Ausland

Libyens Regierungschef Fayez al-Sarraj lehnt Gespräche mit Rebellen-Chef Khalifa Haftar über eine Waffenruhe ab. Er werde sich nicht mit Haftar zusammensetzen, da er ihn nicht als einen Partner in dem politischen Prozess betrachte, sagte der Politiker heute. In den vergangenen Jahren habe sich der Ministerpräsident sechs Mal mit Haftar getroffen.

Die letzte Begegnung habe im Februar in Abu Dhabi stattgefunden. Damals habe Haftar lediglich versucht, Zeit zu gewinnen. Sarraj zeigte sich zudem besorgt, dass die Rohöl-Anlagen des nordafrikanischen Landes durch den Konflikt beeinträchtigt werden könnten. Es sei wichtig, dass die Ölproduktion weitergehe. Allerdings gebe es hierfür Gefahren.

Vor kurzem hatte Haftar einer Waffenruhe in dem seit Wochen tobenden Kampf um die Hauptstadt Tripolis eine Absage erteilt. Haftars Miliz hatte Anfang April eine Offensive gegen die von der UNO anerkannte Regierung in Tripolis gestartet.

Küstenwache rettete 91 Migranten auf Schlauchboot

Indes teilte die libysche Küstenwache auf ihrer Facebook-Seite die Rettung von 91 Geflüchteten aus verschiedenen afrikanischen Ländern mit. Die Menschen befanden sich an Bord eines Schlauchbootes 35 Seemeilen nord-östlich von der libyschen Stadt Gasr Garabulli.

Bei der Rettungsaktion wurden auch zwei Kinder und drei Frauen in Sicherheit gebracht. Nachdem die Geflüchteten „humanitäre und medizinische Hilfe“ erhalten hatten, seien sie in ein „Zentrum zur Kontrolle der illegalen Migration"geführt worden, hieß es.

Der CDU-Politiker Octavian Ursu hat die Oberbürgermeisterwahl in Görlitz in Deutschland gewonnen – er erhielt heute bei der Abstimmung in der ostsächsischen Stadt 55,1 Prozent der Stimmen und lag damit deutlich vor seinem AfD-Kontrahenten Sebastian Wippel, der 44,9 Prozent holte, wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung sagte. Damit zerschlugen sich die Hoffnungen der AfD, erstmals in Deutschland einen Oberbürgermeister zu stellen.

Die Wahl war deutschlandweit und teils auch im Ausland mit großem Interesse verfolgt worden. Wippel hatte im ersten Wahlgang vor drei Wochen die meisten Stimmen unter allen Bewerbern geholt. Da kein Kandidat damals mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhielt, wurde ein weiterer Wahlgang notwendig.

Diesmal reichte dem Sieger die einfache Mehrheit. Die Bewerberinnen von Grünen und Linkspartei hatten auf den zweiten Wahlgang verzichtet und indirekt für eine Unterstützung des CDU-Kandidaten geworben.

In Bonn beginnt morgen eine zehntägige UN-Klimakonferenz. Erwartet werden 3.000 Experten und Expertinnen aus aller Welt. Die „Fridays-For-Future“-Demonstrationen und andere Aktionen zum Klimaschutz sind nach den Worten von UNO-Klimachefin Patricia Espinosa eine Inspiration für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz.

„Der Klimawandel bleibt die größte Herausforderung dieser und kommender Generationen, und wir haben überwältigende Beweise für die Dringlichkeit der Situation“, sagte Espinosa der dpa. „Jugendliche auf der ganzen Welt wissen das – und sie sind wütend.“ Die jungen Menschen forderten, dass jetzt gehandelt werde.

„Wir begrüßen ihre inspirierenden Stimmen als Teil unserer allgemeinen Anstrengungen, den weltweiten Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen“, sagte die frühere Außenministerin von Mexiko. Man dürfe nie vergessen, dass gerade junge Menschen die Welt verändern könnten. Zurzeit seien sie dabei, genau das zu tun.

Das Bonner Treffen soll unter anderem den nächsten Weltklimagipfel im Dezember in Santiago de Chile vorbereiten.

Israels Regierung hat heute eine neue Siedlung auf den annektierten Golanhöhen nach US-Präsident Donald Trump benannt. Das Kabinett des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu versammelte sich zu einer feierlichen Sitzung auf dem Hochplateau. Die neue Siedlung soll „Ramat Trump“ heißen – Trump-Höhen. Es ist noch unklar, wann der Bau beginnen soll.

