Inland

SPÖ legt sich gegen ÖVP-Pläne bei Sicherheitspaket quer

Die ÖVP dürfte ihr Sicherheitspaket - zumindest in der gewünschten Fassung - vor der Nationalratswahl nicht durchbringen. SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim fühlt sich angesichts vieler „niederschmetternder“ Begutachtungsstellungnahmen in den Befürchtungen etwa zu den Überwachungsplänen für das Internet „eindrücklich bestätigt“. Diese Projekte schickt er „zurück an den Start“.

„Vorgegaukelte Scheinlösungen“

Bei anderen Punkten könne man reden und versuchen, sinnvolle Regelungen zu finden, sagte Jarolim gegenüber der APA. Jedenfalls nicht infrage kommen für ihn die von Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) gewünschten Sicherheitsforen und Justizminister Wolfgang Brandstetters Vorschlag zur Überwachung der Internetkommunikation.

„Wir alle wollen Sicherheit und Schutz vor Terrorismus, und das mit den schärfsten Waffen. Aber solchen gegen die Terroristen und nicht gegen die österreichische Bevölkerung“, merkte er dazu an. Es sei „verantwortungslos, im Rahmen des Wahlkampfs mit vorgegaukelten Scheinlösungen und obskuren Vorschlägen die Bevölkerung über ganz wesentliche Umstande wie unsere Sicherheit täuschen zu wollen“. Zahlreiche „hochseriöse Einrichtungen“ wie Wirtschaftskammer, Richtervereinigung, Universitäten, Oberster Gerichtshof (OGH) und Rechtsanwaltskammer hätten in der Begutachtung eindringlich vor diesem Vorhaben gewarnt.

Kurz wirft Erdogan „diktatorische Züge“ vor

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) wirft dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan „diktatorische Züge“ vor. „Er entwickelt das Land in eine falsche und gefährliche Richtung. Sein Umgang mit Kritikern, Andersdenkenden und Minderheiten ist absolut inakzeptabel. Präsident Erdogan zeigt definitiv diktatorische Züge“, sagte Kurz der deutschen Zeitung „Die Welt“.

„Immer weiter von Europa weg“

Mit Blick auf den von der Türkei angestrebten EU-Beitritt betonte Kurz: „Auch wenn Ankara bis zum Jahr 2023 einen EU-Beitritt anstrebt, wird das nicht stattfinden.“ Den Europäern sei bewusst, dass sich im Jahr 2023 die Gründung der türkischen Republik zum 100. Mal jähre. „Aber man muss trotzdem klar festhalten: Das Land bewegt sich immer weiter von Europa weg, die wirtschaftlichen Auswirkungen wären für beide Seiten unkalkulierbar und außerdem würde ein Beitritt die Aufnahmefähigkeit der EU überfordern“, fügte Kurz hinzu.

Mauthausen Komitee attackiert FPÖ als „ewig gestrig“

Das Mauthausen Komitee übt scharfe Kritik an der FPÖ und warnt vor einer Koalition mit den Freiheitlichen. Die Partei sei „ewig gestrig“ und zeige „immer wieder eine ausgeprägte Nähe zur NS-Ideologie“, lautet der schwere Vorwurf.

In einer Broschüre hat das Komitee rund 60 Punkte - aus seiner Sicht „rechtsextreme FPÖ-Aktivitäten“ - seit 2013 gesammelt. Diese werde man Entscheidungsträgern der Parteien zusenden, berichtete der Vorsitzende des Verbands, Willi Mernyi. „Wenn jemand mit der FPÖ koalieren will, soll er nachher nicht sagen können, er habe nicht gewusst, wie ewig gestrig sie ist.“

„Rechtsextreme Aussagen und Handlungen kommen in der FPÖ dauernd und auf allen Ebenen vor“, so Mernyi. Die Freiheitlichen würden Andersdenkende beschimpfen, verhöhnen und verleumden, in „übelster Weise“ gegen Flüchtlinge und Minderheiten hetzen, Rassismus sei „an der Tagesordnung“, auch „Antisemitismus bricht immer wieder durch“, so das Mauthausen Komitee.

