Letzte Meldungen

Die Arbeitslosigkeit sinkt weiter: Die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen (ohne Schulungsteilnehmer) hat erstmals seit Beginn der Krise das Niveau der Vergleichswoche von 2019 vor der Coronavirus-Krise unterschritten. Mit 268.028 beim AMS gemeldeten arbeitslosen Personen gibt es um 1.129 Arbeitslose weniger als 2019, teilte das Arbeitsministerium heute mit. Nimmt man alle Arbeitslosen inklusive Schulungsteilnehmer, ist die Gesamtzahl mit 335.058 (2021) immer noch höher als 2019 mit 329.083.

Derzeit gibt es 67.030 Schulungsteilnehmer, in der Vergleichswoche 2019 waren 59.926 Personen in Schulungen. Die Arbeitslosigkeit ist innerhalb der letzten Woche um rund 4.600 Personen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr 2020, das noch stärker von der Coronavirus-Krise geprägt war, sind derzeit um rund 78.200 Personen weniger beim AMS arbeitslos gemeldet.

Rekord an offenen Stellen

Gleichzeitig gebe es mit rund 120.000 freien Jobs einen Rekord an offenen Stellen, allerdings mit regionalen Unterschieden: Während in Wien ein Stellenmangel vorherrscht, suchen Betriebe in vielen anderen Bundesländern verstärkt nach qualifizierten Arbeitskräften. Die Anmeldungen zur Kurzarbeit liegen derzeit bei 62.387, wobei jedoch die tatsächlichen monatlichen Abrechnungen entscheidend sind.

Kocher und Kurz erfreut

ÖVP-Arbeitsminister Martin Kocher und Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zeigen sich in einer Aussendung erfreut übe die sinkenden Arbeitslosenzahlen. Die Maßnahmen der Bundesregierung hätten gewirkt, Österreich erhole sich schneller als erwartet von den Folgen der Weltwirtschaftskrise.

„Die Wirtschaft wächst weiter, und wir müssen dafür sorgen, dass nun jene, die arbeiten können, auch arbeiten gehen, die offenen Stellen besetzt werden und der Aufschwung bei allen ankommt“, so Kurz. Für Kocher kam das Erreichen des Vorkrisenniveaus „weitaus schneller als ursprünglich erwartet“. Jetzt konzentriere man sich weiter auf Qualifizierungsmaßnahmen und die Reduktion der Langzeitarbeitslosigkeit. Dazu werden in Kooperation mit dem AMS viele Jobbörsen veranstaltet.

„Die Überwindung der Krise am Arbeitsmarkt zeigt zudem einmal mehr, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um einen Reformdialog zur Arbeitslosenversicherung Neu zu starten“, so Kocher.

Gregor Schlierenzauer, der erfolgreichste Skispringer der Weltcup-Geschichte, hat heute seinen Rücktritt erklärt. Der 31-Jährige, der im Mai nicht mehr in den Kadern des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) aufgeschienen war, gewann in seiner Karriere die Rekordzahl von 53 Weltcup-Springen, je zweimal die Gesamtwertung und die Vierschanzentournee und krönte sich 2011 auch zum Weltmeister auf der Großschanze. Mit dem Team gewann Schlierenzauer 2010 in Vancouver auch Olympiagold.

„Die letzten Monate waren für mich herausfordernd. In positiver Hinsicht. Durch die Verletzungspause hatte ich ausreichend Zeit und den nötigen Abstand, um Vergangenes aufzuarbeiten und zu schauen, wo ich jetzt stehe. Meine aktive Karriere zu beenden ist mir nach all dem, was ich als Spitzensportler erleben durfte, nicht leichtgefallen – aber die Entscheidung fühlt sich ebenso wie der Zeitpunkt richtig an“, so Schlierenzauer in einer Aussendung.

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Die Arbeitslosigkeit sinkt weiter: Die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen (ohne Schulungsteilnehmer) hat erstmals seit Beginn der Krise das Niveau der Vergleichswoche von 2019 vor der Coronavirus-Krise unterschritten. Mit 268.028 beim AMS gemeldeten arbeitslosen Personen gibt es um 1.129 Arbeitslose weniger als 2019, teilte das Arbeitsministerium heute mit. Nimmt man alle Arbeitslosen inklusive Schulungsteilnehmer, ist die Gesamtzahl mit 335.058 (2021) immer noch höher als 2019 mit 329.083.

Derzeit gibt es 67.030 Schulungsteilnehmer, in der Vergleichswoche 2019 waren 59.926 Personen in Schulungen. Die Arbeitslosigkeit ist innerhalb der letzten Woche um rund 4.600 Personen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr 2020, das noch stärker von der Coronavirus-Krise geprägt war, sind derzeit um rund 78.200 Personen weniger beim AMS arbeitslos gemeldet.

Rekord an offenen Stellen

Gleichzeitig gebe es mit rund 120.000 freien Jobs einen Rekord an offenen Stellen, allerdings mit regionalen Unterschieden: Während in Wien ein Stellenmangel vorherrscht, suchen Betriebe in vielen anderen Bundesländern verstärkt nach qualifizierten Arbeitskräften. Die Anmeldungen zur Kurzarbeit liegen derzeit bei 62.387, wobei jedoch die tatsächlichen monatlichen Abrechnungen entscheidend sind.

Kocher und Kurz erfreut

ÖVP-Arbeitsminister Martin Kocher und Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zeigen sich in einer Aussendung erfreut übe die sinkenden Arbeitslosenzahlen. Die Maßnahmen der Bundesregierung hätten gewirkt, Österreich erhole sich schneller als erwartet von den Folgen der Weltwirtschaftskrise.

„Die Wirtschaft wächst weiter, und wir müssen dafür sorgen, dass nun jene, die arbeiten können, auch arbeiten gehen, die offenen Stellen besetzt werden und der Aufschwung bei allen ankommt“, so Kurz. Für Kocher kam das Erreichen des Vorkrisenniveaus „weitaus schneller als ursprünglich erwartet“. Jetzt konzentriere man sich weiter auf Qualifizierungsmaßnahmen und die Reduktion der Langzeitarbeitslosigkeit. Dazu werden in Kooperation mit dem AMS viele Jobbörsen veranstaltet.

„Die Überwindung der Krise am Arbeitsmarkt zeigt zudem einmal mehr, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um einen Reformdialog zur Arbeitslosenversicherung Neu zu starten“, so Kocher.

Gregor Schlierenzauer, der erfolgreichste Skispringer der Weltcup-Geschichte, hat heute seinen Rücktritt erklärt. Der 31-Jährige, der im Mai nicht mehr in den Kadern des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) aufgeschienen war, gewann in seiner Karriere die Rekordzahl von 53 Weltcup-Springen, je zweimal die Gesamtwertung und die Vierschanzentournee und krönte sich 2011 auch zum Weltmeister auf der Großschanze. Mit dem Team gewann Schlierenzauer 2010 in Vancouver auch Olympiagold.

