Inland

Strolz wünscht sich Schwarz-Grün-Pink

NEOS-Chef Matthias Strolz kann sich nach der vorgezogenen Nationalratswahl im Herbst eine Dreierkoalition vorstellen - eine solche wäre „ein großer Fortschritt“, sagte er heute in der Ö1- Reihe „Im Journal zu Gast“. Schwarz-Grün-NEOS hielte er „für eine kraftvolle Zukunftsansage“, Rot-Grün-NEOS wäre für Strolz „auch okay“. Mit der FPÖ gehe sich eine Koalition programmatisch nicht aus.

Fürs Wahlkampfbudget will man wieder Crowdfunding betreiben und so zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro zusammenbekommen, sagte Strolz der „Tiroler Tageszeitung“ und den „Vorarlberger Nachrichten“ (Samstag-Ausgaben).

Eurofighter: EADS zahlte verdeckte Provisionen

Vor dem Start der Zeugenbefragungen im Eurofighter-U-Ausschuss werden nun neue Details zu den umstrittenen Gegengeschäften in der Causa bekannt. Wie das Magazin „profil“ heute vorab berichtete, zahlte EADS Deutschland dem börsennotierten oberösterreichischen Feuerwehrausrüster Rosenbauer International AG zwischen 2005 und 2011 verdeckte Provisionen in der Höhe von rund 370.000 Euro.

EADS hatte demnach dem deutschen Daimler-Konzern und Rosenbauer im Jänner 2004 angeboten, Teile eines gemeinsamen Auftrags aus Kroatien aus dem Jahr 2003 zur Lieferung von 210 Feuerwehrfahrzeugen beim österreichischen Wirtschaftsministerium als Gegengeschäft einzureichen.

Rund 614.000 Euro an Daimler, 60 Prozent an Rosenbauer

Im Abtausch dafür sollten 0,9 Prozent des vom Wirtschaftsministerium letztlich anerkannten Volumens in Form von Provisionen fließen. EADS überwies Daimler schließlich in mehreren Tranchen rund 614.000 Euro, wovon der Konzern 60 Prozent an Rosenbauer weiterreichte. Ein Teil der Zahlungen lief über den Londoner Briefkastenfirma Vector Aerospace.

Rosenbauer-Sprecherin Gerda Königstorfer bestätigte gegenüber dem Magazin die Zahlungen, legte jedoch Wert auf die Feststellung, dass die verantwortlichen Manager nicht mehr für den Konzern arbeiteten. Laut Königstorfer handelt es sich bei den Provisionen um eine „Aufwandsentschädigung, damit das Projekt in Kroatien überhaupt zustande kommen konnte“.

Ausland

Großbritannien senkt Terrorwarnstufe

Die Terrorwarnung ist in Großbritannien von „kritisch“ auf „ernst“ herabgestuft worden. Das sagte Premierministerin Theresa May heute nach einer Krisensitzung mit Experten. Die Soldaten werden nur noch bis Montagabend die Polizei unterstützen. „Das Land soll wachsam bleiben“, betonte May.

Erst kürzlich war nach dem Anschlag von Manchester die Terrorwarnstufe auf das höchste Niveau „kritisch“ angehoben worden. Dies war das erste Mal seit knapp elf Jahren.

Das gemeinsame Terrorabwehrzentrum JTAC beim Inlandsgeheimdienst MI5 hatte diese Entscheidung getroffen, weil es ein direkt bevorstehendes weiteres Attentat für möglich hielt. Das JTAC setzt sich aus Experten von Regierung, Polizei und Sicherheitsdiensten zusammen.

„Sicherheitsmaßnahme“: Areal in Manchester evakuiert

Die Polizei in Manchester hat indes ein kleines Areal der Stadt evakuiert und weitere Durchsuchungen vorgenommen. Die Aktion steht im Zusammenhang mit dem Terroranschlag in der nordenglischen Stadt. Es handle sich um eine „Sicherheitsmaßnahme“, twitterte die Behörde.

Bereits am frühen Morgen hatte die britische Polizei Wohnungen durchsucht und zwei weitere Verdächtige festgenommen. Damit wurden nach dem Anschlag bereits 13 Personen festgesetzt. Zwei von ihnen kamen inzwischen wieder auf freien Fuß. „Mehr Festnahmen und mehr Durchsuchungen“ seien wahrscheinlich, sagte der oberste britische Terrorermittler Mark Rowley in London.

