Inland

Mit drastischen Worten hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen heute bei der Eröffnung der Politischen Gespräche des Forum Alpbach vor einem Scheitern der Pariser Klimaziele gewarnt. Würden diese nicht eingehalten, würde es im schlimmsten Fall keine Menschheit mehr geben. Hoffnung setzt Van der Bellen in die Jugend und in die EU.

Nach Ansicht des Bundespräsidenten, der gemeinsam mit Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein und der Präsidentin der UNO-Generalversammlung, Maria Fernanda Espinosa Garces, den größten Teil der Anreise per Zug unternommen hatte, ist die Klimakrise auch zunehmend Bedrohung für Freiheit und Sicherheit. Wassermangel könne beispielsweise zu Konflikten führen.

Die Klimakrise sei kein neues Phänomen, habe jedoch eine Dynamik bekommen, die die Menschen nun auch real spürten, betonte das Staatsoberhaupt mit Verweis auf extreme Wetterphänomene.

Bierlein warnt vor zu viel Überwachung

Bierlein stellte das heurige Kongress-Schwerpunktthema „Freiheit und Sicherheit“ in den Mittelpunkt ihrer Rede und warnte dabei vor überschießenden Überwachungsmaßnahmen: „Unsere hoch entwickelten Grundrechtsstandards dürfen nicht in Frage gestellt werden.“ Der Staat habe die Sicherheit der Bevölkerung, ebenso aber die Freiheitsrechte zu schützen.

Die Kanzlerin betonte auch die Bedeutung des Rechtsstaats als wichtigste Bedingung für Stabilität und Frieden: „Wir akzeptieren Gesetze, die von einer Mehrheit im Parlament beschlossen werden. Wir akzeptieren europäische Regeln, auch wenn wir als Mitgliedsstaat nicht mit jeder Regel einverstanden sind.“ Sie wolle auch in keinem Land leben, in dem die Unabhängigkeit der Justiz zur bloßen Floskel verkomme.

Demokratie sei fragil, Grundrechte nicht selbstverständlich, unterstrich die Bundeskanzlerin. Daher müssten vor allem junge Menschen aufgeklärt werden, was „Freiheit, Sicherheit und Demokratie in ihrer Interdependenz bedeuten und dass es sich lohnt, dafür aufzustehen, wie es zum Teil gottlob passiert“. Nur wenn politische Beteiligung und Zugehörigkeitsgefühl gefördert würden, könnten radikale Ränder isoliert werden.

Die Reaktionen auf die Forderung der SPÖ nach 1.700 Euro Mindestlohn bzw. 1.700 Euro steuerfreies Gehalt sind heute eher gemischt ausgefallen. NEOS zeigte sich verärgert über den Vorstoß von SPÖ-Spitzenkandidatin Pamela Rendi-Wagner, die FPÖ zweifelte die Umsetzbarkeit des Mindestlohnes an. Zuständig seien aber jedenfalls die Sozialpartner, hieß es.

NEOS-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn erinnerte die SPÖ angesichts der Forderung nach steuerfreien Gehältern bis 1.700 Euro brutto an ihre lange Regierungszeit. Hätte die SPÖ nicht „jahrzehntelang mutlos herumgeeiert“, sondern bei der Steuerreform vor zehn Jahren die kalte Progression abgeschafft, gäbe es eine solche Steuerbefreiung bereits „ganz automatisch“, meinte er in einer Aussendung.

FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch stieß sich hingegen an der Mindestlohnforderung: Diese sei „ein Fall für den Basar nicht umsetzbarer Wahlversprechen“. Denn die Gehaltsverhandlungen würden von den Sozialpartnern geführt. Und ein gesetzlicher Mindestlohne würde wohl eher zu sinkenden als höheren Einkommen führen.

FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky hat heute den Wunsch der FPÖ unterstrichen, nach der Wahl wieder mit der ÖVP in eine Koalition zu gehen. „Wir betteln nicht“ darum, betonte er in der Ö1-Reihe „Im Journal zu Gast“, die FPÖ entspreche damit nur dem Wunsch der Wähler. Außerdem brauche es die FPÖ zur Fortsetzung des „rot-weiß-roten“ Kurses, weil die ÖVP „massiv nach links“ drifte, wie Vilimsky meinte.

Die mit der Causa Casinos – wo der FPÖ-Mann Peter Sidlo Finanzvorstand wurde – wieder aufgebrochene Kritik an „Umfärbungen“ in staatsnahen Unternehmen hält Vilimsky für ungerechtfertigt. Die Regierungsparteien hätten „natürlich ein Gestaltungsrecht“, meinte er. „No na“ werde eine konservative Regierung nicht „Grün oder Rot für Führungspositionen bevorzugen“ – und auch in der „Paradedemokratie“ USA würden Posten nach Wahlen neu besetzt.

Audio dazu in oe1.ORF.at

Klare Bekenntnisse zur Zivilgesellschaft und zur Freiwilligenarbeit fordern Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz, Greenpeace, Amnesty International und Vier Pfoten von den wahlwerbenden Parteien in Österreich. Der gemeinnützige Sektor brauche für seine Leistungen und das ehrenamtlichen Engagement stabile und förderliche Rahmenbedingungen, heißt es in einem Brief, den die Organisationen heute gemeinsam versandt haben.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Ausland

Eine Woche vor der Wahl in Sachsen haben Zehntausende Menschen in Dresden bei einer Demonstration des Bündnisses „Unteilbar“ Flagge gezeigt für eine offene und solidarische Gesellschaft. „Sachsen kann auch anders, Dresden ist viel, viel mehr als PEGIDA“, erklärten die Organisatoren heute Nachmittag mit Blick auf das rechtspopulistische Bündnis.

Demonstration gegen Rechts in Dresden
Reuters/Hannibal Hanschke

Nach ersten Schätzungen seien mindestens 35.000 Menschen dem Aufruf gefolgt. Tatsächlich durchquerte ein kilometerlanger Zug von Menschen die Innenstadt. Bei den Landtagswahlen am 1. September in Sachsen und Brandenburg wird in beiden Ländern ein abermaliges Erstarken der AfD erwartet – in Brandenburg könnte sie nach den Umfragen sogar stärkste Kraft werden.

„Wir lassen uns nicht spalten“

„Wir sind überwältigt: Die Unteilbar-Demonstration hat sich über die gesamte Strecke durch das Stadtzentrum gezogen. Zehntausende Menschen aus Dresden und ganz Sachsen sowie aus vielen Teilen Deutschlands haben ein unmissverständliches Zeichen für Solidarität statt Ausgrenzung gesetzt“, sagte die Sprecherin des Veranstalterbündnisses, Ana-Cara Methmann.

Der Mitorganisator Ario Mirzaie sagte: „Rassismus und Diskriminierung haben keinen Platz in unserer Gesellschaft, ebenso wenig wie Sozialabbau oder die Einschränkung von Grundrechten. Wir lassen uns nicht spalten, das sollte den Rechten seit heute klar sein.“ Es werde nicht bei dieser Demonstration bleiben, man woll sich weiter dem Rechtsruck entgegenstellen.

Für die Demonstration war Deutschland-weit mobilisiert worden, es waren Plakate von Gruppen aus Hessen, Bayern, Brandenburg und anderen Bundesländern zu sehen. Zudem war bundespolitische Prominenz angereist, darunter Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Linke-Chef Bernd Riexinger. Allerdings trat keiner von ihnen als Redner auf.

Nach einem Massengedränge mit fünf Toten vor einem Rap-Konzert in Algerien hat die Kulturministerin des nordafrikanischen Landes ihren Rücktritt eingereicht. Übergangspräsident Abdelkader Bensalah nahm das Gesuch von Meriem Merdaci an, wie die staatliche Nachrichtenagentur APS heute meldete.

Demonstranten hatten gestern ihren Rücktritt gefordert. Merdaci hatte das Amt erst im April übernommen.

