COV Inland

Das Gesundheits- und das Innenministerium haben 2.199 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet (Stand: heute, 9.30 Uhr).

Bisher gab es in Österreich 475.070 positive Testergebnisse. 8.713 Menschen verstarben an den Folgen des Coronavirus. Derzeit befinden sich 1.447 Personen aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung, davon 314 auf Intensivstationen.

7-Tage-Inzidenz bei rund 178

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 177,6 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung für die Umstellung und die neue, genauere Zählweise in ORF.at/corona

Die SPÖ will nach Ostern eine Rückkehr zum ganzwöchigen Präsenzunterricht an allen Schulen. Bis dahin sollen daher auch flächendeckend alle Lehrpersonen und das Kindergartenpersonal geimpft werden, sagte Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid gegenüber der APA und forderte einen „Normalbetrieb“. Zusammen mit engmaschigen CoV-Tests der Schülerinnen und Schüler sowie dem Tragen von Masken sei damit eine sichere Schule möglich.

Derzeit wird nur an den Volksschulen an allen fünf Wochentagen Präsenzunterricht angeboten. An allen anderen Schulen gibt es einen Schichtbetrieb, in dem zwei Gruppen abwechselnd Montag/Dienstag bzw. Mittwoch/Donnerstag in der Schule bzw. im Distance-Learning sind. Freitags sind grundsätzlich alle daheim, allerdings dürfen etwa Schularbeiten an diesem Tag durchgeführt werden, an Oberstufen sind auch eingeschränkt etwa fachpraktischer Unterricht und Ähnliches möglich.

„Kanzler (Sebastian, Anm.) Kurz hat immer wieder betont, die Schulen seien geöffnet. Zwei von fünf möglichen Unterrichtstagen sind aber noch weit weg von Normalbetrieb“, so Hammerschmid. „Das verdeutlicht nur, dass er keine Ahnung hat, wie hart die Beschränkungen im Alltag für die Familien sind. Wir können es uns einfach nicht mehr länger leisten, Kinder und Jugendliche zu Hause einzusperren.“ Die Osterferien enden am 5. April.

Im Burgenland ist die Quarantäne für Covid-19-Erkrankte und Kontaktpersonen ausgeweitet worden. Letztere müssen nun 14 Tage in behördlich angeordnete Absonderung, erklärte eine Sprecherin des Koordinationsstabs Coronavirus heute.

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Im Fall Hygiene Austria fordert nun Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) „lückenlose Aufklärung“. Dem Maskenhersteller mit Produktion in Wr. Neudorf (Bezirk Mödling) wird vorgeworfen, chinesische Masken als „Made in Austria“ verkauft zu haben.

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Für die Impfaktion im Tiroler Bezirk Schwaz haben sich bis gestern Nachmittag knapp 40.000 Personen angemeldet. Die Anmeldung läuft noch bis morgen Abend. Die Termine werden dieser Tage zugeteilt und ausgesendet.

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Inland

Wie schon seit 2012 werden auch heuer die Gebühren auf Bundesebene nicht erhöht. Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) verzichtet angesichts der „schwierigen Zeiten der Pandemie“ auf die gesetzlich vorgesehene Anpassung.

Davon betroffen wären Dokumente wie Reisepass, Personalausweis, Zulassung und Führerschein, aber auch Patent- und Markenanmeldungen sowie Registerauszüge. In Summe würde die Erhöhung heuer rund fünf Mio. Euro betragen, so Blümel heute in einer Aussendung.

Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) will die Stärkung von Frauen fördern und plant spezielle Förderungen im Umfang von 1,3 Mio. Euro, um Frauen für besser bezahlte MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu begeistern und ihre Finanzkompetenz zu erhöhen, sagte sie im APA-Interview anlässlich des Frauentags.

Als weitere Schwerpunkte nannte sie den Gewaltschutz und spezifische Arbeitsmarktförderungen für Frauen, um diese aus der stark gestiegenen coronavirusbedingten Arbeitslosigkeit zu holen.

„Frauen haben Übermenschliches geleistet“

„Die Mehrfachbelastung für die Frauen in der Coronavirus-Krise war enorm, die Frauen haben Übermenschliches geleistet“, konstatierte die Ministerin. Nun müsse man aufpassen, dass das Zurückdrängen der Frauen in den häuslichen Bereich während der Lockdowns nicht zu verfestigten Strukturen führe. „Ich glaube nicht, dass Frauen sich nachhaltig zurückdrängen lassen, aber es braucht Unterstützung durch die Politik.“

Sie habe gemeinsam mit ÖVP-Arbeitsminister Martin Kocher evaluiert, wo Frauen auf dem Arbeitsmarkt Hilfe brauchen und „überproportionale Unterstützung“ für Maßnahmen im Bereich des Arbeitsmarkts sichergestellt. Unterstützt würden Frauen aber auch damit, dass die Schulen offen bleiben. Darüber hinaus habe die Regierung die CoV-Hilfen im Familien- und Sozialbereich erhöht.

