Letzte Meldung

Das Land Salzburg hat heute um 17.00 Uhr den Zivilschutzalarm für vier Gemeinden ausgelöst: Muhr (Lungau), Großarl, Hüttschlag und Bad Hofgastein (alle Pongau) – wegen Hochwasser- und Murengefahr. Die Häuser sollten nicht verlassen werden.

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Zivilschutzwarnung in Kärnten

Die Landesalarm- und Warnzentrale in Kärnten gab eine Zivilschutzwarnung für die Gemeinde Flattach heraus. Alle Bewohner und Bewohnerinnen sind aufgefordert, in den Häusern zu bleiben.

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Ausland

Einige Dutzend „Gelbwesten“ haben heute das berühmte Pariser Luxuskaufhaus Galeries Lafayette besetzt. Die Polizei begann sofort, das Kaufhaus zu räumen, wie französische Medien berichteten.

Auf Videos war zu sehen, wie Dutzende „Gelbwesten“ auf den Etagen der Galeries Lafayette standen und etwa „Joyeux Anniversaire“ (dt. „Alles Gute zum Geburtstag“) sangen. Laut der Zeitung „Le Parisien“ war die Stimmung friedlich, einige skandierten den bekannten Slogan „Travaille, consomme et ferme ta gueule“ (dt. etwa: „Arbeite, konsumiere und halt die Klappe“).

Die „Gelbwesten“ hatten zuvor bereits angekündigt, als Kritik an der Konsumgesellschaft am Wochenende des Jahrestags ein großes Kaufhaus besetzen zu wollen. Vor den Galeries Lafayette im Herzen der Hauptstadt war ein großes Polizeiaufgebot.

Heute demonstrierten in Paris erneut einige „Gelbwesten“, die Stimmung blieb zunächst friedlich. Gestern war es zu massiven Ausschreitungen in Paris gekommen, Vermummte randalierten vor allem im Süden der Stadt.

Am 30. Jahrestag der Samtenen Revolution sind heute Nachmittag Zehntausende Menschen zu einem bunten „Festival der Freiheit“ in die Prager Innenstadt geströmt. Auf zahlreichen Bühnen gab es Konzerte, Theateraufführungen und Diskussionsveranstaltungen. Filmprojektionen erinnerten an das kommunistische Unrecht.

Auch in der slowakischen Hauptstadt Bratislava fanden Gedenkveranstaltungen statt. Die slowakische Präsidentin Zuzana Caputova betonte im Sender TA3, die Revolution von 1989 habe nicht nur Freiheit, sondern auch Verantwortung mit sich gebracht. Sie appellierte an die junge Generation, die Veränderungen fortzuführen und sich politisch zu informieren.

Russland gibt der Ukraine morgen drei vor einem Jahr beschlagnahmte Kriegsschiffe zurück. Das teilte der russische Inlandsgeheimdienst FSB der Agentur Interfax zufolge mit. Die vor einem Jahr bei einem Zwischenfall in der Meerenge von Kertsch festgesetzten Boote verließen gestern einen Hafen der Halbinsel Krim für die Übergabe in neutralen Gewässern des Schwarzen Meeres.

Das berichtete der Radiosender Kertsch FM. Ukrainische Schlepper erwarteten die Schiffe vor der Küste des Krim-Ortes Alupka. Anfang September hatte Russland bereits bei einem Gefangenenaustausch mit der Ukraine die 24 Matrosen der Boote freigelassen.

Die internationale Gemeinschaft hatte mehrfach auch die Herausgabe der Marineschiffe gefordert. Am 9. Dezember ist in Paris ein Ukraine-Gipfel mit den Präsidenten Frankreichs, Emmanuel Macron, der Ukraine, Wolodymyr Selenski, und Russlands, Wladimir Putin, sowie Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geplant.

Labour-Chef Jeremy Corbyn schließt eine Koalitionsregierung nach der Parlamentswahl im Dezember aus. „Wir werden keine Deals mit irgendjemanden machen“, sagte der Oppositionsführer am Wochenende in einem TV-Interview der BBC.

Labour-Chef Jeremy Corbyn im Gespräch mit einem Moderator der BBC
APA/AFP/BBC/Jeff Overs

„Wir werden keine Koalitionsregierung eingehen.“ Andere Parteien wie die SNP müssten sich dann entscheiden, ob sie Labour oder den konservativen Premierminister Boris Johnson unterstützen wollten. Die Vorsitzende der Schottischen Nationalpartei (SNP), Nicola Sturgeon, will noch vor Weihnachten die Befugnis für ein erneutes Unabhängigkeitsreferendum in Schottland einholen.

