Ausland

Sarkozy fordert deutsch-französische Führung

Der konservative französische Präsidentschaftskandidat Nicolas Sarkozy strebt eine deutsch-französische Führung für die Euro-Zone an. Das gemeinsame Währungsgebiet mit 19 Ländern sollte eine „stabile Präsidentschaft“ und einen Generalsekretär haben - diese beiden Topposten müssten vorrangig mit einem Deutschen und einem Franzosen besetzt werden.

Das schreibt der frühere Staatspräsident in seinem heute in Frankreich veröffentlichten Buch „Tout pour la France“ („Alles für Frankreich“). Bisher wird die Euro-Zone von einem Finanzminister der Mitgliedsländer im Nebenjob geführt. Euro-Gruppe-Chef ist der Niederländer Jeroen Dijsselbloem.

Berlin beschloss Konzept zur Zivilverteidigung

Die deutsche Regierung will die Bevölkerung besser für Katastrophen und Krisenfälle wappnen. Das Kabinett billigte heute dazu das neue Zivilschutzkonzept von Innenminister Thomas de Maiziere, das in den vergangenen Tagen schon heftig diskutiert worden war. Unter anderem wird dabei die Bevölkerung aufgefordert, zur Erstversorgung im Krisenfall Lebensmittel und Trinkwasser einzulagern.

Die Regierung reagiert mit der neuen Konzeption Zivile Verteidigung (KZV) auf die veränderte sicherheitspolitische Lage. Unter anderem geht es darum, den zivilen Katastrophenschutz mit Vorbereitungen für einen Verteidigungsfall zu verzahnen.

Doppelstrukturen vermeiden

Unterschiedliche Zuständigkeiten zwischen Staat, Bundesländern und Kommunen sollen besser koordiniert und Doppelstrukturen vermieden werden. Auch Überlegungen zur Wiedereinführung der Wehrpflicht im Krisenfall und Szenarien für Einsätze des Technischen Hilfswerks (THW) sind in dem Papier enthalten.

In Österreich wurde bereits 2001 eine neue Sicherheits- und Verteidigungsdoktrin verabschiedet, die 2011 zu einer umfassenden österreichischen Sicherheitsstrategie weiterentwickelt wurde. Diese bezeichnet Naturkatastrophen und von Menschen verursachte Katastrophen als Bedrohungen und Herausforderungen unserer Zeit, wie es auf der Website des Innenministeriums heißt.

Eine Tote bei Anschlag in Thailands Süden

Bei der Explosion einer Autobombe vor einem Hotel im Süden Thailands ist eine Frau getötet worden. Mehr als 30 Menschen seien zum Teil schwer verletzt worden, als der Sprengsatz gestern in der muslimisch geprägten Provinz Pattani detonierte, teilte die Polizei mit. An dem Hotelgebäude sei „beträchtlicher Schaden“ entstanden. Laut Krankenhausangaben waren unter den Opfern keine Ausländer.

Militär vor dem zerstörten Autowrack

Reuters/Surapan Boonthamon

In der muslimisch geprägten Region an der Grenze zu Malaysia kämpfen seit Langem Aufständische gegen die thailändische Regierung in Bangkok. Viele westliche Botschaften raten ihren Bürgern dringend von Reisen in die Gegend ab. Beinahe täglich werden dort Gewalttaten registriert.

Erst vor zwei Wochen hatte es eine Anschlagserie gegeben, die allerdings großteils auf Touristenorte weiter nördlich abzielte. Am 11. und 12. August waren innerhalb weniger Stunden insgesamt elf Sprengsätze im Badeort Hua Hin, auf der Insel Phuket und auch im äußersten Süden Thailands explodiert, zudem gab es mehrere mutmaßliche Brandanschläge.

Kroatien: Premier droht Seselj mit Festnahme

Der serbische Ultranationalist Vojislav Seselj hat anlässlich eines geplanten Kroatien-Besuchs mitgeteilt, sich in den dortigen Wahlkampf einmischen zu wollen. Der kroatische Premier Tihomir Oreskovic drohte umgehend mit einer Festnahme. „Er ist hier nicht willkommen. Sollte er dennoch kommen, wird er festgenommen“, wurde Oreskovic heute von der Belgrader Tageszeitung „Politika“ zitiert.

