COV Inland

In Österreich ist die Zahl der bisher bestätigten Coronavirus-Fälle auf 23.194 gestiegen (Stand: heute, 16.00 Uhr). Zwischen gestern, 16.00 Uhr, und heute, 16.00 Uhr, wurden 301 neue Fälle bestätigt, wie aus dem amtlichen Dashboard des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Derzeit gibt es 1.824 aktive Fälle. 20.627 Personen gelten als genesen.

Die steigenden Zahlen setzen sich einer Aussendung des Gesundheitsministeriums zufolge „aus etlichen kleinen Clusterbildungen im familiären Bereich, aus etwa einem Viertel asymptomatischer Fälle sowie einem hohen Anteil an Reiserückkehrenden zusammen. Diese Gruppe liegt bei etwa einem Drittel aller Neuinfizierten und umfasst vorwiegend ReiserückkehrerInnen aus Kroatien.“

Im Spital behandelt werden im Moment 104 Personen, 21 davon auf der Intensivstation. Die Zahl der Todesopfer in Zusammenhang mit dem Coronavirus beträgt aktuell 717. Für die Zählung ist die Definition des Epidemiologischen Meldesystems (EMS) ausschlaggebend. Insgesamt wurden 1.009.354 Tests durchgeführt.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Hinweis zur Aktualisierung der Daten

Um die Daten aktuell zu halten, übernimmt ORF.at die Informationen direkt aus dem offiziellen Dashboard des Gesundheitsministeriums. Die aktuellen Fallzahlen im Kopf der Seite werden stündlich aktualisiert, die Verlaufsgrafiken zum Tageswechsel, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

Genaue Informationen zu Definitionen, Herkunft der Daten, Aktualisierung und FAQs finden sich im Infopoint Coronavirus von ORF.at.

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Auf dem Flughafen Wien-Schwechat haben sich heute lange Schlangen vor dem Health Center gebildet, wo die CoV-Tests von Reisenden gemacht werden. Laut Flughafen musste wegen eines Softwareproblems ein Aufnahmestopp verhängt werden.

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Nachdem eine Person aus Axams in Tirol positiv auf das Coronavirus getestet worden ist, hat das Land heute einen Aufruf gestartet. Zwischen 10. und 12. August soll sich die infizierte Person in mehreren Hütten und Gasthäusern in Tirol aufgehalten haben.

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Ausland

Die prominente afghanische Frauenrechtlerin Fausia Kufi, die an den bevorstehenden Friedensverhandlungen mit den Taliban teilnehmen soll, ist bei einem bewaffneten Angriff verletzt worden. Kufi wurde laut Innenministerium an der rechten Hand verletzt, ihr Gesundheitszustand sei stabil.

Die afghanische Frauenrechtlerin Fausia Kufi
Reuters/Mohammad Ismail

Taliban weisen Verantwortung zurück

Unbekannte Angreifer hätten gestern das Feuer auf die Parlamentsabgeordnete und ihre Schwester eröffnet, sagte ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums heute. Die Taliban wiesen eine Beteiligung an dem Angriff zurück.

Der Schusswaffenangriff erfolgte, als die 45-jährige Kufi und ihre Schwester von einem Termin in der Provinz Parwan nahe der Hauptstadt Kabul zurückkehrten. Bisher bekannte sich niemand zu der Tat.

Eine von vier Frauen in Delegation

Kufi ist eine von vier Frauen in der Delegation, die in Kürze mit den radikalislamischen Taliban verhandeln soll. Am Ende der Verhandlungen soll nach zwei Jahrzehnten militärischer Konflikte eine Befriedung Afghanistans stehen.

Afghanistans Präsident Ashraf Ghani verurteilte die Tat als „feigen Angriff“, wie sein Sprecher mitteilte. Der Chefunterhändler der afghanischen Regierung, Abdullah Abdullah, forderte die Behörden auf, „die Täter vor Gericht zu bringen“. Der Chef der afghanischen Regierungsdelegation für die Friedensverhandlungen, Mohammed Masum Staneksai, sagte, die Sicherheitsbehörden hätten Ermittlungen eingeleitet.

