmetall.

Denn zuletzt konnten die Eidgenossen vor 60 Jahren über eine Medaille jubeln. Die Euphorie in der Heimat ist groß. „Wie wär’s mit Weltmeister?“, meint nicht nur der „Walliser Bote“.

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Chronik

Salzburger lag zwei Tage hilflos in Badewanne

Ein aufmerksamer Nachbar hat gestern einem 88-jährigen Pensionisten in der Stadt Salzburg wohl das Leben gerettet. Der betagte Mann war seit Mittwoch hilflos in der Badewanne gelegen, weil er sich verletzt hatte, teilte die Polizei mit.

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Wiener Wasserleitung hat Risse

Die mehr als 100 Jahre alte zweite Wiener Hochquellwasserleitung weist im Raum Scheibbs Risse auf. Grund dafür sind die ständigen natürlichen geologischen Erdbewegungen in dieser Region. Die Stadt Wien wird die Leitung daher verlegen, die Planungen laufen.

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Spritztour mit gestohlenem Rettungswagen

In der Nacht auf heute hat in Schwaz (Tirol) ein unbekannter Täter ein Rettungsauto gestohlen und es dann in Telfs wieder abgestellt. Auf der Fahrt dorthin wurde das Fahrzeug beschädigt.

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Richter soll Katze an die Wand genagelt haben

Ein steirischer Strafrichter muss sich demnächst selbst vor einem Kollegen verantworten: Dem Juristen wird vorgeworfen, im Zuge heftiger Streitereien mit seiner Ex-Partnerin einen Einbruch vorgetäuscht und eine Katze getötet zu haben, die er anschließend an die Wand nagelte.

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Wien: Streit unter Teenagern eskalierte

Gestern ist es unter Jugendlichen zu einem brutalen Zwischenfall auf einem Wiener Spielplatz gekommen. Die Teenager machten im Zuge eines Streits von Messern Gebrauch. Vier Personen wurden dabei leicht verletzt.

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Schüsse lösten Panik bei Filmfestival in Cannes aus

Aufregung am Rande des Filmfestivals von Cannes: Ein mit einer Granatenattrappe ausgerüsteter Mann hat gestern Abend während einer Fernsehliveübertragung aus der französischen Mittelmeer-Stadt zwei Schüsse aus einer Schreckschusspistole abgefeuert und kurzzeitig Panik ausgelöst.

Der Mann wurde von Sicherheitskräften überwältigt und festgenommen. Neben der Schreckschusspistole sei er mit einem Messer bewaffnet gewesen. Verletzt wurde niemand. Bei dem Festgenommenen handle es sich um einen psychisch instabilen 42-Jährigen, sagte ein Behördensprecher.

Die Übertragung des französischen Senders Canal+ wurde für mehrere Minuten unterbrochen. Der Mann habe vor seinen Schüssen zu einer neben ihm stehenden Frau gesagt, „wenn ich Sie wäre, würde ich hier nicht bleiben“, berichtete Canal+-Moderator Michel Denisot, als die Sendung fortgesetzt wurde.

Video dazu in iptv.ORF.at

Sturmflut richtete an Adria-Stränden schwere Schäden an

Eine Sturmflut kurz vor dem Pfingstwochenende hat an den Stränden an der Oberen Adria schwere Verwüstungen angerichtet. Der Schaden allein in Jesolo wurde heute in lokalen Medien mit zwei bis drei Millionen Euro beziffert.

Für die Tourismusorte, die wegen des überwiegend schlechten Wetters im Mai und der Wirtschaftskrise im Land unter einem Rückgang der Hotelbuchungen litten, bedeutet das einen weiteren Rückschlag. Schwere Schäden haben Sturm und Wassermassen auch in Lignano, Bibione und Eraclea Mare angerichtet, ebenso in Adria-Badeorten südlich von Venedig.

Die Sturmflut kam zu dem Zeitpunkt, als die routinemäßigen Arbeiten an den Stränden und Vorbereitungen zum Beginn der Badesaison abgeschlossen waren. Nun wird mit Hochdruck an der Beseitigung der Schäden gearbeitet.

Tonnenweise Falschgeld aus China auf Brüsseler Flughafen

Auf dem Brüsseler Flughafen ist in den vergangenen Monaten tonnenweise Euro-Falschgeld aus China abgefangen worden. Die Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen zu dem Schmuggel von Ein- und Zwei-Euro-Münzen aufgenommen, berichtete die Nachrichtenagentur Belga heute.

Mehrere Verdächtige seien bereits identifiziert worden, genauere Angaben zu den Personen seien bei der Staatsanwaltschaft nicht zu erhalten. Zur Beunruhigung der Bevölkerung gebe es keinen Anlass, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Nach früheren Angaben der EU-Kommission zirkulieren jedoch immer mehr falsche Euro-Münzen in Europa.