Seselj sieht sich demnach von einer solchen Drohung nicht betroffen, da er als Klubchef der Serbischen Radikalen Partei (SRS) einen serbischen Diplomatenpass erhalten habe. Ein Foto dieses Passes hätte er bereits in dem Kurznachrichtendienst Twitter gepostet, wie die kroatische Nachrichtenagentur Hina berichtete.

Beziehungen angespannt

Wie Seselj einen Diplomatenpass erhalten konnte, ist allerdings nicht klar. Abgeordneten steht ein solcher nämlich nur im Falle „besonderer Missionen im Ausland“ zu.

Die Beziehungen zwischen Kroatien und Serbien sind seit Monaten angespannt, die Ankündigung Seseljs gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Tanjug inmitten des Wahlkampfes im Nachbarland Kroatien dürfte für eine neuerliche Belastung sorgen.

Ukraine feiert 25 Jahre Unabhängigkeit mit Militärparade

Mit einer großen Militärparade hat die Ukraine den 25. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit von der Sowjetunion gefeiert. Bei leichtem Regen zogen heute mehr als 4.000 Soldaten und 200 Kampffahrzeuge über den Maidan in Kiew, den zentralen Platz der Unabhängigkeit.

Angesichts des Krieges gegen prorussische Separatisten im Osten des Landes und des Verlusts der Halbinsel Krim an Russland gab sich Präsident Petro Poroschenko kämpferisch.

Diplomatischer Weg gesucht

„Unsere Parade ist auch ein Signal an den Feind: Die Ukrainer sind ernsthaft bereit, auch weiter für ihre Unabhängigkeit zu kämpfen“, sagte er. Er wolle den Konflikt auf diplomatischem Weg lösen, betonte Poroschenko.

Die Ukraine hatte am 24. August 1991 die Unabhängigkeit von der Sowjetunion erklärt. Für das bröckelnde Riesenreich bedeutete die Loslösung der wichtigsten Republik nach Russland das Ende.

Inland

Hofburg-Wahl: Auch Hofer präsentiert Plakate

FPÖ-Hofburg-Kandidat Norbert Hofer nimmt im Wahlkampf für die Wiederholungsstichwahl eine Anleihe beim früheren Bundespräsidenten Thomas Klestil: Er zieht wie das frühere Staatsoberhaupt mit dem Slogan „Macht braucht Kontrolle“ in die Auseinandersetzung. Die zweite von FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl heute präsentierte Botschaft auf den Plakaten lautet: „Österreich braucht Sicherheit“.

Herbert Kickl bei der Präsentation der neuen Wahlplakate

Hans Klaus Techt

Der damalige ÖVP-Kandidat Klestil hatte 1992 im Präsidentschaftswahlkampf mit „Macht braucht Kontrolle“ in der Stichwahl gegen den SPÖ-Anwärter Rudolf Streicher die Hofburg erobert. Kickl sagte bei der Plakatpräsentation heute jedoch, dass die Verwendung dieses Slogans kein Signal an ÖVP-Wähler sei, sondern ein Signal an den Hausverstand.

Kickl spricht von "Machtkartell

Dahinter stehe das Amtsverständnis, so der Wahlkampfleiter. Hofer sehe sich als „notwendiges Gegengewicht zum Machtkartell“. Das einzige Konzept seines Gegenkandidaten Alexander Van der Bellen sei es hingegen, die FPÖ und Hofer zu verhindern.

Damit mache er sich zum Teil des Systems; dass alles so weitergehe wie bisher. Außerdem wolle er die FPÖ auch als stimmenstärkste Partei in der Regierung verhindern. Deshalb sei Kontrolle wichtiger denn je, und diese würde durch Hofer gewährleistet, meinte Kickl.

Heftige Attacken gegen Van der Bellen

Auch die zweite Botschaft - „Österreich braucht Sicherheit“ - auf Plakaten mit Hofer vor einer rot-weiß-roten Fahne verband Kickl mit heftigen Attacken gegen Van der Bellen. Während Hofer ein „Garant für Sicherheit“ sei, stehe der von den Grünen unterstütze Kandidat für eine Fortsetzung von „falscher Toleranz“.

Österreich brauche angesichts der Vorgänge in der Türkei einen Bundespräsidenten, der Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) den Rücken stärke, statt ihm in den Rücken zu fallen, meinte Kickl.

