Inland

Pensionen sollen 2018 um 1,6 Prozent steigen

Die Pensionen sollen im kommenden Jahr um 1,6 Prozent steigen. Das ergibt sich aus der Inflation im relevanten Zeitraum und den gesetzlichen Vorgaben. Der Anpassungsfaktor errechnet sich aus der durchschnittlichen Inflationsrate im Zeitraum August 2016 bis Juli 2017.

Grafik zeigt die Pensionserhöhungen seit 2012 im Vergleich zur Inflation

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA

Dieser Wert liegt nach Berechnungen der Statistik Austria bei 1,6 Prozent. Er muss nun noch von der Pensionskommission bestätigt werden, die im Herbst tagt. Sollte Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) davon abgehen wollen, wäre eine Gesetzesänderung nötig.

Blecha und Korosec wollen für kleine Pensionen mehr

Mehr als die gesetzlich vorgesehenen 1,6 Prozent fordern die beiden Präsidenten des Seniorenrates, Karl Blecha (SPÖ) und Ingrid Korosec (ÖVP), für kleine und mittlere Pensionen. Für Pensionen bis 1.500 Euro müsse die Anpassung höher ausfallen, verlangen die beiden Seniorenvertreter. Auch für FPÖ-Seniorensprecher Werner Neubauer reichen die 1,6 Prozent nicht.

Kern für mehr als zwei Prozent

Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) kündigte in der „Kronen-Zeitung“ (online) an, dass bei Pensionen bis zu 1.500 Euro zumindest ein Zweier vor dem Komma stehen soll. Personen mit Luxuspensionen über 5.000 Euro sollen eine „Nullrunde“ hinnehmen. Die Gruppe, die zwischen 1.500 und 5.000 Euro liegt, soll die Inflation in der Höhe von 1,6 Prozent abgegolten bekommen, schlug Kern vor.

Kurz „grundsätzlich positiv“

ÖVP-Obmann Sebastian Kurz zeigte sich offen dafür, kleinere Pensionen über der Inflationsrate von 1,6 Prozent zu erhöhen: Er sehe den entsprechenden Vorschlag „grundsätzlich einmal positiv“, sagte Kurz. Aber natürlich werde man sich diesen als Regierung „im Detail anschauen müssen“ und dann „verantwortungsvoll entscheiden“, fügte er an.

Ministerrat will Assistenzeinsatz in Tirol beschließen

Der Assistenzeinsatz des Bundesheeres zur Unterstützung der Exekutive bei Zugs- und Schwerpunktkontrollen in Tirol soll nun mittels neuen Ministerratsbeschlusses rechtlich gedeckt werden. Man werde diesem Wunsch des Verteidigungsministeriums nachkommen, auch wenn man rechtlich keine Notwendigkeit dafür sieht, hieß es heute aus dem Innenministerium gegenüber der APA.

Im Innenressort gab man sich ob der Bedenken des Verteidigungsressorts, der Einsatz könnte durch den Ministerratsbeschluss aus dem Jahr 2015 nicht gedeckt sein, verwundert. Seit letzter Woche habe es „intensivierte Gespräche“ zu den Schwerpunktkontrollen gegeben, dabei seien seitens des Verteidigungsministeriums keinerlei Bedenken geäußert worden.

Maßnahmen bereits in Umsetzung

Die Maßnahmen seien auch bereits in Umsetzung, und die Kontrollen wurden „sehr erfolgreich“ gestartet, hieß es seitens des Innenministeriums zur APA - mehr dazu in oesterreich.ORF.at.

Ungeachtet dessen werde man dem Wunsch des Verteidigungsministeriums Folge leisten und stehe für die Ausarbeitung eines neuen Ministerratsvortrags bereit; dieser sei auch bereits in Abstimmung, hieß es im Innenressort.

Im Verteidigungsministerium betonte man die Bereitschaft zum Assistenzeinsatz, verwies aber auf die notwendige rechtliche Absicherung. Es handle sich bei der Unterstützung der Polizei bei „Ausgleichsmaßnahmen“ in Tirol allerdings um eine „wesentliche Erweiterung der Aufgaben“, so ist etwa die Kontrolle von Güterzügen vorgesehen, begründet man im Verteidigungsressort das Begehr nach einem neuen Beschluss.