Die Vorsitzende der unabhängigen afghanischen Menschenrechtskommission, Shaharsad Akbar, verurteilte die „entsetzliche Attacke“. Im Kurzbotschaftendienst Twitter sprach sie von einem „besorgniserregenden Muster gezielter Angriffe, die das Vertrauen in den Friedensprozess negativ beeinflussen können“.

2010 Attentat überlebt

Bereits 2010 überlebte Kufi ein Attentat. Damals hatten bewaffnete Männer auf sie gefeuert, als sie nach einer Veranstaltung zum Internationalen Frauentag nach Kabul zurückkehrte. Kufi war die erste Frau in Afghanistan, die den Posten der stellvertretenden Parlamentssprecherin innehatte. Sie ist eine bekannte Kritikerin der Taliban, dennoch befürwortete sie den Dialog mit den Dschihadisten.

Die Türkei will im Streit mit Griechenland um Gebietsansprüche im östlichen Mittelmeer nicht nachgeben. „Wir werden uns niemals Banditentum auf unserer Kontinentalplatte beugen“, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan heute. Sein Land werde nicht klein beigeben, auch nicht angesichts von Drohungen oder möglicher Sanktionen.

„Oruc Reis“ soll Arbeit fortsetzen

Das türkische Forschungsschiff „Oruc Reis“, das derzeit im Mittelmeer nach Öl- und Gasvorkommen sucht, werde seine Arbeit bis zum 23. August fortsetzen. Zwischen den NATO-Mitgliedern Griechenland und der Türkei gibt es seit längerem Spannungen. Grund sind sich überschneidende Ansprüche auf Seegebiete im östlichen Mittelmeer, in denen Öl- und Gasvorkommen vermutet werden.

Ein Problem ist, dass die Türkei und Libyen sich auf die Aufteilung ihrer Wirtschaftszonen im Mittelmeer geeinigt hatten – dies aber im Widerspruch zu einem ähnlichen Abkommen zwischen Griechenland und Ägypten steht. Am Montag hatte „Oruc Reis“ das Seegebiet zwischen Kreta und dem EU-Staat Zypern durchquert. Es wird von türkischen Kriegsschiffen begleitet.

Die EU hat die Türkei aufgefordert, Bohrungen in den umstrittenen Gewässern zu stoppen. Kürzlich waren offenbar zwei Kriegsschiffe Griechenlands und der Türkei in der Region kollidiert. Das schürte die Sorge vor einer kriegerischen Auseinandersetzung.

Das neue Seenotrettungsschiff „Sea-Watch 4“ hat heute den Hafen von Burriana in Spanien verlassen, um erstmals im Mittelmeer vor Libyen schiffbrüchige Geflüchtete aufzunehmen. Die Mission wird durch die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen unterstützt.

Die „Sea-Watch 4“ ist nach Angaben der Aktivistinnen und Aktivisten aktuell das einzige Rettungsschiff, das auf dem Mittelmeer im Einsatz ist – drei andere Rettungsboote sind teils seit Wochen von den italienischen und spanischen Behörden wegen Sicherheitsmängeln festgesetzt.

„Klare Ansage an die EU“

Chris Grodotzki, Sprecher von Sea-Watch, sagte: „Das Auslaufen der ‚Sea-Watch 4‘ ist auch eine klare Ansage an die Europäische Union: Wir hören nicht auf zu retten, solange ihr Menschen zur Abschreckung ertrinken lasst.“ Die Organisation ist seit 2015 in der Bergung von Geflüchteten aktiv und war nach eigenen Angaben an der Rettung von mehr 37.000 Menschen beteiligt.

Im Jänner hatte der Verein United4Rescue den Kauf der „Sea-Watch 4“ ermöglicht. Das Bündnis vereint nach eigenen Angaben mehr als 550 große und kleine Organisationen, Initiativen, Unternehmen, Vereine und Stiftungen.

Zahl der in Italien eingetroffenen Geflüchteten um 148 Prozent gestiegen

Die Zahl der nach Seefahrten über das Mittelmeer in Italien eingetroffenen Geflüchteten hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Dies berichtete die italienische Innenministerin Luciana Lamorgese heute bei einer Pressekonferenz.

