Inland

Die kleinste Oppositionspartei JETZT hat sich heute bei einer Pressekonferenz auf ihren bereits formulierten Misstrauensantrag gegen Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) festgelegt. Andere Varianten, wie einen Misstrauensantrag gegen die gesamte Regierung lehne man ab, sagte JETZT-Gründer Peter Pilz.

Er appellierte an die SPÖ, keinen Antrag gegen die gesamte Regierung einzubringen, weil sich dieser auch gegen den nach Ansicht von Pilz höchst geeigneten neuen Innenminister Eckart Ratz richten würde.

Sollte es von der SPÖ andere Anträge oder Vorschläge geben, „dann werden wir sie natürlich ernsthaft diskutieren“, sagte Pilz. Aber: „Misstrauensantrag gegen Kurz, bitte keinen Misstrauensantrag gegen Eckart Ratz.“ An NEOS appellierte Pilz, bei der Abstimmung den Klubzwang aufzuheben. Denn bei NEOS gebe es „durchaus Leute, die dem Bundeskanzler sehr kritisch gegenüberstehen (…) und ihn auch ablösen würden“.

„Keine andere Variante des Antrags“

Gestern hatte Pilz vor dem Gespräch zwischen Kurz und Vertretern der Parlamentsfraktionen mehrere Varianten für Misstrauensanträge ins Spiel gebracht – Hauptsache erfolgreich.

„Anders als Listengründer Peter Pilz in den Raum gestellt hat, wird es keine andere Variante des Antrags geben“, hatte Klubchef Bruno Rossmann daraufhin mitgeteilt. Das sei nicht nur seine Position, sondern auch die des zweiten Klubchefs Wolfgang Zinggl.

Das angebliche Verhalten dreier FPÖ-Gemeinderäte in Ebensee in Oberösterreich am Rande der KZ-Gedenkfeier am 6. Mai sorgt für Wirbel. Laut „Standard“ (Freitag-Ausgabe) beschwerte sich ein Ehepaar in einem Brief an den Bürgermeister über Wortmeldungen der Männer. Die FPÖ wies die Vorwürfe zurück: Nichts liege den Genannten ferner, „als das Andenken an die Opfer des verbrecherischen NS-Regimes infrage zu stellen“.

In dem Brief des Salzburger Paares an Bürgermeister Markus Siller (SPÖ) heißt es laut dem Artikel, dass sich die Männer über die Reden auf der Feier „von Hass erfüllt echauffierten“ und die Schriftstellerin Marlene Streeruwitz als „Vertreterin einer Gedenkindustrie, die sich damit ihr Geld verdient“, bezeichnet hätten.

Siller wies gegenüber der Zeitung darauf hin, dass sich die FPÖ vor der Feier beschwert habe, weil man sie nicht zum Essen mit KZ-Überlebenden eingeladen habe, aber „wir halten uns dabei an die Richtlinien des Mauthausen-Komitees“, so Siller.

FPÖ weist Vorwürfe zurück

Einer der FPÖ-Gemeinderäte bestätigte dem „Standard“, dass er und die anderen Männer am Eingang der Gedenkstätte „über die Veranstaltung gesprochen haben, aber was wir im Detail geredet haben, weiß ich nicht mehr“.

Das Pressereferat der FPÖ Oberösterreich wies die Vorwürfe „entschieden“ zurück. Die Freiheitlichen im Ort hätten „seit Jahrzehnten die Befreiungsfeier besucht, weil sie sich der besonderen historischen Bedeutung der Ereignisse in Ebensee und des damit verbundenen Leids der Opfer des nationalsozialistischen Terrors immer voll bewusst waren“, hieß es in einer Aussendung.

„Kein Tag ohne Einzelfall“, kommentierte SPÖ-Landesparteivorsitzende Birgit Gerstorfer den Fall. Wenn man sich nicht einmal bei einer KZ-Gedenkstätte benehmen könne, habe man definitiv nichts in einer politischen Funktion zu suchen.

Der nach dem Auftauchen des „Ibiza-Videos“ zurückgetretene FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat bei der Staatsanwaltschaft Wien gegen drei Personen Anzeige erstattet. In einer Erklärung bezeichnete er diese als „mögliche Mittäter“ bei der Erstellung des Materials. Strache geht nicht davon aus, dass es noch weiteres kompromittierendes Material gegen ihn gibt.