Ausland

AFD-Chefin Petry könnte Immunität verlieren

In Deutschland hat der Immunitätsausschuss des Landtags in Sachsen heute empfohlen, dem Parlament die Aufhebung der Immunität der Fraktionschefin der Alternative für Deutschland, (AFD), Frauke Petry, zu empfehlen.

Ein entsprechender Beschluss wurde wegen des Verdachts auf Meineid oder fahrlässigen Falscheid einstimmig gefasst. Eine Aufhebung der Abgeordnetenimmunität würde für eine Anklage oder einen Strafbefehl den Weg frei machen. Hintergrund der Causa sind Vorwürfe, Petry habe in einer Sitzung des Wahlprüfungsausschusses des Landtags im November 2015 in einer Zeugenaussage unter Eid falsch ausgesagt.

Entscheidung wahrscheinlich Ende August

Der Ausschuss befasste sich mit der Gewährung von Darlehen durch AfD-Landtagskandidaten an die Partei. Damit sollte der Landtagswahlkampf 2014 unterstützt werden. Petry ist AfD-Fraktionsvorsitzende im Landtag und auch sächsischen Landesvorsitzende.

Sollte nun innerhalb von sieben Tagen kein Abgeordneter der Beschlussempfehlung schriftlich widersprechen, gilt die Aufhebung der Immunität als beschlossen. Bei einem Widerspruch, wovon vonseiten der AfD-Fraktion auszugehen war, wird der Landtag auf seiner nächsten Sitzung am 30. August darüber abstimmen.

Venezuela: Haus von Ex-Chefanklägerin Ortega durchsucht

Der venezolanische Geheimdienst hat das Haus der abgesetzten Generalstaatsanwältin Luisa Ortega durchsucht. Ortega schrieb auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter, die Agenten des Geheimdienstes SEBIN wollten damit ihren „Kampf gegen den Totalitarismus“ rächen. AFP-Journalisten beobachteten in der Hauptstadt Caracas mehrere SEBIN-Fahrzeuge vor dem Haus Ortegas.

Sie gilt als eine der wichtigsten Gegenspielerinnen des umstrittenen Staatschefs Nicolas Maduro, dem sie „diktatorische Ambitionen“ vorwirft. Die Verfassunggebende Versammlung als neuer Machthebel des Maduro-Lagers hatte vor knapp zwei Wochen die Absetzung Ortegas verkündet. Seitdem lebt sie im Untergrund.

Ihr Nachfolger, Generalstaatsanwalt Tarek William Saab, erklärte, er lasse auch Ortegas Mann German Ferrer suchen. Der frühere Abgeordnete werde verdächtigt, Teil eines Rings von Schutzgelderpressern zu sein. Die Fahndung habe nichts mit Ortegas und Ferrers politischen Ansichten zu tun, betonte Saab.

Dutzende Tote bei Meuterei in Gefängnis

Bei einer Meuterei in einem Gefängnis und Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften wurden über 35 Menschen getötet worden, wie der Gouverneur des Staates Amazonas, Liborio Guarulla, gestern mitteilte. Die Generalstaatsanwaltschaft Venezuelas sprach von 37 Toten.

Demnach kam es zu den Todesfällen, als das Gefängnis gestürmt wurde. Es soll auch 14 Verletzte unter den Sicherheitskräften geben. Spezialeinheiten hätten das Gefängnis in Puerto Ayacucho rund 700 Kilometer südlich der Hauptstadt Caracas gestürmt. In der Haftanstalt saßen 105 Häftlinge, die Region ist sehr abgelegen im tropischen Regenwaldgebiet. Laut Zeugenberichten soll es zu wilden Schießereien zwischen Sicherheitskräften und Gefangenen gekommen sein, auch Militäreinheiten sollen beteiligt gewesen sein.

Tote bei Selbstmordanschlag an Gazas Grenze zu Ägypten

Ein palästinensischer Selbstmordattentäter hat bei einer Attacke an der Grenze zu Ägypten einen Hamas-Grenzwächter mit in den Tod gerissen. Fünf weitere Menschen seien in der Nacht auf heute verletzt worden, als der mutmaßliche Anhänger des Terrornetzwerks Islamischer Staat (IS) am Rafah-Grenzübergang seinen Sprengsatz zündete, teilte ein Sprecher des örtlichen Innenministeriums mit.