Französischer Präsident Macron besucht Salzburg

Der französische Präsident Emmanuel Macron besucht mit seiner Frau Brigitte heute Salzburg. Macron wird am Nachmittag mit Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) zusammentreffen, später sind Gespräche mit den Ministerpräsidenten von Tschechien und der Slowakei, Bohuslav Sobotka und Robert Fico, geplant.

Gespräche über Entsenderichtlinie

Der sozialliberale Staats- und die drei sozialdemokratischen Regierungschefs sprechen in Salzburg über Lohn- und Sozialdumping sowie eine Reform der EU-Entsenderichtlinie. Debatten rund um diese Richtlinie, die es Unternehmen erlaubt, Arbeitnehmer zeitlich begrenzt in ein anderes EU-Mitgliedsland zu schicken, nahmen einen wichtigen Platz im französischen Präsidentschaftswahlkampf ein.

Macron und Kern wollen erreichen, dass gleiche Arbeit am gleichen Ort auch gleich entlohnt wird, egal ob sie von einheimischen oder entsendeten Arbeitskräften verrichtet wird. Gegenwind für die Pläne kommt aus Osteuropa, wo man eine Diskriminierung auf dem europäischen Binnenmarkt befürchtet. Die Zahl der Entsendungen steigt seit Jahren. Etwa zwei Millionen sind es jährlich nach EU-Angaben. Besonders das Baugewerbe ist betroffen.

Barenboim-Konzert am Abend

Am Abend steht ein Festspielkonzert mit Daniel Barenboim auf dem Programm. In Salzburg ist man für den Besuch Macrons gerüstet. In Frankreich gilt seit Längerem der Ausnahmezustand. Nach dem jüngsten Anschlag in Barcelona gilt auch bei den Festspielen die höchste Sicherheitsstufe.

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Ausland

Nordkorea will offenbar mehr Raketen produzieren

Die nordkoreanische Führung will ihre Raketenproduktion offenbar ausweiten. Machthaber Kim Jong Un habe angeordnet, mehr Triebwerke und Sprengköpfe für Interkontinentalraketen herzustellen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA heute.

Fotos in nordkoreanischen Medien zeigten Kim bei einem Besuch in einem staatlichen Forschungsinstitut für Rüstung. Auf den Bildern waren nach Einschätzung von US-Experten auch neu entwickelte Raketentechnik und künftige Projekte zu sehen, darunter Pläne für eine Interkontinentalrakete, die mit einem Atomsprengkopf bestückt werden könnte.

USA orten „gewisses Maß an Zurückhaltung“

Nordkorea treibt sein Raketen- und Atomwaffenprogramm trotz internationaler Sanktionen seit Jahren voran. Im Juli testete das Land zwei Interkontinentalraketen, die nach Einschätzung von Experten das US-Festland erreichen könnten. Der UNO-Sicherheitsrat beschloss daraufhin schärfere Sanktionen gegen Pjöngjang.

Auch der Ton zwischen Washington und Pjöngjang verschärfte sich zwischenzeitlich. US-Präsident Donald Trump drohte Nordkorea mit einem Militäreinsatz. Pjöngjang legte seinerseits Pläne für einen Raketenangriff auf Ziele nahe der Pazifikinsel Guam vor, auf der die USA einen Luftwaffenstützpunkt unterhalten. Zuletzt rückte Nordkorea davon aber wieder ab. US-Außenminister Rex Tillerson erklärte am Dienstag, er sei froh, dass Nordkorea in jüngster Zeit „ein gewisses Maß an Zurückhaltung“ geübt habe.

30.000 Zivilisten in IS-Hochburg Tal Afar eingeschlossen

In der umkämpften irakischen Stadt Tal Afar sind nach Angaben der UNO rund 30.000 Zivilisten eingeschlossen.