Israel Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor einem Schild mit der Aufschrift „Trump Height“
Reuters/Umit Bektas

Netanjahu sprach bei der Sitzung von einem „historischen Tag“. Man wolle mit dem Akt „Israels großen Freund“ Trump würdigen. „Wir werden die Golanhöhen weiter ausbauen, für die jüdischen und die nicht jüdischen Bewohner“, sagte Netanjahu. US-Botschafter David Friedman dankte Netanjahu für die „außergewöhnliche Geste“ an Trump.

Trump hatte die Golanhöhen Ende März formell als Staatsgebiet Israels anerkannt und damit eine Kehrtwende in der US-Außenpolitik vollzogen. Bei einem Besuch Netanjahus in Washington hatte der US-Präsident eine entsprechende Proklamation unterschrieben. Mit diesem Schritt verstoßen die USA gegen eine UNO-Sicherheitsratsresolution, die sie 1981 selbst mit verabschiedet hatten.

Die Proteste gegen die pekingtreue Führung in Hongkong haben weiteren Zulauf erhalten. Fast zwei Millionen Menschen seien heute auf die Straße gegangen, sagte Jimmy Sham von der größten Protestgruppe Civil Human Rights Front (CHRF). Die Regierungsgegner hätten nahezu doppelt so viele Demonstranten und Demonstrantinnen mobilisieren können wie eine Woche zuvor.

Zwei Mio. Demonstranten in Hongkong

Die Proteste gegen die pekingtreue Führung in Hongkong haben weiteren Zulauf erhalten. Fast zwei Millionen Menschen sind laut Organisatoren heute auf die Straße gegangen. (Videoquelle: APTN)

Die Demonstrationen wurden ausgelöst durch ein Gesetzesvorhaben der Regierung, das Auslieferungen auch an Festland-China vorsieht. Kritiker fürchten, dass bei einer Verabschiedung des Gesetzes auch Dissidenten vor chinesische Gerichte gestellt werden könnten.

Zwar machte Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam angesichts der anhaltenden Proteste einen Rückzieher und legte das Gesetzesvorhaben auf Eis, die Demonstranten fordern aber, dass die Pläne vollständig aufgegeben werden. Zudem verlangen sie den Rücktritt Lams. Diese entschuldigte sich für „Defizite in der Regierungsarbeit“. Einen Rücktritt lehnt sie aber ab.

Inland

Die laut Plan mit Jahresanfang an den Start gehende Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) bekommt auch ein Logo. Ein Erstentwurf zeigt einen grünen Kreis und den schwarzen Schriftzug „Österreichische Gesundheitskasse“.

Die „Kronen Zeitung“ (Sonntag-Ausgabe) hatte berichtet, dass sich die Kosten für den Auftrag auf 400.000 Euro belaufen sollen. Dafür habe eine ÖVP-FPÖ-Mehrheit in den Gremien gestimmt. Den Auftrag für das Logo erhalten hat laut dem Bericht die Agentur GGK MullenLowe.

ÖGK: Noch kein Auftrag erteilt

Die ÖGK wies Kritik an den Kosten für ihr neues Logo als falsch bzw. verkürzt dargestellt zurück. Beim Angebot gehe es um mehr als nur das Logo, zudem sei der Auftrag noch nicht erteilt, sondern erst ein Angebot eingeholt worden. Das erklärte der Vorsitzende des Überleitungsausschusses, Matthias Krenn, in einer Aussendung.

Bei diesem Auftrag gehe es darum, Dutzende Außenstellen, eigene Einrichtungen, Hunderte Websites, Drucksorten, Onlineangebote und auch die gesamte direkte Kommunikation mit den Versicherten zusammenzuführen. Zudem existiere derzeit lediglich ein Rahmenbeschluss des Überleitungsausschusses der ÖGK, wonach Leistungen der aus einer europaweiten Ausschreibung als Best- und Billigstbieter hervorgegangenen Agentur abgerufen werden dürfen.

NEOS kündigt parlamentarische Anfrage an

„In einem ersten Schritt wurde die Agentur zur Angebotslegung eingeladen – diese Offerte liegen vor und werden nun einer intensiven Marktüblichkeitsprüfung unterzogen. Ich will klarstellen, dass keine Beauftragung erfolgt ist. Wir haben Angebote auf dem Tisch, prüfen diese nun und gehen in die nächsten Verhandlungsrunden“, so Krenn.

NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker zeigte sich über den Bericht der „Kronen Zeitung“ empört. „Es ist eine unfassbare Sauerei, wie Türkis-Blau auf Kosten der Versicherten Unsummen an Beiträgen verschleudert.“ Er verlangte die sofortige Offenlegung der Ausschreibungsunterlagen und kündigte eine parlamentarische Anfrage zu dieser Auftragsvergabe an. Loacker vermutet, dass ein Teil des Geldes an Agenturen im Parteiumfeld fließen könnte.

Wiener Markenauftritt kostete mehr

Die Umsetzung der Kassenreform, ein Prestigeprojekt der mittlerweile zerbrochenen Koalitionsregierung, ist unterdessen in vollem Gange: Statt neun Gebietskrankenkassen soll es ab 1. Jänner 2020 eine Österreichische Gesundheitskasse geben. Umgesetzt wird die Reform vom Überleitungsausschuss, der Anfang April seine Arbeit aufgenommen hat. Dort gibt es eine ÖVP-FPÖ-Mehrheit, SPÖ-Vertreter klagten gegenüber der „Kronen Zeitung“, dass sie bei Abstimmungen überstimmt werden.

Erst im April sorgten die Kosten für den neuen Markenauftritt der Stadt Wien für Kritik. Dieser kostete 595.000 Euro. Die Stadt Wien hatte die Kosten damals verteidigt. Drei Agenturen hätten das Gesamtprojekt über ein Jahr lang entwickelt, es handle sich um einen Markenauftritt für eine 1,8-Millionen-Stadt mit vielen Dienststellen.

Die FPÖ-nahe Vizepräsidentin des Generalrats der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Barbara Kolm, sorgt mit der Einladung „libertärer“ Ökonomen in den Kassensaal der OeNB für Aufregung. „Diese Veranstaltung ist von Gouverneur (Ewald, Anm.) Nowotny nicht genehmigt“, so ein Sprecher der Notenbank im „Standard“ (Wochenendausgabe).

„Ich habe den aktuellen Gouverneur nicht gefragt, da das nicht in seine Zuständigkeit fällt“, erklärte Kolm gegenüber der Zeitung. Nowotny scheidet am 31. August aus dem Amt aus. Kolm erklärte, sie habe das mit seinem Nachfolger, Robert Holzmann, besprochen.

Holzmann will genehmigen

Dieser steht der Veranstaltung aufgeschlossener gegenüber: „Ich plane sicherlich, das zu genehmigen. Auch wenn da Leute auftreten, die nicht notwendigerweise meine ökonomische Richtung vertreten“, sagte der von der FPÖ bestimmte Ex-Weltbankdirektor Holzmann im „Standard“.

Die Veranstaltung, um die es geht, soll am 13. und 14. November stattfinden. Sie trägt die Titel „Die österreichische Schule der Nationalökonomie im 21. Jahrhundert“ und wird unter anderem vom Austrian Economics Center sowie dem Hayek-Institut veranstaltet. Beiden Organisationen steht Kolm vor.

„Nicht extrem rechts, sondern libertär“

Dem US-Historiker und politischen Kommentator Thomas Woods soll im Rahmen der Veranstaltung ein Preis verliehen werden. Laut „Standard“ gilt Woods als Anhänger des US-Ökonomen Murray Rothbard. Aus Kolms Perspektive ist Rothbards Schule „nicht extrem rechts, sondern libertär“, wie sie der Zeitung sagte.

Kolm war Anfang des Jahres wegen einer Spendencausa unter Druck geraten. Personen und Unternehmen aus Kolms Umfeld hatten in den vergangenen Jahren größere Spenden an die rechte europäische Parteienallianz ACRE getätigt. Im Gegenzug sollen von ACRE Gelder an das Hayek-Institut und das Austrian Economics Center geflossen sein. Kolm betonte in der Causa stets, rechtlich völlig korrekt gehandelt zu haben.

Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) hat heute auf die Einschätzungen des neuen Verteidigungsministers der Expertenregierung, Thomas Starlinger, in Bezug auf die budgetäre Situation des Bundesheers reagiert. Kaiser forderte von der Regierung, budgetäre Vorkehrungen zu treffen und das Bundesheer nicht auszuhungern, hieß es in einer Aussendung. „Wir alle wissen, wie sehr wir die Hilfe des Bundesheeres und der Miliz im Katastrophenfall brauchen“, so Kaiser, der aktuell auch Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz ist.