Wachmänner der im Gazastreifen herrschenden Hamas hätten zwei Verdächtige angehalten, die sich der Grenze näherten, sagte der Sprecher. Einer habe sich daraufhin in die Luft gesprengt, der zweite sei dabei verletzt worden. Die Hamas geht davon aus, dass die Männer nach Ägypten vordringen wollten. Das ägyptische Nachbarland hat der Hamas mehrmals vorgeworfen, Terrorgruppen auf der Sinai-Halbinsel zu unterstützen.

Es ist der erste Selbstmordanschlag, der sich gegen die radikalislamische Hamas richtet, die vor zehn Jahren gewaltsam die Kontrolle im Gazastreifen an sich gerissen hatte. Die Hamas, deren Ziel die Vernichtung Israels ist, hatte in der Vergangenheit selbst mit Selbstmordattentäter Hunderte von Israelis getötet.

Saudi-Arabien öffnet Grenze für Pilger aus Katar

Erstmals seit dem Abbruch der Beziehungen zu Katar vor gut zwei Monaten öffnet Saudi-Arabien seine Grenze zu dem Nachbarland. Damit wolle König Salman den Bürgern Katars die Pilgerfahrt nach Mekka ermöglichen, meldete die staatliche saudi-arabische Nachrichtenagentur SPA gestern Abend. Der Grenzübergang Salwa solle für die jährliche Hadsch Anfang September geöffnet werden.

Der König habe zudem angeordnet, Flugzeuge nach Doha zu schicken, um katarische Pilger „auf seine Kosten“ zu transportieren, hieß es in dem SPA-Bericht weiter. Zuvor hatte das saudi-arabische Königshaus erstmals seit Beginn der diplomatischen Krise am 5. Juni einen Gesandten aus Doha empfangen.

„Historisch tiefe Beziehungen“

Kronprinz Mohammed bin Salman lobte nach dem Treffen die „historisch tiefen Beziehungen zwischen den Völkern Saudi-Arabiens und Katars“. Im Juli hatte die Regierung in Doha Saudi-Arabien noch vorgeworfen, ihren Bürgern die Pilgerreise nach Mekka untersagen zu wollen.

Ob es sich bei dem Schritt des Königshauses um ein erstes Zeichen der Annäherung an Katar handelt, ist umstritten. Der Experte Ali Shihabi von der Arabia-Stiftung in Washington nannte ihn auf Twitter eine „Geste des guten Willens“, aber noch keinen „Durchbruch“. Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate werfen Katar vor, Terrororganisationen zu unterstützen. Deshalb hatten diese Staaten Anfang Juni eine umfassende Blockade gegen das Golfemirat verhängt.

Bulgarien will Grenzschutz ausbauen

Bulgarien will seine Grenze zur Türkei noch stärker mit Militär schützen. Verteidigungsminister Krassimir Karakatschanow kündigte an, auch hoch spezialisierte Kampftruppen an die Grenze zu schicken. Die EU-Außengrenzen sollten seinen Worten nach „notfalls mit Waffengewalt“ verteidigt werden. Bereits jetzt ist die türkisch-bulgarische Grenze fast komplett durch Stacheldrahtzäune geschlossen.

Mehr dazu in Minister schickt Kampftruppen

Australien: Proteste gegen Rechtspopulistin in Burka

Die Vorsitzende von Australiens Rechtsaußenpartei One Nation, Pauline Hanson, ist am Donnerstag vollverschleiert mit einer Burka im Parlament erschienen. Die 63-Jährige hatte Körper und Gesicht ganz mit einem schwarzen Schleier verhüllt, wie ihn Frauen in konservativen islamischen Ländern tragen.

Politikerin in Burka

APA/AP/Jed Cooper

Hanson wollte damit ihrer Forderung Nachdruck verleihen, das Tragen der Burka in der Öffentlichkeit zu verbieten. Bei den anderen Parteien löste der Auftritt Proteste aus. Australiens konservativer Justizminister George Brandis warf der Rechtspopulistin vor, Zwietracht zu säen. „Ich würde sehr, sehr vorsichtig damit sein, die religiösen Gefühle von anderen Australiern zu beleidigen.“ Zugleich versicherte er: „Wir werden die Burka nicht verbieten.“

Hanson nahm den Schleier ab, um eine Frage an die Regierung zu stellen. Sie verließ den Senat dann unverschleiert, mit der Burka in der Hand. Ein muslimischer Senator der oppositionellen Labor-Partei, Sam Dastyari, bezeichnete sie als „Schande“ für das Parlament. One Nation hat vier Sitze im Senat. Die Partei fordert seit vielen Jahren ein Burka-Verbot und einen Einwanderungsstopp für Muslime.