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EU

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wird heute Abend nicht an der Schlusskundgebung der Europäischen Volkspartei (EVP) in München teilnehmen. „Aus Gründen der Staatsräson“ sei die Anwesenheit in Wien derzeit wichtig, hieß es aus der Partei.

Kurz hatte ursprünglich geplant, an der Veranstaltung mit EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber teilzunehmen. Nach der Veröffentlichung des „Ibiza-Videos“ und angesichts des drohenden Misstrauensvotums in der Sondersitzung des Nationalrats am Montag sagte er die Teilnahme jetzt kurzfristig ab.

Kurz vor der Europawahl in Frankreich hat die Rechtspopulistin Marine Le Pen vor dem Europäischen Gerichtshof eine Niederlage erlitten. Sie muss 300.000 Euro zu Unrecht bezogener Gelder an das Europaparlament zurückzahlen. Der EuGH habe Le Pens Einspruch dagegen endgültig zurückgewiesen, bestätigte Gerichtssprecher Hartmut Ost heute der dpa.

Das Europaparlament verlangt das für Assistenz gedachte Geld zurück, weil die damit bezahlte Mitarbeiterin nicht im Parlament, sondern für Le Pens Partei gearbeitet habe. Das EU-Gericht hatte 2018 entschieden, Le Pen habe nicht nachweisen können, dass ihre Mitarbeiterin von 2010 bis 2016 tatsächlich im Parlament tätig oder überhaupt dort anwesend war.

Diese Entscheidung hatte Le Pen angefochten. Die Vorwürfe seien falsch und eine Kampagne ihrer politischen Gegner. Vor dem EuGH scheiterte sie jedoch. Der Beschluss erging nach Osts Worten am Dienstag und wurde zunächst nicht veröffentlicht, sondern nur den Beteiligten zugestellt.

Le Pen ist Chefin der französischen Partei Rassemblement National – früher Front National – und war bis 2017 Europaabgeordnete. Vor dem Europawahltag in Frankreich am Sonntag liegt ihre Partei in Umfragen knapp vor der LREM von Präsident Emmanuel Macron.

Mit Abstimmungen in Irland und Tschechien geht die Europawahl heute weiter. In Irland sind die Wahllokale seit der Früh geöffnet und schließen um 23.00 Uhr. In Tschechien beginnt die Wahl am Nachmittag und dauert bis morgen.

Gestern war bereits in den Niederlanden und in Großbritannien abgestimmt worden, obwohl die Briten eigentlich nicht mehr hätten teilnehmen sollen. Angesichts der Brexit-Verschiebung wurde dort nun doch noch gewählt.

Morgen wird in Lettland, Malta und der Slowakei gewählt. In Österreich findet die Europawahl wie in den meisten EU-Ländern am Sonntag statt. EU-weit sind 427 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen. Offizielle Ergebnisse dürfen erst nach Ende der viertägigen Wahl in allen Mitgliedsstaaten am Sonntagabend veröffentlicht werden.

Sozialdemokraten in Niederlanden voran

In den Niederlanden liegen laut einer Prognose die Sozialdemokraten des europäischen Spitzenkandidaten Frans Timmermans vorn. Das berichtete gestern Abend der öffentlich-rechtliche Sender NOS nach Schließung der Wahllokale unter Berufung auf Daten des Instituts Ipsos. Die Sozialdemokraten liegen laut Angaben bei 18,4 Prozent der Stimmen, was fünf Sitze im EU-Parlament bedeuten würde.

Die letzte große Diskussionsrunde der Spitzenkandidaten der (EU-)Parlamentsparteien vor der EU-Wahl ist im Zeichen des „Ibiza-Skandals“ gestanden. Gleich zu Beginn der „Elefantenrunde“ im ORF-Fernsehen wurde über die innenpolitische Situation diskutiert, bei der die Standpunkte teils weit auseinandergingen. Auf europäischer Ebene wurden wenige Tage vor der Wahl allerdings auch einige Gemeinsamkeiten gefunden.

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Ausland

Das „Ibiza-Video“ schlägt auch politische Wellen in Ungarn. Die Opposition hat den nationalen Sicherheitsrat einberufen, um mögliche ungarische Verbindungen zur Affäre rund um FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zu diskutieren. Wegen eines Boykotts der Regierungsvertreter kam aber das erforderliche Quorum bei der Sitzung nicht zustande.