Über 21.000 Geflüchtete erreichten Italien zwischen August 2019 und Juli 2020, was einem Plus von 148 Prozent entspricht, erklärte die Ministerin. Die meisten Geflüchteten seien selbstständig in Italien eingetroffen und nicht von NGO-Schiffen gerettet worden. 5.000 Personen seien im Zeitraum zwischen August 2019 und Juli 2020 von Rettungsschiffen in Sicherheit gebracht worden. Über 80 Prozent der in Italien eingetroffenen Geflüchteten starteten von Tunesien und Libyen.

Lamorgese kündigte ein Treffen mit dem tunesischen Präsidenten Kais Saied für Montag an. Dabei sollen Strategie zur Eingrenzung der Schlepperei nach Italien diskutiert werden. Am Treffen werden sich auch der italienische Außenminister Luigi Di Maio, sowie die EU-Kommissare Ylva Johansson und Oliver Varhelyi beteiligen.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat die Haftbedingungen von Oppositionellen und Journalisten in Äthiopien angeprangert. Die Insassen hätten keinen Zugang zu einem Anwalt und seien einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus ausgesetzt, erklärte die Organisation heute. Die Ermordung eines beliebten Sängers hatte landesweite Proteste ausgelöst.

9.000 Festnahmen

Dabei wurden mehr als 9.000 Menschen festgenommen. Es sei zu befürchten, dass die Behörden in Äthiopien ihre alte Praxis, erst zu verhaften und später zu ermitteln, nicht aufgegeben haben. „Die Behörden sollten umgehend auf Tatsachen beruhende Anklagen gegen die Gefangenen erheben oder sie freilassen“, hieß es in einer Erklärung von HRW. Mindestens zwei der Gefangenen seien bereits positiv auf das Coronavirus getestet wurden. HRW forderte, die Zahl der Inhaftierten in den Gefängnissen zu reduzieren.

Der Ende Juni ermordete Sänger Hachalu Hundessa gehörte den Oromo an, der größten Volksgruppe in Äthiopien. In seiner Musik hatte er oft das Gefühl der Oromo ausgedrückt, wirtschaftlich und politisch benachteiligt zu werden. Auch der amtierende Ministerpräsident Abiy Ahmed gehört den Oromo an. Der Tod des Sängers löste eine Welle der Gewalt im Land aus, dabei kamen mehr als 200 Menschen ums Leben, insbesondere in der Oromia-Region um die Hauptstadt Addis Abeba.

Im Juli gestanden zwei Männer nach Behördenangaben den Mord an Hundessa. Die Tat sei Teil einer Verschwörung zum Sturz der Regierung gewesen, erklärte die äthiopische Generalstaatsanwältin Abebech Abbebe im staatlichen Fernsehen. Äthiopien mit seinen 100 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern ist ein Vielvölkerstaat, in dem es immer wieder Spannungen zwischen den Volksgruppen gibt. Die Behörden hatten wiederholt Oppositionelle für die Unruhen verantwortlich gemacht.

Mit dem Sparkurs beim US Postal Service (USPS) könnte US-Präsident Donald Trump dafür sorgen, dass die von ihm oft kritisierte Briefwahl nun vor größeren logistischen Problemen steht. Eine Finanzspritze zur Rettung der Post lehnt er ganz offen ab. Nun räumt auch der USPS-Chef selbst Probleme ein. Für Trumps Wahlkampf kommt das gelegen – denn die Briefwahl könnte vor allem die Demokraten stärken.

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Inland

Nach dem „profil“-Bericht, wonach der Chef der Staatsholding ÖBAG, Thomas Schmid, einem Vertrauten von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) einen Posten bei den Bundesforsten verschafft haben soll, übt die Opposition heftige Kritik am Kanzler. NEOS sieht Postenschacher endgültig beim Kanzler angekommen, für die SPÖ macht Kurz die Republik zum Familienbetrieb.

NEOS-Generalsekretär Nikola Donig erinnerte daran, dass die PR-Beraterin Gabriela Spiegelfeld eine der engsten Vertrauten von Kurz sei, die auch Spenden für seinen Wahlkampf gesammelt habe. Als Dank dafür habe es von Kurz und seinem Vertrauten Schmid offenbar einen Aufsichtsratsposten für ihren Mann gegeben.