„Die letzten Monate waren für mich herausfordernd. In positiver Hinsicht. Durch die Verletzungspause hatte ich ausreichend Zeit und den nötigen Abstand, um Vergangenes aufzuarbeiten und zu schauen, wo ich jetzt stehe. Meine aktive Karriere zu beenden ist mir nach all dem, was ich als Spitzensportler erleben durfte, nicht leichtgefallen – aber die Entscheidung fühlt sich ebenso wie der Zeitpunkt richtig an“, so Schlierenzauer in einer Aussendung.

Ausland

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) macht Russland für den Tod des Regimekritikers Alexander Litwinenko 2006 in London verantwortlich. Das teilte der Gerichtshof heute mit. Litwinenko wurde mit dem seltenen radioaktiven Stoff Polonium-210 vergiftet und starb einen langsamen Tod.

„Russland war verantwortlich für die Ermordung von Alexander Litwinenko“, erklärte das Gericht. Russland hat eine Verantwortung am Tod des früheren russischen Agenten stets zurückgewiesen.

Litwinenko starb im Alter von 43 Jahren und war ein Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Sechs Jahre vor seinem Tod hatte er sich nach Großbritannien abgesetzt. Eine Ermittlung britischer Sicherheitsbehörden ergab 2016, dass Putin eine Geheimdienstoperation zur Ermordung von Litwinenko wahrscheinlich genehmigt hatte.

Im Sudan soll ein Putschversuch in der Nähe der Hauptstadt Khartum vereitelt worden sein. Die Armee habe heute Früh einen Umsturz verhindern können, sagte ein Militärsprecher, Taher Abu Haja, im sudanesischen Staatsfernsehen.

Auf den Straßen von Khartum war eine große Zahl von Militärfahrzeugen zu sehen. Über die Identität und das Motiv der Putschisten gab es keine Informationen.

Der Sudan wurde 30 Jahre lang von Präsident Omar al-Baschir mit harter Hand regiert, bis der Machthaber nach Massenprotesten 2019 von der Armee gestürzt wurde. Daraufhin gründeten Zivilisten und Militärs eine gemeinsame Übergangsregierung, was weltweit begrüßt wurde.

Nach dem überstürzten Abzug aus Afghanistan hat das britische Verteidigungsministerium einem BBC-Bericht zufolge mit einer Datenpanne das Leben von mehr als 250 afghanischen Übersetzern in Gefahr gebracht.

Die elektronischen Adressen der Mitarbeiter seien in einer E-Mail der Behörde für alle Empfänger sichtbar gewesen, berichtete der Sender heute. In einigen Fällen sei die E-Mail-Adresse mit einem Foto verknüpft gewesen.

Das Ministerium leitete eine Untersuchung ein und bot den Betroffenen Hilfe an, von denen sich noch viele in Afghanistan aufhalten und vor den militant-islamischen Taliban verstecken. Der ehemalige Verteidigungsstaatssekretär Johnny Mercer kritisierte, die Regierung habe sich zu sehr für ihre Evakuierungsmission aus Kabul öffentlich gelobt.

„Das Schulterklopfen über Operation Pitting verbirgt die kriminell fahrlässige Leistung des Verteidigungsministeriums und des Innenministeriums, unsere Pflicht gegenüber diesen Leuten zu erfüllen“, twitterte der konservative Abgeordnete, der mehrfach in Afghanistan im Einsatz war. Die überwiegende Mehrheit der Helfer sei zurückgelassen worden.

Ministerium wollte sich mit E-Mail erkundigen

Mit der E-Mail wollte sich das Verteidigungsministerium der BBC zufolge über die Situation der Dolmetscher erkundigen und ihnen versichern, dass alles dafür getan werde, ihre Ausreise nach Großbritannien voranzutreiben.

Einige Übersetzer hätten dann versehentlich an alle mehr als 250 Adressen mit einer Schilderung ihrer eigenen Lage geantwortet, so die BBC unter Berufung auf Betroffene. Eine halbe Stunde später habe das Ministerium in einer neuen E-Mail die Adressaten über die Panne informiert.

Es ist bereits der zweite große Datenskandal im britischen Verteidigungsministerium in diesem Jahr. Im Juni hatte ein Mitarbeiter sensible Unterlagen an einer Bushaltestelle vergessen.

Die Kreml-Partei Geeintes Russland hat trotz Verlusten die Parlamentswahl in Russland klar gewonnen. Sie kam nach Auszählung aller Stimmzettel auf 49,8 Prozent, wie die Zentrale Wahlkommission heute in Moskau mitteilte.

Die Kommunisten landeten bei 18,9 Prozent, die LDPR des Ultranationalisten Wladimir Schirinowski bei 7,5 Prozent und die Partei Gerechtes Russland bei 7,4 Prozent.

Knapp über der Fünfprozenthürde lag zudem die neue Partei Nowyje Ljudi (Neue Leute) mit 5,3 Prozent. Die Regierungspartei musste im Vergleich zur letzten Abstimmung vor fünf Jahren Verluste einstecken. Damals kam Geeintes Russland auf 54,20 Prozent der Stimmen. Die Kommunisten legten deutlich zu – sie waren vor fünf Jahren auf 13,35 Prozent gekommen.

Alle Parteien gelten als kremlnah

Alle in der neuen Staatsduma vertretenen Parteien gelten als kremlnah. Kandidaten der Opposition um den inhaftierten Regierungsgegner Alexej Nawalny wurden nicht zugelassen. Sein Team sprach von schwerem Wahlbetrug. Unabhängige Wahlbeobachter listeten Tausende Verstöße auf.

Für Präsident Wladimir Putin galt die auf drei Tage angesetzte Abstimmung angesichts verbreiteter Unzufriedenheit als ein wichtiger Stimmungstest – auch mit Blick auf die Präsidentenwahl 2024. Die Wahlbeteiligung wurde mit 51,6 Prozent angegeben. Mehr als 110 Millionen Wahlberechtigte in Russland und im Ausland waren zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Wahl ging am Sonntag zu Ende.

Proteste nach Wahl

Nach der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Parlamentswahl kam es in Moskau zu Protesten. Auf dem Puschinkplatz im Zentrum der Hauptstadt versammelten sich gestern Abend schätzungsweise 300 Menschen friedlich und forderten den Rücktritt von Putin, wie der Radiosender Echo Moskwy berichtete.

Sie folgten einem Aufruf der Kommunisten, die sich bei der Abstimmung zur neuen Staatsduma um Stimmen gebracht sehen. So fehlten zuerst lange die in der Hauptstadt Moskau online abgegebenen Stimmen, dann gab es plötzlich mehr Stimmen als Wahlberechtigte. Kritiker sahen sich in ihren Befürchtungen bestätigt, während Putins Lager feierte.

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COV Inland

Das Gesundheits- und das Innenministerium haben 1.240 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet (Stand: heute, 9.30 Uhr). Diese Zahlen meldeten die Bundesländer an den nationalen Krisenstab.