Strache erwähnte Medienunternehmer Pecina

Strache hatte in dem Video auch den österreichischen Medienunternehmer Heinrich Pecina und dessen Mediendeals in Ungarn erwähnt. Strache nannte Pecina einen „großen Player“, der „für (den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor) Orban alle ungarischen Medien der letzten 15 Jahre aufgekauft und für ihn aufbereitet“.

Die regierende FIDESZ betonte im Vorfeld der Sicherheitsratssitzung, dass die sozialistische Vorgängerregierung Geschäfte mit Pecina gemacht hat. Dieser habe Anteile der sozialistischen Partei an der linksgerichteten Zeitung Nepszabadsag gekauft. „Wenn die Opposition etwas untersucht haben will, dann sollte es das sein“, teilte die Partei des rechtskonservativen Regierungschefs Viktor Orban mit. FIDESZ bezeichnete die vom Jobbik-Politiker Adam Mirkoczki einberufene Sitzung als „Wahlkampfveranstaltung“.

Orban: „Strache hat Vertrauen der Menschen verloren“

Bei der Europawahl am Sonntag darf die ungarische Regierungspartei auf einen klaren Sieg hoffen. Orban hatte erst Anfang Mai Strache in Budapest empfangen und dabei den politischen Gleichklang mit dem damaligen Vizekanzler und FPÖ-Chef betont. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Strache entzog Orban öffentlich dem Spitzenkandidaten der Europäischen Volkspartei (EVP) bei der Europawahl, Manfred Weber, die Unterstützung.

Nach Bekanntwerden des „Ibiza-Videos“ distanzierte sich Orban von Strache. „Das, was Strache gesagt hat, ist inakzeptabel“, sagte er der „Bild“-Zeitung (Freitag-Ausgabe). „Strache war ein Kämpfer in eigener Sache, aber er hat das Vertrauen der Menschen verloren“, sagte der ungarische Ministerpräsident.

In einem Interview mit der „Kleinen Zeitung“ anlässlich Straches Ungarn-Besuch hatte sich Orban noch lobend über den damaligen FPÖ-Chef geäußert. Er sei anders als die traditionelle politische Elite nicht „dekadent“ in dem Sinne, „dass sie nicht an die Kraft des politischen Handelns glaubt“, sagte Orban. „Er spricht nicht diese politisch korrekt getaufte Sprache. Manchmal gewinnt er dabei, manchmal verliert er.“

Im Streit über sein Atomwaffenprogramm verstärkt Nordkorea seine Kritik an der Verhandlungsführung der USA. Der Dialog werde „nie wieder aufgenommen, solange die USA ihre derzeitige Berechnungsmethode nicht aufgeben und mit einer neuen Methode kommen“, hieß es heute in einer von den Staatsmedien veröffentlichten Erklärung des Außenministeriums in Pjöngjang.

Ein Sprecher warf Washington vor, Nordkorea einseitig zur atomaren Abrüstung bewegen und die Schuld am Scheitern des Gipfeltreffens im Februar in Vietnam allein Pjöngjang zuschieben zu wollen.

Sprecher macht Reaktion von US-Einstellung abhängig

Das zweite Treffen von Machthaber Kim Jong Un mit US-Präsident Donald Trump wurde vorzeitig abgebrochen, da sich beide Seiten nicht über den Abbau der nordkoreanischen Atomwaffen einigen konnten. Pjöngjang forderte insbesondere eine Aufhebung eines Großteils der Sanktionen. Die US-Regierung will die Sanktionen beibehalten, solange das mit dem nordkoreanischen Atomprogramm verbundene Risiko nicht gebannt ist.

Nordkoreas Außenministerium beschuldigte die USA erneut, eine feindselige Politik zu verfolgen. Je weiter sie „ihr Misstrauen und ihr feindseliges Verhalten gegen die Volksrepublik treiben, desto stärker wird unsere Reaktion sein“, wurde der Sprecher zitiert.

Bei einer Explosion in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist ein bekannter Prediger ums Leben gekommen. Mindestens 16 weitere Menschen seien verwundet worden, teilte der Sprecher des Innenministeriums, Nasrat Rahimi, heute mit. Die Explosion habe sich in einer Moschee im Osten der Stadt ereignet und den Prediger Maulawi Raihan getötet.