Gestern wurden auf der Insel vier Meinungsumfragen veröffentlicht. Demnach liegt Labour zehn bis 17 Prozentpunkte hinter den Konservativen. Die Briten und Britinnen sollen am 12. Dezember wählen und damit auch über den Brexit-Kurs von Johnson abstimmen. Dieser hatte zuletzt versprochen, den EU-Austritt seines Landes bis Ende Jänner über die Bühne zu bringen.

Eigentlich hatte er das schon bis Ende Oktober zugesagt, dafür im Parlament aber keine Mehrheit bekommen. Johnson stellte am Sonntag zudem eine schärfere Einwanderungspolitik ab 2021 in Aussicht, sollte er die Wahl gewinnen.

Bei den Unruhen im Iran sind nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars bisher rund 1.000 Menschen festgenommen worden. Sie hätten gestern mehr als 100 Banken und mehrere Kaufhäuser in Brand gesetzt, berichtete die Agentur heute. Die landesweiten Proteste richten sich gegen den Beschluss der iranischen Regierung, Benzin zu rationieren und zu verteuern.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA wurde bei den Unruhen im Westiran auch ein Polizist getötet. Er sei bei Zusammenstößen mit Demonstranten in der Stadt Kermanschah umgekommen, berichtete die Agentur heute. Auch bei Krawallen in der südiranischen Stadt Sirdschan gab es einen Toten und mehrere Verletzte. Das gab der Sprecher der Stadtverwaltung, Mahmud Mahmudabadi, bekannt.

Der Zugang zum Internet ist im Iran gestört, viele Menschen sind seit gestern Nachmittag offline. Die Berichterstattung über die Proteste ist dadurch erschwert. Nach Angaben des iranischen Telekommunikationsministeriums wurde das Internet auf Anweisung des Nationalen Sicherheitsrats für 24 Stunden „limitiert“.

Die Nichtregierungsorganisation Netblocks, die Blockaden des Internets registriert, schrieb auf Twitter, die landesweite Internetnutzung sei binnen etwa einer Stunde auf nur noch sieben Prozent der normalen Nutzung gefallen.

Die Informationen über den Gesundheitszustand von Serbiens Präsident Aleksandar Vucic, der am Freitag in ein Belgrader Militärkrankenhaus aufgenommen worden war, sind einigermaßen kontrovers. Während Vucic laut Medienberichten aus dem Krankenhaus wissen ließ, dass er ab morgen wieder „im Vollbetrieb“ sein werde, klang Gesundheitsminister Zoran Loncar heute nicht so optimistisch.

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic
APA/AFP/Andrej Isakovic

Präsident Vucic habe „kleine, chronische Herzprobleme“, wurde Loncar vom TV-Sender RTS zitiert. Am Freitag sei es allerdings zu einer „seriösen“ Verschlechterung seines Gesundheitszustandes gekommen. Bei seiner Aufnahme ins Krankenhaus habe sich der Präsident in lebensbedrohendem Zustand befunden, erklärte Loncar.

Die Ärzteteams hätten sofort alle unerlässlichen Maßnahmen getroffen. Die Ärzte hätten dem Präsidenten auch geraten, seine Tagesaktivitäten bis zur vollen Gesundung einzuschränken, betonte der Gesundheitsminister.

Inland

Rechtsanwaltskammer-Präsident Rupert Wolff fordert mehr Ressourcen für die Justiz als die im Wahrnehmungsbericht von Justizminister Clemens Jabloner genannten zusätzlichen 90,6 Millionen Euro. „Ich will darüber hinaus noch einen Schlagobers auf dieses Budget“, damit Österreich EU-Meister in der Rechtsstaatlichkeit werde, sagte er heute in der ORF-„Pressestunde“.

ÖRAK-Präsident Wolff fordert höheres Justizbudget

Rechtsanwaltskammer-Präsident Rupert Wolff hat sich am Sonntag positiv zu den Aussagen von Justizminister Clemens Jabloner geäußert, aber ein höheres Budget für die Justiz verlangt.

„Wir unterstützen den Justizminister in seiner Forderung nach mehr Ressourcen für die Justiz“, betonte der Präsident der Rechtsanwaltskammer. Allerdings sei die von Jabloner genannte Zahl „nicht das, was wir wollen“. „Wir wollen die beste Justiz in der ganzen Europäischen Union.“ Und dafür brauche es mehr finanzielle Ressourcen.