Philippinen: Regierung setzte Friedensgespräche aus

Nach dem Aufruf kommunistischer Rebellen zu verstärkten Angriffen gegen die philippinische Regierung hat Manila die Friedensgespräche ausgesetzt. Die Rebellen hätten ihren Kämpfern als Antwort auf das im Süden des Landes durch Präsident Rodrigo Duterte verhängte Kriegsrecht befohlen, „Attacken gegen die Regierung zu beschleunigen und zu verschärfen“, so Dutertes Sprecher Ernesto Abella heute.

Die Regierung warte auf klare Zeichen seitens der kommunistischen Rebellen, dass Gespräche nachhaltig Frieden bringen würden, erklärte Dutertes Berater Jesus Dureza. Die beiden Parteien hatten sich im April auf einen Waffenstillstand geeinigt, die Bedingungen dafür aber noch nicht ausgehandelt. Der Untergrundkrieg der 1968 gegründeten kommunistischen Neuen Volksarmee ist einer der längsten Konflikte in Asien.

Luftangriffe gegen Islamisten

In der südphilippinischen Stadt Marawi geht das Militär indes gegen islamistische Aufständische vor. Nach tagelangen Kämpfen kommt es nun auch zu Luftangriffen. Das Militär habe die Verstecke der Islamisten gefunden und fliege Luftangriffe, um die „Terrorgruppe zu zerstören“, sagte der Militärsprecher Jo-ar Herrera. Mit Armeefahrzeugen wurden zudem zusätzliche Soldaten in die Stadt gebracht.

In der 200.000-Einwohner-Stadt Marawi auf der Insel Mindanao liefern sich Islamisten, die sich zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekennen, seit Dienstag Feuergefechte mit philippinischen Soldaten und Polizisten. Bei den Gefechten wurden inzwischen mindestens 56 Menschen getötet, darunter laut Militärangaben 13 Soldaten, zwei Polizisten und 41 Islamisten. In einem zwischenzeitlich von den Aufständischen besetzten Krankenhaus wurden zwei getötete Zivilisten entdeckt.

Angesichts der Kämpfe in Marawi hatte Präsident Rodrigo Duterte am Dienstag das Kriegsrecht über die gesamte Region Mindanao verhängt. Am Mittwoch drohte er damit, die möglicherweise ein Jahr lang andauernde Maßnahme auf das gesamte Land auszudehnen. Zur Begründung sagte er, die IS-Miliz habe inzwischen auch im Zentrum und im Norden der Philippinen Fuß gefasst. Auf den Philippinen kämpfen muslimische Aufständische seit vier Jahrzehnten gegen die Regierung des mehrheitlich katholischen Landes.

UNO: 300 Tote nach neuen Kämpfen in Zentralafrika

Bei den jüngsten Kämpfen zwischen rivalisierenden Milizen in der Zentralafrikanischen Republik sind nach UNO-Angaben 300 Menschen ums Leben gekommen. In den vergangenen zwei Wochen seien zudem 200 Menschen in den Auseinandersetzungen verletzt worden.

Rund 100.000 Menschen auf der Flucht

Fast die gesamte Bevölkerung der Stadt Bria, etwa 600 Kilometer östlich der Hauptstadt Bangui, sei auf der Flucht, meldete das Büro des UNO-Nothilfekoordinators am Freitag unter Berufung auf örtliche Behörden. Betroffen sind etwa 100.000 Menschen.

Erst vor zehn Tagen hatte das Rote Kreuz nach heftigen Kämpfen im Südosten der Zentralafrikanischen Republik rund 115 Leichen geborgen. Die christliche Anti-Balaka-Miliz hatte die Stadt Bangassou, rund 500 Kilometer östlich von Bangui, angegriffen. Rund 3.000 Menschen flohen nach UNO-Angaben vor der Gewalt.

Die Zentralafrikanische Republik gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. 2013 rutschte das Land in einen Bürgerkrieg, in dem sich Milizen der christlichen Mehrheit und der muslimischen Minderheit gegenüberstanden. Knapp 900.000 Menschen sind nach UNO-Angaben auf der Flucht, 2,2 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

IS-Miliz bekennt sich zu Anschlag auf Kopten in Ägypten

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Angriff auf Christen in Ägypten für sich reklamiert. Eine Gruppe des IS habe die koptischen Christen angegriffen, meldete das IS-Propagandasprachrohr Amak heute über das Internet.