Das Gebiet um die Moschee sei weiträumig abgesperrt worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Bisher bekannte sich niemand zu dem Angriff. Erst Anfang Mai wurden bei einem Taliban-Überfall auf eine internationale Hilfsorganisation in Kabul neun Menschen getötet. Nur kurz davor hatte sich die afghanische Große Ratsversammlung für eine Feuerpause während des Fastenmonats Ramadan ausgesprochen.

Allein 2018 wurden in Kabul bei mehr als 20 großen Anschlägen und Angriffen mehr als 550 Menschen getötet. Mehr als 1.000 wurden verletzt. Den Großteil der Anschläge reklamierte die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für sich.

Wirtschaft

Nach der Übernahme von kika/Leiner durch die Signa-Gruppe um den Tiroler Investor Rene Benko im Sommer 2018 verkauft Signa nun 22 kika-Standorte in Osteuropa an den Mitbewerber XXXLutz. Über den Kaufpreis wurde keine Angabe gemacht. Die Wettbewerbshüter müssen den Deal noch freigeben.

Die kika-Standorte befinden sich in Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Rumänien. Der Verkauf umfasse das operative Handelsgeschäft mit 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die 22 Immobilien, teilten beide Unternehmen heute in Aussendungen mit. Signa will mit dem Verkaufserlös den Modernisierungskurs von kika/Leiner forcieren.

Die Korruption hat in Österreich in den vergangenen drei Jahren zugenommen – zumindest wenn es nach den offiziellen Zahlen zur Schadenssumme und den Anzeigen geht. Denn beides ist seit 2016 gestiegen. Das geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage von NEOS an den inzwischen abgesetzten Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) hervor, wie der „Standard“ heute berichtete.

Im Jahr 2016 entstanden durch Korruptionsdelikte Schäden in Höhe von rund 661 Mio. Euro, 2018 waren es rund 590 Mio. Euro. 2018 gab es dann einen großen Sprung auf 3,2 Mrd. Euro. Die Zahl der Anzeigen stieg kontinuierlich: Insgesamt verzeichnete das Ministerium 2016 rund 37.300 Anzeigen wegen Korruptionsdelikten, 2017 waren es 38.700 und 2018 41.000, geht aus er Beantwortung hervor.

Die Aufklärungsquote lag im österreichweiten Schnitt zuletzt bei 60 Prozent (2016: 64 Prozent). Eher gering war die Aufklärungsquote etwa bei Fällen der Verletzung des Amtsgeheimnisses (45 Prozent) und bei Betrug (55 Prozent) bzw. schwerem Betrug (58 Prozent). Bei den ermittelten Tatverdächtigen standen jährlich jeweils rund 21.000 Männer rund 7.000 Frauen gegenüber.

Abgefragt wurde auch, wie viele Fälle Politikerinnnen und Politiker, also etwa Nationalrats-, Landtagsabgeordnete und Bürgermeister, betreffen, eine entsprechende Statistik wird laut Kickl aber nicht geführt.

Sport

Chronik

Das Schwarzgeld aus dem illegalen österreichischen Glücksspiel, dem die Behörden gestern mit der „Operation Joker“ ein Ende gesetzt haben, ist in Ungarn gewaschen worden. Das berichtete das ungarische Landespolizeipräsidium (ORFK). Ein 33-jähriger Bankangestellter soll den österreichischen Verdächtigen geholfen haben, bei Banken Konten zu eröffnen.

Der Mann wurde verhaftet. Ein zweiter Mann soll bei der Geldwäsche assistiert haben, indem auf seinen Namen verschiedene Konten bei ungarischen Geldinstituten eröffnet wurden. Er wurde wegen Geldwäscheverdachts einvernommen, befindet sich jedoch auf freiem Fuß.

Hunderte Automaten sichergestellt

In Zusammenarbeit der österreichischen und ungarischen Behörden wurde der Verdacht der Geldwäsche in Ungarn bewiesen, so das ORFK. Bei Hausdurchsuchungen in Ungarn seien Beweismittel sowie aus der Straftat stammende Vermögenselemente beschlagnahmt und Bankkonten gesperrt worden. Dabei habe der Banker an der Verschleierung der Herkunft von aus Straftaten stammenden 582.000 Euro illegalem Glücksspielgeld mitgewirkt, wofür er von der ausgehobenen Bande finanziell entschädigt wurde.