Sport

Europa League: Austria visiert erstes Saisonziel an

Rechtzeitig vor der letzten Hürde auf dem Weg in die Gruppenphase der Europa League hat die Austria wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden. Nach dem verpatzten Saisonstart haben die Wiener die letzten drei Spiele nicht mehr verloren und sogar zwei davon gewonnen. Vor dem Play-off-Hinspiel bei NK Osijek ist die Austria aber gewarnt, mit Luzern und dem PSV Eindhoven stolperten schon zwei Topclubs über die Kroaten. „Die Chancen liegen bei 50:50“, betonte Trainer Thorsten Fink, der auf die nötige Effizienz hofft.

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Wirtschaft

„SZ“: Lufthansa will Niki komplett übernehmen

Die Lufthansa will neben den bereits angemieteten 38 Air-Berlin-Jets die Touristiktochter Niki und weitere Flugzeuge übernehmen. Ungefähr 90 der 140 Flugzeuge will sich die Fluggesellschaft sichern. Entsprechende Vorabinformationen der „Süddeutschen Zeitung“ („SZ“, Freitag-Ausgabe) wurden heute in Unternehmenskreisen bestätigt.

Der Konzern sieht sich unter großem Zeitdruck, sodass die bereits weit gediehenen Verhandlungen schon in der kommenden Woche abgeschlossen werden könnten. Noch vor dem Wochenende könnten laut „SZ“ Verhandlungen mit der Lufthansa aufgenommen werden.

Dobrindt will Lufthansa-Übernahme

Auch nach den Vorstellungen des deutschen Verkehrsministers Alexander Dobrindt soll die Lufthansa den Löwenanteil der insolventen Air Berlin übernehmen. „Wir brauchen einen deutschen Champion im internationalen Luftverkehr“, sagte der CSU-Politiker der „Rheinischen Post“ (Freitag-Ausgabe).

„Deswegen ist es dringend geboten, dass Lufthansa wesentliche Teile von Air Berlin übernehmen kann.“ Wie die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft aufgeteilt wird, dürfte allerdings von den Kartellbehörden kritisch beäugt werden. Monopolfragen könnten „nicht mehr mit der rein regionalen Brille auf einzelne Standorte betrachtet werden“, sagte Dobrindt dazu.

„Nicht alle Jobs zu retten“

Zuvor sagte Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und der „Berliner Zeitung“, dass mit drei Interessenten verhandelt werde. Neben der Lufthansa seien auch die Billigflieger easyJet und Condor (der Ferienflieger von Thomas Cook) laut „Berliner Zeitung“ bei den Verhandlungen mit von der Partie.

„Alle Arbeitsplätze werden jedoch auch nach dieser Vereinbarung nicht zu retten sein“, machte Winkelmann bei seinen jüngsten Auftritten auf internen Mitarbeiterversammlungen in Berlin unmissverständlich klar.

Betriebsversammlung bei Niki

Erste interne Mitarbeiterinformationen gab es gestern bei der österreichischen Tochter Niki. Für morgen Vormittag haben die Niki-Arbeitnehmervertreter eine Betriebsversammlung am Flughafen Wien-Schwechat anberaumt.

Mehr dazu in Vom Insolvenzantrag nicht betroffen

Chronik

600 menschliche Knochenüberreste in Mexiko entdeckt

Im Nordmexiko sind in einem Massengrab mehr als 600 Überreste menschlicher Knochen entdeckt worden. Das Massengrab sei in der Nähe von Tijuana nicht weit von der Grenze zu den USA nach einem Tipp durch einen inhaftierten Drogenhändler gefunden worden, wie eine Vereinigung für Vermisste in der mexikanischen Region Baja California gestern mitteilten.

Laut Angaben dürfte es mindestens einen Monat dauern, bis Experten die Knochenüberreste in dem Massengrab vollständig gesichtet haben. Anschließend sollen DNA-Untersuchungen in Mexiko-Stadt erfolgen.