Der Familienhärtefonds wurde um 50 Mio. Euro aufgestockt und bis Juni verlängert, 100 Mio. Euro fließen in Sonderauszahlungen der Familienbeihilfe. Finanziell angeschlagene Familien können bis zu 3.600 Euro aus dem Fonds beziehen. Im Schnitt sind es bisher 1.300 Euro. Insgesamt wurden bis jetzt 120 Mio. Euro an 90.000 Antragsteller ausbezahlt.

Grüne Disoski fordert Pflicht zur Einkommenstransparenz

Die Grünen fordern anlässlich des Frauentags eine verpflichtende Einkommenstransparenz für Unternehmen. Diese sollen ab einer Größe von 35 Mitarbeitern offenlegen, in welcher Position wie viel verdient wird, um damit die Lohnschere zu schließen und Altersarmut vorzubeugen, meinte die grüne Frauenchefin Meri Disoski im APA-Interview. Bisherige Initiativen seien am ÖVP-Wirtschaftsflügel gescheitert, und „ich hoffe doch, dass wir diese Betoniererpolitik aufbrechen können“.

Die EU-Kommission hat diese Woche einen Vorschlag vorgestellt, der Arbeitgeber ab 250 Beschäftigten zur regelmäßigen Offenlegung des Lohnunterschieds zwischen Frauen und Männern verpflichten soll. Die grüne Vizeklubobfrau Disoski will noch einen Schritt weiter gehen und wie in Dänemark Unternehmen bereits ab 35 Mitarbeitern zur Transparenz verpflichten. In Dänemark sei der Gender-Pay-Gap schon nach einem Jahr um mehr als sieben Prozent gesunken.

Der schwarze Tiroler Arbeiterkammer-Präsident Erwin Zangerl spart wegen der Angriffe auf die Justiz bzw. die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) im Zuge der Causa Blümel nicht mit Kritik an der Bundes-ÖVP. Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) ist für ihn unangefochten.

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Die Zahl der Bezieherinnen und -bezieher von Pflegegeld ist im Jänner 2021 im Jahresvergleich leicht gesunken. Zuletzt (Stand Jänner 2021) erhielten 461.668 Personen die Geldleistung, wie aus den aktuellsten Daten des Sozialministeriums hervorgeht. Das bedeutet einen Rückgang um 1,6 Prozent gegenüber Jänner 2020 (469.328 Bezieher).

Die Aufteilung der Pflegebedürftigen je Stufe änderte sich wenig. So entfielen im Dezember 28,2 Prozent auf Stufe eins, 21,4 Prozent auf Stufe zwei, 18,5 Prozent auf Stufe drei, 14,6 Prozent auf Stufe vier, 11,1 Prozent auf Stufe fünf, 4,3 Prozent auf Stufe sechs und knapp zwei Prozent auf die Stufe sieben, also jene mit dem höchsten Pflegebedarf. Die Einstufung in die einzelnen Pflegestufen orientiert sich nach dem Bedarf nach Stunden.

Mehrheit der Bezieher ist weiblich

Von den 461.668 Pflegegeldbeziehern war erneut die klare Mehrheit weiblich. 289.009 Frauen (62,6 Prozent) und 172.659 Männer (37,4 Prozent) befanden sich im Jänner unter den Betroffenen. Im Jahresdurchschnitt 2020 bezogen pro Monat etwas mehr Personen Pflegegeld als im Jänner 2021, nämlich 467.136 (im Schnitt pro Monat).

Das Pflegegeld wurde mit Jahreswechsel routinegemäß angehoben – und zwar um 1,5 Prozent. Diese Erhöhung bedeutet etwa für die Pflegegeldbezieher in Stufe eins nun monatlich 162,5 Euro (statt zuvor 160,10 Euro). In Stufe sieben gibt es seit Jänner 1.745,10 Euro (statt zuvor 1.719,30).

Erneut ist es zu einer Flut an Stellungnahmen wegen der Änderungen des Epidemiegesetzes und Covid-19-Maßnahmengesetzes gekommen. Binnen drei Tagen wurden mit Stand gestern Abend knapp 10.400 Stellungnahmen auf der Website des Parlaments veröffentlicht. Es ist anzunehmen, dass noch Tausende folgen werden – denn die Begutachtungsfrist endet am 9. März.

Der Entwurf wurde von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Mittwochabend in Begutachtung geschickt. Die äußerst kurze Frist für Stellungnahmen dürfte viele Privatpersonen besonders motiviert haben. Wie schon bei den Novellen zuvor ähneln sich die Stellungnahmen und sind meist an harscher Kritik an die Politik geknüpft.

In der Begutachtungsphase können Behörden, Organisationen und Privatpersonen ihre Ansichten zu einem Gesetzesentwurf kundtun. Zuletzt konnte die Website des Parlaments wegen zig Stellungnahmen nicht mehr erreicht werden. Nach der Begutachtung sichtet das Ministerium die Anregungen und ändert bei Bedarf den Entwurf.

Ausgangsbeschränkungen leichter möglich

Neben den leichter zu verhängenden nächtlichen Ausgangsbeschränkungen sieht die Novelle weitere Verschärfungen vor: Die bisher bestehende Möglichkeit für Berufsgruppen mit viel Kundenkontakt, statt des Coronavirus-Tests eine FFP2-Maske zu tragen, soll fallen.