In Geschäften, Banken und von der Polizei wurden im vergangenen Jahr rund 184.000 Falschmünzen aus dem Verkehr gezogen - 17 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Kommission fordert deshalb, härter gegen Geldfälscher vorgehen und europaweit Mindeststrafen einzuführen. Das EU-Parlament und die EU-Staaten müssen einem entsprechenden Gesetzesvorschlag noch zustimmen.

Gesundheit

Trinken in der Pubertät prägt Alkoholkonsum

Die Pubertät ist eine schwierige Phase. Sie scheint auch entscheidend für den Umgang mit Alkohol zu sein. Wer in der Pubertät das erste Mal Alkohol trinkt, erhöht sein Risiko, später im Leben mehr und öfter Alkohol zu konsumieren.

Mehr dazu in science.ORF.at

Science

Crowdfunding nun auch in der Wissenschaft

Statt von Fördergeldern oder der Gnade der Banken abhängig zu sein, kann sich der Schaffende von heute in Geldfragen an die „crowd“, eine weltweite Masse an Unterstützern im Internet, wenden. Was in der Kreativbranche bereits ein Milliardenmarkt ist, findet nun auch langsam Einzug in die Finanzierung der Wissenschaft.

Mehr dazu in science.ORF.at

Kultur

Barocktage Melk fulminant eröffnet

Mit einem Festvortrag von Barbara Coudenhove-Kalergi zum Thema Heimat und Europa sowie einem fulminanten Konzert des Ensembles Gambe di Legno mit Werken zum 400. Todestag von Carlo Gesualdo, Principe da Venosa, sind gestern Abend die Barocktage Stift Melk eröffnet worden.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Bon Jovi begeistern in Wien trotz Regens

Mit ihrem Wien-Konzert haben Bon Jovi gestern Abend in der Krieau für Begeisterung gesorgt. Der einsetzende Nieselregen konnte der Stimmung keinen Abbruch tun. Die rund 55.000 nassen Fans zeigten sich begeistert.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Opernsänger protestieren gegen „Hutgagen“

Schillernd und glamourös ist das Leben eines Opernsängers - so die Annahme. Doch oft verbirgt sich hinter der Fassade der glanzvollen Bühnenwelt ein frustrierender Alltag aus unbezahlten Proben, „Hutgagen“ und frühem „Verheizen“ der Stimme, das die Karriere junger Sänger beendet.

In einer Facebook-Gruppe machen Künstler ihrem Ärger Luft und werden von der Mezzosopranistin Elisabeth Kulman unterstützt. Sie ruft zur „Revolution der Künstler“ auf, fordert eine Reformierung der Branche und „goldene Regeln“.

Mehr dazu in Minigagen bei Überangebot

Jüdische Geschichte multimedial erleben

Interaktive Karten, Videos oder Audioguides - ganz modern kann ab jetzt die Geschichte von Baden (Niederösterreich), der einst drittgrößten jüdischen Gemeinde Österreichs, erkundet werden. Vier junge Menschen stellten das multimediale Projekt am Freitag vor.

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Porträts von Holocaust-Opfern im Leopold Museum

„Zeichnen gegen das Vergessen“ heißt eine neue Sonderausstellung von Manfred Bockelmann im Leopold Museum. Der österreichische Künstler und Bruder von Udo Jürgens zeigt 63 großformatige Porträts von jungen Holocaust-Opfern.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Empörung über „Spannerfotos“ in New Yorker Ausstellung

Voyeurismus oder Kunst? In New York sorgt zurzeit eine Kunstausstellung mit Fotos aus dem alltäglichen Leben für Empörung. Der Grund: Die Bilder für „The Neighbors“ (Die Nachbarn) wurden ohne Wissen der Bewohner durch die Fenster ihrer Wohnungen geschossen.

Der Fotograf Arne Svenson habe „die tägliche Routine seiner Nachbarn in Downtown Manhattan studiert“, hieß es von der Julie Saul Gallery. Dazu fotografierte er mit einem Teleobjektiv aus seiner Wohnung einfach durch die Fenster in andere Apartments hinein. Die Bilder zeigen einen schlafenden Mann, eine sich bückende Frau von hinten, nackte Beine unterm Bademantel und eine Frau im Schaukelstuhl mit Teddybär. Komplette Gesichter sind nie abgebildet, höchstens einzelne Partien.