Einen konkreten Betrag nannte er nicht. Wegen zu geringer Ressourcen könnten etwa die Rechte der Beschuldigten teilweise nicht ausreichend wahrgenommen werden, warnte er. Außerdem fordert er von der künftigen Bundesregierung unter anderem eine Verbesserung der Strafrechtspflege und eine Modernisierung von Zivilverfahren durch die Möglichkeiten der Digitalisierung.

Kritik an Schließung von Bezirksgerichten

Die geplante Schließung von Bezirksgerichten kritisierte Wolff. „Man darf diese Strukturen nicht leichtfertig, nur aus Gründen der Ökonomie, zerstören.“ Das würde zur Ausdünnung des ländlichen Raums führen. Scharfe Kritik übte Wolff außerdem einmal mehr am Gewaltschutzpaket. „Hier wollte die Politik ein Signal, ein Placebo, an die Bevölkerung setzen: Seht her, wir gehen hart mit Straftätern um.“

Ob der künftige Justizminister parteifrei oder nicht sein solle, spielt für Wolff keine Rolle, ihm sei die Expertise wichtig. Er wünsche sich, dass eine Person das Justizressort übernimmt, die Fachexpertise und Erfahrung hat und „stark und durchsetzungsfähig“ gegenüber dem Finanzminister ist. Auf die Frage, ob er selbst dieses Amt übernehmen würde, sollte er gefragt werden, antwortete Wolff: „Das kann ich nicht beurteilen. Da müsste ich zuerst meine vier Kinder fragen, was die dazu sagen.“ Grundsätzlich sei seine derzeitige Funktion aber „Auftrag genug“.

Den von Jabloner angekündigten neuen Medienerlass, wonach die Staatsanwaltschaften künftig das bloße Einlangen einer Anzeige gegenüber Medien nicht mehr bestätigen, verteidigte er. „Ich bin der Auffassung, dass die Justiz nicht nur blind sein soll – das ist ja ein Symbol für die Gleichbehandlung aller Menschen –, sondern dass sie auch manchmal stumm sein muss.“ Es sei großes Augenmaß geboten, um keine Vorverurteilungen zu schaffen.

In der Causa Casinos, wo rund um die Besetzung des Ex-FPÖ-Bezirksrats Peter Sidlo als Casinos-Vorstand und mögliche Gegengeschäfte von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt wird, hat Ex-Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) heute in der „Krone“ Stellung genommen. Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sei von ihm nicht über die Vorgänge informiert worden, sagte Löger.

„Sache dreier Aktionäre“

Er habe auch kein einziges Anzeichen, dass es hier einen Austausch von Information gegeben habe, so Löger. „Das war eine Sache dreier Aktionäre innerhalb der Casinos AG.“ Gemeint sind die drei Casinos-Hauptaktionäre: der Glücksspielkonzern Novomatic, die tschechische Glücksspielgruppe Sazka und der österreichische Staat über die Österreichische Beteiligungs AG (ÖBAG).

Den vorgeworfenen Postenschacher könne er ausschließen, so Löger: Sidlo sei Vorschlag der Novomatic gewesen, „da hat man einfach eine gemeinsame Linie gesucht“. Seine Aufgabe als Vertreter der Republik sei es gewesen, für eine stabile sichere Zukunftsbasis der Casinos zu sorgen. Dafür seien entsprechende Abstimmungen in Gesprächen notwendig gewesen. „Darüber hinaus lagen mir keine Informationen vor, die seine Qualifikation in Frage stellen“, so Löger.

Hausdurchsuchung „schon fast herbeigesehnt“

Die Hausdurchsuchung bei ihm am vergangenen Dienstag habe er „schon fast herbeigesehnt, damit ich endlich zur Aufklärung beitragen kann“, so der Ex-Finanzminister. Er könne ausschließen, dass etwas Belastendes gefunden worden sei. Daher habe er auch keine Befürchtungen betreffend eine mögliche Anklage. „Da wurde in einer anonymen Anzeige aus Teilfakten und Halbwahrheiten eine große Geschichte konstruiert. Das Motiv dahinter wäre interessant.“

Gehaltsfortzahlung bestätigt

Löger bestätigte außerdem, dass er nach der Abwahl der Regierung im Mai das Anrecht auf Gehaltsfortzahlung in Anspruch genommen hat. Dabei habe es sich um 75 Prozent des früheren Gehalts gehandelt. Die Entgeltfortzahlung laufe Ende dieses Monats aus.