Ebenfalls vorgesehen sind schärfere Strafen in bestimmten Bereichen: Wer gewerbsmäßig Veranstaltungen organisiert und eine Untersagung gemäß Epidemiegesetz missachtet, ist künftig mit einer Geldbuße von bis zu 30.000 Euro oder sechs Wochen Haft zu bestrafen.

Vier Personen – Veranstaltung

Teilnehmende an verbotenen Events haben bis zu 1.450 Euro zahlen. Veranstalter und Veranstalterinnen, die keine Bewilligung einholen bzw. Auflagen nicht einhalten, haben mit 3.600 Euro oder vier Wochen Haft zu rechnen.

Neu geregelt werden auch die Eingriffsmöglichkeiten bei Zusammenkünften. Wird bisher auf das „Zusammenströmen größerer Menschenmengen“ abgestellt, ist künftig von mindestens vier Personen die Rede, die als Veranstaltung gelten. Das gilt im öffentlichen wie im privaten Bereich, wobei bei Letzterem wieder klargestellt wird, dass es daheim zu keinen Kontrollen kommt.

COV Ausland

Wegen steigender Fallzahlen in Italien fordern Expertinnen und Experten von der Regierung eine Verschärfung der Schutzmaßnahmen. Der Wissenschaftlich-Technische Aussschuss, der das Kabinett von Ministerpräsident Mario Draghi unterstützt, rät Rom zu erhöhten Schutzmaßnahmen, berichtete die Nachrichtenagentur ANSA. Der Ausschuss hatte zuvor in seinem Wochenbericht gewarnt, das Risiko habe sich das fünfte Mal in Folge verschärft.

In Italien trat gerade erst ein neues Dekret in Kraft, in dem inländische Reisesperren bis 27. März verlängert werden. Eine nächtliche Ausgangssperre gilt weiter. Italienische Medien gingen davon aus, dass Premier Draghi das Regelwerk in Kürze verschärfen dürfte.

In der Affäre um Geschäfte mit der Beschaffung von CoV-Masken in Deutschland zieht sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel aus der Politik zurück. Er werde sein Bundestagsmandat Ende August niederlegen und auch nicht mehr für den nächsten Bundestag kandidieren, teilte Löbel heute mit. Zugleich werde er seine Mitgliedschaft in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sofort beenden.

„Ich übernehme die Verantwortung für mein Handeln und ziehe die notwendigen politischen Konsequenzen“, so Löbel. Der deutsche Politiker sagte, er habe die Ansprüche an seine Ämter mit seinem Handeln verletzt. „Dafür möchte ich mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes entschuldigen.“

Druck auf Löbel nahm zuletzt zu

Löbel hatte am Freitag eine Beteiligung an Geschäften mit CoV-Schutzmasken eingeräumt. Löbels Firma habe Provisionen von rund 250.000 Euro kassiert, weil sie Kaufverträge über Masken zwischen einem baden-württembergischen Lieferanten und zwei Privatunternehmen in Heidelberg und Mannheim vermittelt hatte. Löbel räumte daraufhin zwar schnell Fehler ein, zog sich zunächst aber nur aus dem Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestags zurück.

Doch das reichte seinen Kritikern auch innerhalb der Union nicht. Am Wochenende war der Druck auf Löbel, weitere persönliche Konsequenzen aus der Affäre zu ziehen, in CDU und CSU – vor allem mit Blick auf die Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in einer Woche – nochmals erheblich gestiegen.

SPD und Grüne forderten ein Durchgreifen der Unionsspitze. SPD-Chef Norbert Walter-Borjans sah sogar Kanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) in der Pflicht. Die FDP forderte einen Untersuchungsausschuss.

Die größte Stadt Neuseelands, Auckland, öffnet sich nach einem einwöchigen harten Lockdown wieder. Dieser war verhängt worden, nachdem mehrere Neuinfektionen mit der erstmals in Großbritannien festgestellten Virusvariante B.1.1.7 in der Stadt festgestellt worden waren. Da bis heute Früh seit sieben Tage keine weiteren lokal übertragenen Ansteckungen registriert wurden, konnten die strengen Beschränkungen aufgehoben werden.

Dann dürften unter anderem Schulen und Geschäfte regulär öffnen. Zudem seinen Versammlungen von bis zu 100 Menschen unter Einhaltung von Abstandsregeln erlaubt, wie Premierministerin Jacinda Ardern bereits am Freitag in Aussicht gestellt hatte. Die neuen Regelungen in der rund 1,6 Millionen-Einwohner-Stadt sollten zunächst mindestens fünf Tage lang gelten. Im Rest des Landes wurden die CoV-Maßnahmen bis auf eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr bereits früher aufgehoben.

Neuseeland verfolgt eine Eliminierungsstrategie bei der Bekämpfung des Coronavirus. Der geografisch isolierte Inselstaat im südlichen Pazifik mit 4,8 Millionen Einwohnern und Einwohnerinnen gilt als Musterland in der Pandemie. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden in Neuseeland bisher 2016 Infektionsfälle nachgewiesen, 26 Menschen starben nach einer bestätigten CoV-Infektion.