Hypo-Ausschuss: Team Stronach kritisiert Verfahrensrichter

Das Team Stronach (TS) bekräftigt wegen des Berichtsentwurfs zum Hypo-U-Ausschuss von Verfahrensrichter Walter Pilgermair seinen Ruf nach der Abschaffung des Verfahrensrichters in kommenden U-Ausschüssen. Pilgermaier wolle die politischen Verantwortungen im Hypo-Skandal nicht sehen, lasse frühere Finanzminister und die Aufsicht draußen und suche stattdessen lieber die Schuld bei den Staatskommissären.

„Die Entscheidung für die Übertragung der Hypo-Verluste auf die Steuerzahler liegt eindeutig bei den seit 2008 für die Hypo politisch verantwortlichen Finanzministern Josef Pröll, Maria Fekter und Michael Spindelegger“, so TS-Klubobmann und U-Ausschusspolitiker Robert Lugar. Vor allem Pröll komme eine zentrale Rolle zu - wegen des Partizipationskapitals für die Hypo 2008 und deren Verstaatlichung 2009.

Parteireaktionen in den nächsten Tagen

Der „Verstaatlichungsminister“ steigt im Bericht in der Tat ganz gut aus. Pilgermair schreibt im Bericht vor allem den Mitarbeitern und Beratern Prölls die Schuld zu. Die gesamte Beratergruppe des Ministers habe „ihre Aufgabe zu spät wahrgenommen und den Minister nicht rechtzeitig informiert und ihm nicht baldmöglich Handlungsalternativen angeboten“, so der Verfahrensrichter.

Das TS will seinen eigenen Bericht zum U-Ausschuss Mitte oder Ende kommender Woche abgeben, hieß es von dort auf APA-Nachfrage. Selbiges war zuletzt etwa auch von der SPÖ zu hören. Erwartet werden eigene Berichte, die dann in den Berichtsentwurf Pilgermaiers eingearbeitete werden, von allen Fraktionen.

Über 500 Seiten Bericht: Lehren aus dem Hypo-Debakel

Eineinhalb Monate bevor das Kapitel Hypo-U-Ausschuss endgültig geschlossen werden soll, ist gestern der Entwurf des Ausschussberichts an die Fraktionen übermittelt worden. In dem 500 Seiten starken Bericht, der ORF.at vorliegt, hat Pilgermair zahlreiche Empfehlungen parat, um die Wiederholung des Hypo-Desasters auszuschließen. Markanteste Forderung: ein Insolvenzrecht für Bundesländer. Dagegen stellten sich bisher die Regierungsparteien vehement.

Mehr dazu in Strengere Regeln, mehr Transparenz

Ein Drittel der Medizinabsolventen will ins Ausland

Ein Drittel der Absolventen eines Medizinstudiums an einer heimischen Uni will im Ausland arbeiten. Bei den österreichischen Neo-Doktoren beträgt dieser Prozentsatz ein Viertel, bei den Deutschen rund zwei Drittel.

Das zeigt eine Absolventenbefragung im Auftrag des Wissenschaftsministeriums, mit der Österreich die EU von der Notwendigkeit der Quotenregelung für das Medizinstudium überzeugen will.

75 Prozent der Studienplätze für Inländer

Seit 2006 gilt für das Medizinstudium eine Quotenregelung: 75 Prozent der Plätze für Human- und Zahnmedizin sind für österreichische Maturanten reserviert, 20 Prozent gehen an EU-Bürger und fünf Prozent an Nicht-EU-Bürger.

Diese Maßnahme war eingeführt worden, da nach der Aufhebung der bis dahin gültigen Zugangsregelung (in Österreich studieren durfte nur, wer auch in seinem Heimatstaat über eine Studienberechtigung verfügte, Anm.) durch den Europäischen Gerichtshof zahlreiche Numerus-clausus-Flüchtlinge aus Deutschland nach Österreich strömten. Außerdem wurde die Zahl der Anfängerstudienplätze für Human- und Zahnmedizin an den öffentlichen Unis auf 1.500 beschränkt (mittlerweile 1.620).