Für Donig ist das „Nepotismus in Reinkultur, ein Missbrauch von Macht, von dem ausschließlich das türkise Netzwerk profitiert – auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler“. NEOS würde sich auch diese Postenbesetzung im Untersuchungsausschuss genau anschauen.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch meinte, wichtige Posten würden nicht nach Qualifikation besetzt, „sondern sind einzig dafür da, das türkise Netzwerk zu bedienen. So lange, bis Kurz auch im letzten Winkel der Republik seine Message Control durchsetzen kann.“ Und im Zentrum stehe dabei immer Schmid, für den Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) die Verantwortung trage.

„Profil“: ÖBAG-Chef verschaffte Kurz-Vertrautem Job

Wie das „profil“ berichtete, habe Schmid die Besetzung von Immobilienunternehmer Georg Spiegelfeld, der im März 2018 auf Vorschlag des Finanzministeriums in den Aufsichtsrat der Bundesforste gewählt wurde, veranlasst.

Das Magazin stützt sich auf Auswertungen von Handydaten der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA). Laut dem Bericht habe Schmid im Jänner 2018 mit PR-Beraterin Gabriela Spiegelfeld kommuniziert und geschrieben: „Bitte sag Axel und Co Georg muss BMF Kandidat für Bundesforste sein Bussi“. Spiegelfeld antwortete: „Habs Axel grad geschrieben. Seb auch??????“. Schmid darauf: „Ja bitte“. Und weiter: „Ich werde das nämlich jetzt dann veranlassen“.

Anwalt: „Persönliche und fachliche Kriterien berücksichtigt“

Schmids Anwalt Thomas Kralik sagte gegenüber dem „profil“: „Bei der Kandidatenauswahl wurden persönliche und fachliche Qualitätskriterien umfassend berücksichtigt.“ Auch Georg Spiegelfeld betonte laut dem Bericht, dass Immobilien ein großer Umsatzbereich der Bundesforste seien und er in diesem Bereich seit mehr als 40 Jahren tätig sei.

Wer mit „Axel“ und „Seb“ gemeint ist, bleibt laut „profil“ unklar. ÖVP-Generalsekretär Axel Melchior sowie ein Sprecher von Kurz sprachen laut dem Magazin von einem Skandalisierungsversuch.

Weiters soll sich Schmid schon vor seiner offiziellen Besetzung als ÖBAG-Chef für das Recruiting der unteren Ebenen der Staatsholding interessiert haben, wie aus einer Meldung auf einer Whistleblower-Website der WKStA hervorgehe. In der Schilderung heißt es, dass Schmid bereits im Jänner 2019 bei Bewerbungsgesprächen persönlich anwesend gewesen sei. Der Vorstandsposten der ÖBAG sei jedoch erst am 21. Februar ausgeschrieben worden, schreibt das Magazin.

Vonseiten des Schmid-Anwalts Kralik heißt es dazu: „Als der für das Beteiligungsmanagement mitzuständige Kabinettschef beziehungsweise Generalsekretär im Finanzministerium war mein Mandant gemeinsam mit der zuständigen Fachabteilung und der ÖBIB in die Vorbereitung der Neuaufstellung der Staatsholding nach internationalen Standards involviert.“

Der Wiener Ex-FPÖ-Bezirksrat Peter Sidlo dürfte in seiner Zeit als Vorstand der Casinos Austria vertrauliche Gesetzesentwürfe von einer FPÖ-Informantin erhalten haben. Eine frühere Mitarbeiterin des damaligen FPÖ-Finanzstaatssekretärs Hubert Fuchs habe ihm Ministeriumspapiere zum Glücksspielgesetz (GSpG) auf seine Bitte hin zukommen lassen, berichtete das „profil“.

Das gehe aus Handy- und E-Mail-Auswertungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hervor. So habe Sidlo laut einem Handyprotokoll am 2. Juli 2019 geschrieben: „bitte vergiss nicht auf mich und den Gesetzesentwurf zum GSpG“. Sie solle den Entwurf an seine private E-Mail-Adresse schicken, hieß es laut dem Magazin weiter.