Vor der Wiedereröffnung der Schulen in England hat Premierminister Boris Johnson die „nationale Kraftanstrengung“ im Kampf gegen die CoV-Pandemie gewürdigt. „Aufgrund der Entschlossenheit jedes Menschen in diesem Land können wir uns einem Gefühl der Normalität nähern. Und es ist richtig, dass es der erste Schritt ist, unsere jungen Leute wieder in den Unterricht zu bringen“, sagte der britische Regierungschef einer Mitteilung zufolge.

Morgen öffnen in England alle Schulen nach rund zwei Monaten Lockdown wieder die Türen. Bildungsminister Gavin Williamson sprach von einem „Moment der Freude für Millionen Menschen“. Gesundheit ist im Vereinigten Königreich Sache der einzelnen Landesteile, in Schottland etwa sind einige Schüler bereits seit einer Woche wieder im Unterricht.

Johnson setzt auf Schnelltests

Um die Situation unter Kontrolle zu halten, hat die Regierung nach eigenen Angaben knapp 57 Millionen CoV-Schnelltests an Schulen und Colleges geschickt. Außerdem sollen Familien mit Schulkindern künftig jede Woche pro Person zwei Tests machen können.

Musikalische Vorfreude bei Lehrkräften

Die Lehrerinnen und Lehrer zeigten bereits ihre große Vorfreude auf die Rückkehr in die Klassen. In England nahm eine Gruppe von Lehrkräften dazu eine eigene Version des Take-That-Hits „Back for Good“ auf. „Und wir werden zusammen sein, Daumen gedrückt, diesmal für immer. Wir werden kämpfen, und wir werden für immer in unserer Hoffnung vereint sein, wir werden nie wieder im Lockdown sein“, singen sie an der King’s School in Rochester, rund 50 Kilometer südöstlich von London.

Ausland

Für einen Neuanfang der Beziehungen hat Chinas Außenminister Wang Yi die USA aufgefordert, sich nicht in innere Angelegenheiten einzumischen. Auch müsse Washington seine offiziellen Kontakte zu Taiwan einstellen.

Das Ein-China-Prinzip sei eine „rote Linie, die nicht überschritten werden sollte“, sagte Wang Yi heute während der Jahrestagung des Volkskongresses vor der Presse in Peking. China habe allgemein mit „Hegemonie, Überheblichkeit und Schikane“ sowie „unverblümter Einmischung“ zu kämpfen.

Die USA mischten sich „unter dem Vorwand der Demokratie und Menschenrechte absichtlich in innere Angelegenheiten anderer Länder ein“. Die USA und China müssten mit ihren Differenzen vorsichtig umgehen.

Beziehungen fielen unter Trump auf Tiefstand

Die Beziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften waren unter Ex-US-Präsident Donald Trump auf einen historischen Tiefstand gefallen. Auch liefern sich beide Seiten einen andauernden Handelskrieg mit Strafzöllen. Der neue Präsident Joe Biden hat angedeutet, auch einen harten Kurs gegenüber China verfolgen zu wollen, allerdings weniger im Alleingang wie sein Vorgänger, sondern eher in Zusammenarbeit mit Verbündeten in Europa und in Asien.

Wang Yi wies den Eindruck zurück, dass Peking versuche, die Europäische Union und die USA zu spalten. China und die EU hätten gemeinsame Interessen, hob der Außenminister hervor. Die Beziehungen hätten „Widerstandsfähigkeit und Lebendigkeit“ gezeigt.

Entschieden wies Wang Yi den Vorwurf des „Völkermords“ unter der muslimischen Minderheit der Uiguren in Nordwestchina zurück. „Die Behauptung könnte nicht abwegiger sein.“ Er sprach von „Gerüchten“ und „Lügen“. Menschenrechtsgruppen schätzen, dass Hunderttausende Uiguren, Kasachen, Hui und andere Mitglieder muslimischer Minoritäten in Xinjiang in Umerziehungslager gesteckt worden sind. China spricht hingegen von Fortbildungszentren.

In Myanmar haben landesweit wieder Zehntausende Menschen gegen den Militärputsch vor gut einem Monat demonstriert. Dabei kam es auch heute wieder zu einem gewaltsamen Vorgehen der Sicherheitskräfte. In der Stadt Lashio im Norden des südostasiatischen Landes ging die Polizei mit Tränengas und Blendgranaten gegen Demonstrierendn vor, wie Livebilder auf Facebook zeigten.

In der historischen Tempelstadt Bagan eröffneten Polizisten Augenzeugenberichten zufolge das Feuer, um einen Protest aufzulösen. Es war unklar, ob sie mit Gummigeschoßen oder scharfer Munition schossen. Berichte über Opfer lagen nicht vor.

Demonstrationen in mehreren Städten

In rund einem halben Dutzend weiteren Städten kam es ebenfalls zu Demonstrationen, auch in der größten Stadt Yangon. Dort ließen sich die Demonstrierende auch von nächtlichen Polizeirazzien nicht abhalten.