EU gewährte Moratorium

Die Quotenregelung war ursprünglich von der EU-Kommission wegen der Diskriminierung von EU-Bürgern bekämpft worden. Bis 2016 wurde allerdings ein Moratorium gewährt: Bis dahin muss Österreich nachweisen, dass ohne Quote die medizinische Versorgung des Landes nicht gesichert ist - etwa, weil Studenten aus Deutschland nach ihrem Studienabschluss Österreich wieder verlassen und dem heimischen Gesundheitssystem damit nicht zur Verfügung stehen.

Sport

Wirtschaft

Neue Fluglinie Air Belgium will 2017 starten

In Belgien entsteht eine neue Fluggesellschaft, die der Lufthansa-Tochter Brussels Airlines Konkurrenz machen könnte: Air Belgium will ab Mitte 2017 Flüge nach Asien anbieten, wie belgische Medien heute meldeten. Eine solche Neugründung gilt auf dem derzeit stark umkämpften europäischen Luftverkehrsmarkt als Wagnis.

„Air Belgium wird eine reguläre Luftfahrtgesellschaft für Passagierflüge sein, ich spreche lieber von niedrigen Tarifen als von ‚Low Cost‘“, sagte Firmenchef Niky Terzakis der Zeitung „Le Soir“. Derzeit hat die Neugründung in Louvain-la-Neuve dem Bericht zufolge nur etwa ein Dutzend Mitarbeiter. Auch ein Heimatflughafen sei noch nicht bestimmt - zur Wahl stünden Brüssel, Charleroi und Lüttich.

Von Juni 2017 an sollen zunächst drei, vier Direktflüge pro Woche nach China angeboten werden. Dafür würden vier Flugzeuge beschafft, hieß es. Hinter der Fluglinie stünden asiatische und europäische Anteilseigner, Letztere hätten die Mehrheit. Airline-Chef Terzakis war früher Manager der Frachtgesellschaft TNT Airlines in Lüttich.

Renault dementiert Einsatz von Schummelsoftware

Der französische Autohersteller Renault dementiert, in seinen Fahrzeugen Schummelsoftware einzusetzen, um Abgaswerte im Test zu beeinflussen. „Renault entspricht allen gesetzlichen Vorschriften auf allen Märkten, wo seine Fahrzeuge verkauft werden“, betonte der Autokonzern heute in einer Presseaussendung.

Zuvor hatte die „Financial Times“ berichtet, ein französischer Untersuchungsbericht habe wichtige Details zum Schadstoffausstoß von Renault-Fahrzeugen nicht erwähnt.

Renault habe der französischen Kommission alle geforderten technischen Erklärungen geliefert, erklärte hingegen Renault. Darüber hinaus hätten sowohl das britische Department of Transport als auch das deutsche KBA bei ihren Überprüfungen keine Evidenz von Manipulationen entdeckt.

Katar kauft ein Stück vom Empire State Building

Das weltberühmte Empire State Building in New York gehört jetzt zum Teil dem reichen Golfstaat Katar. Der katarische Staatsfonds QIA kaufte für 622 Mio. Dollar (rund 550 Mio. Euro).

Anteile an der Besitzergesellschaft Empire State Realty Trust, wie die amtliche Nachrichtenagentur QNA heute berichtete. Das entspricht einem Anteil von 9,9 Prozent. Dem US-Fonds gehören insgesamt neun Bürokomplexe in Manhattan.

Der milliardenschwere katarische Staatsfonds war im Jahr 2005 gegründet worden. Er soll die enormen Haushaltsüberschüsse des Emirats aus dem Öl- und Gasverkauf anlegen. Die QIA ist unter anderem an Volkswagen beteiligt. Ihr gehört außerdem das Londoner Traditionskaufhaus Harrods.

Gesundheit

Chronik

Schweres Erdbeben erschüttert Myanmar

Ein starkes Erdbeben hat Myanmar erschüttert. Das Beben um etwa 12.35 Uhr (MESZ) hatte nach Angaben des geophysischen Instituts im deutschen Potsdam eine Stärke von 7,0 und lag in 91 Kilometer Tiefe.

Die US-Erdbebenwarte USGS sprach von 6,8 und einer Tiefe von 84,1 Kilometern. Das Zentrum liege 25 Kilometer westlich der Stadt Chauk im mittleren Teil des südostasiatischen Landes unweit der Hauptstadt Naypyidaw.