Vermerk: „Diskussions- und Änderungsbedarf“

Rund eine Woche später habe die Frau von einer FPÖ-E-Mail-Adresse aus als ‚vertraulich‘ gekennzeichnete Materialien eines Gesetzesentwurfs zum Glücksspielgesetz mit Stand 29. April 2019 an Sidlo geschickt mit dem Vermerk, es gebe noch „einigen Diskussions- und Änderungsbedarf“, und der Bitte, „den Entwurf vertraulich zu behandeln“, schreibt das „profil“. Von Sidlo oder der Frau habe das Magazin auf Anfrage keine Stellungnahmen erhalten.

Sidlo wurde im Frühling 2019 Finanzvorstand der Casinos Austria. Noch im selben Jahr kam jedoch ein Skandal um mutmaßlichen Postenschacher rund um seine Person auf. Nun gibt es Ermittlungen, ob es hinter seiner Bestellung einen Deal zwischen dem damaligen Casinos-Miteigentümer Novomatic und der FPÖ gab, wonach für die Installierung Sidlos Glücksspiellizenzen für die Novomatic herausschauen hätten sollen. Das streiten alle Involvierten ab, es gilt die Unschuldsvermutung.

COV Ausland

Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in den USA verharrt auf hohem Niveau. Nach Angaben der Seuchenschutzbehörde CDC wurden zuletzt binnen 24 Stunden knapp 57.000 Menschen positiv auf Covid-19 getestet. Am Freitag hatte es rund 52.800 neue Fälle gegeben, am Donnerstag rund 56.000.

Insgesamt stieg die Zahl damit auf knapp 5,3 Millionen. Die Zahl der Toten legte zuletzt um 1.229 zu. Damit sind nach Angaben der CDC bisher 166.317 Menschen in den USA an dem Virus gestorben. In den USA leben knapp 330 Millionen Menschen.

Die Zahl der Coronavirus-Neuinfizierten ist in Italien in den vergangenen 24 Stunden wieder gestiegen, was bei den Gesundheitsbehörden Sorge auslöst. Am Höhepunkt der nationalen italienischen Feriensaison an Ferragosto, dem heutigen Feiertag Mariä Himmelfahrt, wurden 629 neue Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden gemeldet – nach 574 am Vortag.

Sechs Menschen starben von gestern auf heute nach einer CoV-Infektion, am Vortag waren es drei. 35.392 Menschen sind seit Ausbruch der Pandemie am 20. Februar mit oder am Coronavirus in Italien gestorben. Die Zahl der noch aktiv Infizierten lag bei 14.406, jene der in Spitälern behandelten Covid-19-Patientinnen und -Patienten sank von 771 auf 764. Auf der Intensivstation befanden sich heute noch 55 Patientinnen und Patienten. 13.587 Menschen waren in Heimquarantäne. Die Zahl der offiziell genesenen Infizierten stieg auf 203.640.

In der Region Lombardei, dem Zentrum des CoV-Ausbruchs in Italien, gab es heute ein Todesopfer. Die Zahl der Verstorbenen stieg somit auf 16.837. 94 Neuinfizierte zählten die dortigen Behörden, am Vortag waren es 97. Die Zahl der Covid-19-Erkrankten in den lombardischen Spitälern betrug 149. Auf Intensivstationen lagen in der Lombardei zwölf Patientinnen und Patienten.

Obwohl die finalen Tests noch laufen, hat Russland die Pilotproduktion des ersten amtlich zugelassenen Coronavirus-Impfstoffs der Welt abgeschlossen. „Die erste Charge des neuen Impfstoffs gegen das Coronavirus des Gamaleja-Forschungszentrums wurde hergestellt“, zitierten russische Nachrichtenagenturen das Gesundheitsministerium in Moskau heute.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatten allerdings Vorbehalte gegen den Impfstoff geäußert. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte den in Erinnerung an den ersten sowjetischen Weltraumsatelliten „Sputnik V“ getauften Impfstoff vergangenen Dienstag vorgestellt und als „sicher und effektiv“ bezeichnet. Auch eine seiner Töchter sei schon mit dem Impfstoff behandelt worden, sagte er.

Russland will schon im September in die industrielle Produktion einsteigen und plant ab Dezember oder Jänner bereits mit fünf Millionen Impfdosen monatlich. Als Erste sollen Mediziner geimpft werden, später dann der Rest der Bevölkerung auf freiwilliger Basis. Mit mehr als 900.000 registrierten Coronavirus-Infektionen steht Russland weltweit aktuell auf Platz vier hinter den USA, Brasilien und Indien.