Bei der Tragödie vor einem Konzert des algerischen Rappers Soolking in einem Fußballstadion in der Hauptstadt Algier waren am Donnerstagabend drei junge Frauen und zwei junge Männer getötet worden. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Zu dem Gedränge kam es an einem der Stadioneingänge. Die Ursache des Unglücks ist unklar.

Land seit Monaten in Krise

Algerien erlebt seit Monaten eine politische Krise. Im Februar begannen Massendemonstrationen gegen die politische Elite. Zeitweise gingen Hunderttausende auf die Straße. Die Proteste richteten sich zunächst gegen Langzeitherrscher Abdelaziz Boutelifka, gingen aber auch nach dessen Rücktritt im April weiter. Die Demonstranten fordern einen umfassenden Politikwechsel. Eine zunächst für Juli geplante Präsidentenwahl wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.

Der zeitweise von Großbritannien festgesetzte iranische Öltanker „Adrian Darya“ hat seinen Kurs im Mittelmeer geändert und steuert nun auf die Türkei zu. DAs ergibt sich aus Ortungsdaten der Website MarineTraffic von heute.

Bisher war als Ziel des voll beladenen Tankers, der zuvor „Grace 1“ hieß, die Hafenstadt Kalamata in Südgriechenland angegeben. Nun soll der Tanker laut der Daten am 31. August in der südtürkischen Hafenstadt Mersin anlegen. Griechenland hatte erklärt, es werde das Schiff nicht abfertigen.

Fünf Wochen in Gibraltar

Großbritannien hatte den Tanker fünf Wochen lang in Gibraltar festgesetzt und dem Iran vorgeworfen, Syrien entgegen den EU-Sanktionen mit Öl beliefern zu wollen. Die USA gehen davon aus, dass das Schiff von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert wird, die sie als Terrorvereinigung einstufen.

Die Regierung in Washington hat die Länder der Region deshalb aufgefordert, dem Tanker keine Hilfe zu leisten. Der Iran ist im syrischen Bürgerkrieg mit dem Regime von Machthaber Baschar al-Assad verbündet.

Der Handelskrieg zwischen den USA und China spitzt sich weiter zu: Die US-Regierung wird sämtliche Strafzölle auf Importe aus China um jeweils fünf Prozentpunkte anheben, wie US-Präsident Donald Trump auf dem Kurznachrichtendienst Twitter verkündete. Seine Ansage kam nur Stunden, nachdem die chinesische Regierung ihrerseits neue Strafzölle auf US-Einfuhren angekündigt hatte.

Die erbitterte Auseinandersetzung der beiden größten Volkswirtschaften hat damit die nächste Eskalationsstufe erreicht. Kurz vor seiner Abreise zum G-7-Gipfel in Frankreich äußerte sich Trump in der Nacht auf heute siegesgewiss mit Blick auf die Auseinandersetzung und signalisierte zugleich Gesprächsbereitschaft.

Ab Oktober werden die bereits verhängten Zölle auf chinesische Importe im Wert von rund 250 Milliarden US-Dollar laut Trump von 25 Prozent auf 30 Prozent erhöht. Die Strafzölle auf weitere China-Importe im Wert von rund 300 Milliarden US-Dollar sollen von zehn Prozent auf 15 Prozent angehoben werden. Diese zweite Tranche an Strafzöllen soll in zwei Schritten – am 1. September und am 15. Dezember – eingeführt werden, wie die US-Regierung zuvor erklärt hatte.

Belastung für globale Wirtschaft

Der Handelskrieg zwischen den USA und China läuft seit Monaten und belastet zunehmend die globale Wirtschaft. Beide Seiten überziehen einander schrittweise mit immer neuen Strafzöllen. Von Mitte Dezember an werden fast alle chinesischen Importe in die USA mit Strafzöllen belegt sein. Der US-Regierung bleibt als Hebel inzwischen also nur noch, deren Höhe anzuheben. Genau dafür hat sich Trump entschieden.