Seine Entscheidung, in einer künftigen Regierung nicht mehr als Finanzminister zur Verfügung zu stehen, habe nichts mit der Causa Casinos zu tun gehabt, versicherte er erneut. Es sei eine „Fülle von Themen“ ausschlaggebend gewesen, darunter Überlegungen privater Natur. Aber auch der „Ibiza-Skandal“ und der Misstrauensantrag gegen die Regierung hätten seine „Stimmung nicht gerade positiv beeinflusst“. Einen Wunschkandidaten für seine Nachfolge als Finanzminister habe er nicht, dass es jemand von den Grünen wird, könne er sich aber „nicht vorstellen“.

Wirtschaft

Der US-Elektroauto-Hersteller Tesla will bis zu vier Milliarden Euro in die geplante Gigafactory in Grünheide nahe der deutschen Hauptstadt Berlin investieren. Nach Informationen der dpa ist das als Summe für mehrere Ausbaustufen der geplanten Ansiedlung in Brandenburg im Gespräch; zuvor hatte „Bild am Sonntag“ darüber berichtet.

In einer ersten Stufe sind der Brandenburger Landesregierung zufolge in Grünheide (Kreis Oder-Spree) über 3.000 Arbeitsplätze geplant, bis zu 8.000 könnten es nach einem Ausbau werden. Der Start der Bauarbeiten nahe der Autobahn 10 ist für das erste Quartal 2020 geplant. Für den US-Elektroautobauer wäre der Bau nach den Werken in Nevada, New York und Shanghai seine vierte Gigafactory.

Wald muss abgeholzt werden

Bisher ist offen, ob Tesla die nötigen Unterlagen Stück für Stück oder als Sammelantrag einreicht. Wald muss dafür abgeholzt werden, Tesla will laut Brandenburger Regierung die dreifache Menge wieder aufforsten lassen. Der Hersteller kann laut „Bild am Sonntag“ mit EU-Zuschüssen von rund 300 Millionen Euro rechnen.

Die Fabrik soll voraussichtlich Ende 2021 in Betrieb gehen und zunächst den künftigen Kompaktsportgeländewagen Model Y sowie auch Batterien und Antriebe bauen. Tesla-Chef Elon Musk hatte auch angekündigt, ein Ingenieurs- und Designzentrum in Berlin anzusiedeln.

Laut Scholz keine Gefahr für Autobauer

Deutschlands Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sieht im geplanten Bau einer Tesla-Großfabrik bei Berlin keine Gefahr für die deutschen Autobauer. „Die deutschen Konzerne werden milliardenschwere Investitionen in neue Fahrzeugtechnologien tätigen. Ich bin sicher, dass sie weiter an der Spitze bleiben werden“, sagte der Vizekanzler dem „Tagesspiegel“ (Sonntag-Ausgabe).

Die angekündigte Großinvestition sei „eine gute Nachricht“, fügte Scholz mit Blick auf die geplante Schaffung Tausender Arbeitsplätze hinzu. Es werde in Europa und in Deutschland aber rasch mehrere große Batterieproduktionen geben müssen, um die künftige Nachfrage zu befriedigen.

Kurz nach der tschechischen J&T Bank hat heute auch die tschechische Sazka-Gruppe die Angaben des Casinos-Finanzvorstands Peter Sidlo, gegen den die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in der Casinos-Affäre ermittelt, dementiert. Sidlos Aussage über angebliche Verkaufsabsichten der Sazka-Gruppe für ihre Anteile an den Casinos (CASAG) wird als „absurd“ zurückgewiesen.

„Die Sazka-Gruppe hatte im Sommer 2018 und auch später zu keinem Zeitpunkt über den Verkauf ihrer Aktien nachgedacht oder Verhandlungen zu diesem Thema geführt“, heißt es in einer der APA übermittelten Stellungnahme der Sazka-Gruppe.

Vorstandswechsel „diskutiert“

„Vertreter der Sazka hörten zum ersten Mal im Dezember 2018 von Herrn Peter Sidlo, als er von der Novomatic AG als neuer CFO vorgeschlagen wurde. Daher muss die Erklärung von Herrn Sidlo als absurd und rein zweckmäßig mit dem Ziel gesehen werden, seine Handlungen zu rechtfertigen und die Aufmerksamkeit in eine andere Richtung zu lenken“, so die Sazka-Erklärung.

Tatsache sei vielmehr, dass „bereits im Sommer 2018 unter den Vertretern der Hauptaktionäre der CASAG über einen möglichen Wechsel des Vorstands der Gesellschaft diskutiert wurde“.