10.918 Menschen verstarben bisher an den Folgen des Coronavirus. Derzeit befinden sich 897 Personen aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung, davon 214 auf Intensivstationen.

Daten des Krisenstabs in ORF.at/corona/daten

7-Tage-Inzidenz bei 156,4

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 156,4 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Aus Krankenhäusern in mehreren Bundesländern gibt es wegen der CoV-Pandemie wieder Berichte über verschobene Operationen.

„Wir haben in den Spitälern die Kollateralschäden der mangelnden Impfquote, die der Grund für die stark ansteigenden Zahlen von Covid-Intensivpatienten ist“, warnte Walter Hasibeder, Präsident der Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI), gegenüber der APA. Es brauche höhere Impfzahlen – wie, sei Aufgabe der Politik.

„Es gab in der ersten Welle immer wieder eine Diskussion, welche sogenannten Kollateralschäden gesundheitlicher Natur die Maßnahmen zur Pandemieeindämmung verursachen könnten, u. a. durch verschobene Operationen. Jetzt haben wir eine ganz andere Debatte, was Kollateralschäden betrifft“, betonte Hasibeder zur Vermeidbarkeit der Überlastung der Spitäler, wenn sich mehr Menschen impfen lassen würden.

„Haben dann weniger Ressourcen“

Die Kollateralschäden bestehen laut dem Ärztlichen Leiter der Anästhesie und Operativen Intensivmedizin am Tiroler Krankenhaus St. Vinzenz in Zams auf verschiedenen Ebenen. „Zum Beispiel müssen Patienten mit schwerer Gelenksarthrose länger auf den Eingriff warten. Für Patienten, die aus anderen Gründen als Covid-19 intensivpflichtig werden, zum Beispiel nach einem Unfall, haben wir dann weniger Ressourcen“, so Hasibeder.

Man sehe auch in den Intensivstationen Covid-19-Patienten mit beeinträchtigtem Immunsystem, zum Beispiel onkologische Patienten, die trotz Impfung angesteckt würden – „auch sie sind Opfer einer zu geringen Impfquote in der Bevölkerung“, kritisierte Hasibeder.

Dass es diesbezüglich Berichte aus mehreren Bundesländern gibt, ist laut dem ÖGARI-Präsidenten nicht verwunderlich, zumal österreichweit aktuell rund 220 Covid-19-Intensivpatienten betreut werden und damit die Zehnprozentmarke bei der Auslastung der Intensivstationen mit CoV-Infizierten erreicht ist, „ab der bekanntlich der Normalbetrieb nicht mehr möglich ist“.

Popper: Zum Eindämmen fehlt nicht mehr viel

Die zuletzt etwas stabilisiert erscheinenden Neuinfektionszahlen dürften ein erstes Zwischenplateau in der Covid-19-Infektionslage darstellen. Das bedeute aber nicht, dass die Pandemie nun quasi von selbst abebben würde, sagte der Simulationsforscher Niki Popper heute zur APA. Auch beständig hohe Neuinfektionen ohne große Anstiege „können großen Schaden“ auf stark belasteten Intensivstationen anrichten. Das sei bitter, weil zum echten Eindämmen nicht mehr viel fehle.

Beim Blick auf die Impfrate und die Anzahl jener Menschen, die durch eine durchgemachte Covid-19-Infektion weitgehend von einer Neuinfektion geschützt sind, sehe man, „dass wir nicht weit davon entfernt wären, sozusagen durch zu sein. Wir müssen da nicht mehr Unglaubliches leisten“, sagte Popper auf Basis von Modellrechnungen.

Würden sich in Österreich noch 800.000 bis 900.000 Menschen zusätzlich impfen lassen, könne es voraussichtlich kaum noch zu größeren Ausbrüchen kommen, die die Kapazitäten der Intensivstationen ernstlich gefährden.

FPÖ-Chef Herbert Kickl hat die von ihm gegen den PR-Berater und „Falstaff“-Herausgeber Wolfgang Rosam angekündigte Klage auf Unterlassung, Widerruf und Veröffentlichung beim Handelsgericht Wien jetzt eingebracht.

Konkret geht es um Rosams Auftritt im Sender oe24.at am Donnerstag, bei dem er in den Raum stellte, Kickl könnte entgegen seinen eigenen Angaben bereits gegen Covid-19 geimpft sein. Der Parteichef sieht darin ehrenrührige und kreditschädigende Aussagen.

In der Klage, die der APA vorliegt, werden Rosams Worte über Kickl zitiert: „Es gibt ja ganz böse Zungen, muss ich aufpassen, was ich jetzt sage, ich sage es jetzt nicht, dass es so ist, aber ich habe gehört, er wäre schon geimpft, heimlich. Ja, also wenn man das beweisen könnte, das wäre natürlich der Überhammer, dann hätten wir morgen einen Rücktritt“, so der Herausgeber in der Sendung „Fellner Live“.

„Massiv ehrenrührig“

In Kickls Klage wird argumentiert, dass dem „Durchschnittsseher“ die Position Kickls hinsichtlich der Impfung bekannt sei – ebenso, dass der FPÖ-Chef wiederholt mitgeteilt habe, dass er nicht gegen Covid-19 geimpft sei. Rosams Äußerung, Kickl sei heimlich geimpft, sei so auszulegen, dass der FPÖ-Chef „in der Öffentlichkeit, im Speziellen gegenüber seinen Wählern und gegenüber Medien verschweige, dass er sich gegen Covid-19 habe impfen lassen“.

Das Problem sei nicht Rosams Vorwurf, der Kläger sei womöglich geimpft, sondern die damit „transportierte Tatsachenbehauptung des Beklagten, dass der Kläger Wähler und Öffentlichkeit in einer ganz wesentlichen Frage wissentlich belüge“.

Rosams Aussagen über Kickl seien „massiv ehrenrührig und kreditschädigend“. Kickl begehrt daher einen Widerruf und dessen Veröffentlichung in der gleichen Form wie die inkriminierte Behauptung.

Die SPÖ spricht sich dafür aus, die CoV-PCR-Tests in Schulen über die dreiwöchige Sicherheitsphase hinaus fortzuführen, und zwar das ganze Wintersemester lang. Zur Entlastung der Lehrer sollte dabei Unterstützungspersonal eingesetzt werden, so Parteichefin Pamela Rendi-Wagner heute in einer Pressekonferenz. Entsprechende Anträge will ihre Fraktion morgen in der Plenarsitzung des Nationalrats einbringen.

Die Tests an den Schulen seien zum Schutz der Kinder und ihrer Familien wichtig, aber auch zum Schutz des Lehrpersonals. Schließlich könnten die unter Zwölfjährigen noch nicht geimpft werden, und über zwölf sei die Durchimpfungsrate sehr gering. Außerdem, so die SPÖ-Chefin, erhalte man so einen verlässlichen Überblick über die epidemiologische Situation im Land. „Dieses Sicherheitsnetz darf an Österreichs Schulen nicht zerrissen werden“, unterstrich sie.