„In Kärnten haben wir nach wie vor an den schrecklichen Naturereignissen nach den Sturmtiefs ‚Yve‘ und ‚Vaia‘ zu kämpfen. Ohne rasche und unbürokratische Hilfe des Bundesheers vor Ort hätten die Menschen, die ohnehin zu einem großen Teil ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben, noch länger gebraucht, um wieder in einen halbwegs geregelten Tagesablauf zurückzufinden.“

EU

Die Außenminister und Außenministerinnen der EU-Staaten beraten morgen in Luxemburg über die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten. Kontrovers diskutierte Frage dürfte dabei vor allem sein, ob sich die Europäische Union der Einschätzung der USA anschließen sollte, dass der Iran hinter den jüngsten Angriffen auf zwei Tanker im Golf von Oman steckt. Bislang hat sie das nicht getan, sondern nur alle Seiten dazu aufgerufen, größtmögliche Zurückhaltung walten zu lassen und Provokationen zu vermeiden.

Zuletzt war nach der US-Regierung allerdings auch die britische Regierung zu dem Schluss gelangt, dass der Angriff auf die Schiffe von den iranischen Revolutionsgarden ausgeführt worden sein dürfte.

Konflikt in Venezuela und Sudan Thema

Bei den Zwischenfällen nahe der Küste des Irans waren am frühen Donnerstagmorgen zwei Tanker beschädigt worden. Das zweite der beiden Schiffe, die „Front Altair“ einer norwegischen Reederei, geriet nach Explosionen in Brand. Die USA erklärten, dass bei den Angriffen Haftminen zum Einsatz gekommen sein könnten. Stichhaltige Beweise wurden bisher aber nicht bekannt.

Weitere Themen des Außenministertreffens sind die Konflikte in Venezuela und im Sudan. Zudem soll unter anderem darüber beraten werden, wie die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU effizienter und effektiver gemacht werden könnte. Beim Mittagessen sind Gespräche mit dem jordanischen Außenminister Ayman Safadi über die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten geplant. Dabei soll es auch um mögliche neue Strategien für die Wiederbelebung des Friedensprozesses zwischen Israelis und Palästinensern gehen.

Die Europäische Union hat im Rahmen eines EU-Programms bisher 32.700 schutzbedürftige Geflüchtete aus Nordafrika und dem Nahen Osten aufgenommen. Das sagte EU-Flüchtlingskommissar Dimitris Avramopoulos den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag-Ausgaben). Die EU-Staaten hätten damit fast zwei Drittel ihres zugesagten Kontingents erfüllt.

Das Resettlement-Programm sieht vor, besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen einen legalen und sicheren Weg nach Europa zu öffnen. Bis Oktober 2019 sollen insgesamt 50.000 Menschen aus Ländern wie Libyen und Äthiopien bzw. der Türkei und Jordanien in die EU gebracht werden.

Die EU-Kommission hatte das Programm im September 2017 aufgelegt. Die Mitgliedsstaaten machten ihre Zusagen freiwillig, die Kommission stellt ihnen dafür insgesamt eine halbe Milliarde Euro zur Verfügung.

Sport

Wirtschaft

Volkswagen hat für Berater und Anwälte, die der Konzern im Zusammenhang mit dem Dieselskandal beauftragt hat, bisher 1,77 Milliarden Euro ausgegeben. Die Summe beinhalte Zahlungen für alle Marken inklusive Audi und Porsche sowie alle Märkte, berichtete das „Handelsblatt“ (Onlineausgabe) heute. Ein VW-Sprecher bestätigte die Zahl von 1,77 Milliarden Euro.

Es wird davon ausgegangen, dass die Summe noch steigen wird, da die juristischen Verfahren im Zusammenhang mit dem Abgasskandal noch nicht abgeschlossen sind. Zu den großen Auftragnehmern zählt die US-Anwaltskanzlei Jones Day, die VW im September 2015 mit der Vertretung gegenüber den Strafverfolgungsbehörden in den USA beauftragt hatte.