An Sammelstellen im Süden und Osten der Stadt werde humanitäre Unterstützung geleistet, sagte UNO-Sprecher Stephane Dujarric heute vor Journalisten. Das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) fürchte, dass die Zivilisten als menschliche Schutzschilde missbraucht und Fluchtversuche mit Hinrichtungen bestraft werden könnten.

Eine der letzten Bastionen des IS

Das UNHCR rufe alle Konfliktparteien auf, den Zivilisten das Verlassen der Kampfzone zu ermöglichen. Zuletzt hatten die Vereinten Nationen erklärt, es sei davon auszugehen, dass Tausende Zivilisten in den kommenden Tagen und Wochen aus der Gegend fliehen werden. Tal Afar westlich von Mossul ist eine der letzten Städte unter Kontrolle der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak. Die irakische Armee meldete die Rückeroberung erster Stadtviertel.

Trump verteidigt Reaktion zu Rassisten-Krawallen

US-Präsident Donald Trump hat bei einer Großkundgebung in Arizona neuerlich seine umstrittene Position zu Rassisten und Neonazis in den USA verteidigt und die Medien angegriffen. Nach den gewalttätigen Zusammenstößen bei einer Rassistendemo in Charlottesville habe er sofort und eindeutig ablehnend reagiert, sagte Trump gestern Abend (Ortszeit) in Phoenix (Arizona). Seine Worte seien „perfekt“ gewesen.

Schuld sind wieder „Fake-News-Medien“

Er habe sich dabei in seinen Äußerungen immer auch gegen rechte Gruppierungen wie den Ku-Klux-Klan ausgesprochen, sagte Trump. Es sei die Schuld der Medien, dass darüber nicht korrekt berichtet worden sei. „Die einzigen, die Hassgruppen eine Plattform bieten, sind die Medien und die Fake-News-Medien“, sagte Trump. „Die Reporter mögen unser Land nicht.“

Trump war für seine als verharmlosend wahrgenommene Reaktion auf Charlottesville scharf kritisiert worden. Er hatte die Gewalt, bei der eine Frau von einem mutmaßlichen Rechtsextremen mit einem Auto getötet worden war, „vielen Seiten“ zugesprochen. Er nannte Neonazis und Rassisten erst Tage später beim Namen, um danach wieder auf seine ursprüngliche Reaktion zurückzufallen.

Chile gewährt Richtern aus Venezuela Asyl

Chile hat fünf Richtern aus Venezuela, die im Vormonat Zuflucht in der chilenischen Botschaft in Caracas gesucht hatten, Asyl gewährt. „Wir haben die Regierung Venezuelas aufgefordert, ihnen freies Geleit für ihre Ausreise nach Chile zu gewähren“, sagte gestern (Ortszeit) der chilenische Außenminister Heraldo Munoz.

Die fünf Juristen gehören einer Gruppe von 33 Richtern an, die vom demokratisch gewählten Parlament für den Obersten Gerichtshof ernannt worden waren. Die Regierung von Präsident Nicolas Maduro hat die Vereidigung dieser Richter nicht anerkannt und bereits mehrere von ihnen festnehmen lassen.

US-Luftwaffe könnte Angriffe in Afghanistan verstärken

Nach der Vorstellung der neuen Afghanistan-Strategie von Präsident Donald Trump könnte die US-Luftwaffe nach eigener Einschätzung häufiger Angriffe auf Ziele in dem Land fliegen.

Die Angelegenheit werde allerdings noch geprüft, sagte Generalstabschef David Goldfein gestern (Ortszeit) der Nachrichtenagentur Reuters. Die Luftwaffe erwäge auch, die afghanischen Streitkräfte stärker bei der Ausbildung zu unterstützen und den US-Bodentruppen am Hindukusch mehr Assistenz zu leisten.

Truppen sollen aufgestockt werden

Trump hatte angekündigt, knapp 16 Jahre nach dem Einmarsch in Afghanistan verstärkt gegen die radikalislamischen Taliban vorgehen zu wollen. Dafür ist er Insidern zufolge auch bereit, die US-Truppenstärke von zurzeit 8.400 um 4.000 zu erhöhen. Bei Einsätzen in Afghanistan greift vor allem die amerikanische Luftwaffe auf Kräfte zu, die nicht dort stationiert sind. Sie unterhält ein Netz von Stützpunkten im Nahen Osten, etwa in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).