Der grausige Fund wurde in demselben Gebiet gemacht, in dem 2009 das Massengrab von Santiago Meza gefunden worden war. Er hatte auf Anweisung von Drogenhändler die Leichen in Chemikalien aufgelöst und die Überreste in dem Massengrab verscharrt. Er hatte zugegeben, dass er etwa 300 Leichen verschwinden ließ. Im mexikanischen Drogenkrieg wurden seit 2006 mehr als 186.000 Menschen getötet, etwa 30.000 weitere gelten landesweit als vermisst.

Großbrand im Nationalpark Lovcen in Montenegro

Nachdem schon im Juli Waldbrände auf der Halbinsel Lustica schwere Zerstörungen angerichtet haben, ist Montenegro erneut mit einem Großbrand konfrontiert. Betroffen ist der Nationalpark Lovcen, das Gebirge in unmittelbarer Nähe der Bucht von Kotor. Wie der TV-Sender N1 heute berichtete, dürfte auch das Mausoleum des einstigen Herrschers Petar II. Petrovic Njegos in Gefahr geraten.

Im Nationalpark Lovcen in Montenegro ist ein Großbrand ausgebrochen. Feuerwehr und Militär sind im Löscheinsatz.

Das Mausoleum wurde in den 70er Jahren nach den Plänen des kroatischen Bildhauers Ivan Mestrovic an der Stelle errichtet, wo zuvor eine Njegos-Grabkapelle stand. Der frühere montenegrinische Herrscher war dort 1854 beigesetzt worden.

Die Behörden von Cetinje, der nahe gelegenen alten Hauptstadt Montenegros, appellierten unterdessen an die Bürger, sich dem Kampf gegen den Großbrand anzuschließen. Im Löscheinsatz stehen Feuerwehren aus mehreren Landesteilen und das Militär.

Vergewaltigte zehnjährige Inderin brachte Kind zur Welt

Eine nach einer Vergewaltigung schwanger gewordene Zehnjährige hat in Indien ihr Baby bekommen. Mutter und Kind gehe es nach dem Kaiserschnitt den Umständen entsprechend, teilten die Ärzte im Krankenhaus der nordindischen Stadt Chandigarh heute mit. Der Oberste Gerichtshof Indiens hatte Ende Juli einen Schwangerschaftsabbruch untersagt, weil das Mädchen damals schon im achten Monat schwanger war.

Das Gericht ordnete zugleich an, dass die Zehnjährige die bestmögliche medizinische Versorgung bekomme. Daraufhin wurde ein Komitee ins Leben gerufen, das sich um das Vergewaltigungsopfer kümmert. Dessen Präsident Dasari Harish gab bekannt, dass die Geburt in der Früh per Kaiserschnitt erfolgt sei. „Das Baby wurde auf die Intensivstation für Neugeborene gebracht und wird in der Lage sein, sich zu erholen“, sagte er.

Das Mädchen aus dem nordindischen Bundesstaat Punjab war nach eigenen Angaben über sieben Monate mehrmals von seinem Onkel vergewaltigt worden. Die Schwangerschaft war erst nach 26 Wochen festgestellt worden, als die Eltern ihre Tochter wegen Magenschmerzen in ein Krankenhaus brachten. Seitdem versuchte die Familie, eine Ausnahmegenehmigung für einen Schwangerschaftsabbruch zu bekommen. Das indische Gesetz erlaubt diesen nach der 20. Schwangerschaftswoche nur, wenn das Leben der Mutter gefährdet ist.

Kultur

Händel, Bartoli und der Conchita-Zauber

Wenn es in Salzburg mittlerweile ein konstantes Ritual gibt, dann wohl die Bartoli-Festspiele im Finale. Mit der Pfingst-Reprise von Georg Friedrich Händels selten gespielter Oper „Ariodante“ demonstriert Cecilia Bartoli in der großartigen Regie von Christoph Loy und hervorrangenden Sängerinnen und Sängern wieder einmal, wie Opernhandwerk geht. Gerade die Hölzernheit der Vorlage verwendet das Ensemble, um zwischen Virginia Woolf und Conchita frische Zeitbezüge einzustreuen, die aber den Kern eines in sich durchaus revolutionären Werkes freilegen.

Mehr dazu in ORF.at/salzburgerfestspiele17

„Forbes“: Emma Stone ist bestbezahlte Schauspielerin

Oscar-Preisträgerin Emma Stone (28) ist laut „Forbes“-Magazin die bestbezahlte Schauspielerin der Welt. Der „La La Land“-Star habe in den vergangenen zwölf Monaten rund 26 Millionen Dollar (etwa 22 Mio. Euro) verdient, teilte das US-Magazin gestern mit.