„Was hat er noch?“

„Ich bin empört, weil auch viele Kinder in dem Gebäude leben“, sagte ein Bewohner dem Sender NBC. „Ich habe Kinder, kleine Kinder. Und ich bin sicher, dass es da viel mehr gibt, was wir noch nicht gesehen haben.“ Der Fotograf habe sicher noch einiges auf dem Film. „Und wir alle fragen uns: Was hat er noch und was will er damit tun?“

Svenson sieht das ganz anders. „Für meine Objekte gibt es die Frage der Privatsphäre nicht“, sagt er. „Sie stellen sich hinter einem durchsichtigen Schleier auf einer Bühne dar, die sie selbst gestaltet haben und auf der sie den Vorhang selbst hochgezogen haben.“ Dabei räumt er selbst ein, etwas spannerhaft gearbeitet zu haben: „Die Nachbarn wussten nicht, dass sie fotografiert werden. Ich habe vorsichtig aus dem Schatten von meiner Wohnung in ihre geknipst.“

Leute

Schauspieler Depardieu begeistert von Putin

Der französische Schauspieler und Wahlrusse Gerard Depardieu hat seinen Förderer Wladimir Putin mit einem ungewöhnlichen Vergleich gelobt. Russlands Präsident sei für ihn wie „Francois Mitterrand oder Johannes Paul II.“, sagte Depardieu in einem heute veröffentlichten Interview mit der Zeitung „Komsomolskaja Prawda“. Russland brauche jemanden wie Putin, der versuche, „den Menschen ein bisschen Würde zurückzugeben“.

Depardieu hatte im Jänner die russische Nationalität erhalten und entzieht sich dadurch der vom französischen Staatspräsidenten Francois Hollande eingeführten Millionärssteuer. Den Verdacht, die Auswanderung sei auch ein PR-Coup zur Wiederbelebung seiner stockenden Karriere gewesen, wies der bullige Schauspieler energisch zurück. „Das ist lächerlich, ich habe mehr als 200 Filme gedreht, wer braucht danach noch Werbung?“, sagte er der Zeitung.

Zugleich räumte Depardieu freimütig ein, dass sein letzter Film „Rasputin“ aus dem Jahr 2011 ohne Hilfe Putins kaum auf die Leinwände gekommen wäre. Der Streifen über den sagenumwobenen Mystiker und Berater des Zaren habe Schwierigkeiten gehabt, bis er mit Putin gesprochen habe. „Ein einziger Satz des Präsidenten hat ihn aus der Sackgasse gebracht“, sagte Depardieu.

Bezirksgericht verweigert Berger-Scheidung

Das Scheidungsverfahren des Ex-Formel-1-Piloten Gerhard Berger findet in Monaco statt. Die Anwälte von Bergers Ehefrau Ana hatten versucht, das Verfahren in Österreich durchführen zu lassen, was aber gestern in einem Wiener Bezirksgericht ein weiteres Mal abgelehnt wurde.

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Felix Baumgartner: Steuerverfahren läuft noch

Das Steuerverfahren des Extremsportlers Felix Baumgartner ist offenbar noch im Laufen. Gegenüber der Austria Presse Agentur (APA) sagte Baumgartner, er habe beim Unabhängigen Finanzsenat (UFS) eine Klärung seines Falles beantragt.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Justin Biebers Affe wird Deutscher

Justin Bieber muss endgültig ohne seinen Affen „Mally“ leben. „Das Management von Justin Bieber hat uns klar mitgeteilt: Mally soll zu anderen Kapuzineraffen in einen deutschen Zoo“, sagte Tierheimleiter Karl-Heinz Joachim der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstag-Ausgabe). Da der kanadische Popsänger bei seiner Einreise nach Deutschland Ende März keine Papiere für sein Äffchen dabei hatte, war es am Münchner Flughafen vom Zoll beschlagnahmt worden.

Bis Mitternacht hatte Bieber Zeit gehabt, sein Haustier aus einem Münchner Tierheim zu holen. Nun geht „Mally“ rechtlich in den Besitz der Bundesrepublik Deutschland über. Bevor das Äffchen in einen Zoo umzieht, muss es laut Joachim noch einige tierärztliche Untersuchungen über sich ergehen lassen. In welche Stadt das Tier jetzt kommt, will das Bundesamt für Naturschutz nicht sagen.

Naturschutzamt befürchtet Affen-Paparazzi

Der Affe müsse vor Paparazzi geschützt werden, sagte Amtssprecher Franz Emde. Zoos, die den Affen aufnehmen wollen, gibt es laut Tierheim mehrere. Voraussetzung ist, dass dort andere Kapuzineraffen leben. Gesellschaft von Artgenossen brauche das junge Äffchen nämlich dringend, sagte Joachim der Zeitung. Ob Justin Bieber eine normalerweise fällige Strafe von mehreren zehntausend Euro und Unterbringungskosten für „Mally“ zahlen muss, ist noch unklar.

Da es keine Vereinbarung mit den Behörden in den USA gebe, müsse eine Strafe nicht vollstreckt werden, erklärte Abteilungsleiter Dietrich Jelden vom Naturschutz-Bundesamt. Bei einem künftigen Auftritt Biebers in Deutschland könne das Amt den Bescheid aber persönlich übergeben. Dann wäre der Sänger unter Zugzwang und müsste zahlen.