Sport

Fußball: Millionenklage von Barca gegen Neymar

Der 222-Millionen-Euro-Rekordtransfer von Superstar Neymar vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain beschäftigt nun auch die Gerichte. Barca klagt den Brasilianer wegen Vertragsbruchs auf 8,5 Millionen Euro sowie Verzugszinsen in der Höhe von zehn Prozent und forderte zugleich, dass Paris hilfsweise dafür aufkommen soll, falls Neymar dazu nicht in der Lage sei.

Erst am vergangenen Wochenende hatte Neymar nach seiner Gala mit zwei Treffern gegen Toulouse mit heftiger Kritik an der Chefetage des FC Barcelona aufhorchen lassen.

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Fußball: Koller holt Optionen für die Abwehr

Österreich wird die für die Qualifikation zur Fußball-WM 2018 in Russland so wichtigen Spiele in Wales und gegen Georgien Anfang September möglicherweise mit zwei Debütanten in der Außenverteidigung bestreiten. Teamchef Marcel Koller berief mit dem vor einem Transfer zu Ajax Amsterdam stehenden Rapid-Youngster Maximilian Wöber und Russland-Legionär Moritz Bauer zwei Abwehrspieler erstmals in den Kader und bezeichnete einen Einsatz des Duos in der Viererkette zumindest als „möglich“.

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Formel 1: Ferrari belohnt Edelhelfer Räikkönen

Wenige Tage vor dem Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps ist bei Ferrari die erste Personalentscheidung gefallen. Der Vertrag des Finnen Kimi Räikkönen wurde um ein Jahr bis zum Ende der Saison 2018 verlängert. Es dürfte auch der Lohn für seine wertvollen Dienste für Stallkollegen Sebastian Vettel sein, dessen Zukunft bei Ferrari offiziell noch nicht geklärt ist. Denn auch Vettels Vertrag läuft nach dieser Saison aus.

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Wirtschaft

Wal-Mart und Google schmieden Onlineallianz

Die US-Supermarktkette Wal-Mart - der größte Einzelhändler der Welt - kooperiert künftig mit dem IT-Konzern Google, um seine Produkte online zu verkaufen. Das gaben beide Unternehmen gestern Abend (Ortszeit) bekannt. Die Allianz soll eine Konkurrenz zur bisherigen Nummer eins im Internethandel, Amazon, darstellen.

„Ab Ende September werden wir mit Google zusammenarbeiten, um Hunderttausende Artikel anzubieten, die man verbal-akustisch via Google Assistant bestellen kann“, schrieb der für den Onlinehandel bei Wal-Mart zuständige Manager Marc Lore in einem Blog-Eintrag. Wal-Mart hatte zuletzt viel Geld in den Ausbau seines Onlinegeschäfts investiert.

Investmentfonds werten Uber-Beteiligungen ab

Der Unternehmenswert des US-Fahrdienstvermittlers Uber ist in den letzten Jahren steil gestiegen - nun droht die Stimmung der Investoren zu drehen, wie ein Bericht des „Wall Street Journal“ zeigt.

Eine Reihe von Profiinvestoren korrigierte laut der Zeitung den Wert ihrer Anteile an Uber zuletzt deutlich nach unten. Die großen Fondsgesellschaften Vanguard, Principal, Hartford und T. Rowe Price nahmen im vergangenen Quartal Abschläge zwischen zwölf und 15 Prozent vor, wie eine Auswertung ihrer Finanzberichte durch das „Wall Street Journal“ (Mittwoch-Ausgabe) zeigt.

Sexismusvorwürfe und Rechtsstreitigkeiten

Die US-Finanzzeitung deutet den Schritt als Zeichen, dass Affären und Skandale bei Uber den Anlegern die Laune verderben könnten. Sexismusvorwürfe und Rechtskonflikte haben das wegen seiner aggressiven Firmenkultur ohnehin umstrittene Unternehmen zur Zielscheibe der Kritik werden lassen.