Sazka-Gruppe: An keinen Deals teilgenommen

Sidlo hatte in einem der APA übermittelten Gedächtnisprotokoll gemeint, bei der Verwendung des Wortes „Deal“ im WhatsApp-Dialog im August 2018 mit Ex-FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus sei es um eine Investmentidee mit einem ihm bekannten institutionellen Investor mit Verbindungen zur J&T Bank gegangen, die die Sazka-Anteile an den Casinos möglicherweise kaufen könnte.

Er habe mit „Deal“ nicht seine im März 2019 erfolgte Bestellung zum Casinos-Vorstand bzw. behauptete Gegengeschäfte gemeint. Ex-FPÖ-Bezirksrat Sidlo weist alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück.

„Die Sazka-Gruppe hat zu keinem Zeitpunkt an politischen Deals hinter den Kulissen teilgenommen. Die Sazka-Gruppe handelt stets professionell, transparent, sozial verantwortlich und im besten Interesse des Unternehmens, an dem sie beteiligt ist, wie auch seiner Mitarbeiter“, so die tschechische Glücksspielgruppe, die größte Aktionärin der Casinos AG ist.

Der saudi-arabische Ölgigant Aramco will bei seinem Börsengang mindestens 24 Milliarden Dollar (rund 22 Mrd. Euro) erlösen. Aramco teilte heute in Riad mit, dass die Zeichnungsfrist bis zum 4. Dezember laufen soll. Der Börsengang bezieht sich auf 1,5 Prozent der Unternehmensanteile.

1,7 Bio. Dollar Börsenwert

Der Börsenwert des weltweit wertvollsten Unternehmens wird anlässlich des Börsengangs also auf gut 1,7 Billionen Dollar (mehr als 1,5 Bio. Euro) veranschlagt. Der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman strebte ursprünglich einen Börsenwert von zwei Billionen Dollar an.

Die Preisspanne einer Aramco-Aktie soll zum Börsengang zwischen 30 und 32 Rial liegen (umgerechnet etwa 7,50 Euro). Die Zeichnungsfrist läuft ab sofort, die erste Börsennotierung ist für den 5. Dezember vorgesehen. Nach den aktuellen Werten reicht der Börsengang von Aramco knapp an den bis dato größten Börsengang aller Zeiten heran, den der chinesische Onlinehandelsriese Alibaba 2014 mit 25 Millarden Dollar erzielte.

Weltmarktanteil von rund zehn Prozent

Der Weltmarktanteil von Aramco im Erdölsektor liegt bei rund zehn Prozent. Kronprinz Salman verspricht sich von dem Börsengang den Einstieg in eine fundamentale Transformation der saudi-arabischen Volkswirtschaft, die bisher fast ausschließlich auf den Öleinnahmen aufgebaut ist. Die Einnahmen aus dem Börsengang sollen in neue Großprojekte gelenkt werden, die neben dem Energiesektor entstehen sollen.

Ob der Börsengang erfolgreich ist, bleibt abzuwarten. Die saudi-arabische Regierung stellte es für die Wohlhabenden des Landes als patriotische Pflicht dar, sich an dem Unternehmen zu beteiligen. Ausländische Investoren werden im Blick behalten, wie sich der Energiesektor weltweit vor dem Hintergrund von Produktionsschwankungen und Klimawandel entwickelt. Ein Faktor der Unsicherheit ist auch die Rivalität zwischen den Regionalmächten Saudi-Arabien und Iran.

Während in einigen Teilen Österreichs bereits mehr Schnee als erwünscht vom Himmel gefallen ist, bleiben Beschneiungssysteme für Skigebiete trotzdem weiter im Aufwind. In den Ausbau und Ersatz von Beschneiungssystemen werden in Österreich heuer rund 56 Millionen Euro investiert, um fünf Prozent mehr als im Jahr 2018, zeigt eine heute veröffentlichte Studie von Branchenradar.com.

Bereits im Jahr 2018 erhöhten sich die Investitionen in Beschneiungssysteme um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt dürften im Jahr 2019 rund 56 Millionen Euro in neue Propellerkanonen und Schneelanzen investiert werden. Dazu kommt der Aufwand für die notwendige Versorgungsinfrastruktur (Leitungssysteme, Speicherteiche etc.). Auch in den kommenden Jahren ist mit einem robusten Wachstum der Investitionen zu rechnen. Bis 2021 könnten die Herstellererlöse auf über 64 Millionen Euro steigen.