Die ungarischen Ermittlungen fanden gemeinsam mit der österreichischen „Operation Joker“ statt, bei der die Behörden den bisher größten Schlag gegen illegales Glücksspiel gelang. Sechs Personen wurden festgenommen, insgesamt gab es 43 Hausdurchsuchungen in mehreren Bundesländern und in Ungarn. In einer Halle in Niederösterreich wurden 533 illegale Glücksspielautomaten sichergestellt. Dazu wurden Geld sowie Gold- und Silberbarren im Wert von 382.000 Euro beschlagnahmt.

Science

Die private Raumfahrtgesellschaft SpaceX hat die ersten 60 von geplanten 12.000 Internetsatelliten ins All geschossen. Eine Falcon-9-Rakete katapultierte in der Nacht auf heute alle Satelliten auf einmal vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in die Erdumlaufbahn. Jedes Jahr sollen Tausende weitere Satelliten folgen. Astronomen warnen vor mehr Weltraumschrott.

Start der SpaceX
AP/Florida Today/Malcolm Denemark

SpaceX-Gründer Elon Musk, dem auch der Elektroautohersteller Tesla gehört, will in den kommenden Jahren ein enges Geflecht an Satelliten aufbauen, um ein weltumspannendes Internet zu erschaffen. Bisher gibt es noch viele Flecken auf der Erde, die keinen Zugang zum Internet haben, etwa in vielen Regionen Afrikas und auf hoher See.

Musk erhofft sich von dem Satellitenprojekt namens Starlink Einnahmen von rund drei Mrd. Dollar (2,7 Mrd. Euro) pro Jahr. Das Geld will er eigenen Angaben zufolge unter anderem für seine Pläne zur Besiedelung des Mars nutzen. Der 47-jährige Milliardär hatte vor Kurzem angekündigt, ab 2025 mit riesigen Raumschiffen zum Mars fliegen zu wollen.

Kultur

Der US-Sender CBS hat gestern den ersten Teaser für die Serie „Star Trek: Picard“ ins Netz gestellt. Der britische Hauptdarsteller Patrick Stewart (78), der in seiner legendären Rolle als „Star Trek“-Captain Jean-Luc Picard zurückkehrt, verlinkte das einminütige Video auf Twitter.

25 Jahre nach dem Ende von „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert“ (1987–1994) würde „bald“ ein neues Kapitel beginnen, kündigte CBS an, ohne einen konkreten Starttermin zu nennen.

In dem Video ist der ehemalige Kapitän des Raumschiffs „Enterprise“ im Ruhestand auf seinem Weingut zu sehen. Eine Frauenstimme erzählt, dass er vor 15 Jahren die Sternenflotte aus der Dunkelheit geführt habe, danach aber etwas Unvorstellbares passiert sei.

Die angekündigte neue US-Serie soll weltweit im Streamingdienst Amazon Prime zu sehen sein. Neben Stewart sind auch Alison Pill („The Newsroom“), Harry Treadaway („Penny Dreadful“) und Isa Briones („American Crime Story: Versace“) an Bord. Der Shakespeare-Darsteller Stewart hatte in der TV-Serie „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert“ und in mehreren Kinoverfilmungen mitgespielt, zuletzt in „Star Trek: Nemesis“ (2002).

Fünf Monate vor dem Kinostart von „Terminator: Dark Fate“ stimmt der erste Trailer auf das Science-Fiction-Spektakel ein. Das Studio Paramount stellte das gut zweiminütige Video gestern ins Netz. Neben Altstar Arnold Schwarzenegger, der durch die Cyborg-Figur berühmt wurde, kehrt Linda Hamilton nach 28 Jahren in ihrer ikonischen Rolle als Sarah Connor zurück.

In dem düsteren Trailer mit Explosionen und Verfolgungsjagden greift sie kämpferisch zur Waffe. Gabriel Luna mimt einen neuen Terminator, Mackenzie Davis ist eine Mischung aus Mensch und Cyborg, die eine junge Frau (Natalia Reyes) beschützen soll.

James Cameron, der 1984 „Terminator“ und 1991 „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ drehte, ist jetzt als Produzent an Bord. Tim Miller („Deadpool“) führte Regie. Es ist bereits der sechste Film der futuristischen Terminator-Serie, doch „Dark Fate“ knüpft direkt an „Terminator 2“ an. Zuletzt brachte Alan Taylor mit „Terminator: Genisys“ (2015) den fünften Teil ins Kino.