In der zweitgrößten Stadt Mandalay protestierten Aktivisten mit einem Sitzstreik, nachdem sie zuvor mit zwei Schweigeminuten der Menschen gedacht hatten, die von Polizei und Armee bei den Protesten in den vergangenen Wochen getötet wurden. Insgesamt wurden den Vereinten Nationen zufolge bisher mehr als 50 Demonstranten getötet. Bürgerrechtsgruppen sprechen zudem von über 1.700 Festnahmen.

Seit dem Militärputsch am 1. Februar ist Myanmar in Aufruhr. Polizei und Militär gehen zunehmend härter gegen die anhaltenden Massenproteste vor. Die Demonstrierenden fordern die Freilassung und Wiedereinsetzung der gestürzten De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi und die Anerkennung der Wahl vom November. Die Militärmachthaber sprechen dagegen von Wahlbetrug.

Vizekanzler und Grünen-Chef Werner Kogler hat in einem offenen Brief an den amtierenden EU-Ratspräsidenten, den portugiesischen Premierminister Antonio Costa, Österreichs Veto gegen das Mercosur-Handelsabkommen bekräftigt.

In dem Schreiben forderte er Costa auf, auch von einem Beschluss mittels einer unverbindlichen Zusatzvereinbarung oder Aufspaltung des Abkommens Abstand zu nehmen – Österreich würde solche Versuche mit allen Mitteln politisch bekämpfen, warnte Kogler.

Kogler hatte sich schon in den vergangenen Monaten dagegen ausgesprochen, den handelspolitischen Teil des Abkommens herauszulösen, um keine Einstimmigkeit für den Abschluss zu brauchen. Auch vom österreichischen Nationalrat wird das Handelsabkommen zwischen der EU und Südamerika zumindest „in der derzeitigen Form“ abgelehnt.

Die internationale Suchtgift-Mafia testet nach Ansicht der Behörden des westafrikanischen Landes Niger neue Schmuggelrouten. Nach dem Rekordfund von 17 Tonnen Cannabis im Schwarzmarktwert von gut 30 Millionen Euro gab Polizeisprecher Adile Toro bekannt, dass eine ähnliche Menge vor einigen Monaten über Niger Richtung Libyen geschleust worden sei.

Bei der Präsentation der konfiszierten Drogen am Freitag – an der auch Mitglieder der europäischen Polizeimission im Lande teilnahmen – hatte Innenminister Elkache Alhada von einer neuen Entwicklung gesprochen. Erstmals seien Drogen aus dem Libanon konfisziert worden. Die Schmuggler nutzten nun urbane Zentren für den Drogentransport.

13 Personen festgenommen

Insgesamt 13 Personen aus Algerien und Nigeria seien festgenommen worden. Die Drogen waren in Kartons mit Fruchtsymbolen versteckt in einem Tanklastwagen transportiert worden. Der Zerschlagung des Netzwerks vorausgegangen waren mehrmonatige Ermittlungen der Behörden, hatte Nigers Generalstaatsanwalt Sayabou Maman am Freitagabend erklärt.

Das in einem Vorort der Hauptstadt Niamey konfiszierte Suchtgift stamme aus dem Libanon und sei über den Hafen Lome in Togo geschmuggelt worden. Es sollte in Niger aufbereitet und dann an weitere Bestimmungsorte gehen. Im Sahelstaat Niger sind diverse Banden aktiv, die sich auf den Schmuggel von Drogen, aber auch auf das Schleusen von Geflüchteten spezialisiert haben.

Der Brexit-Vorkämpfer und EU-Gegner Nigel Farage zieht sich nach eigenen Angaben aus der Politik zurück. Er gebe den Vorsitz seiner Partei Reform UK ab, sagte der 56-Jährige dem „Telegraph“-Podcast „Chopper’s Politics“.

„Es gibt kein Zurück“, sagte Farage. „Der Brexit ist geschafft, das wird nicht zurückgenommen.“ Der ehemalige Chef der United Kingdom Independence Party (UKIP) gilt als treibende Kraft hinter dem EU-Austritt Großbritanniens und als einer der einflussreichsten britischen Politiker der letzten Jahre.

„Es ist vorbei“

„Ich weiß, dass ich schon ein- oder zweimal zurückgekommen bin, als die Leute dachten, dass ich weg bin“, sagte Farage. „Aber das ist es. Es ist vorbei. Es ist aus.“ Der ehemalige Europaparlamentarier hatte im Anschluss an das Brexit-Referendum 2016 seinen Rückzug erklärt, gründete 2019 aber die Brexit-Partei.

Die Partei wurde nur wenige Monate später aus dem Stand stärkste Kraft in Großbritannien bei den Wahlen zum EU-Parlament. Das erhöhte den Druck auf die konservative Regierung, einen harten Kurs bei den Brexit-Verhandlungen einzuschlagen.

Farage schlug immer wieder Alarm, wenn er befürchtete, der Brexit könne nicht hart genug ausfallen. Den EU-Austritt betrachtet er als sein Lebenswerk. Zum Jahreswechsel ist Großbritannien endgültig aus dem Binnenmarkt und der Zollunion ausgetreten.