Den stärksten Zuwachs für 2019 melden die Anbieter für Tirol mit einem Umsatzplus von knapp neun Prozent gegenüber dem Vorjahr, gefolgt von Salzburg und Oberösterreich mit einem Plus von rund sieben bzw. fünf Prozent. In der Steiermark werden heuer um vier, in Vorarlberg um drei Prozent mehr investiert als im Jahr davor. In Kärnten und Niederösterreich ist das Investitionsvolumen stabil.

Sport

Chronik

Der Vulkan Merapi auf Indonesiens dicht besiedelter Insel Java ist heute ausgebrochen. Nach Angaben der Nationalen Katastrophenschutzbehörde spuckte der Vulkan am Vormittag (Ortszeit) Aschesäulen bis zu einen Kilometer hoch in den Himmel. Die Aschewolke wurde Richtung Westen geweht. Über Teile des Ortes Banyubiru Dukun nahe des Vulkans legte sich eine dünne Aschedecke.

Das Gebiet im Dreikilometerradius um den Krater bleibe Sperrzone, erklärte ein Behördensprecher. Er riet Anrainern zur Vorsicht: Es bestehe die Gefahr von Ascheregen, heißen Wolken und explosiven Ausbrüchen.

Einen verheerenden Ausbruch des Merapis gab im Jahr 2010. Mehr als 300 Menschen kamen damals bei mehreren Eruptionen ums Leben, rund 60.000 Anrainer verloren ihr Zuhause. Der rund 2.900 Meter hohe Merapi ist nur einer der etwa 130 aktiven Vulkane im Vielinselstaat – gilt aber als einer der gefährlichsten. Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde, in der es häufiger zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen kommt.

Ein 51-jähriger Australier steht im Verdacht, zum Schutz seiner Cannabispflanzen einen Buschbrand gelegt zu haben, der danach völlig außer Kontrolle geraten ist. Die Polizei teilte heute mit, dass der Verdächtige wegen Brandstiftung einem Gericht vorgeführt wurde.

Er soll im Brandgebiet Ebor in New South Wales am Donnerstag einen Buschbrand gelegt haben, weil er seine Cannabispflanzen durch das Abfackeln des direkten Umlandes vor einem anderweitig ausgelösten Buschbrand schützen wollte. Im Brandgebiet Ebor wüteten die Flammen noch drei Tage später, 10.000 Hektar Buschland waren niedergebrannt.

Insgesamt wurden durch die Buschbrände in Australien in den vergangenen Tagen mehr als eine Million Hektar Land verwüstet, vier Menschen kamen ums Leben. Die Behörden gehen davon aus, dass die Brände an etlichen Stellen durch Brandstiftung hervorgerufen wurden. Die aktuelle Zahl der Brandherde wurde heute mit 130 angegeben.

Auf dem Frankfurter Flughafen ist es zu einem Zwischenfall gekommen: Nach der Landung ist gestern Abend ein Flugzeug der Korean Air auf dem Rollfeld mit einer anderen Maschine zusammengestoßen. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete heute, es habe keine Verletzten gegeben, da das andere Flugzeug der Air Namibia mit geringer Geschwindigkeit am Boden unterwegs gewesen sei.

Das Höhenleitwerk der koreanischen Boeing 777 sowie eine Flügelspitze des Flugzeugs von Air Namibia seien beschädigt worden. Das südkoreanische Flugzeug allerdings könne den Rückflug nach Seoul erst 21 Stunden später als geplant starten. Für die Passagiere seien Hotelunterkünfte angeboten worden. Der Flughafenbetreiber Fraport bestätigte den Unfall, machte zur Ursache aber zunächst keine Angaben.

Kultur

Der Welt hinter Wels würde man generell kein Übermaß an Romantik unterstellen. Und dennoch: Zwischen Traun und einem kleinen Waldbach tut sich nicht nur unerwartete Landschaftsromantik auf. Im siebenten Jahr des Bestehens liegt ein Kunsttempel ein wenig im Dornröschenschlaf. Und könnte eigentlich ein Anziehungspunkt sein, nicht nur für Kunstfans. Mit großem Engagement will das Museum Angerlehner gerade die Jüngsten zu Entdeckern der Gegenwartskunst machen. Und so darf Bob der Baumeister unter dem Montagekran schon mal über den Riesen-Prachensky staunen.