Die Niederlande haben ihre Reisewarnungen für Spanien, Frankreich und Belgien verschärft. Von Reisen nach unter anderem Paris, die Region um Marseille, Brüssel, Ibiza und Mallorca wird abgeraten, wie die Nachrichtenagentur ANP heute berichtet. Die Warnung gelte ab Mitternacht.

Wer aus diesen Ländern in die Niederlande einreist, soll für 14 Tage in Heimquarantäne. Die Niederlande reagieren damit auf die zunehmende Zahl von Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den Ländern.

IT

Nach der Eskalation des Streits über Apples Abgaben für In-App-Käufe schlägt sich auch Tech-Gigant Facebook auf die Seite der Kritikerinnen und Kritiker. Facebook stellte am Wochenende eine neue Funktion vor – und zwar die Möglichkeit, kostenpflichtige Veranstaltungen wie Yogastunden und Kochkurse zu organisieren. Facebook versprach, dass die Unternehmer dabei nach dem Willen des Konzerns den gesamten Erlös bekommen sollen – außer von Nutzerinnen und Nutzern auf Apples iPhones und iPads.

Und Facebook macht den iPhone-Konzern dafür verantwortlich. „Wir haben Apple gebeten, die App-Store-Steuer von 30 Prozent zu reduzieren oder uns Facebook Pay nutzen zu lassen, damit wir den Geschäften, die durch die Covid-19-Pandemie zu kämpfen haben, alle Kosten abnehmen können“, schrieb Facebook in einem Blogeintrag. „Unglücklicherweise haben sie beide Anfragen abgelehnt, und die kleinen und mittleren Unternehmen werden nur 70 Prozent von ihren hart verdienten Erlösen bekommen.“

Von Nutzerinnen und Nutzern im Web und mit Geräten des Google-Betriebssystems Android sollen die Unternehmer den gesamten Kaufpreis erhalten – sofern sie in einem Land leben, wo das Onlinenetzwerk seinen hauseigenen Bezahldienst Facebook Pay eingeführt hat.

Abgabe gilt seit 2008

Apple nimmt von Anbietern eine Abgabe von 30 Prozent bei Käufen innerhalb von Apps auf seinen iPhones und iPads ein. Das gilt seit der Einführung des App Stores 2008. Zuletzt regte sich aber zunehmend Widerstand dagegen.

Ein Grund ist das exorbitant gestiegene Geschäftsvolumen: Beim Start des App Store sagte Apple-Gründer Steve Jobs noch, die Abgabe solle nur dazu dienen, die Kosten der Plattform zu decken. Mit dem Wachstum der App-Okönomie gehen Marktbeobachter davon aus, dass deutlich mehr als die Kosten übrig bleiben. Apple weist in seinen Geschäftszahlen die Einnahmen und Kosten des App Stores nicht gesondert aus.

Auf Android-Geräten nimmt Google ebenfalls 30 Prozent von Kaufpreis in seiner App-Plattform Play Store. Ein Unterschied ist allerdings, das man bei Android-Apps grundsätzlich auch aus anderen Quellen laden kann. Diese Woche wurden die Macher des populären Onlinespiels „Fortnite“ zum Wortführer der Proteste gegen die Höhe der Abgabe.

Sport

Weltmeister Lewis Hamilton hat sich heute zum 92. Mal in seiner Karriere die Poleposition in der Formel 1 gesichert. Der 35-jährige Brite setzte sich beim Qualifying in Spanien vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas sowie Red-Bull-Piloten Max Verstappen durch. Vierter wurde der Mexikaner Sergio Perez bei seinem Comeback für Racing Point.

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Nicht wie erwartet ein Ducati- oder KTM-Fahrer, sondern mit Maverick Vinales ein Yamaha-Pilot geht morgen aus der Poleposition in den Motorrad-Grand-Prix von Österreich. Der Spanier erzielte am Samstag im Qualifying mit 1:23,450 Min. Bestzeit in der MotoGP vor Jack Miller (Ducati) sowie WM-Leader Fabio Quartararo, der auch eine Yamaha fährt.