Volkswagen hatte zu Jahresbeginn spürbar an Gewinn eingebüßt. Unter dem Strich verdiente der Konzern im ersten Quartal 3,05 Milliarden Euro, nach rund 3,3 Milliarden Euro vor einem Jahr. Dazu trugen auch die Kosten für Rechtsstreitigkeiten rund um die manipulierten Dieselmotoren bei. In der Rechnung seien Kosten für Rechtsanwälte, Vergleiche und ausstehende Verfahren enthalten, hatte VW-Finanzvorstand Frank Witter Anfang Mai gesagt.

Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt hat einem Medienbericht zufolge gegen Opel einen Zwangsrückruf für Benzinermodelle wegen zu hoher Abgaswerte verhängt. Fahrzeuge der Modelle Corsa und Adam der Baujahre 2018 und 2019 überschritten die gesetzlichen Grenzwerte für Stickoxide gravierend, berichtete die „Bild am Sonntag“. Europaweit seien rund 210.000 Fahrzeuge betroffen, davon 54.000 in Deutschland. Zu Österreich lagen zunächst keine Zahlen vor.

Der Bericht verwies auf Ankündigungen Opels von vor zwei Monaten, wonach der Autobauer eine „Fehlfunktion“ durch ein Softwareupdate freiwillig beheben wollte. Damals habe Opel noch erklärt, dass die Maßnahmen ohne das Kraftfahrt-Bundesamt durchgeführt würden.

Stickstoffoxide (NOx) wie Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) entstehen überwiegend als unerwünschte Nebenprodukte bei der Verbrennung von Treibstoffen bei hoher Temperatur. Der mit Abstand größte Verursacher ist der Auto- und Lkw-Verkehr.

Chronik

Im französischen Lyon hat ein Soldat laut Medienangaben vor einem Krankenhaus auf einen Mann geschossen, der mit einem Messer gedroht hatte. Der mutmaßliche Angreifer sei am Bein getroffen worden, er befinde sich nicht in Lebensgefahr, berichtete der Nachrichtensender Franceinfo heute.

Ein Soldat der Operation Sentinelle hatte demnach vor dem Militärkrankenhaus Desgenettes auf den Mann geschossen. Dieser sei zuvor mit einem Messer auf die Gruppe der Soldaten zugelaufen, so der Bericht. Das Motiv ist noch unklar. Die Staatsanwaltschaft der französischen Stadt habe eine Ermittlung zu dem Vorfall eingeleitet, berichtete Franceinfo. Die Pariser Staatsanwaltschaft, die sich unter anderem um Terrorfälle kümmert, war demnach ebenfalls informiert.

Die Operation Sentinelle wurde gebildet, um wichtige französische Orte zu bewachen, nachdem es 2015 mehrere tödliche islamistische Angriffe in Frankreich gegeben hatte.

Ein achtjähriger Bub ist heute zu Mittag in Oberndorf im Bezirk Kitzbühel in Tirol von einem Pkw erfasst worden. Der Bub, der sich in Begleitung seiner Mutter befand, wollte die Straße überqueren und wurde aus noch unbekannter Ursache vom Auto eines 58-jährigen Deutschen erfasst, wie die Polizei heute Abend bekannt gab.

Der Bub wurde unbestimmten Grades verletzt. Er wurde in das Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol geflogen.

Kultur

Eine Trauerzeremonie zu Ehren des verstorbenen italienischen Regisseurs Franco Zeffirelli ist für Dienstag im Dom seiner Geburtsstadt Florenz geplant. Die Messe wird vom Erzbischof der Stadt, Kardinal Giuseppe Betori, zelebriert, teilten die Angehörigen Zeffirellis heute mit.

Entgegen einer Ankündigung werde der Sarg Zeffirellis nicht im römischen Rathaus, sondern im Palazzo Vecchio in Florenz aufgebahrt. Erwartet wird, dass sich Tausende verabschieden werden. Der Bürgermeister von Florenz, Dario Nardella, rief für Dienstag einen Trauertag in der Stadt aus. Zeffirelli soll auf dem Hauptfriedhof von Florenz beerdigt werden.

IT

Vor der Pariser Airshow, die morgen startet, ist der Konflikt zwischen den USA und der Türkei um die Lieferung von F-35-Kampfjets eskaliert. Am Donnerstag hatte die Türkei den Kauf von russischen SS-400-Luftabwehrsysteme abgeschlossen. Gestritten wird weniger um die Raketen oder Kampfjets selbst, sondern um deren Kontrolle durch Cloud-Systeme, die in die militärischen Kommunikationssysteme Russlands bzw. der USA integriert sind.