Mitgründer und Chef Travis Kalanick trat unter dem Druck wichtiger Aktionäre ab, der größte Investor Benchmark Capital verklagte ihn sogar wegen angeblicher Misswirtschaft und Täuschung. Die Querelen erschweren es Uber, einen Nachfolger zu finden.

Erneut Kritk an Microsoft wegen Steuerpraktiken

Der US-IT-Konzern Microsoft muss sich wegen „Steueroptimierungen“ in den USA erneut Kritik gefallen lassen. Laut dem Anfang August veröffentlichten Geschäftsbericht hat das US-Unternehmen in den letzten zwei Jahren rund 43 Mrd. Dollar (36,5 Mrd. Euro) verdient. Davon seien allerdings nur etwa 0,3 Prozent (128 Mio.) in den USA erwirtschaftet worden.

Das scheine nicht sehr plausibel, schreibt das Institute on Taxation and Economic Policy (ITEP). Dort vermutet man, dass ein Großteil der Gewinne des Konzerns auf Konten in Steueroasen liegt. Für US-Unternehmen ist das besonders interessant, weil sie im Ausland erwirtschaftete Gewinne in den USA nicht versteuern müssen, solange das Geld nicht in die USA zurückgebracht wird.

Nicht mehr als drei Prozent Steuer

Microsoft hat im Schnitt nur etwa 3,0 Prozent Steuern gezahlt, schließt das ITEP aus dem Geschäftsbericht. Der IT-Konzern gibt dort an, dass eine Rückführung des Auslandsvermögens zu einer Besteuerung von 31,7 Prozent führen würde.

In den USA wäre eine Unternehmenssteuer von 35 Prozent abzüglich der schon im Ausland geleisteten Steuer fällig. Eine derart niedrige Besteuerung sei aber nur in Steueroasen denkbar - und es sei unglaubwürdig, dass Microsoft den Löwenanteil seines Umsatzes in kleinen Karibikstaaten gemacht hat.

Faserhersteller Lenzing meldet Rekordgewinn

Der börsennotierte Faserhersteller Lenzing hat im ersten Halbjahr sein Unternehmensergebnis merklich gesteigert. Der Umsatz belief sich auf 1,15 Mrd. Euro, was einem Plus von elf Prozent entspricht. Der Gewinn betrug 150,3 Mio. Euro (nach 94,6 Mio. Euro in der Vorjahresperiode).

„Unter der Annahme gleichbleibender Verhältnisse an den Fasermärkten erwarten wir für 2017 eine deutliche Ergebnisverbesserung gegenüber 2016“ wird Stefan Doboczky, Vorstandsvorsitzender der Lenzing Gruppe in der Unternehmensaussendung zum Ausblick für das Gesamtjahr zitiert. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) lag mit 270,7 Mio. Euro um 38,8 Prozent höher. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 57,4 Prozent auf 204,2 Mio. Euro.

Gewitter: Geschäft mit Blitzableitern boomt

In den vergangenen Wochen haben immer mehr Hausbesitzer Blitzschutzanlagen in Auftrag gegeben. Der Hauptgrund dafür seien die immer heftiger werdenden Unwetter, so die Wirtschaftskammer. Denn vorgeschrieben sind Blitzableiter für Private nicht.

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Außenrollläden als Streitpunkt in Wien

In Wien sorgen unterdessen die vielen Hitzetage in diesem Sommer für eine verstärkte Nachfrage nach Außenjalousien. Die Mietervereinigung verweist dabei auf mögliche Schwierigkeiten - in manchen Fällen muss Angaben zufolge sogar das Denkmalamt zustimmen.

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Chronik

Motorradfahrer prallt gegen Traktor - tot

Bei einem Verkehrsunfall in Grödig (Salzburg) ist gestern Nachmittag ein Motorradfahrer getötet worden. Er prallte gegen einen Traktor, der die Landesstraße überquerte.