Gestern hatte zunächst das chinesische Handelsministerium mitgeteilt, zusätzliche Zölle in Höhe von fünf bis zehn Prozent auf US-Waren mit einem Volumen von 75 Milliarden US-Dollar (68 Milliarden Euro) zu erheben. Die Zölle sollen – parallel zu den Strafmaßnahmen der USA angehoben werden. China wird zunächst auf Sojabohnen und Erdölimporte einen Zusatzzoll von fünf Prozent verhängen. Autozölle in Höhe von 25 Prozent sollen im Dezember folgen.

Wirtschaft

Seit März hat Österreich eine Bioökonomiestrategie. Damit sei man im internationalen Vergleich zwar spät dran, vor allem der ländlichen Bereich könne von der möglichst erdölfreien Art des Wirtschaftens profitieren, zeigte sich der ehemalige Rektor der Universität für Bodenkultur, Martin Gerzabek, gegenüber der APA überzeugt. Die Alpbacher Technologiegespräche widmen sich heute dem Thema.

Bei der Bioökonomie geht es darum, dass sich Wirtschaft und Industrie die Natur mit ihren Energie- und Stoffwechselkreisläufen zum Vorbild nehmen und nachhaltig sowie möglichst energie- und ressourcenschonend haushalten. Nachwachsende Rohstoffe aus der Land- und Forstwirtschaft sollen statt Erdöl die nötigen Rohmaterialien und erneuerbare Energie liefern.

Fokus auf wirtschaftliche Kreisläufe

Dabei soll das Hauptaugenmerk auf wirtschaftlichen Kreisläufen und weniger auf dem simplen Verbrennen von Biomasse liegen. Ziel ist dabei vor allem, höherwertige Stoffe aus den Rohmaterialien zu erzeugen, was eine enge Zusammenarbeit mit wissenschaftlicher Technologieentwicklung bedingt.

Er sei „sehr froh, dass es die Strategie gibt“, so Gerzabek, der auch im Rahmen von BIOS Science Austria einer der Hauptinitiatoren war. Nun seien alle wichtigen politischen Akteure an Bord, trotzdem ist man in Deutschland bereits ein gutes Stück weiter.

Die dortige Strategie habe einen Finanzierungspfad, „der im Milliardenbereich angesiedelt ist“, so Gerzabek, der seit kurzem als Präsident der Christian Doppler Gesellschaft (CDG) fungiert. Auch im Alpbacher Plenum werden mehrere Expertinnen und Experten aus Deutschland ihre Sicht der Dinge darlegen.

Sport

Chronik

Nach dem mutmaßlichen Missbrauch eines Mädchens ist ein Mann in den Niederlanden bei einem Handgemenge getötet worden. Fünf Männer seien festgenommen worden, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP.

Sie sollen den Getöteten heute verdächtigt haben, sich in der Umgebung eines Spielplatzes in der Stadt Assen (Provinz Drenthe) an einem Mädchen vergangen zu haben. Die Polizei ermittelte wegen der Tötung sowie wegen eines mutmaßlichen Sexualdelikts.

Die Polizei war eigenen Angaben zufolge alarmiert worden, nachdem Zeugen Hilferufe gehört hatten. Beamte trafen auf dem Spielplatz einen Bewusstlosen und die fünf Männer an. Reanimierungsversuche seien erfolglos geblieben.

Ein Polizeisprecher sagte dem TV-Sender RTV Drenthe, die fünf Männer hätten möglicherweise versucht, den Verdächtigen bis zum Eintreffen der Beamten festzuhalten. Dabei sei es dann wohl zu Handgreiflichkeiten gekommen.

Gesundheit

Science

Technik sollte mehr menscheln: So könnte man den Appell Sarah Spiekermanns salopp zusammenfassen. Bei der Digitalisierung sollten Menschen und die sozialen Auswirkungen von Technologie im Mittelpunkt stehen und nicht der wirtschaftliche Profit, sagte die Wirtschaftsinformatikerin bei den Technologiegesprächen in Alpbach. Eine Idee: Beipacktexte für digitale Nebenwirkungen.