Bei dem Anschlag hatten bewaffnete Männer tags zuvor in der Nähe der ägyptischen Stadt al-Minja einen Bus mit Christen angegriffen und mindestens 29 Menschen getötet. Ägyptische Jets griffen danach mehrere Ziele in Libyen an, von wo die Täter gekommen sein sollen.

Mehr dazu in Entsetzen über Gewalt an Minderheit

Dutzende Tote bei Kämpfen in Libyens Hauptstadt Tripolis

Bei den heftigen Kämpfen zwischen rivalisierenden Milizen in der libyschen Hauptstadt Tripolis sind gestern Dutzende Menschen getötet worden. Das libysche Gesundheitsministerium meldete 78 Todesopfer, darunter Zivilisten. Rund 1.000 Menschen seien zudem verletzt worden. Die libysche Nachrichtenseite al-Wasat berichtete heute von 52 Toten und Dutzenden Verletzten.

In Libyens Hauptstadt konkurrieren zwei Regierungen um die Macht: die international anerkannte „Einheitsregierung“ und eine selbst ernannte „Regierung der nationalen Rettung“, die mit Islamisten verbunden ist. Kräfte der Letzteren hatten tags zuvor Truppen der Einheitsregierung angegriffen. Augenzeugen berichteten aus mehreren Vierteln von heftigen Gefechten und Rauchsäulen über der Stadt.

Sicherheitsrat rief zur Zurückhaltung auf

In dem nordafrikanischen Land herrscht seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 Bürgerkriegschaos. Die Einheitsregierung war unter UNO-Vermittlung gebildet worden, konnte ihren Einfluss bisher aber kaum über Tripolis ausdehnen. Im Osten Libyens beansprucht eine dritte Regierung die Macht.

Der UNO-Sicherheitsrat verurteilte die Eskalation der Gewalt in Tripolis und rief alle Seiten zur Zurückhaltung auf. Der UNO-Libyen-Gesandte Martin Kobler erklärte über Twitter, politische Ziele dürften nicht mit Gewalt verfolgt werden.

Afghanistan: Viele Tote bei Anschlägen zu Ramadan-Beginn

Zu Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan sind in Afghanistan bei Anschlägen mehrere Dutzend Menschen getötet worden. Behördenangaben zufolge brachte heute in der Provinz Khost im Osten des Landes ein Selbstmordattentäter eine Autobombe zur Explosion.

Bei dem Anschlag nahe einem Fußballplatz, der sich bei einem Militärstützpunkt befindet, seien mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen und acht verletzt worden. Zudem attackierten in der nordwestafghanischen Provinz Badghis aufständische Kämpfer die Sicherheitskräfte. Bei dem Gefecht seien 22 Aufständische, acht Zivilisten und sechs Mitglieder der Sicherheitskräfte getötet worden, sagte ein Sprecher des Provinzgouverneurs.

33 Aufständische und 17 Zivilisten seien verletzt. In Afghanistan kämpft die vom Westen gestützte Regierung sowohl gegen die radikalislamischen Taliban als auch gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS). Die Taliban haben ihre Angriffe in den Wochen vor Ramadan verstärkt.

Bericht: Erdogan-Familie verdiente 23 Mio. an Schiffsdeal

Die Familie des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat nach Informationen des „Spiegel“ seit 2008 an einem geheimen Schiffsdeal 23 Millionen Dollar (mehr als 20 Mio. Euro) verdient. Wie das Magazin in seiner neuen Ausgabe berichtet, steht im Zentrum der Geldtransfers der aus Aserbaidschan stammende türkische Milliardär Mübariz Mansimov.

Er ist nach Informationen des Recherchenetzwerks European Investigative Collaboration (EIC) der Hauptfinanzier des Öltankers „Agdash“, um den sich der geheime Deal dreht. Zum Recherchenetzwerk EIC gehören neben dem „Spiegel“ unter anderem die belgische Zeitung „Le Soir“, die spanische Zeitung „El Mundo“ und das französische Enthüllungsportal „Mediapart“. Das Netzwerk wertet derzeit zwei Datensätze zu Steuerpraktiken in Malta aus. Diese „Malta Files“ geben laut „Spiegel“ auch Einblicke in die Geschäfte der Erdogan-Familie.