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Tödlicher Motorradunfall auch in Tirol

Zu einem tödlichen Motorradunfall kam es gestern auch bei Kappl (Tirol). Für den 36-jährigen Motorradfahrer kam nach einem Zusammenstoß mit einem Pick-up auf der Paznauntalstraße jede Hilfe zu spät.

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Brand in NÖ: Feuerwehrmann bei Löscharbeiten verletzt

In der Nacht auf Mittwoch ist bei Ochsenburg (Niederösterreich) ein Wirtschaftsgebäude komplett niedergebrannt. Sieben Feuerwehren rückten aus, ein Mitglied wurde beim Löschen durch herabstürzende Deckenteile verletzt.

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Verletzte bei Dachbrand in Wien

In Wien wurden gestern bei einem Dachbrand
eine Mutter und ihre vierjährige Tochter leicht verletzt. Als die Feuerwehr eintraf, stand der Balkon der Dachgeschoßwohnung bereits in Vollbrand.

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Mehr als 40 Verletzte bei Zugsunglück in Indien

Bei einem Zugsunglück im Norden Indiens sind heute mindestens 42 Menschen verletzt worden. Ein Zug war im Bundesstaat Uttar Pradesh mit einem Lkw kollidiert, wie die indische Bahngesellschaft mitteilte. Zwölf Waggons seien entgleist. Die meisten Passagiere kamen laut Polizei mit leichten Verletzungen davon.

Zugsunglück in Indien

APA/AFP

Es ist das zweite Zugsunglück in Uttar Pradesh innerhalb weniger Tage. Am Samstag waren 23 Menschen ums Leben gekommen, als mehrere Wagen eines Schnellzugs entgleisten. Fast 160 weitere Insassen wurden verletzt.

Bis zu 15.000 Tote pro Jahr

Im November 2016 waren bei einem Unfall in Uttar Pradesh 146 Menschen getötet worden. Die Bahn ist Indiens wichtigstes Fernverkehrsmittel. Das System ist jedoch veraltet, oftmals fehlt es an den einfachsten Sicherheitsvorkehrungen. Laut einem Regierungsbericht aus dem Jahr 2012 sterben in Indien jedes Jahr 15.000 Menschen bei Bahnunfällen.

Touristen flüchten nach Erdbeben von Insel Ischia

Nach einem Erdbeben auf Ischia mit zwei Toten und 42 Verletzten haben bereits Tausende Urlauber die süditalienische Insel verlassen. Rund 5.000 Touristen, die einen Aufenthalt in Hotels und Ferienwohnungen gebucht hatten, sagten ihren Besuch ab.

Die Bürgermeister der Gemeinden von Ischia appellierten an die Urlauber, ihre Ferien auf der Insel nicht zu stornieren oder abzubrechen. Die meisten Hotels seien vom Erdbeben nicht beschädigt worden. Vor allem die Gegend entlang der Küste habe keinerlei Schäden erlitten. „Alle Dienstleistungen sowie die Fährenverbindungen funktionieren bestens. Die Bedingungen für die Fortsetzung des Urlaubs sind vorhanden“, versicherte Vincenzo De Luca, Präsident der Region Kampanien, zu der die Insel gehört.

Große Schäden wegen schlechter Bausubstanz

Heute Früh wurde auf Ischia ein Nachbeben mit der Stärke 1,9 registriert. Geologen kritisierten, dass ein relativ schwaches Beben so viel Schaden anrichten konnte. „Es ist nicht normal, dass ein Erdbeben der Stärke vier Häuser einstürzen lässt und zu Evakuierungen von Krankenhäusern führt“, sagte Egidio Grasso, Chef der regionalen Vereinigung von Geologen.

Er und andere prangerten die schlechte Bauweise an. Die Häuser seien vielfach alt, mit schlechtem Material gebaut oder seit Jahren nicht restauriert worden. Vor fast genau einem Jahr, am 24. August 2016, erschütterte ein schweres Beben die mittelitalienische Region um die Stadt Amatrice. 300 Menschen starben.