Mehr dazu in science.ORF.at

Religion

Für mehr Frauen in führenden Funktionen der katholischen Kirche hat sich erneut der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode ausgesprochen. Man solle bereits jetzt Frauen, wo derzeit möglich, in Leitungsaufgaben bringen, so Bode gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag-Ausgabe). So könne sich an der Leitungskultur in der Kirche nachhaltig etwas ändern.

Mehr dazu in
religion.ORF.at

Lifestyle

Medien

Kultur

Ewan McGregor (48) macht es offiziell: Er wird in seiner berühmten „Star Wars“-Rolle als Obi-Wan Kenobi zurückkehren, wie der schottische Schauspieler gestern im Rahmen der Disney-Messe D23 Expo in Kalifornien bekanntgab. Die Drehbücher seien fertig, der Drehstart für die noch titellose Serie sei für 2020 geplant, teilte Produzentin Kathleen Kennedy „Variety“ zufolge mit.

Schauspieler Ewan McGregor
APA/AFP/Getty Images/Jesse Grant

Vorige Woche hatten US-Medien berichtet, dass McGregor mit Disney für dessen Streamingdienst Disney Plus über eine eigene Serie um die Figur des Jedi-Ritters verhandeln würde. Der Streamingdienst startet im November in den USA, Kanada und den Niederlanden und sieht sich als Konkurrent von Netflix.

Schon dreimal Jedi-Meister

McGregor schlüpfte schon dreimal in die legendäre Rolle. Er verkörperte den Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi in den Spielfilmen „Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung“ (1999), „Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger“ (2002) und zuletzt 2005 in „Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith“.

In der Originaltrilogie „Krieg der Sterne“ (1977), „Das Imperium schlägt zurück“ (1980) und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ (1983) spielte der britische Schauspieler Alec Guinness den bärtigen Lehrmeister mit Kapuze, der den jungen Helden Luke Skywalker unter seine Fittiche nimmt.

Leute

Scarlett Johansson (34, „Avengers: Endgame“) ist laut Schätzungen des Wirtschaftsmagazins „Forbes“ die derzeit bestbezahlte Schauspielerin der Welt. Johansson, die in mehreren Marvel-Produktionen die Figur „Black Widow“ verkörpert, sei zwischen Juli 2018 und Juni 2019 auf Gesamteinnahmen von rund 56 Millionen Dollar (rund 50 Millionen Euro) gekommen.

Schauspielerin Scarlett Johansson
APA/AFP/Getty Images/Amy Sussman

Damit führt die amerikanische Schauspielerin zum zweiten Mal in Folge die Liste von Hollywoods Topverdienerinnen an. Am meisten verdiente Johansson als „Black Widow“. Für diese Rolle kassierte sie allein 35 Millionen Dollar.

Auf den weiteren Rängen der gestern veröffentlichten Aufstellung folgen Sofia Vergara mit 44,1 Millionen Dollar und Reese Witherspoon mit 35 Millionen Dollar. „Forbes“ zufolge schafften es Elisabeth Moss (24 Millionen Dollar, Platz sieben) und Margot Robbie (23,5 Millionen Dollar, Platz acht) zum ersten Mal auf die Top-Ten-Liste. Auch Nicole Kidman, Jennifer Aniston, Kaley Cuoco, Charlize Theron und Ellen Pompeo werden aufgeführt.

Weit hinter männlichen Kollegen

Zusammengerechnet kommen die zehn Topverdienerinnen auf knapp 315 Millionen Dollar. Damit liegen sie allerdings weit hinter der zehnköpfigen Riege männlicher Spitzenverdiener, deren Umsatz „Forbes“ am Mittwoch mit 588 Millionen Dollar angegeben hatte.