Emma Stone

APA/AFP/Robyn Beck

Auf dem zweiten Platz landete den „Forbes“-Recherchen zufolge US-Schauspielerin Jennifer Aniston mit 25,5 Millionen Dollar vor ihrer Kollegin Jennifer Lawrence (24 Mio. Dollar). Lawrence hatte die Liste zwei Jahre hintereinander angeführt. Unter die Top Five schafften es auch Melissa McCarthy (18 Mio. Dollar) und Mila Kunis mit 15,5 Mio. Dollar.

Die Zahlen für den Zeitraum zwischen Juni 2016 und Juni 2017 basieren laut „Forbes“ auf Kinokasseneinnahmen, Branchenschätzungen sowie Interviews mit Agenten, Managern und Rechtsanwälten. Die Beträge beinhalten unter anderem Filmgagen und Einkünfte aus Werbeverträgen.

Religion

IT

Leute

John Cleese: Komiker sind wichtiger denn je

Angesichts der Weltlage hält Monty-Python-Star John Cleese befreiendes Lachen für lebenswichtig. „Wir haben Komiker noch nie so dringend gebraucht wie jetzt“, sagte der 77-jährige Brite gestern Abend beim Filmfestival in Sarajewo. In der bosnischen Hauptstadt wurde Cleese ein Ehrenpreis für seine Filmkarriere verliehen.

John Cleese hält seinen Preis hoch

APA/AFP/Elvis Barukcic

Es sei ihm fast peinlich, dieselbe Auszeichnung zu bekommen wie US-Schauspieler Robert De Niro oder der britische Regisseur Stephen Frears, sagte Cleese. Er bekam das sogenannte Ehrenherz von Sarajewo unter anderem für seine Rollen in der Serie „Fawlty Towers“, in den Monty-Python-Filmen wie „Das Leben des Brian“ und in dem Film „Ein Fisch namens Wanda“ verliehen.

Lifestyle

Müllverbrennungsanlage wird in Kopenhagen zu Skipiste

Kopenhagen bekommt eine Skipiste. Auf dem Dach einer Müllverbrennungsanlage im Osten der Stadt soll man ab kommendem Jahr Skifahren können. Das 85 Meter hohe Gebäude liegt in der Nähe des Öresund-Kanals und befindet sich noch im Bau.

Müllverbrennungsanlage in Kopenhagen

Deltastralhlung unter cc by-sa

Die Anlage selbst gehe Ende des Jahres in Betrieb, der Außenbereich mit der Skipiste, einer Kletterwand und einem Restaurant solle Mitte nächsten Jahres eingeweiht werden, sagte Patrik Gustavsson vom Amager Ressource Center.

Weil es in Dänemark nur selten ausreichend schneit, wird die Piste mit einem speziellen Teppich ausgelegt, der es möglich macht, die Anlage - auch Copenhill genannt - das ganze Jahr hindurch zu betreiben.

Panorama

Verlorener Verlobungsring in Karotte eingewachsen

Ihren für immer verloren geglaubten Verlobungsring hat eine Kanadierin auf äußerst ungewöhnliche Weise zurückbekommen: umwachsen von einer Karotte aus dem eigenen Garten. Im Jahr 2004 hatte die heute 84-jährige Mary Grams bei Gartenarbeiten auf der Farm in der Provinz Alberta ihren Ring verloren. Trotz verzweifelter Suche blieb der Ring verschwunden.

In Karotte eingewachsener Ehering

APA/AP/Iva Harberg

Bis zur vergangenen Woche, wie kanadische Medien berichteten: Mary Grams Schwiegertochter erntete auf dem Bauernhof der Familie eine Karotte, in die der Ring eingewachsen war.

„Ich habe ihn sofort wiedererkannt“, sagte Grams. Sie hatte den Ring 1951 von ihrem Verlobten bekommen. Ihrem vor fünf Jahren verstorbenen Mann habe sie nie erzählt, dass sie den Ring verloren hatte und ihn heimlich ersetzt. „Ich dachte, er schimpft mit mir.“ Sie werde nun ihren Verlobungsring wieder tragen, sagte Grams. „Er passt immer noch.“