Kampagne für jüngere Kinder gefordert

Weiters spricht sich die SPÖ dafür aus, schon jetzt mit einer Informations- und Aufklärungskampagne für die Impfung der jüngeren Kinder zu beginnen, auch wenn die Impfstoffzulassung dafür noch ausstehe. Diese gelte es abzuwarten, aber die Bundesregierung solle die Zeit davor nutzen, um die Eltern rechtzeitig mitzunehmen. Sicherheit, Planbarkeit und Vertrauen seien die Voraussetzung für eine hohe Durchimpfung, zeigte sie sich überzeugt.

Positiv bewertet man bei der SPÖ die Verlängerung der Sonderbetreuungszeit rückwirkend ab 1. September, die morgen zum Beschluss ansteht. Dass das bis Jahresende befristet wird, kritisierte jedoch Vizeklubchef Jörg Leichtfried. Die Sozialdemokraten wollen das Fristende mit 31. Oktober 2022 ansetzen, um Rechts- und Planungssicherheit zu garantieren.

SPÖ für Liveübertragung von U-Ausschüssen

Zum Endbericht des „Ibiza“-U-Ausschusses, morgen Hauptthema im Nationalrat, merkte Leichtfried an, dieser sei aufgrund seines großen Erfolgs von der ÖVP/Grünen-Regierung abgedreht worden. Sein Fazit: „Die türkis-blaue Regierung war nicht nur mutmaßlich käuflich, sie war käuflich.“ Eine entsprechende Feststellung finde sich auch im Endbericht des Verfahrensrichters. Die ÖVP habe versucht, mit Hilfe ihres Netzwerks einen türkisen Staat im Staat aufzubauen.

Um die Menschen besser darüber aufzuklären, was hier geschehe, plant die SPÖ einen Antrag zur Liveübertragung künftiger U-Ausschuss-Sitzungen, so Leichtfried. Am Abstimmungsverhalten der Grünen werde sich zeigen, ob diese noch eine eigenständige Fraktion oder nur noch der „Umweltbund bei den Türkisen“ seien.

Die CoV-Regeln sind schon bisher in Wien strenger als in anderen Bundesländern. So muss etwa die FFP2-Maske häufiger getragen werden – etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln –, und PCR-Tests gelten nur 48 Stunden. Heute beraten Expertinnen und Experten mit Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) erneut über mögliche Verschärfungen.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Während der Impfbus derzeit verschiedene Schulen in Wien anfährt, stehen auch Impfgegnerinnen und -gegner vor einigen Schulgebäuden. Es gibt Beschwerden über Menschen, die entsprechende Flyer gegen die CoV-Impfung mit teilweise Falschinformationen vor verschiedenen Schulen der Stadt verteilen. Die Bildungsdirektion will reagieren.

Mehr dazu in wien.ORF.at

COV Ausland

Dass die UNO-Vollversammlung und die Generaldebatte in diesem Jahr nach der durch die Coronavirus-Pandemie bedingten Pause 2020 zumindest zum Teil wieder mit physischer Präsenz von Staats- und Regierungschefs stattfinden kann, sei ein Schritt „zurück in die Normalität“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) heute (Ortszeit) in New York. Dass nur ein Teil der Staaten vertreten ist, zeige aber auch, „dass Impfstoff ungleich verteilt ist“.

In Europa und den USA sei die Durchimpfungsrate sehr hoch, so der Bundeskanzler. Für „weite Teile der Welt“ gelte das aber nicht. „Das sollten wir uns ins Bewusstsein rufen“, meinte Kurz auch in Richtung Impfskeptiker. „Da sollte man dankbar sein.“ Menschen in anderen Ländern würden sich eine Lage wie in Europa oder Österreich herbeisehnen, wo „sich jeder, der sich impfen lassen will, auch impfen lassen kann“.

Van der Bellen verweist auf globale Ungleichheit

Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen gab zu bedenken, dass vor allem „in den Ländern des globalen Südens“ zu wenig Impfstoff vorhanden sei. Diese Ungleichheit werde wohl auch UNO-Generalsekretär Antonio Guterres in seiner Rede ansprechen, vermutete Van der Bellen.

Der Bundespräsident, der bereits am Sonntag nach New York gereist war, hatte danach an einer Gedenkveranstaltung beim 9/11-Memorial zur Erinnerung an die Terroranschläge in New York und Washington vom 11. September 2001 teilgenommen. Später traf er außerdem den Präsidenten von Costa Rica, Carlos Alvarado Quesada.

Schallenberg: „Feuerring“ an Krisen um Europa

Neben der Coronavirus-Pandemie werden bei der UNO-Generaldebatte aktuelle Krisenherde wie Afghanistan und das wegen internationaler Hegemonieansprüche gespannte Verhältnis zwischen den USA und China zur Sprache kommen, waren Van der Bellen und Kurz einig. Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) fügte hinzu, dass sich die Pandemie als „Brandbeschleuniger“ internationaler Konflikte erwiesen habe.

So sei Europa derzeit von einem „Feuerring“ an Krisen umgeben, meinte der Außenminister und nannte namentlich den Bergkarabach-Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan, Belarus, Afghanistan und den „Dauerbrenner Nahost“. Er werde in den kommenden Tagen in New York mit mehreren Amtskollegen über diese Themen sprechen, so Schallenberg.

Die thailändische Hauptstadt Bangkok wird sich voraussichtlich erst im November wieder für internationalen Tourismus öffnen. Um wieder Besucher zu empfangen, müssten mindestens 70 Prozent der Einwohner und Einwohnerinnen der Metropole vollständigen Impfschutz haben, zitierte die Zeitung „Bangkok Post“ heute den örtlichen Gouverneur Aswin Kwanmuang.

Derzeit seien erst 42 Prozent der Bürgerinnen und Bürger doppelt geimpft. Schätzungen zufolge hat die Stadt mehr als zehn Millionen Einwohner.

Wenn die Impfkampagne fortschreite wie bisher, dann könnte Bangkok in der ersten oder zweiten November-Woche geöffnet werden, so die Stadtverwaltung. Weitere Bedingungen seien aber, dass die Infektionszahlen weiter sinken und die Krankenhäuser nicht überfüllt sind. Zuletzt wurden in der Großstadt etwa 2.700 bis 2.800 neue Fälle pro Tag gemeldet.

Wenn alle Kriterien erfüllt seien, solle über die Leitlinien und Regeln für eine Öffnung entschieden werden.

22 Mio. Besucher 2019

Bangkok war vor der CoV-Pandemie eine der meistbesuchten Städte der Welt. Die Stadt lockt mit Attraktionen wie dem Grand Palace, dem Wat-Pho-Tempel und den schwimmenden Märkten. 2019 kamen noch mehr als 22 Millionen Besucher und Besucherinnen.