Tanker an Erdogans Familie übergeben

Laut „Mediapart“ verdankt der Unternehmer Mansimov dem heutigen türkischen Präsidenten und vormaligen Regierungschef Erdogan seine türkische Staatsbürgerschaft. Mansimov habe den Tanker „Agdash“ 2008 an die Firma Bumerz Limited übergeben, die von Erdogans Schwager Ziya Ilgen, Erdogans Bruder Mustafa und Erdogans ältestem Sohn Burak geführt werde, berichtet der „Spiegel“.

Mansimov verpflichtete sich laut „Spiegel“, den Kredit für den Bau der „Agdash“ über 18,4 Millionen Dollar vollständig zu übernehmen. Er habe das Schiff nach 2008 weiter genutzt und bei der Bumerz Limited gemietet. Das habe ihn bis Oktober 2015 rund 21 Millionen Dollar gekostet. 2015 habe Mansimov den Vertrag mit Bumerz um fünf Jahre verlängert. Er zahle für die „Agdash“ 3.400 Dollar am Tag.

Keine Hinweise auf Gegenleistung, aber steigende Geschäfte

Zwar gebe es keine Hinweise auf eine direkte Gegenleistung Erdogans. Seit 2008 seien jedoch Mansimovs Türkei-Geschäfte deutlich angewachsen. So habe er von der Türkei den Auftrag erhalten, den Hafen in Bodrum auszubauen. Auch halte er Aktien an der Baufirma Tekfen. „Mediapart“ warf die Frage auf, ob die Verleihung der Staatsbürgerschaft an Mansimov ein „Geschenk“ der Regierung in Ankara gewesen sei und ob er andere „Gegenleistungen“ erhalten habe.

Weder das türkische Präsidialamt noch Mansimov oder die Familie Erdogans wollten sich laut EIC dazu äußern. Die Geschäfte wurden über Gesellschaften abgewickelt, die in Malta und der britischen Steueroase Isle of Man registriert sind. 2011 seien die Aktien von Bumerz Limited auf Sitki Ayan, einen türkischen Unternehmer und Jugendfreund Erdogans, überschrieben worden, berichtet der „Spiegel“. Auch Ayan wollte sich laut EIC nicht zu den Geschäften äußeren.

Sport

Giro d’Italia: Kampf um Rosa wird zu Krimi

Der Kampf um den Gesamtsieg bei der 100. Ausgabe des Giro d’Italia wird am Sonntag im Einzelzeitfahren nach Mailand zu einem Krimi. Spitzenreiter Nairo Quintana vergrößerte auf der 20. Etappe heute nach Asiago seinen Vorsprung auf den nun drittplatzierten Tom Dumoulin zwar um weitere 15 Sekunden, der Niederländer ist aber klarer Favorit im Zeitfahren. Den Tagessieg auf der vorletzten Etappe holte sich im Sprint einer Ausreißergruppe rund um Quintana der Franzose Thibaut Pinot.

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Bundesliga: Ried setzt auf grün-weiße Hilfe

Der Absteiger der Saison 2016/17 der tipico-Bundesliga heißt entweder SV Ried oder SKN St. Pölten. In der 36. und letzten Runde wird morgen im Fernduell entschieden, wer in der kommenden Saison eine Stufe tiefer spielen muss.

Schlusslicht Ried benötigt einen Sieg gegen Mattersburg und grün-weiße Hilfe beim Gastspiel der St. Pöltner bei Rapid, um doch noch von der Klinge zu springen. Im Innviertel ist man überzeugt, dass es diesmal anders läuft als noch im Jahr 2003.

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Fußball: Europa vergibt Trophäen im Cup

Heute werden in Deutschland, Spanien und England die Cupsieger gekürt. Während in London Chelsea gegen Arsenal nach dem Double greift, will Barcelona eine durchwachsene Saison mit einem Triumph in der Copa del Rey doch noch einigermaßen versöhnlich ausklingen lassen. Im Berliner Olympiastadion versucht unterdessen Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt nach drei Finalniederlagen in Serie seinen Fluch im DFB-Pokal zu beenden.