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Er wurde mit Aufnahmen der Beatles und der Rolling Stones aus den 1960er Jahren berühmt: Im Alter von 81 Jahren ist der britische Fotograf Terry O’Neill nach langer Krankheit gestorben. Das teilte seine Agentur Iconic Images heute mit. „Als eine der größten Fotografie-Ikonen der letzten 60 Jahre werden seine legendären Bilder für immer in unseren Erinnerungen, aber auch in unseren Herzen und Köpfen präsent bleiben“, hieß es in der Mitteilung.

In den 60er Jahren galt O’Neill als Chronist der „Swinging Sixties“ in London, wo er sich in der Welt von Musikern, Models und anderen Berühmtheiten bewegte. Er porträtierte Schauspieler wie Michael Caine, Sean Connery, Audrey Hepburn, Elizabeth Taylor und Brigitte Bardot und machte berühmte Aufnahmen von Frank Sinatra. Später arbeitete er mit Musikern wie Elton John, David Bowie und Amy Winehouse zusammen.

O’Neill war einige Jahre mit der Schauspielerin Faye Dunaway verheiratet. Eines seiner berühmtesten Fotos zeigt sie am Morgen nach ihrem Oscar-Gewinn für „Network“ 1977 am Pool sitzend. Seine Werke seien heute in zahlreichen Museen und Galerien weltweit zu sehen, hieß es in dem Nachruf. 2019 wurde O’Neill ’mit dem Orden „Commander of the British Empire“ für Verdienste um die Fotografie ausgezeichnet.

Die in New York wohnende Performance-Künstlerin Sarah Cameron Sunde hat sich von einem verheerenden Hurrikan zu einer Kunstaktion inspirieren lassen, deren jüngste Variante sie nun in Mombasa vorgestellt hat.

Einen vollen Gezeitenzyklus lang stand sie zwischen Ebbe und Flut im Indischen Ozean, um auf den klimabedingt steigenden Meeresspiegel hinzuweisen. Im Süden der kenianischen Hafenstadt war sie von 08.10 Uhr morgens bis abends um 20.16 Uhr im Wasser, das ihr abwechselnd vom Knöchel bis zum Hals reichte. Ebenso wie bei ähnlichen Aktionen in Brasilien, den Niederlanden, den USA, Mexiko und Bangladesch trug sie dabei in Kenia ihren charakteristischen Sweater in signalroter Farbe.

Die Aufnahmen wurden zu einem zwölfminütigen Video 36.5 komprimiert, das sie gestern im Fort-Jesus-Museum präsentierte. Es soll auch auf Instagram zu sehen sein. „Nachdem ich die Verluste an Leben und Eigentum in New York gesehen habe – also einer Stadt, die jeder als hoch gelegen ansieht – habe ich mir überlegt was passiert, wenn Regionen in sich entwickelnden oder unterentwickelten Ländern betroffen sind“, erklärte sie der dpa.

Mit ihrer Aktion wolle sie das Bewusstsein fürs Thema schärfen: „Als Künstlerin schaffe ich für andere Menschen Raum für solche Gespräche: Mit meinen Bildern rege ich sie zu Fragen an wie: Was macht sie da, und warum?“

Schutzwall um Museum

Finanziell wird sie bei ihrem Projekt von Freunden und ihrer Familie unterstützt. An ihrem Premierenort in Kenia sind die Folgen der steigenden Meeresspiegel schon spürbar. Die Museumsverwaltung musste einen Schutzwall errichten, um das auf der Liste des Weltkulturerbes stehende Fort Jesus vor den Fluten zu schützen. Die alte Wallanlage war den immer höher anbrandenden Meereswellen zum Opfer gefallen.

Gesundheit

Science

Im Münchner Auktionshaus Hermann Historica kommen am Mittwoch zahlreiche Nazi-Devotionalien unter den Hammer. Bei der Onlineauktion werden 842 Gegenstände versteigert, darunter viele persönliche Besitztümer ehemaliger führender Nationalsozialisten: der Zylinder von Adolf Hitler etwa, ein Cocktailkleid von Eva Braun und eine Luxusausgabe von „Mein Kampf“.

Kritik von jüdischem Verband

Die Versteigerung sorgte bereits im Vorfeld für scharfe Kritik, mehrere Medien berichteten darüber. „Mit einigen Dingen sollte man einfach keinen Handel treiben“, schrieb Rabbi Menachem Margolin von der European Jewish Association (eja) in Brüssel in einem Brief an das Auktionshaus. Der Verband der Juden Europas forderte darin die Absage der Versteigerung.