Die größten Inseln Phuket und Ko Samui versuchen bereits seit Juli dank spezieller Projekte einen Neustart des wichtigen Tourismuszweiges. Vollständig geimpfte Urlauberinnen und Urlauber aus Dutzenden Ländern dürfen unter strengen Auflagen wieder quarantänefrei anreisen.

Auch viele weitere Regionen des beliebten Urlaubslandes, darunter die Provinz Chon Buri mit dem Badeort Pattaya, das kulturelle Zentrum Chiang Mai im Norden und Prachuap Khiri Khan mit dem Ort Hua Hin, hoffen auf einen baldigen Neustart des Sektors.

In der australischen Millionenstadt Melbourne ist es erneut zu Protesten gegen die CoV-Politik der Regierung gekommen.

Hunderte Bauarbeiter, viele von ihnen in Warnschutzkleidung, demonstrierten heute zunächst vor dem Gebäude der Gewerkschaft Construction, Forestry, Mining and Energy Union (CFMEU). Ihre Wut richte sich gegen die obligatorischen CoV-Impfungen für die Baubranche, berichtete die australische Nachrichtenagentur AAP.

Bauarbeiter demonstrieren in Melbourne
APA/AFP/William West

Anschließend zog die Menge in Richtung Regionalparlament weiter, bevor sie eine Schnellstraße blockierte. Dabei sei es auch zu kleineren Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Die Sicherheitskräfte hätten Gummigeschoße abgefeuert, die Demonstrierenden hätten leere Flaschen und Dosen in Richtung der Beamten geworfen, hieß es.

Die Regierung des Teilstaates Victoria hatte zuletzt angeordnet, dass sich alle Mitarbeiter der Bauindustrie gegen das Virus impfen lassen müssen.

Seit Wochen wieder im Lockdown

Gestern hatten die Behörden angekündigt, dass die gesamte Bauindustrie in Melbourne und anderen Teilen Victorias für zwei Wochen geschlossen wird. Am 5. Oktober müssen Beschäftigte dann nachweisen, dass sie zumindest eine Impfdosis erhalten haben, bevor sie an ihre Arbeitsplätze zurückkehren.

Der Staat im Osten Australiens befindet sich seit Wochen weitgehend im Lockdown – es ist bereits das sechste Mal seit Beginn der Pandemie.

Bereits am Wochenende war es in Melbourne zu Anti-Lockdown-Protesten gekommen. Hunderte Teilnehmer wurden festgenommen. Auch in anderen Städten, darunter in Sydney und Brisbane, gab es am Wochenende Demos gegen die strikten CoV-Maßnahmen.

Das Land mit seinen rund 25 Millionen Einwohnern hat viele Monate lang eine Null-CoV-Strategie verfolgt und versucht, das Virus mit geschlossenen Außengrenzen und strikten Lockdowns auszumerzen. Mit der Ausbreitung der Delta-Variante mussten aber bereits mehrere Regionalpremiers einräumen, dass die Strategie nicht mehr aufgeht.

Inland

In vielen Bundesländern gibt es Engpässe beim Lehrpersonal. Das heißt aber nicht, dass Klassen ohne Lehrerinnen und Lehrer auskommen müssen, so die Bildungsdirektionen. Abhilfe sollen Überstunden, Studierende und pensionierte Lehrpersonen schaffen.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Umwelt & Klima

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat wie angekündigt BMW und Mercedes wegen unzureichenden Klimaschutzes verklagt. Die Organisation wirft den Autoherstellern vor, sich nicht auf den Ausstieg von Verbrennungsmotoren bis zum Jahr 2030 festgelegt zu haben. „Es ist genau so eingetreten, wie wir es uns gedacht haben“, sagte DUH-Anwalt Remo Klinger dem „Handelsblatt“ (Dienstag-Ausgabe).

Die Klageschriften seien deswegen jeweils an die Landgerichte in München und Stuttgart rausgegangen, hieß es weiter. Klinger kündigte zudem an, die Klage gegen den Öl- und Gaskonzern Wintershall gehe ebenfalls zeitnah an das Landesgericht Kassel.

Unterlassungserklärung gefordert

Die DUH hatte von BMW und Mercedes eine Unterlassungserklärung gefordert, in der sich die Konzerne unter anderem verpflichten, ab 2030 keine Pkws und leichte Nutzfahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr zu bauen. „Wir haben längst eine klare Erklärung für den Spurwechsel zur Klimaneutralität abgegeben“, zitiert das „Handelsblatt“ aus einem Antwortschreiben von Mercedes an die DUH. BMW erklärte, man übernehme bereits „umfassende Verantwortung“. Ein privater Rechtsstreit könne den demokratischen Prozess über die Parlamente nicht ersetzen.

Verweis auf Pariser Klimaschutzabkommen

Anfang September hatten die DUH und der Umweltverband Greenpeace bereits angekündigt, die Autokonzerne und Wintershall zu verklagen. Konkret verlangen die Verbände mit Verweis auf die Vorgaben des Pariser Klimaschutzabkommens einen Ausstieg der Autohersteller aus Verbrennungsmotoren bis 2030.

Die EU-Kommission hat zur Umsetzung der Klimaziele allerdings 2035 als Frist vorgeschlagen, ab der nur noch emissionsfreie Neuwagen zugelassen werden sollen. Wintershall soll sich verpflichten, ab spätestens 2026 keine neuen Öl- und Gasfelder mehr zu erschließen – der Versorger hat CO2-Neutralität bis 2030 in Aussicht gestellt.

Eine von der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) „Bienen und Bauern retten“ initiierte europaweite Untersuchung zu Pestiziden hat gezeigt, „dass Innenräume von Wohnungen, die an landwirtschaftlich genutzte Gebiete angrenzen, mit einer Vielzahl von Pestiziden belastet sind“, wie es in einer Aussendung jetzt hieß.

Die Untersuchung erfolgte anhand von Hausstaubproben aus den Schlafzimmern von 21 Haushalten in 21 EU-Staaten – darunter auch Österreich.

Alle gezogenen Stichproben waren laut den Angaben mit Pestiziden belastet. Der Durchschnittswert lag bei acht und der Maximalwert bei 23 Pestizidwirkstoffen je Probe. Jede vierte Probe enthielt Pestizide, die bei der Europäische Chemikalienagentur (ECHA) als möglicherweise krebserregend eingestuft sind.

In 80 Prozent der Schlafzimmerproben waren Wirkstoffe nachweisbar, die im Verdacht stehen, die menschliche Fortpflanzung zu schädigen.

Erhöhtes Risiko

„Das Problem Pestizidabdrift darf nicht länger ignoriert werden. Wir hoffen, dass der Nachweis von möglicherweise krebserregenden und fortpflanzungsschädlichen Pestiziden in den Schlafzimmern der ländlichen Bevölkerung ein Weckruf für Zulassungsbehörden in der EU ist“, heißt es in der Aussendung.