Sport

Im slowakischen Jasna steht der vorletzte Riesentorlauf der Damen in der Weltcup-Saison 2020/21 auf dem Programm. Die Entscheidung ist derzeit live in ORF1 zu sehen.

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Heute (17.00 Uhr) steht in der Generali Arena das 332. Wiener Derby zwischen der Austria und Rapid auf dem Programm. Die Rollen im Duell der Erzrivalen in der 20. Runde sind klar verteilt. Rapid liegt als Tabellenzweiter 16 Punkte vor der achtplatzierten Austria, die noch um die Teilnahme in der Meisterrunde kämpft. Für die Violetten gilt „Verlieren verboten“. Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer sieht die Austria daher deutlich mehr unter Druck als seine Elf.

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Einen Tag nach dem Triumph von Stefan Kraft im Einzel haben Österreichs Skispringer zum Abschluss der nordischen WM in Oberstdorf in einem extrem umkämpften Team-Bewerb die Silbermedaille geholt. Das ÖSV-Quartett Philipp Aschenwald, Jan Hörl, Daniel Huber und Kraft musste sich gestern nur Deutschland geschlagen geben. Bronze ging an Polen.

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Wirtschaft

Nach jahrelanger Forschung investiert die OMV in eine Pilotanlage am Raffineriestandort Schwechat (Niederösterreich), die ab 2023 Biokraftstoffe produzieren soll. 30 Millionen Euro werden investiert. So sollen jährlich 1.800 Tonnen CO2 eingespart werden.

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Österreich ist bei der Besetzung von Vorstandspositionen mit Frauen weiterhin ein Schlusslicht in Europa. In den an der Wiener Börse notierten Unternehmen sind lediglich 17 von 225 Vorstandspositionen (7,6 Prozent) mit Frauen besetzt. Nur Luxemburg ist mit vier Prozent noch schlechter aufgestellt als Österreich.

Eine ähnliche Unterrepräsentanz zeigt sich in den 200 umsatzstärksten Unternehmen des Landes, dort liegt der Geschäftsführerinnenanteil bei niedrigen neun Prozent. In den 20 Unternehmen des ATX waren Anfang Jänner 2021 überhaupt nur 6,8 Prozent Frauen in den Vorständen.

Damit bildet Österreich im europäischen Vergleich gemeinsam mit Luxemburg (4,2 Prozent) das Schlusslicht und rangiert deutlich unter dem EU-Schnitt (19,3 Prozent) sowie hinter Ländern wie Deutschland (13,5) und Italien (13,1). Das geht aus dem Frauen-Management-Report der Arbeiterkammer (AK) hervor.

Report hebt Bedeutung von Quoten hervor

Dieser zeigt gleichzeitig ganz deutlich, dass Quoten wirken. Der Frauenanteil in Aufsichtsräten in den quotengebundenen, börsennotierten Unternehmen hat sich seit Einführung einer verbindlichen Quote von mindestens 30 Prozent signifikant von 22,4 auf 32,3 Prozent gesteigert.

Fast zwei Drittel (63 Prozent) der quotenpflichtigen Unternehmen erfüllen bereits den Mindestanteil von 30 Prozent Frauen im Aufsichtsrat, 29,6 Prozent davon erreichen sogar einen Anteil von 40 Prozent und mehr. Der Anteil weiblicher Aufsichtsratsmitglieder in den nicht quotenpflichtigen börsennotierten Unternehmen liegt im Jänner 2021 hingegen bei vergleichsweise niedrigen 18,3 Prozent.

Dass Österreich im Hinblick auf die Gleichberechtigung von Frauen in der Wirtschaft Aufholbedarf hat, machen auch andere Vergleiche deutlich: Im „Global Gender Gap Report 2020“ des Weltwirtschaftsforums (WEF) erreicht Österreich in der Frage der wirtschaftlichen Partizipation von Frauen unter 157 Ländern lediglich den 86. Rang.

Gesundheit

Nachdem eine im Frühjahr 2020 durchgeführte Studie einen Zusammenhang zwischen chronisch erhöhtem Blutzuckerspiegel und schwerem Krankheitsverlauf bei Covid-19 vermutet hat, bestätigt eine zweite in Tirol durchgeführte Studie, dass Diabetespatienten schwerer an Covid-19 erkranken.

Michael Joannidis, Leiter der internistischen Intensivstation der Universitätsklinik Innsbruck, empfahl im APA-Interview, jene besonders gefährdeten Personen auch bei den Impfungen zu priorisieren. Noch seien keine Auswirkungen durch die angelaufene Impfkampagne auf die Lage in den Intensivstationen spürbar, beobachtete Joannidis. Er rate zu einem „breiten Ausrollen der Impfbemühungen“. „Risikogruppen müssen möglichst schnell geimpft werden.“

Schließlich wisse man, welche Risikofaktoren einen schweren Krankheitsverlauf begünstigen: So habe sich in der zweiten Studie bestätigt, dass Diabetespatienten schwerer an Covid-19 erkranken. Von 389 in den Herbstmonaten untersuchten Intensivpatienten in Tirol sei bei 256 Patienten der HbA1c-Wert bestimmt worden. Dieser Wert zeigt einen chronisch erhöhten Blutzucker an. „Bei 86,96 Prozent haben wir Prädiabetes oder Diabetes festgestellt“, berichtete Joannidis.