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Wirtschaft

Wirtschaftsboom: Vergessenes China setzt auf Tourismus

„Sechs Prozent plus“ - so lautet die Vorgabe der chinesischen Staatsführung für das jährliche Wirtschaftswachstum. Die Boom-Regionen an der Küste haben mit dieser Vorgabe kein großes Problem, aber entlegene Provinzen können mit dem Tempo kaum mithalten. Für sie wird es von Jahr zu Jahr schwieriger, das Plansoll zu erfüllen. Die vergessenen Regionen suchen nach Wegen, den Anschluss zu finden - und versuchen jetzt mit kreativen Verkaufsargumenten Touristen anzulocken.

Mehr dazu in Neue Hürden im Wettlauf der Regionen

Chronik

Pkw-Lenker im Weinviertel tödlich verunglückt

Ein Pkw-Lenker ist in der Nacht auf heute im Weinviertel tödlich verunglückt. Der 41-Jährige aus dem Bezirk Hollabrunn (Niederösterreich) war mit seinem Auto frontal gegen eine betonierte Feldwegzufahrt geprallt.

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Ein betrunkener Lehrling verursachte gestern im Mölltal in Kärnten einen Auffahrunfall und begang danach Fahrerflucht. Der Wagen einer 61 Jahre alten Frau wurde über eine Böschung geschleudert. Sie wurde in das Krankenhaus gebracht. Die Polizei konnte den Unfalllenker ausforschen.

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In der Obersteiermark stieß gestern Nachmittag ein Motorradfahrer frontal mit einem Pkw zusammen. Der Biker wurde schwer verletzt. Ein Alkotest des Autofahrers verlief positiv.

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„Wrestling-Bewegungen“: Mann tötet in USA Tochter

Ein 24-Jähriger im US-Bundesstaat Missouri hat nach übereinstimmenden Medienberichten seine zwei Jahre alte Tochter umgebracht. Wie der lokale Sender „Fox2Now“ unter Berufung auf die Polizei berichtete, sei das Kind gestorben, nachdem der Vater „Wrestling-Bewegungen“ an der Zweijährigen ausgeführt habe.

Der 24-Jährige soll das Kind unter anderem von seinen Schultern mit dem Rücken auf den Boden geworfen haben, heißt es in dem Bericht weiter. Das entspricht einer sogenannten „Batista Bomb“, wie sie im Profiwrestling häufig gezeigt wird. Der zuständige Polizeichef sagte Medienberichten zufolge in einem Statement, das Kind sei „lebensgefährlich gequält“ worden.

Die Ermittler wurden „Fox2Now“ zufolge Mitte Mai nach einem Notruf auf die Familie aufmerksam. Das Kind wies zu diesem Zeitpunkt laut Polizei bereits „offensichtliche Missbrauchsmerkmale“ auf und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Wenige Tage später starb es dort.

Berlin: Auto rast in U-Bahn-Station - fünf Verletzte

Ein Ausweichmanöver auf einer Kreuzung in Berlin hat für einen jungen Autofahrer auf dem Bahnsteig einer U-Bahn-Station geendet. Bei dem Unfall wurden fünf Menschen teilweise schwer verletzt, wie die Polizei heute mitteilte.

Der 19-jährige Fahrer war auf einer Kreuzung nach einem Zusammenstoß mit einer Fahrradfahrerin ausgewichen und raste die Treppe zur U-Bahn-Station Bernauer Straße hinab.

Die Polizei habe keine Hinweise auf den Einfluss von Betäubungsmitteln, sagte ein Sprecher. Der Fahrer habe bei dem Ausweichmanöver die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Er und sein 20-jähriger Beifahrer wurden schwer verletzt - ebenso wie ein 28-jähriger Passant, der am Eingang zum U-Bahnhof stand. Auf dem Bahnsteig wurden ein Mann und eine Frau leicht verletzt.

Vier Tote bei Hausbrand im spanischen Bilbao

Vier Menschen sind heute bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus im nordspanischen Bilbao ums Leben gekommen. Bei den Todesopfern handle es sich um zwei Erwachsene, einen Jugendlichen und ein Baby, teilte der Notdienst der baskischen Stadt mit. Neun Verletzte seien in Krankenhäuser gebracht worden. Zwei von ihnen seien schwer verletzt, hieß es.

Zahlreiche weitere Bewohner und Nachbarn wurden den amtlichen Angaben zufolge mit leichten Rauchgasvergiftungen an Ort und Stelle behandelt.