Tempelanlagen zerstört

Von den Erschütterungen wurden Berichten zufolge unter anderem die Tempelanlagen von Bagan beschädigt. Sie bestehen aus rund 3.000 Bauten aus dem 9. bis 14. Jahrhundert. Die Tempelebene 650 Kilometer nördlich der Hafenstadt Rangun ist die bedeutendste Touristenattraktion des Landes.

Lokalen Medienberichten zufolge war das Beben auch in den benachbarten Ländern Indien, Bangladesch und Thailand zu spüren. Informationen zu möglichen Opfern gab es zunächst nicht.

Verwahrloste Tiere aus Zoo in Gaza gerettet

Internationale Tierschützer haben die letzten 15 Tiere aus einem verwahrlosten Zoo im südlichen Gazastreifen gerettet. Sie sind über den Eres-Grenzübergang zu Israel aus der Küstenenklave verfrachtet worden.

Auch angesichts starker israelischer Luftangriffe im Gazastreifen nach einem Raketenangriff auf eine israelische Grenzstadt während ihres Aufenthalts sei der Einsatz eine „unglaubliche Herausforderung“ gewesen. Das sagte die Mitarbeiterin der Organisation „Vier Pfoten“, Indra Kley, heute.

Tiger findet in Südafrika neues Zuhause

Ein Tiger soll nun in Südafrika eine neue Heimat bekommen, fünf Affen in Israel und die restlichen Tiere - Stachelschweine, Schildkröten, Bussarde, jeweils ein Pelikan, Emu und Reh - kommen in ein Schutzzentrum in Jordanien. Der Tierarzt und Teamleiter, Amir Khalil, untersuchte und behandelte sie vor dem Transport aus dem Gazastreifen.

Betäubter Tiger wird untersucht

APA/AFP/Menahem Kahana

Vier Pfoten hatte den Tierpark in Chan Junis als „schlimmsten Zoo der Welt“ beschrieben. Dutzende Tiere waren elendig verendet, weil sie nicht genug Futter erhielten.

Anlage wird nun endgültig geschlossen

Der anhaltende Konflikt zwischen der im Gazastreifen herrschenden Hamas und Israel erschwert die Lebensbedingungen in dem seit zehn Jahren blockierten Palästinensergebiet. Das habe sich auch negativ auf die finanzielle Situation des Zoobesitzers ausgewirkt, sagte Kley.

Vier Pfoten war in den vergangenen Jahren bereits mehrfach im Gazastreifen im Einsatz, um Tiere zu retten. Zuletzt waren sie im Juni in dem Zoo in Chan Junis, um Tiere mit Futter zu versorgen. Der Tierpark werde nun endgültig geschlossen, sagte Kley.

Religion

Kultur

Sam Mendes Jurypräsident in Venedig

Bei den Filmfestspielen Venedig, die nächste Woche beginnen, werden die Hauptpreise des Wettbewerbs von einer internationalen Jury vergeben. In diesem Jahr ist der Brite Sam Mendes Präsident dieser neunköpfigen Jury. Der 51-jährige Filmemacher wurde im Jahr 2000 mit dem Regie-Oscar für das Drama „American Beauty“ ausgezeichnet.

Zuletzt feierte er mit den James-Bond-Spektakeln „Spectre“ und „Skyfall“ Erfolge, davor hatte er stillere Werke wie „Zeiten des Aufruhrs“ mit seiner damaligen Ehefrau Kate Winslet gedreht. Neben Mendes gehören acht weitere Filmschaffende zur Jury. Dazu zählt auch die deutsche Schauspielerin Nina Hoss (41), die so erfolgreiche Werke drehte wie „Barbara“, „Phoenix“ und „Yella“.

Außerdem sind die britische Schauspielerin Gemma Arterton („Hänsel und Gretel: Hexenjäger“) und die Französin Chiara Mastroianni - Tochter der Schauspiellegenden Marcello Mastroianni und Catherine Deneuve - dabei. Als Regisseure vertreten sind der US-Amerikaner Joshua Oppenheimer („The Act of Killing“) und Lorenzo Vigas, der im vergangenen Jahr den Goldenen Löwen für sein homoerotisches Drama „Caracas, eine Liebe“ gewann.

„Hotel Rock ’n’ Roll“: „Weißes Rössl“ mit Stromgitarre

Legendär waren Teil eins und zwei der Sex-’n’-Drugs-’n’-Rock-’n’-Roll-Trilogie von Michael Glawogger: „Nacktschnecken“ und „Contact High“. Glawogger starb, bevor das Drehbuch zum dritten Teil fertig war. Schauspieler Michael Ostrowski trat an, Glawoggers anarchisch-komödiantisches Werk zu vollenden.