Russland behauptet, die vernetzen SS-400-Raktenabwehrsysteme für die Türkei von der eigenen Infrastruktur völlig abtrennen zu können. Die USA hatten das für die Exportversionen der F-35 nie vorgesehen, sämtliche Daten gehen direkt in eine Cloud der US Airforce. Die NATO-Staaten drängen nun darauf, ihre Flotten zumindest in Teilen selbst zu kontrollieren. Bei der Airshow 2017 in Le Bourget hatte die F-35 ihren öffentlichen Jungfernflug absolviert.

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Science

Religion

Der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, und Exkanzler Sebastian Kurz (ÖVP) haben heute am christlichen Ökumene-Großevent „Awakening Austria“ in der Wiener Stadthalle teilgenommen.

Ben Fitzgerald, der aus Australien stammende Leiter der „Awakening“-Bewegung, sprach für Kurz ein „Segensgebet“: „Gott wir danken dir so sehr für diesen Mann. Für die Weisheit die du ihm gegeben hast. Für das Herz, dass du ihm für dein Volk gegeben hast“, sagte er unter anderem. Kurz zeigte sich von der Zahl der Teilnehmer in der Stadthalle beeindruckt und bedankte sich bei den Anwesenden ausdrücklich, „für euren Einsatz in der Gesellschaft“.

Beten für Sebastian Kurz

Am Sonntag hat Sebastian Kurz (ÖVP) vor 10.000 Menschen in der Wiener Stadthalle im Rahmen einer überdimensionierten Messe gesprochen. Er begrüßte die Gläubigen, danach rief der australische Direktor der Veranstaltung die Anwesenden zum Beten für den Politiker auf.

„Spontane Idee“

Angesichts der rasch einsetzenden Kritik in den Sozialen Netzwerken an dem Auftritt erklärte Kurz-Sprecher Etienne Berchtold am Abend per Twitter, das Segensgebet sei eine „spontane Idee“ Fitzgeralds gewesen. Zudem könne „man sich weder Kritik von Kirchenseite noch Lob, wie von Fitzgerald, den Kurz noch nie vorher getroffen hat, aussuchen“.

Kardinal Schönborn betete bei der Großveranstaltung für die Einheit aller Christen, „damit wir aufeinander hören und voneinander lernen, was es heißt, heute Christ zu sein“, zitierte Schönborn vor den rund 10.000 meist jungen Erwachsenen aus verschiedenen Freikirchen sowie der katholischen und der evangelischen Kirche, den emeritierten Papst Benedikt XVI.

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Leute

Für Prinz Harry ist es der erste Vatertag: Zu diesem Anlass veröffentlichten er und Herzogin Meghan heute ein neues Bild von ihrem Sohn Archie auf der Fotoplattform Instagram.

„Schönen Vatertag! Und wir wünschen vor allem dem Herzog von Sussex einen ganz besonders schönen ersten Vatertag!“, heißt es auf der Instagram-Seite „Sussex Royal“ des Paares.

Archie Harrison Mountbatten-Windsor kam am 6. Mai auf die Welt. In Großbritannien findet der Vatertag immer am dritten Sonntag im Juni statt, nicht am zweiten.

Panorama

Die älteste bekannte Zeichnung des französischen Malers Paul Gauguin ist für 80.000 Euro versteigert worden. Wie ein AFP-Korrespondent berichtete, erhielt ein in der Schweiz lebender Unternehmer aus Frankreich heute den Zuschlag. Er hatte telefonisch an der Auktion auf Schloss Artigny im mittelfranzösischen Montbazon teilgenommen.

Das mit Tusche und Aquarellfarbe angefertigte Werk zeigt ein Schweizer Chalet am Rande eines Sees. Signiert ist es mit „Gauguin, P., 2. Juli 1865“. Es handele sich um die „erste bekannte Zeichnung“ des Künstlers, erklärte Auktionsleiter Aymeric Rouillac.

Das Bild sei interessant, „weil es die These widerlegt, dass Gauguin Autodidakt war“, sagte Rouillac. Entstanden sei Gauguins knapp 40 mal 25 Zentimeter große Zeichnung unter der Anleitung seines Lehrers Charles Pensee in Orleans.

Festwochen