„Terminator: Dark Fate“ spielt teilweise in Mexiko. In Österreich soll der Film am 24. Oktober anlaufen.

Leute

US-Musiker Moby (53) und Schauspielerin Natalie Portman (37) liefern einander ein Wortgefecht über ein angebliches Date vor 20 Jahren. „Ehrlich, was soll ich tun, wenn Menschen Anschuldigungen glauben und nicht Beweisen?“, schrieb Moby gestern (Ortszeit) auf Instagram.

„In meiner Biografie ‚Then It Fell Apart‘ beschreibe ich respektvoll und ehrlich die kurze, unschuldige und einvernehmliche romantische Verwicklung, die ich mit Natalie Portman 1999 hatte. Aber sie bestreitet, dass wir uns jemals gedatet haben.“

„Ich weiß ehrlich nicht, was ich tun soll“

Es gebe ausreichend Fotos, die das bewiesen. Die Lügen verletzten ihn, vor allem, weil er Portman immer respektiert und gedacht habe, sie seien Freunde. Aber er habe anonyme Gewaltandrohungen ihrer Fans erhalten, die seine Arbeit und seine Gesundheit beeinträchtigten. „Ich weiß ehrlich nicht, was ich tun soll. Es ist eine Sache, wenn über einen gelogen wird, aber eine andere, wenn aus diesen Lügen körperliche Angriffen von völlig Fremden resultieren.“

Tags zuvor hatte Moby auf Instagram ein Foto von sich mit einer jungen Frau gepostet, bei der es sich um Portman handeln soll. Dazu hatte er geschrieben, es verwirre ihn, dass sie ihr Date im Jahr 1999 leugne. Es sei aber in Ordnung, wenn sie bereue, ihn getroffen zu haben – denn er würde das an ihrer Stelle wahrscheinlich auch tun. Dennoch ändere es nichts an ihrer gemeinsamen romantischen Episode.

Schauspielerin dementiert

Portman sagte dem US-Magazin „Harper’s Bazaar“, das Treffen sei anders abgelaufen: „Ich war ein Fan und habe eines seiner Konzerte besucht“, sagte sie. „Als wir uns nach der Show trafen, sagte er: ‚Lass uns Freunde sein!‘“ Nach ihrem ersten Treffen seien weitere gefolgt. „Dann merkte ich, dass er ein älterer Mann ist, der sich für mich auf eine Art und Weise interessiert, die sich unangenehm anfühlt.“

Deshalb sei sie überrascht gewesen, dass er die sehr kurze Zeit des Kennenlernens als Dating bezeichne. Dass er diese Geschichte erzähle, um sein Buch zu verkaufen, empfinde sie als verstörend. Kurz vor seiner Biografie hatte Moby sein neues Album „Long Ambient 2“ veröffentlicht.

Religion

Panorama

Eine Bronzestatue der 2005 verstorbenen nordirischen Fußballlegende George Best reiht sich in die Liste der von Fans verschmähten Abbilder ihrer Superstars ein: Die lebensgroße Figur sei „noch schlechter als die von (Cristiano, Anm.) Ronaldo“ und sehe ihm kein bisschen ähnlich, zitierte die britische Tageszeitung „The Guardian“ heute empörte Fans.

Die Statue des Ex-Manchester-United-Stars war am Mittwoch – dem 73. Geburtstag von Best – in Nordirlands Hauptstadt Belfast nahe dem Windsor-Park-Stadion aufgestellt worden. Dort hatte er in den 1960er und 1970er Jahren auf dem Platz geglänzt. In der Vergangenheit hatten auch Statuen etwa von Diego Maradona und Mohammed Salah unter Fans für Empörung gesorgt. Die Büste von Ronaldo auf dem Flughafen der portugiesischen Insel Madeira war nach viel Hohn und Spott im Juni 2018 ausgewechselt worden.

Verärgerte Best-Fans fanden laut „Guardian“ unter anderem, dass das Bronzeabbild eher dem US-Musiker Lionel Ritchie oder den weißen Wanderern aus der TV-Erfolgsserie „Game of Thrones“ ähnle. Der Erschaffer der Figur, der Künstler Tony Currie aus Belfast, blieb trotz der Kritik dabei, er sei über das Ergebnis glücklich. „Jeder, der wichtig ist – seine Familie und seine Fans –, fand, dass sie ihm ähnlich sieht. Und das reicht mir“, zitierte ihn die Zeitung.

Festwochen