Der Geschäftsführer von Hermann Historica, Bernhard Pacher, wähnt sich zu Unrecht in der Kritik und wehrt sich. „Der mit Abstand größte Teil der Kunden, der bei uns einkauft, sind Museen, staatliche Sammlungen und private Sammler, die sich wirklich akribisch mit dem Thema auseinandersetzen.“ Seit der Berichterstattung über den Brief der eja habe er mit zahlreichen E-Mails zu kämpfen, in denen er wüst beschimpft werde.

Strenge Kontrollen

Es liege, sagte Pacher, nicht an seinem Auktionshaus, zu beurteilen, was Käufer mit Relikten aus der Nazi-Zeit machen. Doch: „Es liegt an uns, zu verhindern, dass es die falschen Leute kriegen.“ Strenge Kontrollen verhinderten das. „Dass der ein oder andere mit falscher Ideologie sich darunter mischt, ist praktisch nicht verhinderbar.“

Es ist nicht die erste Auktion dieser Art bei Hermann Historica. Das Münchner Auktionshaus ist seit mehreren Jahren wegen seiner Versteigerungen von Nazi-Devotionalien umstritten. 2016 etwa ging eine Uniformjacke von Adolf Hitler für 275.000 Euro an den Höchstbietenden. Die Versteigerung findet am Mittwoch statt, hineingelassen wird nur, wer sich zuvor angemeldet hat. Während der Präsenzauktion können auch Gebote per Internet oder telefonisch abgegeben werden.

Weltweit gibt es nur um die 20 Weisheitsforscher. Eine davon ist Judith Glück an der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt. Wie man Weisheit definiert, ist nicht klar festgelegt. Was dazugehört, sind wohl Lebenserfahrung, eine gewisse Haltung dem Leben gegenüber und aus Erlebnissen lernen zu können – ob positiv oder negativ.

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Lifestyle

Statt ständig neue Billigkleidung großer Textilketten zu kaufen, findet der Trend, sich Gewand selbst zu nähen, immer mehr Anhänger und Anhängerinnen. Um seine Nähideen auch gleich umsetzen zu können, braucht es eine leicht bedienbare Nähmaschine. Die deutsche Stiftung Warentest hat zehn Nähmaschinen und zwei Overlock-Maschinen zwischen 120 Euro und 950 Euro getestet.

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Religion

Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ), Ümit Vural, wünscht sich für jedes Bundesland eine große Moschee. Diese sollte einen Ansprechpartner beherbergen.
Die IGGÖ sollte „zumindest in jedem Bundesland eine Moschee haben mit dem Sitz der Religionsgemeinde, wo man einen Ansprechpartner hat“, sagte er im Interview mit der „Presse am Sonntag“.

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Panorama

Leute

Wenige Wochen vor der britischen Parlamentswahl hat sich die US-Unternehmerin Jennifer Arcuri emotional über eine mutmaßliche Affäre mit Premierminister Boris Johnson geäußert. Der Politiker habe sie „mit gebrochenem Herzen“ und „gedemütigt“ zurückgelassen, sagte Arcuri dem britischen Fernsehsender ITV heute. Die US-Bürgerin steht im Zentrum eines mutmaßlichen Interessenkonflikts, der in die Zeit von Johnson als Bürgermeister von London zurückgeht.

Schwarzweißbild von Jennifer Arcuri
APA/AFP/Guy Lewis

Laut „Sunday Times“ soll Johnson eine Affäre mit Arcuri gehabt haben. Arcuri sagte in dem ITV-Interview, das in Auszügen vorab veröffentlicht wurde, sie fühle sich von Johnson wie „einen flüchtigen One-Night-Stand“ behandelt. Der Premier habe ihre Anfragen „nach Rat“ abgelehnt, nachdem der Skandal im September bekanntwurde. Die „Sunday Times“ hatte damals berichtet, das ehemalige Model habe zwischen 2008 und 2016 insgesamt 126.000 Pfund (141.000 Euro) an öffentlichen Fördergeldern erhalten. Außerdem sei Arcuri bei Auslandsreisen des damaligen Bürgermeisters bevorzugt worden. Johnson bestreitet die Vorwürfe.

„Ich bin schrecklich untröstlich, weil du mich beiseite geworfen hast, als wäre ich ein kleines Monster“, sagte Arcuri, die Johnson in dem Interview direkt ansprach. Johnson, der von 2008 bis 2016 Londoner Bürgermeister war, kämpft bei der Parlamentswahl im kommenden Monat um seine Wiederwahl als Premierminister.