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Chronik

Ein stark frequentierter Radweg in Kirchberg (Bezirk Kitzbühel/Tirol) ist durch die Hochwasser führende Aschauer Ache heute unterspült und teilweise weggerissen worden. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde laut Polizei niemand verletzt.

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Gasalarm hat es heute Mittag bei der Innenstadtgarage der Barmherzigen Brüder in Salzburg gegeben. Wegen aktuter Explosionsgefahr musste die Berufsfeuerwehr vorübergehend die komplette Tiefgarage sperren. Inzwischen wurde Entwarnung gegeben.

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Eine Beamtin der Justizanstalt Feldkirch in Vorarlberg soll einen USB-Stick mit vertraulichen und brisanten Daten außerhalb der Gefängnismauern verloren haben. Das berichtete die „Kronen Zeitung“ (Samstag-Ausgabe), der die Sache zugetragen worden sei.

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Bei einer Nacktwanderung in Thüringen ist ein 76 Jahre alter Deutscher gestern ab- und 70 Meter in die Tiefe gestürzt. Der Wanderer aus Mecklenburg-Vorpommern kam wenige Meter oberhalb des Flusses Saale schwerverletzt zum Liegen, wie die Landeseinsatzzentrale heute mitteilte. Die Polizei geht von einem Unfall aus, Fremdverschulden liege nicht vor, sagte ein Sprecher.

Der 76-Jährige gehörte einer etwa 30-köpfigen Nudistenwandergruppe an, die an der Saalekaskade unterwegs war. 40 Einsatzkräfte waren damit beschäftigt, den verunglückten Mann aus dem schwer zugänglichen Gelände herauszuholen. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn schließlich in eine Klinik. Der Verunglückte hatte auf dem nur etwa 40 Zentimeter schmalen Wanderweg entlang eines Felsens den Halt verloren.

Kultur

Trachtentragen ist nicht mehr unbedingt regionaler Identitätsausweis. Das belegen die in Städten um sich greifenden Oktoberfeste und „Wiesn“. In Salzburg scheint die Kombination Tracht und Kultur im Gencode der Festspiele verankert zu sein, träumte doch schon Hofmannsthal von der engen Bindung zwischen Landschaft und Literatur. So war es in Salzburg auch kein Widerspruch, dass der Weg zur Internationalisierung Mitte der 1930er Jahre zugleich den Höhepunkt des Trachtenkults markierte – und auch eine Marlene Dietrich bei ihrem Festspielauftritt eine Tracht Salzburg abbekam.

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Leute

Die Ehefrau von Prinz Harry, Meghan Markle, hat sich bei einem öffentlichen Auftritt in den USA zu Rassismus und ihrer Rückkehr in ihr Heimatland geäußert. Es sei „niederschmetternd“ gewesen, in die USA zurückzukehren, während der tief verwurzelte Rassismus nach dem Tod des Schwarzen George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai offengelegt worden sei, sagte Markle gestern (Ortszeit) bei einer Veranstaltung der Mediengruppe The 19th*.

Meghan Markle
AP/The 19th

Die anschließenden landesweiten friedlichen Proteste gegen Rassismus hätten ihr inzwischen neue Hoffnung gegeben. Sie fühle sich jetzt „absolut inspiriert, weil ich sehen kann, wie sich das Blatt wendet“. Sie hoffe, sie könne etwas zu dieser neuen Bewegung beitragen und „meine Stimme in einer Weise einsetzen, wie ich es zuletzt nicht konnte“. Daher sei es „schön, wieder zu Hause zu sein“.

Markle äußerte sich auch zu bestimmten Strömungen in den Medien, bei denen es nur darum gehe, Aufmerksamkeit zu erheischen, um Leser und Zuschauer zu gewinnen und damit Geld zu machen. Dabei bleibe die Wahrheit häufig auf der Strecke.

Harry und seine Frau hatten sich Ende März offiziell aus der ersten Reihe des britischen Königshauses zurückgezogen. Sie leben inzwischen mit ihrem Sohn Archie in Meghans Heimat in Kalifornien. Vor wenigen Wochen reichten sie dort Klage wegen Verletzung der Privatsphäre ihres Sohnes ein. Das Paar beschuldigt einen oder mehrere Paparazzi, ohne Erlaubnis Bilder von dem Kleinkind gemacht zu haben.