Denn epidemiologische Studien zeigten gerade bei Anrainern landwirtschaftlich genutzter Gebiete ein erhöhtes Risiko für Fortpflanzungsschäden und Krebs, so der Mitautor der Studie, Helmut Burtscher-Schaden von Global 2000. Pestiziden mit „negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit“ sollten gemäß EU-Pestizidverordnung die Marktzulassung entzogen werden.

Hygienepapierprodukte wie Klopapier, Taschentüchern und Küchenrollen hat Greenpeace für den neuen Marktcheck unter die Lupe genommen und jeweils den Anteil an umweltfreundlichem Altpapier bei in Supermärkten und Drogerien erhältlichen Artikeln erhoben.

Im Schnitt lag der Recyclinganteil bei nur 15 Prozent, über 80 Prozent der Produkte wurden hingegen aus Frischfasern hergestellt. Die NGO trat daher erneut für ein starkes EU-Gesetz für den globalen Waldschutz ein.

Erheblich waren die Unterschiede bei den Produktsparten. Waren es bei Taschentüchern nur zwei Prozent Recyclinganteil lag er bei Klopapier bei 40 Prozent, und auch nur dieses war in allen untersuchten Märkten in recycelter Form erhältlich. Über 80 Prozent der für Marktcheck verglichenen Produkte waren hingegen ausschließlich aus Frischfasern hergestellt.

2020 Umsätze um 13 Prozent erhöht

Greenpeace gibt zu Bedenken, dass die Herstellung von einem Kilogramm Papier 2,2 Kilogramm Holz und zusätzlich Energie, Chemikalien und vor allem Wasser benötigt. Österreichs Papierindustrie produzierte 2019 insgesamt 140.000 Tonnen Hygienepapier, im CoV-Krisenjahr 2020 erhöhten sich die Umsätze um 13 Prozent.

Die aus Sicht von Greenpeace empfehlenswerten Gütesiegel „Blauer Engel“ und „Österreichisches Umweltzeichen“ mit vorgeschriebenen 100 Prozent Recyclingpapier finden sich nur auf rund fünf Prozent aller Hygienepapierprodukte.

Die häufigsten Siegel für global zertifiziertes Holz, „FSC Mix“ und „PEFC“, wurden im Ratgeber der NGO „Zeichentricks“ bereits als „absolut nicht glaubwürdig“ eingestuft, da Kriterien und Kontrolle zu schwach für einen weltweit wirksamen Schutz der Wälder sind.

Suche nach alternativen Produkten

Um den hohen Bedarf für die österreichische Papierherstellung zu decken, werde ein Viertel der verarbeiteten Hölzer importiert und damit der Druck auf die Wälder weltweit erhöht. „Um sicherzustellen, dass für Hygieneprodukte keine schützenswerten Wälder gerodet werden, braucht es ein starkes EU-Gesetz für globalen Waldschutz“, fordert Lisa Panhuber, Konsumexpertin bei Greenpeace in Österreich.

Die größte Entlastung für die Umwelt würde grundsätzlich eine Reduktion im Papierverbrauch bringen, so könnten bei Küchenrollen und Putztüchern umweltfreundlichere, waschbare Tücher als Alternative dienen.

Sport

Die Green Bay Packers haben sich gestern Abend (Ortszeit) zum Abschluss des zweiten Spieltages der National Football League (NFL) für das Debakel eine Woche davor gegen die New Orleans Saints rehabilitiert. Die Mannschaft um Spielmacher Aaron Rodgers feierte gegen die Detroit Lions im heimischen Lambeau Field einen 35:17-Sieg und meldete sich damit zurück. Aaron Jones schrieb dabei ein neues Kapitel der 102-jährigen Clubgeschichte.

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Nach einem historisch schlechten Saisonstart ist die Laune bei Juventus Turin endgültig im Keller. „So gewinnt man keine Titel“, schimpfte Trainer Massimiliano Allegri nach dem 1:1 im Spitzenspiel der Serie A gegen den AC Milan. Der italienische Rekordmeister hat in den ersten vier Ligapartien nur zwei Punkte geholt, das war den „Bianconeri“ letztmals vor 60 Jahren und in ihrer Vereinshistorie überhaupt erst dreimal passiert.

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Wirtschaft

Die größten unabhängigen Brauereien Österreichs formieren sich jetzt gegen den Marktführer Brau Union, der zum niederländischen Heineken-Konzern gehört. Stiegl, Ottakinger und vorerst acht weitere Brauereien werben ab sofort mit einem eigenen Siegel.

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Der Börsengang des Musiklabels Universal entpuppt sich als europäischer Hit. Beim Debüt an der Amsterdamer Börse eröffneten die UMG-Aktien heute mit 25,05 Euro – ein Plus von rund 37 Prozent zum Referenzpreis von 18,50 Euro. Damit stemmte die Firma den größten Börsengang in Europa in diesem Jahr.

Zum Referenzpreis wurde die Plattenfirma hinter Stars wie Lady Gaga, Taylor Swift und The Weeknd mit 33,5 Mrd. Euro bewertet. Der französische Konzern Vivendi gliedert UMG aus.

Der Vizechef der Europäischen Zentralbank (EZB), Luis de Guindos, sieht den Höhepunkt des Inflationsschubs in der Euro-Zone im Herbst erreicht. Um den November herum dürfte die Teuerungsrate mit Werten von 3,4 bis 3,5 Prozent am höchsten sein, sagte der Spanier heute auf einer Onlineveranstaltung. Die Inflationsrate im Euro-Raum war im August auf 3,0 Prozent hochgeschnellt, den höchsten Wert seit rund zehn Jahren. In Österreich betrug die Inflationsrate im August 3,2 Prozent.

De Guindos betonte zugleich, die EZB müsse „sehr wachsam“ sein, was Überraschungen mit Blick auf mögliche Ausreißer nach oben beim Preisauftrieb betreffe.

Gegen gekoppelte Gehaltsanpassung

Bisher seien zwar kaum Auswirkungen der hohen Inflation auf die Lohnrunden zu sehen. Doch warnte der EZB-Vize davor, Gehaltserhöhungen an die im Zuge der Pandemie in diesem Jahr deutlich gestiegene Teuerungsrate fest zu koppeln.

Er verwies darauf, dass einige Staaten in Europa bei Pensionen und Löhnen im öffentlichen Dienst entsprechende Regelungen hätten. Diese sollten seiner Ansicht nach jedoch 2021 nicht greifen, damit sich der vorübergehende Inflationsanstieg nicht verstetige. „Das ist etwas, das wir vermeiden sollten“, fügte er hinzu.

Lieferkettenprobleme als Thema

Der Stellvertreter von EZB-Chefin Christine Lagarde hatte bereits bei früherer Gelegenheit gewarnt, die Inflation könne noch höher ausfallen als derzeit prognostiziert. Das gelte für den Fall, dass durch Lieferkettenprobleme ausgelöste Materialengpässe etwa bei Mikrochips und Halbleitern anhielten.