Chronik

In der Stadt Rochester im US-Bundesstaat New York sorgt erneut ein Fall von Polizeigewalt für Empörung. Eine am Freitag (Ortszeit) bekanntgewordene Videoaufnahme zeigt, wie die Polizei eine Afroamerikanerin mit einem Kind auf dem Arm auf den Boden drücken und mit Pfefferspray traktieren.

Zuvor hatten die Polizisten die Frau an einer schneebedeckten Straße angehalten und beschuldigt, in einem nahe gelegenen Geschäft etwas gestohlen zu haben.

Pfefferspray ins Gesicht

Im Video ist zu sehen, wie die Frau die Vorwürfe zurückweist und sogar ihre Tasche leert, um das zu beweisen. Als die Polizisten sich weigern, sie gehen zu lassen, reißt sich die Frau mit ihrem dreijährigen Kind auf dem Arm los und versucht wegzulaufen. Die Polizisten holen sie ein und drücken sie zu Boden.

Als sich die Frau aufrappelt und nach ihrer schreienden Tochter greifen will, sprühen die Polizisten ihr Pefferspray ins Gesicht und reißen sie wieder zu Boden. Nach einem Bericht einer Lokalzeitung wurde die Dreijährige bei dem Vorfall am 22. Februar nicht direkt von Pfefferspray getroffen.

Die Polizei in Rochester hatte bereits Ende Jänner für Empörung gesorgt, als sie Pfefferspray gegen ein neunjähriges Mädchen einsetzte. Im September war dort der 41-jährige Afroamerikaner Daniel Prude von Polizisten lange auf den Boden gedrückt worden. Eine Woche später starb er.

Die Innsbrucker Polizei hat gestern Abend eine unerlaubte Feier in einem Hotel in Igls aufgelöst. Eine Anzahl an Firmenmitarbeitern, die dort untergebracht sind, hatte sich in einem Zimmer versammelt. Mehrere Anzeigen folgen.

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Geburtstagsparty: Polizei sollte „Verschwinden“

Auch in St. Veit an der Glan (Kärnten) musste die Polizei gestern eine Geburtstagsparty auflösen, an der zehn Personen aus mehreren Haushalten teilgenommen haben. Die Polizei wurde zum „Verschwinden“ aufgefordert.

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Ab morgen wird die Brennerstraße bis Schönberg für dreieinhalb Wochen gesperrt. Die Straße muss saniert werden, da der Winter seine Spuren hinterlassen hat und die Sicherheit nicht mehr gegeben ist.

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Bei einem Unfall in Pasching (Bezirk Linz-Land) vor dem Einkaufszentrum PlusCity ist ein 23-jährige Mann verletzt worden, nachdem er von einem Fahrzeug mehrere Meter mitgeschleift worden war. Der Lenker beging Fahrerflucht. Nach ihm sucht die Polizei, die auch auf weitere Zeugen hofft.

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Nach einem Brandanschlag auf eine Wiener Trafikantin hat sich der mutmaßliche Täter „größtenteils geständig“ gezeigt. Das teilte die Landespolizeidirektion Wien gestern mit. Er habe in den Einvernahmen jedoch eine Tötungsabsicht bestritten, hieß es. Er sei in eine Justizanstalt gebracht worden. Der ehemalige Lebensgefährte der 35-Jährigen, die sich weiter in kritischem Zustand befand, war wenige Stunden nach der Tat gestern festgenommen worden.

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Religion

Für Papst Franziskus steht heute mit dem Besuch der christlichen Gemeinde im Norden des Irak einer der wichtigsten Teile seiner Reise in das Land an. Sehnsüchtig warteten die Menschen in den vergangenen Jahren auf einen Besuch des Oberhaupts der katholischen Kirche. Die Tagestour soll den Papst an Orte führen, die mit dem Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Verbindung stehen.

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Science

Sieben österreichische Unis haben es in den aktuellen „QS World University Rankings by Subject“ in einem von 51 Studienfächern unter die Top 50 geschafft. Am besten klassierte sich die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

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Kultur

Der morgige Internationale Weltfrauentag schlägt sich auch in den österreichischen Museen nieder. Zahlreiche Häuser wie die Albertina samt Albertina modern, das Kunst Haus Wien und das Künstlerhaus bieten Frauen Gratiseintritt. Vielerorts gibt es auch ein spezielles Programm.

Die Albertina etwa bietet zusätzliche Onlineführungen und Werkbesprechungen zu zeitgenössischen Künstlerinnen an. Im Naturhistorischen Museum werden frühere Forscherinnen durch einen neuen Schwerpunkt vor den Vorhang geholt. Das Kunst Haus Wien feiert den Internationalen Weltfrauentag mit dem Fotoprojekt „feminist“, das auf den digitalen Kommunikationskanälen des Hauses veröffentlicht wird.