Nummer eins in diesem Jahr ist der „Fast and Furious“-Star Dwayne Johnson (47) mit geschätzten Gesamteinnahmen von 89,4 Millionen US-Dollar binnen zwölf Monaten. Auf den weiteren Plätzen folgen Chris Hemsworth (76,4 Millionen Dollar) und Robert Downey Jr. (66 Millionen Dollar).

Das Magazin schätzt die Einnahmen der Stars laut eigenen Angaben auf Basis von Marktforschungsdaten, Einspielergebnissen und Interviews mit Brancheninsidern. Allerdings reichen die Stars laut „Forbes“ in der Regel dreißig Prozent des angegebenen Umsatzes an ihre Agentinnen und Agenten, Anwältinnen und Anwälte sowie an das Management weiter.

Der spanische Altkönig Juan Carlos ist seit gestern Abend wegen einer geplanten Operation am Herzen in einem Madrider Krankenhaus. Der 81-Jährige grüßte bei seiner Ankunft an der Klinik Quiron de Pozuelo de Alarcon freundlich die anwesenden Journalistinnen und Journalisten und sagte: „Wir sehen uns, wenn ich wieder herauskomme.“

Nach Medienberichten war nach Routineuntersuchungen im Juni beschlossen worden, für Ende August die OP anzusetzen. Was genau dem Ex-Monarchen fehlt, wurde nicht offiziell bekannt, jedoch zitierte das spanische Fernsehen Krankenhausquellen, wonach sich Juan Carlos einer Bypassoperation unterzieht.

Schon mehrere Male im Spital

Es handelt sich um den insgesamt 17. chirurgischen Eingriff für den Bourbonen. Zuletzt war ihm vorbeugend eine Hautverletzung an der linken Wange entfernt worden, wie das Königshaus im April mitgeteilt hatte. Im April 2018 war dem Vater von König Felipe VI. (51) eine Prothese im rechten Knie ersetzt worden.

Davor war er allein zwischen Mai 2010 und November 2013 neunmal operiert worden. Unter anderem wurde er an der linken Hüfte und an der Bandscheibe operiert.

Juan Carlos war fast vier Jahrzehnte lang – zwischen November 1975 und Juni 2014 – König von Spanien. Auch nach seiner Abdankung zugunsten seines Sohnes trägt er auf Lebenszeit ehrenhalber den Titel Rey (Dt.: König). Anfang Juni hatte sich der Segelfan, der schon seit einiger Zeit nur noch am Stock geht, auf eigenen Wunsch völlig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Panorama

In Costa Rica hätte eine Katze Mobiltelefone in eine Haftanstalt schmuggeln sollen. Das Tier sei nach einer fünfstündigen Verfolgungsjagd in dem größten Gefängnis des zentralamerikanischen Landes nahe der Hauptstadt San Jose eingefangen worden, wie der Sicherheitsbeauftragte für costa-ricanische Haftanstalten, Pablo Bertozzi, gestern (Ortszeit) sagte.

Nachdem Wärter des Gefängnisses La Reforma in San Rafael de Alajuela auf das verdächtige Tier aufmerksam geworden waren, war es geflohen und hatte sich in einem Kanal versteckt. „Es hat uns viele Probleme bereitet“, sagte Bertozzi.

Taube als Drogenkurierin

Als sich die Katze schließlich zeigte und von Sicherheitsleuten eingefangen werden konnte, erhärtete sich der Verdacht, dass mit dem Tier etwas nicht stimmte. Auf dem Rücken der Katze war ein Säckchen befestigt, in dem sich zwei Handys samt Ladekabel und SIM-Karten verbargen.

Die Behörden in Costa Rica hatten sich zuletzt besorgt über die Präsenz von Mobiltelefonen in den Gefängnissen des Landes gezeigt. Die Handys werden meist für Kleinkriminalität verwendet. Dass Tiere als Boten für Häftlinge verwendet werden, ist aber nicht neu. 2015 war im Gefängnis La Reforma eine Taube eingefangen worden, die Drogen transportierte.

Wahlstimmen - Was sagt Österreich zu dieser Wahl?