Die Ökonomen der EZB sagen für das laufende Jahr eine Teuerungsrate von 2,2 Prozent voraus. Für 2022 erwarten sie einen Wert von 1,7 Prozent und für 2023 von 1,5 Prozent. Damit würde die Teuerungsrate wieder unter dem von der EZB angestrebten Zielwert von 2,0 Prozent liegen.

Der Ölkonzern Shell hat für 9,5 Milliarden Dollar (8,1 Mrd. Euro) ein Schiefergasvorkommen im US-Bundesstaat Texas verkauft und will einen Großteil der Einnahmen für Aktienrückkäufe verwenden.

Das Gebiet befindet sich im Permian Basin im Westen Texas. Käufer ist die US-Ölfirma ConocoPhillips, wie Shell gestern am späten Abend in Den Haag mitteilte. Sieben Milliarden US-Dollar sollen für Aktienrückkäufe verwendet werden, der Rest soll die eigene Bilanz stärken.

Der Rückkauf der eigenen Anteile laufe zusätzlich zu den bereits laufenden Programmen, mit denen Kapital an die Aktionäre fließen soll. Mit der Ölpreiserholung versuchen Ölkonzerne ihre Investoren zu umgarnen, indem vorher gekürzte Dividenden wieder erhöht werden und viel Geld in Aktienrückkäufe gesteckt wird. Shell hatte erst im Juli höhere Ausschüttungen an die Aktionäre angekündigt.

Der Verkauf des Schiefergasvorkommens steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Behörden und soll im vierten Quartal 2021 abgeschlossen sein.

Chronik

Ein 21-Jähriger und ein 15-Jähriger stehen heute in Kärnten wegen Vergewaltigung einer 13-Jährigen vor Gericht. Die Tat filmten sie auch. Der Vorwurf lautet auf schweren sexuellen Missbrauch Unmündiger und pornografische Darstellung Minderjähriger.

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In der Stadt Salzburg hat gestern ein 20-jähriger Autofahrer vor einer Schule zwei Jugendliche, die zu Fuß unterwegs waren, erfasst und zu Boden geschleudert. Die beiden, ein 17-jähriger Flachgauer und eine 16-jährige Deutsche, wollten gerade die Straße überqueren. Die Jugendlichen wurden verletzt.

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Queen-Sohn Prinz Andrew (61) ist in den USA eine Zivilklage wegen sexuellen Missbrauchs zugestellt worden. Die Dokumente seien gestern (Ortszeit) im Büro seines Anwalts in Los Angeles abgegeben worden, teilten die Anwälte der Klägerin Virginia Giuffre mit. Zudem sei bereits am Freitag eine E-Mail mit den Unterlagen verschickt worden.

Bildcombo zeigt Prinz Andrew und Virginia Giuffre
AP/Steve Parsons; Reuters/Shannon Stapleton (Montage)

Die US-Amerikanerin wirft dem Royal vor, sie vor gut 20 Jahren als 17-Jährige mehrfach missbraucht zu haben, und verlangt nun Schadenersatz. Andrew weist die Vorwürfe zurück.

Nicht an Meldeadresse zu erreichen

Die Frage, ob dem Prinzen die Dokumente korrekt zugestellt wurden, verzögert bisher den Prozessbeginn in den USA. Andrew hält sich britischen Medien zufolge in der schottischen Residenz seiner Mutter Königin Elizabeth II. auf, damit er nicht an seiner Meldeadresse zu erreichen ist.

Zuletzt hatten aber sowohl der Londoner High Court als auch der zuständige Richter in New York in dieser Frage zugunsten der Klägerin geurteilt.

Mehrfach Übernachtungsgast bei Epstein

Die Klage steht in Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal um den verurteilten Sexualstraftäter und US-Multimillionär Jeffrey Epstein, der sich 2019 im Gefängnis das Leben nahm. Andrew war mehrfach Übernachtungsgast bei Epstein in dessen Anwesen in den USA und der Karibik.

Epstein und dessen Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell, die derzeit in einem New Yorker Gefängnis auf ihren Prozess wartet, sollen jahrelang Dutzende Mädchen und junge Frauen in ihre Abhängigkeit gebracht und sexuell missbraucht sowie anderen Männern zugeführt haben.

Leute

Nur eine Woche nachdem die US-Sängerin Britney Spears ihren Rückzug von Instagram angekündigt hatte, ist sie dort bereits wieder aktiv geworden. „Ich bin schon wieder zurück“, schrieb die 39-Jährige gestern (Ortszeit) auf der Social-Media-Plattform.

Daneben postete sie zwei Fotos von sich in Schwarz-Weiß und farbig, auf denen sie mit ernstem Gesichtsausdruck in die Kamera schaut. „Einige Aufnahmen von meinem Wochenendtrip, auf dem ich meine Verlobung gefeiert habe“, schrieb die Popsängerin dazu. Ihr Verlobter Sam Asghari ist auf den Bildern nicht zu sehen.

Fans äußern Zweifel an Aktualität

„Ich kann es noch immer nicht glauben!!!!“, schrieb Spears. Ihre rasche Rückkehr zu Instagram erklärte sie damit, dass sie es nicht allzu lang ohne die Plattform ausgehalten habe. In den Kommentaren wundern sich Fans über Spears’ Frisur in den Bildern und äußern Zweifel an der Aktualität der Fotos.

Zwei Tage nach der Bekanntmachung ihrer Verlobung hatte Spears vergangenen Dienstag ihren Instagram-Account deaktiviert. Auf ihrem Twitter-Account, den sie weiterhin aktiviert ließ, hatte sie angekündigt, eine kleine Pause von den sozialen Netzwerken einzulegen.

Zwei über 107 Jahre alte japanische Schwestern sind laut dem Guinness-„Buch der Rekorde“ die ältesten lebenden eineiigen Zwillinge der Welt.

Umeno Sumiyama und Koume Kodama waren am 1. September 107 Jahre und 300 Tage alt und brachen damit den vorherigen Rekord der berühmten japanischen Schwestern Kin Narita und Gin Kanie, den diese mit 107 Jahren und 175 Tagen aufgestellt hatten, wie Guinness World Records gestern bekanntgab.

Älteste eineiige Zwillinge Umeno Sumiyama und Koume Kodama
AP/Guinness World Records

Sumiyama und Kodama wurden am 5. November 1913 auf der Insel Shodoshima im Westen Japans in eine 13-köpfige Familie geboren.

Ihre Familien erzählten Guinness, dass die beiden Zwillingsschwestern oft darüber scherzten, die früheren Rekordhalterinnen zu überleben. Die vor rund 20 Jahren gestorbenen Zwillinge, liebevoll „Kin-san“ und „Gin-san“ genannt, galten in Japan mit ihrem hohen Alter und ihrem Humor als Nationalheldinnen und hatten durch zahlreiche Fernsehauftritte auch weltweit Berühmtheit erlangt. Die beiden neuen Rekordhalterinnen waren nach der Volksschule getrennt aufgewachsen.