Gesundheit

Science

Kultur

40 Jahre nach Aufnahme erscheint Neil Youngs „Hitchhiker“

Vor rund 40 Jahren, von 1975 bis 1977, hat Neil Young in Malibu jeweils zu Vollmond mit seinem Produzenten David Briggs wiederholt Songs aufgenommen. In einer einzigen Nacht entstand sogar ein ganzes Album, das unter dem Titel „Hitchhiker“ erscheinen sollte. Young wandte sich jedoch anderen Projekten zu. Die „verlorene“ Platte kommt erst jetzt (am 8. September) in den Handel.

Erscheinen wird „Hitchhiker“ im Rahmen der Archives-Serie des Kanadiers, der demnächst seine Archive überhaupt öffnen will - für Abonnenten zum Streamen.

„I’m a motherfucker“: Keshas Befreiungsschlag

US-Sängerin Kesha ist mit ihrem neuen Album „Rainbow“ auf Platz eins der Billboard-Charts eingestiegen. In den Texten der Songs schließt sie ab mit einer dysfunktionalen Arbeitsbeziehung, die kein gutes Licht auf das Popbusiness wirft. Die Lieder sind ein Appell zur weiblichen Selbstermächtigung in einer männerdominierten Branche - und sie sind alles andere als weinerlich. Kesha hat etwas zu erzählen.

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Leute

Clooneys: Eine Mio. Dollar für Kampf gegen Rassismus

Im Kampf gegen Hass und Rassismus unterstützen Hollywood-Star George Clooney und seine Frau Amal eine US-Bürgerrechtsorganisation mit einer Spende von einer Million Dollar (knapp 850.000 Euro).

„Was in Charlottesville passiert ist und was in den Gemeinden in unserem Land passiert, fordert unser gesamtes Engagement, sich gegen den Hass zu erheben“, schrieben die Clooneys in einer Erklärung. Die Spende erfolgt über die Stiftung des prominenten Paares und geht an die Bürgerrechtsorganisation Southern Poverty Law Center.

Auch Murdoch spendet

Die Clooneys folgen damit dem Beispiel anderer Prominenter in den USA, die zuletzt an Organisationen im Kampf gegen Diskriminierung spendeten. Jüngst hatte unter anderen der US-Medienunternehmer James Murdoch angekündigt, er und seine Frau würden eine Million Dollar an die Anti-Defamation League spenden, eine der ältesten Organisationen im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus.

In Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia hatte es Mitte August einen Aufmarsch Hunderter weißer Rassisten und Rechtsextremisten gegeben. Eine 32-jährige Gegendemonstrantin wurde getötet, als ein 20-jähriger Neonazi sein Auto offenbar absichtlich in eine Gruppe von Gegnern des Aufmarschs steuerte. Die Weigerung von US-Präsident Donald Trump, sich eindeutig von den Rechtsextremen zu distanzieren, hatte eine Welle der Empörung ausgelöst.

Panorama

Flaschenpost schafft es von Rhodos bis zum Gazastreifen

Während eines romantischen Strandurlaubs auf der griechischen Insel Rhodos hat ein britisches Paar eine Flaschenpost ins Mittelmeer geworfen - zwei Monate später kam sie im Gazastreifen an. Der Fischer Dschihad al-Soltan entdeckte sie vor einer Woche beim Fischen, wie er gestern berichtete.

Brief in der Flaschenpost

APA/AFP/Mohammed Abed

In ihrer Botschaft schrieben Bethany Wright und ihr Freund Zac Marriner, dass sie derzeit im Urlaub auf Rhodos seien und gerne wüssten, wie weit ihre Flasche gekommen sei - „und sei es bis zum nächsten Strand“.

Tatsächlich legte die Flaschenpost rund 800 Kilometer zurück. Soltans Familie teilte das dem Paar in einer E-Mail an die Adresse mit, die es hinterlassen hatte. „Sie hätten sich nicht träumen lassen, dass ihre Flasche eine so lange Strecke zurücklegen werde“, sagte der Fischer.