Das Feuer war in den frühen Morgenstunden in dem zum Teil aus Holz gebauten, sehr alten Haus ausgebrochen. Die Ursache des Brandes blieb zunächst unbekannt. Die Flammen konnten nach gut eineinhalb Stunden gelöscht werden.

Religion

Science

Grundstein für größtes optisches Teleskop der Welt gelegt

In Chiles Atacamawüste ist gestern der Grundstein für das größte optische Teleskop der Welt gelegt worden. Mit einem Hauptspiegel von 39 Metern Durchmesser soll das Teleskop der Europäischen Südsternwarte (ESO) ab 2024 Exoplaneten außerhalb unseres Sonnensystems erkunden, auf denen es Leben geben könnte.

Das Teleskop wird auf dem 3.048 Meter hohen Armazones-Berg montiert, 130 Kilometer südlich von Antofagasta im Norden Chiles. „Hier wird mehr als ein Teleskop errichtet: Es ist eine der größten Manifestationen der Möglichkeiten der Wissenschaft und der Technologie sowie des Potenzials der internationalen Zusammenarbeit“, sagte die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet beim Festakt.

Die Anlage wird mit fünf riesigen Spiegeln ausgestattet sein. Der größte, mit 39 Metern Durchmesser, wird aus rund 800 hexagonalen Teilstücken mit 1,4 Metern Durchmesser bestehen. Die ESO, die von 15 europäischen Staaten, darunter Österreich, und Brasilien gegründet wurde und ihren Hauptsitz in Garching bei München hat, verfügt bereits über drei weitere Beobachtungsstandorte in der Atacama-Wüste.

Kultur

Italienischer Schauspieler Toni Bertorelli gestorben

Der italienische Schauspieler Toni Bertorelli ist tot. Er sei bereits seit Anfang Mai in einem Krankenhaus in Rom gelegen und gestern im Alter von 69 Jahren gestorben, berichteten italienische Medien am Samstag unter Berufung auf Bertorellis Ehefrau Barbara. Der im Piemont geborene Darsteller war vor allem für seine zahlreichen Rollen als Mafioso in TV-Serien und Filmen bekannt.

Zuletzt war er in der Fernsehserie „The Young Pope“ mit Jude Law in der Hauptrolle zu sehen, wo Bertorelli den Cardinale Caltanissetta spielte. Weitere Auftritte hatte er etwa in Mel Gibsons „Die Passion Christi“ (2004) und in Marco Bellocchios „Der Prinz von Homburg“ (1997). Die Beerdigung soll der Witwe zufolge am Montag in Rom stattfinden.

Festwochen: Electro-Party in Mozarts „Serail“

Elektronische Beats und afrikanischer Tanz gegen klassische Oper: Im Festwochen-Gastspiel „Les Robots ne connaissent pas le Blues oder die Entführung aus dem Serail“ werden Welten gegeneinander ausgespielt. Die Bremer Inszenierung versteht sich als Versuch, „Kollaborationstaktiken“ auszuloten, endet aber letztlich als Beweis für die alten Thesen: Weniger ist manchmal mehr - und nicht alles, was eine Idee ist, ist auch gut.

Mehr dazu in news.ORF.at/festwochen

Leute

Nach 17 Ehejahren: Ben Stiller lässt sich scheiden

Nach 17 Jahren Ehe haben sich die US-Schauspieler Ben Stiller und Christine Taylor getrennt. „In großer Liebe und gegenseitigem Respekt und nach 18 Jahren, die wir als Paar verbracht haben, haben wir entschieden, uns zu trennen“, teilte das Paar gestern in einer gemeinsamen Erklärung an das Magazin „Entertainment Tonight“ mit.

Ben Stiller und Christine Taylor

APA/AP/Invision/Evan Agostini

Stiller und Taylor hatten sich bei Dreharbeiten kennengelernt und zusammen mehrere Filme gemacht, darunter die Komödien „Zoolander“ und „Zoolander 2“. Der 51 Jahre alte Stiller und die 45-jährige Taylor haben einen Sohn und eine Tochter. „Für uns hat weiter Vorrang, unsere Kinder als liebende Eltern und beste Freunde weiterhin zu erziehen“, heißt es in der Erklärung.

Lifestyle