Schikanen in der Kindheit

Kodama wurde als Dienstmädchen nach Oita auf der südwestlichen Hauptinsel Kyushu geschickt, wo sie später auch heiratete. Sumiyama dagegen blieb auf der Heimatinsel und gründete dort eine Familie. Als sie aufwuchsen, wurden Kinder von Mehrlingsgeburten wie sie in Japan oft Opfer von Mobbing. Diese Schikanen gegen sie bezeichneten die Schwestern später als mit die härtesten Erlebnisse ihrer Kindheit.

Da sie mehr als 300 Kilometer voneinander entfernt lebten, sahen sie einander jahrzehntelang überwiegend nur bei Hochzeiten und Bestattungen. Erst als sie etwa 70 Jahre alt waren, begannen sie öfter gemeinsam zu buddhistischen Tempeln zu pilgern, und genossen es, wieder zusammen zu sein.

Als sie ihren 99. Geburtstag feierten, schaute Sumiyama ein Foto der weltberühmten Zwillinge „Kin-san“ und „Gin-san“ an und scherzte: „Ich glaube, wir sehen jünger aus.“ Beide Zwillingsschwestern leben laut Guinness in getrennten Altersheimen.

Japan ist das mit am schnellsten alternde Land der Erde. Rund ein Drittel der 125 Millionen Einwohner des Inselreiches ist bereits 65 Jahre alt oder älter. Rund 86.500 sind sogar 100 Jahre oder älter.

Science

Viele Übergewichtige versuchen wiederholt abzunehmen, häufig ohne Erfolg. Zumindest wenn es um die gesundheitlichen Folgen geht, könnte das ohnehin der falsche Ansatz sein, so eine aktuelle Metastudie: Wer sich regelmäßig bewegt und auf seine körperliche Fitness achtet, kann sein Krankheitsrisiko senken, auch wenn keine Kilos purzeln.

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Religion

Kultur

Drei Männer und drei Frauen stehen auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2021. In die Endauswahl gekommen sind der Österreicher Norbert Gstrein („Der zweite Jakob“), die Österreicherin Monika Helfer („Vati“), Christian Kracht („Eurotrash“), Thomas Kunst („Zandschower Klinken“), Mithu Sanyal („Identitti“) und Antje Rávik Strubel („Blaue Frau“), wie die Jury heute in Frankfurt mitteilte.

Die sechs Finalisten zeigten „den stilistischen, formalen und thematischen Reichtum der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“, sagte Jurysprecher Knut Cordsen. Sie zeugten zudem „von der immensen Lust und hohen Könnerschaft, Geschichten zu erzählen“.

Bekanntgabe Mitte Oktober

Welches Buch die Jury am Ende als den besten Roman des Jahres 2021 auszeichnen wird, steht in vier Wochen fest: Die vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergebene Ehrung wird am Vorabend der Frankfurter Buchmesse überreicht – in diesem Jahr am 18. Oktober. Der Preisträger oder die Preisträgerin erhält 25.000 Euro, die übrigen fünf Autorinnen und Autoren der Shortlist jeweils 2.500 Euro.

Die Jury hatte in diesem Jahr 230 Titel gesichtet. Ende August hatte die Jury die 20 Titel der Longlist bekanntgegeben. Inzwischen ausgeschieden sind unter anderen Franz-Arthur Goldschmidt, Heinz Strunk, Franzobel und Sasha Marianna Salzmann.

Der Christine Lavant Preis 2021 geht an die österreichische Schriftstellerin Maja Haderlap. Das gab die Internationale Christine Lavant Gesellschaft mit Sitz in Wien heute bekannt. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis für Lyrik und Prosa soll am 3. Oktober im ORF-RadioKulturhaus in Wien vergeben werden.

Schriftstellerin Maja Haderlap
picturedesk.com/Karl Schöndorfer

„Das Werk der Autorin Maja Haderlap überzeugt durch poetische Kraft, ausgeprägtes Geschichtsbewusstsein und einen authentischen Erzählton“, so Klemens Renoldner, der die Laudatio auf die Preisträgerin halten wird, zur Begründung der Jury.

„In vier Gedichtbänden, einem Roman, in Essays, Aufsätzen und Reden umkreist die Autorin Themen wie Grenze, Heimatverlust, Fremdheit und Fremdwerden, erzählt von Sprachverlust und der Suche nach einer neuen Sprache, damit auch von der Vision einer neuen, humanen Ordnung.“ Im Zentrum stehe dabei ihr Roman „Engel des Vergessens“ (2011), der die Geschichte einer slowenisch-kärntnerischen Familie erzählt.

Zahlreiche Auszeichnungen

Haderlap wurde 1961 in Eisenkappel/Zelezna Kapla (Kärnten) geboren. Nach ihrer Promotion arbeitete sie als Dramaturgieassistentin, Programmlektorin und als Lehrbeauftragte am Institut für Vergleichende Literaturwissenschaften der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Als Autorin und Redakteurin gab sie drei Jahre lang die Literaturzeitschrift „Mladje“ heraus und arbeitete danach 15 Jahre als Chefdramaturgin am Stadttheater Klagenfurt. Haderlap veröffentlichte auf Slowenisch und Deutsch Gedichte und Essays sowie Übersetzungen aus dem Slowenischen.

Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen zählen u. a. der Ingeborg-Bachmann-Preis (2011), der Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch (2011), der Rauriser Literaturpreis (2012) und der Österreichische Kunstpreis für Literatur (2019). Eine Bühnenfassung ihres Romans „Engel des Vergessens“ wurde 2015 in einer Inszenierung von Georg Schmiedleitner am Akademietheater in Wien uraufgeführt.

Preis erstmals 2016 vergeben

Der Christine Lavant Preis wurde 2016 ins Leben gerufen, um an die Dichterin (1915–1973) und ihr Werk zu erinnern, und geht an „Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in ihrem literarischen Schaffen – so wie auch Christine Lavant – einen hohen ästhetischen Anspruch mit humaner Haltung und gesellschaftskritischem Blick vereinen“.

Bisherige Preisträger sind u. a. Bodo Hell, Klaus Merz und zuletzt Judith Schalansky. Zum Beirat, der die Preisträger vorschlägt, gehören u. a. Burgtheater-Direktor Martin Kusej, Literaturhaus-Wien-Leiter Robert Huec und die Schriftstellerin Monika Rinck.

Die Kirchenfenster des Künstlers Gerhard Richter in der Abtei in Tholey im deutschen Bundesland Saarland ziehen viele Besucherinnen und Besucher an. Vor rund einem Jahr wurden die bunten Chorfenster in der gotischen Abteikirche der Benediktiner enthüllt.

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Das Theater Sentjanz gastiert im k & k Center in St. Johann im Rosental (Kärnten) und bringt die Uraufführung von Thomas Bernhards Wintermärchen „Viktor Halbnarr/Viktor Polnori“ auf die Bühne. Die Bühnenfassung von Regisseurin Alenka Hain wird in slowenischer und in deutscher Sprache gespielt.

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