Von Bachmann bis Jelinek

Das Haus der Geschichte Österreich startet unter dem Motto „Heimat großer Töchter“ einen Themenschwerpunkt und porträtiert auf Hdgoe.at „bekannte und weniger bekannte Frauen damals und heute, die vielfach Pionierinnen waren“. Im Künstlerhaus Wien will man gemeinsam mit The Golden Pixel Cooperative spannende Beiträge auf Instagram und Facebook posten.

Die Österreichische Nationalbibliothek bietet um 17.00 Uhr eine kostenlose Onlineführung durch das Literaturmuseum an: „Entdeckerinnen und Aufdeckerinnen. Ein Streifzug durch die Dauerausstellung“. Um 18.00 Uhr werden dann Autorinnen in der aktuellen Sonderausstellung „Utopien und Apokalypsen“. Die Österreichische Mediathek bietet in der Onlineausstellung „Frauenstimmen“ Archivaufnahmen österreichischer Schriftstellerinnen von Ingeborg Bachmann bis Elfriede Jelinek an.

Die Universität für angewandte Kunst Wien vergibt künftig gemeinsam mit der Stadt Wien einen Preis, der an jene Studentin erinnern soll, die am 2. November 2020 bei dem Terroranschlag in der Wiener Innenstadt ermordet wurde.

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Das Erstlingswerk „Las Ninas“ der spanischen Regisseurin Pilar Palomero hat bei der Verleihung der 35. Goya-Filmpreise in der südspanischen Stadt Malaga den Hauptpreis als bester Film erhalten.

Die Geschichte über die Freundschaft zweier Schulmädchen und ihr Aufbegehren gegen die konservative Atmosphäre ihrer Nonnenschule und der spanischen Gesellschaft Anfang der 1990er Jahre erhielt gestern Abend noch drei weitere Trophäen. Die Produktion wurde mit dem Preis für das beste Drehbuch ausgezeichnet, Palomero (40) wurde als beste Nachwuchsregisseurin geehrt, und die peruanische Kamerafrau Daniela Cajias erhielt den Preis für die beste Kameraführung.

Regiepreis an Salvador Calvo

Die Auszeichnung für die beste Regie ging an Salvador Calvo für seinen Film „Adu“, als beste Hauptdarstellerin wurde Patricia Lopez Arnaiz für ihre Rolle in dem Film „Ane“ geehrt, und Mario Casas erhielt für seine Darstellung des Jungen Dani in „No mataras“ den Preis als bester Hauptdarsteller.

Antonio Banderas führte durch den Galaabend in seiner andalusischen Heimatstadt. Die Preisverleihung, an der im vergangenen Jahr kurz vor Beginn der Pandemie noch Hunderte Gäste teilgenommen hatten, fand dieses Mal nur online statt.

Leute

Königin Elizabeth II. (94) will das mit Spannung erwartete Interview ihres Enkels Prinz Harry und seiner Ehefrau Meghan einem Zeitungsbericht zufolge ignorieren. Die Queen werde das Gespräch des Paars mit US-Moderatorin Oprah Winfrey, das in der Nacht auf morgen (MEZ) ausgestrahlt wird, nicht anschauen, berichtete die „Sunday Times“.

Stattdessen werde die Monarchin in den kommenden Tagen verstärkt Verpflichtungen übernehmen, zitierte die Zeitung eine Quelle am Hof. Damit wolle die Queen der Öffentlichkeit deutlich machen, wo für sie der Fokus liege. „Worum sollte es am Montag wirklich gehen? Kinder kehren in die Schulen zurück, die Effektivität des Impfprogramms – das sind die wichtigen Fragen, auf die die königliche Familie sich konzentrieren will“, heiß es aus dem Umfeld des Palasts.

„Nicht die Neuigkeiten rund um den Zirkus mit Oprah und den Sussexes.“ Der „Sunday Express“ schrieb, die Gedanken der Queen seien nur auf ihre Verpflichtungen gerichtet sowie bei ihrem Ehemann Prinz Philip (99), der seit mehr als zwei Wochen in einem Krankenhaus liegt.

Medien erwarten schwere Vorwürfe von Harry und Meghan

Erwartet wird, dass Meghan in dem Interview schwere Vorwürfe gegen das Königshaus richten wird. In einem im Voraus veröffentlichten Ausschnitt spricht sie von „Unwahrheiten“, die der Palast weiterhin verbreite. Die „Sunday Times“ zitierte nun Palastmitarbeiter, sie seien bereit, sich „mit neuen Enthüllungen über das Verhalten des Paares zu revanchieren, wenn die Monarchie angegriffen wird“.

Der Buckingham-Palast wollte die Berichte nicht kommentieren. Nur wenige Stunden vor der Ausstrahlung des Interviews werden die Queen, ihr Sohn und Thronfolger Prinz Charles sowie Harrys Bruder Prinz William und dessen Ehefrau Herzogin Kate sich im Rahmen der Feierlichkeiten zum Commonwealth Day an die Bevölkerung richten. Morgen wird das Gespräch um 13.50 Uhr und um 21.10 Uhr auf ORF1 ausgestrahlt.