Im Film will die Chaospartie um Ostrowski, Gerald Votava, Pia Hierzegger und Georg Friedrich ein Rock-’n’-Roll-Hotel retten. Mit von der Partie sind unter anderen Stefanie Werger und Sven Regener. Ob das gutgehen kann? Ostrowski tritt in große Fußstapfen.

Mehr dazu in Ostrowski in Glawoggers Fußstapfen

Science

China zeigt erste Bilder von Marsrover und Landefahrzeug

China hat erstmals Bilder von Fahrzeugen veröffentlicht, mit denen es im Jahr 2020 den Mars erkunden will. Am Computer erstellte Designs, die heute auf der Website der chinesischen Weltraumbehörde zu sehen waren, zeigten einen sechsrädrigen Rover sowie ein dazugehöriges Landefahrzeug.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, soll das ferngesteuerte Fahrzeug während einer dreimonatigen Mission im Jahr 2020 unter anderem Bodenproben nehmen und nach Spuren von Wasser suchen. Nun startete die Raumfahrtbehörde einen Aufruf, um einen Namen für den 200 Kilogramm schweren Rover zu finden.

Ambitionierte Pläne im Weltraum

Die Marsmission soll von Erfahrungen profitieren, die China zuvor mit seinem Mond-Rover „Jadehase“ sammeln konnte, der vor knapp drei Jahren auf dem Erdtrabanten gelandet war.

Die Volksrepublik hat im Weltraum ambitionierte Pläne: Erst vergangene Woche hatte China den weltweit ersten Quantensatelliten in die Erdumlaufbahn geschossen, mit dem eine nahezu abhörsichere Übertragung von Daten erforscht werden soll. Im Herbst ist der Start des Raumlabors „Tiangong-2“ geplant.

IT

Große Nachfrage verursacht Lieferengpässe bei Samsung

Die florierende Nachfrage nach dem neuen Smartphones von Samsung bringt den Elektronikkonzern in die Bredouille. Wegen Engpässen bei den Zulieferern würde der Verkaufsstart des Galaxy Note 7 in einigen Ländern verschoben, gab der koreanische Apple-Konkurrent heute bekannt. Welche Märkte genau betroffen sind, teilte der Konzern in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur Reuters nicht mit.

Die Vorbestellungen für das Smartphone hätten die Planung bei Weitem übertroffen. Die Produktion solle nun so schnell wie möglich ausgeweitet werden. Samsung könnte heuer bis zu 15 Millionen der neuen Geräte verkaufen, schätzen Analysten. Das Galaxy Note 7 ist seit dem 19. August beispielsweise in den USA und Südkorea erhältlich.

Die Smartphone-Sparte ist für Samsung der wichtigste Gewinnbringer. Sie sorgte auch im zweiten Geschäftsquartal für klingelnde Kassen. Nach einer schwierigen Phase hat der Branchenprimus damit auf dem hart umkämpften Markt das Momentum wieder auf seiner Seite, denn Apple schwächelte zuletzt etwas.

Lifestyle

34 kg: Größte Perle der Welt entdeckt

Schon vor zehn Jahren hat ein Fischer auf den Philippinen eine Perle von ungewöhnlichem Ausmaß entdeckt. Das bestätigten nun philippinische Behörden in Palawan, wie die BBC berichtet.

Dabei soll es sich um die größte je auf natürlichem Wege zustande gekommene Perle handeln - mit einem Gewicht von 34 Kilogramm. Riesenmuscheln können bis zu 400 Kilogramm wiegen.

Fischer behielt Perle als Glücksbringer

Der Fischer behielt seinen Fund als Glücksbringer, ohne sich über dessen Wert im Klaren zu sein. Letztlich übergab er die Perle offiziellen Stellen.

Diese lassen jetzt von Experten prüfen, ob der Fund tatsächlich die größte bis dato gefundene Perle ist. Die Chancen stehen gut, ist sie doch 30,5 Zentimeter breit und 67 Zentimeter lang. Zudem bringt es die bisherige Rekordhalterin, die Perle von Lao Tzu, lediglich auf 6,4 Kilogramm.

Panorama